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Was will er? Gefühl, stecken zu bleiben

chocolatte

Mitglied
Hallo liebe alle,
mein Freund und ich (beide Mitte 30) sind ungefähr ein Jahr lang zusammen. Anfangs haben wir uns Zeit gelassen - hauptsächlich für ihn, weil er (nach mehreren Beziehungsdramen mit Exfreundinnen) erstmal wieder Vertrauen fassen musste.
Eigentlich ist alles super seitdem, wir treffen uns paar mal die Woche, verstehen uns gut, und ab und zu übernachten wir beieinander.
Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, in dieser Phase steckenzubleiben: ich möchte gerne weniger das Gefühl haben, dass jedes Treffen ein „Date“ ist und auch mal einfach so zusammen die Zeit verbringen - meinetwegen während beide nebeneinander am Laptop arbeiten. Ich möchte öfter, wenn wir beide von der Arbeit oder anderen Freunden oder Hobbies kommen, beieinander übernachten. Wochenends beispielsweise: wir sehen uns standardmäßig nur einem einem der beiden Tage - dass wir mal alle beide Tage zusammen verbringen hat er nie gefragt. (Wir fahren allerdings auch zusammen in den Urlaub und verstehen uns auch da super - es liegt also nicht daran, dass wir nach einem Tag uns nicht mehr sehen können.) ich glaube, er ist es gewohnt allein zu leben (hat es vor mir lange gemacht) und es ist auch seine erste längere Beziehung.
Klar, ich könnte danach fragen aber gleichzeitig möchte ich auch nicht zu anhänglich sein und ihn mit meiner Anwesenheit nerven…

Hattet ihr schonmal so einen Fall? Wie geht ihr mit ihm um? Gibt es noch Hoffnung?
 
Hallo chocolatte,
wie wäre es, wenn du ihm vorschlägst, einen Schritt hin zu mehr Gemeinsamkeit zu tun im Sinne von "ausprobieren"? Also erstmal eine Woche, dann wenn es gut läuft, einen Monat lang? Und währenddessen (also während des Experiments) offen beobachten und besprechen, wie es euch damit geht? Und falls es nicht gut geht, zurück zum derzeitigen guten Zustand ohne beleidigt zu sein? Er könnte ja auch sein eigenes Zimmer haben, um einen Teil des Gewohnten zu behalten. Gewohnheiten sind schon stark und oft machen sie Sinn.
Vielleicht wäre es auch gut, du würdest deine Wortwahl optimieren: "feststecken" impliziert ja, dass es weitergehen MUSS. Womöglich ist aber der derzeitige Zustand das Bestmögliche für euch beiden? Wärst du denn bereit, diesem Menschen zuliebe oder weil eure Beziehung jetzt schon "gut genug" ist, von einer Veränderung abzusehen und einfach so die nächsten Jahrzehnte beisammen zu bleiben? Oder willst du auf jeden Fall eine Wohnung, Kinder etc.? Dann bleibt dir wohl nur die Option, ihn darüber aufzuklären und mit ihm zu beraten, wie der Weg dahin aussehen könnte, ohne dass er den Rückzug antritt.
Nicht einfach, aber ich denke, das ist lösbar!
Viel Erfolg und zuvor: viel Mut!
Werner
 
Ich kann nur so antworten, als wäre ich an seiner Stelle.
Du würdest fragen, was mir im Leben wichtig ist und ich würde darüber nachdenken müssen um zu antworten.

Im Laufe der Zeit meine ich für mich zu wissen, was ich gerne hätte.
Aber auch, was ich auf keinen Fall mehr haben will. Letzteres ist so stark ausgeprägt, dass ich im Kennenlernprozess eher verzichten würde als Kompromisse einzugehen.
Würde es sich später erneut einschleichen, so würde ich mich trennen, da mir bekannt ist, was mit mir passiert, und ich das nicht nochmal brauche.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst schleichend immer weiter ausdehnen und schauen was passiert. Was auch immer er sich ausdenkt, es kann sein, dass er sich von dieser Denke verabschiedet, wenn das nicht eintrifft, was er befürchtet. Beim oftmaligen Zusammensein besteht viel mehr Gefahr abhängig zu werden, als wenn man immer wieder aussteigt aus dieser Gewöhnung.
Man kann das flexibel handhaben, mal nicht heimfahren, mal schon und das normal finden, nicht mit falscher Scheu darum ansuchen, sondern, ihr seid ein Paar, da ist das selbstverständlich und nichts dabei. Mach diesen zusätzlichen Tag so, dass er weiß, ist eh nett, das ist sogar super, nachher bleib wieder beim alten Muster.
 
Hallo chocolatte,
wie wäre es, wenn du ihm vorschlägst, einen Schritt hin zu mehr Gemeinsamkeit zu tun im Sinne von "ausprobieren"? Also erstmal eine Woche, dann wenn es gut läuft, einen Monat lang? Und währenddessen (also während des Experiments) offen beobachten und besprechen, wie es euch damit geht? Und falls es nicht gut geht, zurück zum derzeitigen guten Zustand ohne beleidigt zu sein? Er könnte ja auch sein eigenes Zimmer haben, um einen Teil des Gewohnten zu behalten. Gewohnheiten sind schon stark und oft machen sie Sinn.
Vielleicht wäre es auch gut, du würdest deine Wortwahl optimieren: "feststecken" impliziert ja, dass es weitergehen MUSS. Womöglich ist aber der derzeitige Zustand das Bestmögliche für euch beiden? Wärst du denn bereit, diesem Menschen zuliebe oder weil eure Beziehung jetzt schon "gut genug" ist, von einer Veränderung abzusehen und einfach so die nächsten Jahrzehnte beisammen zu bleiben? Oder willst du auf jeden Fall eine Wohnung, Kinder etc.? Dann bleibt dir wohl nur die Option, ihn darüber aufzuklären und mit ihm zu beraten, wie der Weg dahin aussehen könnte, ohne dass er den Rückzug antritt.
Nicht einfach, aber ich denke, das ist lösbar!
Viel Erfolg und zuvor: viel Mut!
Werner

Ich will auf jeden Fall irgendwann zusammenwohnen und einen gewissen gemeinsamen Alltag haben - er hat des Öfteren auch gesagt dass er irgendwann Kinder möchte… aber ich hab das Gefühl, dass er mit dem jetzigen Zustand sehr zufrieden ist und gar nicht das Bedürfnis hat mich öfters zu sehen. Anders als ich, weil ich ihn gerne auch bisschen mehr „einfach so“ sehen würde.
 
Du kannst schleichend immer weiter ausdehnen und schauen was passiert. Was auch immer er sich ausdenkt, es kann sein, dass er sich von dieser Denke verabschiedet, wenn das nicht eintrifft, was er befürchtet. Beim oftmaligen Zusammensein besteht viel mehr Gefahr abhängig zu werden, als wenn man immer wieder aussteigt aus dieser Gewöhnung.
Man kann das flexibel handhaben, mal nicht heimfahren, mal schon und das normal finden, nicht mit falscher Scheu darum ansuchen, sondern, ihr seid ein Paar, da ist das selbstverständlich und nichts dabei. Mach diesen zusätzlichen Tag so, dass er weiß, ist eh nett, das ist sogar super, nachher bleib wieder beim alten Muster.
Soll ich ihn dann fragen ob wir am Tag drauf auch noch was machen?
 
Mir ging es ähnlich.
Als ich mit meiner aktuellen Partnerin zusammen gekommen bin, haben wir uns bestimmt auch die ersten 1,5 Jahre hauptsächlich am Wochenende gesehen.
U.a. auch wegen Jobs und Entfernung (ca. 60 km einfach).
Natürlich gab es auch durch Urlaub oder verlängerte Wochenenden usw. auch hin und wieder die Möglichkeit mehr Zeit miteinander zu verbringen.
Da kam auch immer wieder mal das Thema auf, dass man sich zu wenig sieht.
Ich persönlich war davor fast 8 Jahre lang Single und habe mich sehr schwer getan, meine "Freiheiten" los zu lassen.
Mittlerweile sind wir 4 Jahre zusammen und wohnen seit 1 Jahr zusammen.
Auch das war wieder eine krasse Umstellung für mich, dieses sich tatsächlich jeden Tag sehen usw.
Worauf ich hinaus will.
Jeder Mensch ist einfach anders.
Bei dir scheint das Bedürfnis nach gemeinsamer Zeit sehr stark zu sein (wogegen natürlich überhaupt nichts einzuwenden ist, ich finde das völlig legitim), er ist aber offensichtlich (noch) nicht an diesem Punkt.
Vielleicht braucht er da auch einfach noch bisschen, analog zu mir damals.

Klar, ich könnte danach fragen aber gleichzeitig möchte ich auch nicht zu anhänglich sein und ihn mit meiner Anwesenheit nerven…

es spricht ja nichts dagegen, wenn du das einfach mal ganz freundlich und ohne Vorwürfe ansprichst.
Wenn du "mehr" willst, dann finde ich es nicht verwerflich dies auch so klar zu formulieren.
Vielleicht ist ihm das gar nicht so bewusst im Moment, dass du mehr brauchst.
Als "anhänglich" sein oder "nerven" empfinde ich das nicht.
Es ist am Ende halt auch zu gleichen Teilen deine Beziehung und da sollte man schon auch Themen ansprechen können, die einem Bauchschmerzen bereiten.

Hattet ihr schonmal so einen Fall? Wie geht ihr mit ihm um? Gibt es noch Hoffnung?

Klar gibt es Hoffnung!
Ich sehe das aktuell, anhand der Infos die du gegeben hast, eigentlich als noch gar nicht mal so negativ an alles.
Ein Jahr ist jetzt auch noch nicht so eine mega lange Zeit, finde ich.
Da ist die Beziehung ja noch absolut im Inbegriff zu wachsen.
Natürlich seid ihr andererseits Mitte 30 und da will man höchstwahrscheinlich auch nicht seine Zeit "verschwenden".
Ich kann das schon gut nachvollziehen.

Soll ich ihn dann fragen ob wir am Tag drauf auch noch was machen?

Klar, warum nicht?🙂
 
wir treffen uns paar mal die Woche, verstehen uns gut, und ab und zu übernachten wir beieinander.
Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, in dieser Phase steckenzubleiben: ich möchte gerne weniger das Gefühl haben, dass jedes Treffen ein „Date“ ist und auch mal einfach so zusammen die Zeit verbringen - meinetwegen während beide nebeneinander am Laptop arbeiten. Ich möchte öfter, wenn wir beide von der Arbeit oder anderen Freunden oder Hobbies kommen, beieinander übernachten. Wochenends beispielsweise: wir sehen uns standardmäßig nur einem einem der beiden Tage - dass wir mal alle beide Tage zusammen verbringen hat er nie gefragt.

Wieso muss er danach fragen?
Wenn du dir das wünscht, weshalb schlägst du nicht etwas vor, woraus sich das ergeben kann = Gelegenheit schaffen?
Z. B. Samstag etwas unternehmen, Übernachtung, gemeinsam kochen, kleine Wanderung o.a.?

Ein lockerer Vorschlag, wenn er an einem Wochentag noch zu tun hat: "Du, ich muss auch noch arbeiten, komm doch einfach rüber, jeder erledigt seine Arbeit und zwischendurch können wir gemeinsam essen."

Anhand seiner Reaktion siehst du dann schon, ob er sich das ebenso gut vorstellen kann oder ob er das nicht möchte.
Spätestens wenn er gar nicht darauf eingeht, sollter ihr über eure jeweiligen Wünsche an diese Beziehung sprechen und herausfinden, ob es einen gemeinsamen Nenner geben kann.
 
Ich will auf jeden Fall irgendwann zusammenwohnen und einen gewissen gemeinsamen Alltag haben - er hat des Öfteren auch gesagt dass er irgendwann Kinder möchte… aber ich hab das Gefühl, dass er mit dem jetzigen Zustand sehr zufrieden ist und gar nicht das Bedürfnis hat mich öfters zu sehen. Anders als ich, weil ich ihn gerne auch bisschen mehr „einfach so“ sehen würde.
Greif nicht vor, es geht doch eh sehr gut mit euch, auch bei gemeinsamen Urlauben habt ihr euch vertragen. Es ist wie es ist- seine Bedürfnisse decken sich noch nicht mit deinen. Das kann aber noch werden, WEIL ihr euch gut versteht.
Jetzt fällt mir etwas ein, probiere einmal die Ordnung zu verschieben, hab mal nicht Zeit. Mach dich mal rar, ganz unbekümmert und selbstverständlich sei mal einen Monat lang eigenständig unterwegs. Wie wenn du beweisen kannst, dass du keine Klette bist, garantiert nicht von der Sorte, die mit ihm zusammen sein MUSS, um überleben zu können. Das kann ganz schön beengend sein, wenn man verantwortlich ist für jemandes Wohlbefinden. Vielleicht fürchtet er das?
Mach dir ein super Leben, ob er da ist, oder nicht soll es dir gut gehen. Das ist nie verkehrt, unabhängig zu sein können und eben auch flexibel. Er wird lernen müssen, dich öfters zu sehen, du musst vielleicht lernen ab und an mal aus der Beziehung aussteigen zu können, ganz selbstverständlich und ohne Angst.
 
Mir ging es ähnlich.
Als ich mit meiner aktuellen Partnerin zusammen gekommen bin, haben wir uns bestimmt auch die ersten 1,5 Jahre hauptsächlich am Wochenende gesehen.
U.a. auch wegen Jobs und Entfernung (ca. 60 km einfach).
Natürlich gab es auch durch Urlaub oder verlängerte Wochenenden usw. auch hin und wieder die Möglichkeit mehr Zeit miteinander zu verbringen.
Da kam auch immer wieder mal das Thema auf, dass man sich zu wenig sieht.
Ich persönlich war davor fast 8 Jahre lang Single und habe mich sehr schwer getan, meine "Freiheiten" los zu lassen.
Mittlerweile sind wir 4 Jahre zusammen und wohnen seit 1 Jahr zusammen.
Auch das war wieder eine krasse Umstellung für mich, dieses sich tatsächlich jeden Tag sehen usw.
Worauf ich hinaus will.
Jeder Mensch ist einfach anders.
Bei dir scheint das Bedürfnis nach gemeinsamer Zeit sehr stark zu sein (wogegen natürlich überhaupt nichts einzuwenden ist, ich finde das völlig legitim), er ist aber offensichtlich (noch) nicht an diesem Punkt.
Vielleicht braucht er da auch einfach noch bisschen, analog zu mir damals.



es spricht ja nichts dagegen, wenn du das einfach mal ganz freundlich und ohne Vorwürfe ansprichst.
Wenn du "mehr" willst, dann finde ich es nicht verwerflich dies auch so klar zu formulieren.
Vielleicht ist ihm das gar nicht so bewusst im Moment, dass du mehr brauchst.
Als "anhänglich" sein oder "nerven" empfinde ich das nicht.
Es ist am Ende halt auch zu gleichen Teilen deine Beziehung und da sollte man schon auch Themen ansprechen können, die einem Bauchschmerzen bereiten.



Klar gibt es Hoffnung!
Ich sehe das aktuell, anhand der Infos die du gegeben hast, eigentlich als noch gar nicht mal so negativ an alles.
Ein Jahr ist jetzt auch noch nicht so eine mega lange Zeit, finde ich.
Da ist die Beziehung ja noch absolut im Inbegriff zu wachsen.
Natürlich seid ihr andererseits Mitte 30 und da will man höchstwahrscheinlich auch nicht seine Zeit "verschwenden".
Ich kann das schon gut nachvollziehen.



Klar, warum nicht?🙂

Danke, tut gut das mal aus der anderen Perspektive zu hören! Wie habt ihr euch geeinigt, euch mehr zu sehen? Hat sie dich gefragt oder hast du es selbst gemerkt dass sie damit nicht ganz glücklich war? Und bist du jetzt aktuell glücklich oder bereust du es manchmal die Freiheiten aufgegeben zu haben?
 

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