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Was will er? Gefühl, stecken zu bleiben

. Er wird lernen müssen, dich öfters zu sehen, du musst vielleicht lernen ab und an mal aus der Beziehung aussteigen zu können, ganz selbstverständlich und ohne Angst.

Naja etwas "zu müssen" ist immer schwierig.
Man sollte sich schon grundlegend in eine gemeinsame Richtung entwickeln.
Das geht nur durch offene Kommunikation und Verständnis füreinander.
Gefühle hin oder her, aber sobald "Zwang" ins Spiel kommt, wäre für mich persönlich die Luft raus.
Wenn jemand nach einem Jahr Beziehung noch nicht so weit ist, dann ist er noch nicht so weit. Da hilft "Druck" nichts.
Meine Großmutter meinte immer, dass die Haare auch nicht schneller wachsen, wenn man daran zieht.
Da ist was Wahres dran.

Mach dich mal rar,

Halte ich auch für wenig zielführend.
Sowas sind "Spielchen" und haben eigentlich in einer Beziehung zwischen Erwachsenen nichts verloren.

Außerdem will sie ja mehr Nähe und nicht weniger.
Durch sich rar machen, erreicht sie ja dann das Gegenteil, von dem, was sie will.
Das er dadurch "Sehnsucht" entwickelt ist nicht gesagt, vielleicht empfindet er das sogar als wohltuend und will in Zukunft den Kontakt auf diesem "kleineren" Level belassen.

Sowas kann schnell nach hinten losgehen.
 
Danke, tut gut das mal aus der anderen Perspektive zu hören! Wie habt ihr euch geeinigt, euch mehr zu sehen? Hat sie dich gefragt oder hast du es selbst gemerkt dass sie damit nicht ganz glücklich war? Und bist du jetzt aktuell glücklich oder bereust du es manchmal die Freiheiten aufgegeben zu haben?

Wirklich "geeinigt" haben wir uns da eigentlich nicht.
Sie meinte oft, dass wir uns öfters sehen sollten und wir haben es halt dann so gut es ging versucht.
Dennoch gab es auch da mal Phasen, wo man sich auch mal 2 Wochen gar nicht gesehen hat, weil ich am Wochenende nach einer sehr stressigen Woche im Job einfach manchmal "Ruhe" gebraucht habe.

Klar habe ich gemerkt, dass sie nicht ganz glücklich war und mir hat das auch aufrichtig Leid getan. Manchmal gibt es aber halt keinen Kompromiss, der für beide Seiten machbar ist.

Selbstverständlich bin ich jetzt glücklich.
So die ersten 2-3 Monate des Zusammenlebens, waren für mich eine große Umstellung.
Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, ist es jetzt heute ganz normal für mich geworden🙂

Ich bereue es nicht, meine "Freiheiten" aufgegeben zu haben.
Ich bin ebenfalls Mitte 30 und da ist das dann auch ein Stück weit normal, dass man auch mal diesen Schritt macht.
Es ist ja auch nicht so, dass man nur etwas "verliert", im Gegenteil. Man gewinnt viel mehr zu.
Durch das miteinander leben, hat eine Beziehung eine ganz andere Dynamik.
Vorher ging es darum, dass man sich sehen kann.
Heute ist eher die "Herausforderung" auch mal bewusst Raum zu schaffen, für eigene Aktivitäten.
Gerade in diesem Moment chille ich hier am Laptop, während meine Freundin, im Wohnzimmer ihr Ding macht.
Heute früh, war ich bewusst mal alleine 2 Stunden mit dem Fahrrad draußen usw🙂

Wenn dann mal in den nächsten 1-2 Jahren noch Kinder dazu kommen, verändert sich die Dynamik wieder🙂
 
Hallo liebe alle,
mein Freund und ich (beide Mitte 30) sind ungefähr ein Jahr lang zusammen. Anfangs haben wir uns Zeit gelassen - hauptsächlich für ihn, weil er (nach mehreren Beziehungsdramen mit Exfreundinnen) erstmal wieder Vertrauen fassen musste.
Eigentlich ist alles super seitdem, wir treffen uns paar mal die Woche, verstehen uns gut, und ab und zu übernachten wir beieinander.
Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, in dieser Phase steckenzubleiben: ich möchte gerne weniger das Gefühl haben, dass jedes Treffen ein „Date“ ist und auch mal einfach so zusammen die Zeit verbringen - meinetwegen während beide nebeneinander am Laptop arbeiten. Ich möchte öfter, wenn wir beide von der Arbeit oder anderen Freunden oder Hobbies kommen, beieinander übernachten. Wochenends beispielsweise: wir sehen uns standardmäßig nur einem einem der beiden Tage - dass wir mal alle beide Tage zusammen verbringen hat er nie gefragt. (Wir fahren allerdings auch zusammen in den Urlaub und verstehen uns auch da super - es liegt also nicht daran, dass wir nach einem Tag uns nicht mehr sehen können.) ich glaube, er ist es gewohnt allein zu leben (hat es vor mir lange gemacht) und es ist auch seine erste längere Beziehung.
Klar, ich könnte danach fragen aber gleichzeitig möchte ich auch nicht zu anhänglich sein und ihn mit meiner Anwesenheit nerven…

Hattet ihr schonmal so einen Fall? Wie geht ihr mit ihm um? Gibt es noch Hoffnung?
Anstatt dieses Verlangen weiterhin zu verbergen, solltest du ehrlich sein und mit ihm über deine Gefühle reden. Es bringt nichts, das weiterhin in sich hineinzufressen. Lieber für Klarheit sorgen, damit keine Missverständnisse entstehen können.
 
Anfangs haben wir uns Zeit gelassen - hauptsächlich für ihn, weil er (nach mehreren Beziehungsdramen mit Exfreundinnen) erstmal wieder Vertrauen fassen musste.
Vielleicht hat Dein Freund auf Grund schlechter Erfahrungen ein Problem mit zu viel Nähe, das kann ich nicht beurteilen.

Aber wenn Du nicht mit ihm über Deine Bedürfnisse sprichst, wirst Du es vielleicht nie erfahren. Eine Partnerschaft ist kein Rätselraten. Unzufriedenheiten, Wünsche etc. sollten offen auf den Tisch gelegt werden, sonst steckt Ihr vielleicht irgendwann wirklich fest.
 
Hallo liebe alle,
mein Freund und ich (beide Mitte 30) sind ungefähr ein Jahr lang zusammen. Anfangs haben wir uns Zeit gelassen - hauptsächlich für ihn, weil er (nach mehreren Beziehungsdramen mit Exfreundinnen) erstmal wieder Vertrauen fassen musste.
Eigentlich ist alles super seitdem, wir treffen uns paar mal die Woche, verstehen uns gut, und ab und zu übernachten wir beieinander.
Das Problem ist, dass ich das Gefühl habe, in dieser Phase steckenzubleiben: ich möchte gerne weniger das Gefühl haben, dass jedes Treffen ein „Date“ ist und auch mal einfach so zusammen die Zeit verbringen - meinetwegen während beide nebeneinander am Laptop arbeiten. Ich möchte öfter, wenn wir beide von der Arbeit oder anderen Freunden oder Hobbies kommen, beieinander übernachten. Wochenends beispielsweise: wir sehen uns standardmäßig nur einem einem der beiden Tage - dass wir mal alle beide Tage zusammen verbringen hat er nie gefragt. (Wir fahren allerdings auch zusammen in den Urlaub und verstehen uns auch da super - es liegt also nicht daran, dass wir nach einem Tag uns nicht mehr sehen können.) ich glaube, er ist es gewohnt allein zu leben (hat es vor mir lange gemacht) und es ist auch seine erste längere Beziehung.
Klar, ich könnte danach fragen aber gleichzeitig möchte ich auch nicht zu anhänglich sein und ihn mit meiner Anwesenheit nerven…

Hattet ihr schonmal so einen Fall? Wie geht ihr mit ihm um? Gibt es noch Hoffnung?
Ich glaube, die Überlegung ihn zu "nerven", die würde ich mir an deiner Stelle nicht machen. Du wünscht dir mehr Nähe in der Beziehung. Das würde ich ihm sagen, das ist doch wichtig. Du musst ja keinen Druck machen, nur mal vorsichtig vorfühlen, wie er über das Zusammenziehen denkt, ob er sich das vorstellen kann, in welchem Zeitrahmen etwa. Wenn er definitiv ablehnend reagiert, dann passt das wohl eher nicht bei euch beiden. Aber du sagst ja, er möchte irgendwann mal Kinder, doch sicher nicht in getrennten Wohnungen?
Vielleicht könnt ihr euch eine Drei-Zimmer-Wohnung suchen, in der jeder erstmal ein eigenes Zimmer hat und somit einen Rückzugsort? Als Kompromiss? Mein Mann war, als wir uns kennenlernten, lange Single, da haben wir das am Anfang auch gemacht. Nun sind wir schon seit über 20 Jahren zusammen, in einer Wohnung. 🙂
 
Ich glaube, die Überlegung ihn zu "nerven", die würde ich mir an deiner Stelle nicht machen. Du wünscht dir mehr Nähe in der Beziehung. Das würde ich ihm sagen, das ist doch wichtig. Du musst ja keinen Druck machen, nur mal vorsichtig vorfühlen, wie er über das Zusammenziehen denkt, ob er sich das vorstellen kann, in welchem Zeitrahmen etwa. Wenn er definitiv ablehnend reagiert, dann passt das wohl eher nicht bei euch beiden. Aber du sagst ja, er möchte irgendwann mal Kinder, doch sicher nicht in getrennten Wohnungen?
Vielleicht könnt ihr euch eine Drei-Zimmer-Wohnung suchen, in der jeder erstmal ein eigenes Zimmer hat und somit einen Rückzugsort? Als Kompromiss? Mein Mann war, als wir uns kennenlernten, lange Single, da haben wir das am Anfang auch gemacht. Nun sind wir schon seit über 20 Jahren zusammen, in einer Wohnung. 🙂
Danke, das heitert mich bisschen auf 🙂 Zusammenziehen irgendwann ist definitiv mein Ziel, glaube nur, er ist da auch noch unsicher, weil er das ja auch noch nie gemacht hat und fürchtet, seine „Freiheit“ aufgeben zu müssen. Denke mir manchmal, dass das wohl daher kommt, dass er so lange schon Single ist und sich halt an sich gewöhnt hat, bin aber auch bisschen verunsichert weil er halt gar nicht das gleiche Bedürfnis nach (regelmäßig) Nähe hat wie ich
 
... bin aber auch bisschen verunsichert weil er halt gar nicht das gleiche Bedürfnis nach (regelmäßig) Nähe hat wie ich

Im "Kleinen Prinzen" von Saint-Exupéry gibt es die schöne Szene in der sich der Fuchs mit dem kleinen Prinzen anfreundet. Der ist ja auch keine Nähe gewohnt und entsprechend scheu. Also schlägt er dem kleinen Prinzen vor, jeden Tag zur gleichen Zeit an ihren Treffpunkt zu kommen und dabei immer ein bisschen näher zu rücken. Weil er (der Fuchs) nicht nicht gezähmt ist.

»Du musst sehr geduldig sein«, antwortete der Fuchs. »Du wirst dich zunächst mit einem kleinen Abstand zu mir in das Gras setzen. Ich werde dich aus den Augenwinkeln aus anschauen und du wirst schweigen. Sprache ist eine große Quelle für Missverständnisse. Aber jeden Tag setzt du dich ein wenig näher …«
Quelle: https://www.exuperysprinz.de/text/21-kapitel/

Nach meiner Beobachtung sind Menschen hinsichtlich dem Nähe-Bedürfnis sehr unterschiedlich gestrickt. Und zwar angeboren, das ist nicht irgendwie ein Defekt oder Trauma, einfach verschieden, so wie Gorillas und Schimpansen unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Oder die Orang-Utan-Kinder: die hängen auch jahrelang an der Mama, während das bei den Gorillas eher selten ist ab einem gewissen Alter – die wollen ihre Freiheit.

Die Frage wäre für mich, ob dein Freund sich seiner Bedürfnisse (Nähe/Freiraum/Alleinsein) bewusst ist und du mit ihm darüber sprechen kannst, wie ein für euch beide guter Kompromiss aussehen könnte.
 

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