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Was SPAM anrichten kann...

Uppose

Aktives Mitglied
Vor ein paar Monaten rief mich ein Kumpel an (K=Kumpel, I:ich):

K: Du, ich habe hier so eine komische eMail bekommen.
I: Lass hören.

(Es handelte sich um ein Exemplar einer SPAM-Welle, in welcher irgendwelche Scherzbolde Leute angemailt hatten, Zusammenfassung "Das herunterladen vom MP3 und Filmen ist illegal. Wir haben Ihre IP identifiziert, alle Unterlagen liegen bereits bei der Kriminalpolizei Sowieso. Klicken Sie hier... bla bla". Habt ihr vielleicht mitbekommen oder auch selbst erhalten).

I: Äh, das ist Müll. Kannst Du löschen. (Von der SPAM-Welle erzählt und auf Bereichte im Heiseticker verwiesen).
K: Ah, das ist gut, ich dachte mir sowas schon, allerdings...
I: Ja?
K: Das war ja wirklich meine IP und wenn das jetzt mein Provider weiss...
I: ???
K: Und ich tausche doch wirklich MP3s. Zur Sicherheit habe ich die jetzt alle gelöscht.
I: Aha...
K: Ja, aber dann fiel mir ein, dass es dem Provider doch komisch vorkommen muss, dass jetzt plötzlich nach dieser Mail kaum noch Traffic auf meiner DSL-Leitung ist.
I: (fassungslos)
K: Also habe ich angefangen, legale Software runterzuladen, damit Traffic auf der Leitung ist.
I: (noch fassungsloser)
K: Die brauche ich zwar gar nicht und ich lösche die nach dem Download auch gleich wieder. Aber jetzt fällt dem Provider das gar nicht mehr auf. Raffiniert, nicht wahr? (stolz)
I: Ähm, ja, wirlich echt ausgefuchst...
K: OK, dann tschüß.

Ich hab dann über das Gespräch erstmal gelacht aber vom Prinzip her ist es wirklich traurig wie leicht wir uns durch solch primitiven Käse beeinflussen lassen.

Mich würde mal interessieren ob jemand von euch schonmal auf sowas reingefallen ist. Das soll nicht abwertend gemeint sein. Ich hatte nur die Idee aus euren gesammelten Meinungen einen Artikel zu zaubern, welchen ich euch auf meiner Website mit an die Hand geben kann, um solche Szenen bei anderen zu verhindern. Denn wie sagt man so schön: Aus Fehlern lernt man und warum sollen andere nicht aus euren (oder meinen) Fehlern lernen.
 
Zuletzt bearbeitet:
bilbo_b meinte:
vom Prinzip her ist es wirklich traurig wie leicht wir uns durch solch primitiven Käse beeinflussen lassen.
Noch schlimmer find ich die Unsitte mit dem Phishing.
Man muß diese Mails nur richtig lesen - die sind meistens so grottenhaft schlecht gemacht, daß es einem die Socken auszieht. Gibt es wirklich Menschen, die auf diesen Mist hereinfallen...?🙄

Einen recht wirksamen Schutz finde ich das Programm -> AntiSpamWare. Damit kann man vor dem Herunterladen seine Mehlbox checken, unerwünschte Mails sofort löschen - und sogar Beschwerdetexte an die AdMins von SPAMmern schicken.

Für Leute, die wie ich noch mit dem "uralten" 56k-Modem arbeiten, eine echte Zeitersparnis... 😎
 
Und hier gibt es noch ein kostenloses plug-in für Outlook bzw. Outlook Express, das Spam ausfiltert und in einen extra Ordner verschiebt:

http://www.spartacusfilter.com/de/frame.htm

Und gute Virenscanner, wie z.B. Antivir, die Bezahlversion, glaube 10 € im Jahr für die Lizenz, filtern auch Phishing Mails raus. Habe es selbst vor kurzem erlebt.
 
*ggg*

ich habe vor längerer Zeit mal eine sog. phishing-Mail bekommen. Das Beste daran war, dass sie in so miesem Deutsch geschrieben war, dass ich erst beim dritten Durchlesen überhaupt verstanden hab, was die von mir wollen.

Aber das Design sah ziemlich echt aus, das muss man denen lassen. Wie man auf so etwas herinfallen kann, ist mir schleierhaft.

Allerdings muss man auch sagen, dass ich ziemlich viel Übung im Spam-Erkennen habe. Immerhin bekomme ich locker 100 Spam-Mails am Tag. (Der Fluch der eigenen Website)

Gerhard
 
Vielleicht mal ein paar Anregungen: Drosseln kann man das Spamaufkommen (ebenso Phisingmails) mit eMail Alias Adressen. Wer eine eigene Domain hat kann diese leicht einrichten bzw. einrichten lassen. Oder man verwendet die wunderschöne Idee mit den Yahoo Wegwerfadressen. Hier kann ich schnell eine "Wegwerfadresse" einrichten, die Mails an diese Adresse erreichen meinen normalen Posteingang. Sehr gut wenn man sich in einem neuen Forum anmeldet oder seine Seite bei Suchmaschinen anmeldet. Das Spamaufkommen nach sowas ist meist extrem hoch. Meldet man seine Site nun mit einer dieser Wegwerfadressen an, bekommt man die Bestätigungsmails, kann aber danach die Adresse löschen, so das alle nachfolgenden Werbemails in Leere laufen.

Ein anderer Weg ist das codieren von Mailadressen bzw. verschlüsseln. Gibt mal Mailadressen an, geht das auf 2 Arten: Normaler Text, also in der Art test@test.com oder mit Unicode verschlüsselt. So wird aus letzter Adresse test@test.com. Für Browser ist das kein Unterschied, beide Links führen zur gleichen Mailadresse wenn sie angeklickt werden. Für Spamrobots allerdings ein fast unüberwindlicher Schwachsinn an Code. Sprich sie erkennen letzteres nicht als Mailadresse an.
Edit: Der Code wird hier wiederzur normalen Adresse gewandelt :-( Schaut mal auf http://www.anonym-surfen.com/service/331-e-mail-verschluesselung/, dort kann man eine Adresse verschlüsseln lassen.

Schlussendlich sollte man seine Hauptmailadresse nie bei dubiosen oder unnötigen Gewinnspielen usw. angeben, für sowas gibts Freemailer wie Yahoo oder GMX. Beide haben recht brauchbare Spamchecker geschalten. Der von WEB.de ist leider Müll.

Beim Thema Phising fällt mir nur ein: Am besten nicht auf Mails reagieren in denen man nicht in deutsch oder gebrochenem Deutsch angesprochen wird. Persönliche Daten nie auf Aufforderung preisgeben. VOR der Eingabe in Formularen den URL prüfen. Evtl. auch mal einen Blick in den Quelltext einer Seite werfen, im <form> Tag unter action= wird hier oftmals das Ziel der Verarbeitung angegeben.

Einen guten Virenscanner installieren und zuverlässige Mailprogramme. Ich setze als Virenscanner Kapsersky seit vielen Jahren ein und bin sehr zufrieden. Zum mailen nehm ich "The Bat!". Dieses kombiniert mit Bayes Filter (ein AntiSpam Plugin was lernen kann) wirkt wahre Wunder. Ebenso kann ich hier K9 empfehlen, das ist ein externes AntiSpam Programm, was man auch mit anderen Mailclients nutzen kann.

Browser verwenden die nicht gleich alles verraten, zum Beispiel Firefox oder Seamonkey. Oder fürs Internet auf ein besseres Betriebssystem setzen wie Linux. Auf meinem alten Laptop setze ich zum Beispiel DSL ein (DamnSmallLinux), das bringt in 50MB alles mit was man braucht zum surfen und hat eine gute Hardwareerkennung. Das Teil läuft auf einem 486 mit 64MB RAM superschnell.

100%ig schützt das natürlich nicht aber es sind einfache Wege Spam und Phishing aus dem Weg zu gehen. Achso eines hät ich fast vergessen: Die host-Datei von Windows mit einem Schreibschutz versehen, so können anfragen an URL's nicht an andere IP Adressen als erwartet weitergeleitet werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange nicht Softwarefander mit einem Gerichtsbeschluß oder andere amtliche Dokumente vor meiner Türe stehen, läßt mich sowas kalt. Im Übrigen ist der Inhalt der oben beschriebenen Mail falsch, denn der Download von MP3s und Filmen an sich ist nicht illegal, nur die Speicherung (damit Vervielfältigung) und die Bereitstellung zum Download im Internet. Klingt vielleicht etwas haarspalterisch, aber so ist die Gesetzeslage immerhin^^. Das sollten offizielle Stellen wissen.
Die Provider können eigentlich auch nur Indizien für die Nutzung von Filesharing-Tools liefern, da sie nur den Traffic über bestimmte Ports protokollieren. Die Routingadressen werden zwar auch mitgelogged, aber nicht alle von Deinem Rechner bis zum Zielrechner in Timbuktu oder sonstwo. Wenn also irgendeine Behörde Dich aufn Kieker haben sollte, dann Tracken die Deine IP gezielt ... und DAS wird kaum einer im Vorfeld mitteilen ... wäre doch schön bescheuert ... als ob man ne Woche vorher ein Drogenlabor über die anstehende Razzia informiert.
Angst müssen die Leute haben, die das in großem Stil betreiben. Wenn sie z.B. nen eigenen Server laufen haben und rund um die Uhr die entsprechenden Ports mit 100% Up-/Download belegt sind. Das kriegt man als normaler User gar nicht hin.

Ich persönlich habe mehrere Mailaccounts. Nur wenige davon beinhalten meine richtigen persönlichen Daten. So habe ich also anonyme Accounts, mit denen ich mich im Internet auf potentielle Spam-Adressen-Lieferanten-Seiten registriere ... besonders bei ICQ, MSN, Skipe usw ist es nicht ratsamt seine Hauptadresse einzutragen. In meinem Hauptspam-Account flattern mittlerweile pro 2 Wochen an die 1000 Spams rein. Juckt mich überhaupt nicht ... dazu hab ichs ja eingerichtet ... schön, wenn man die Spam-Futzies auch mal verarschen kann ;o)

Ansonsten gilt die zwingende Regel: "Nichts aus Mails mit unbekannter Adresse öffnen(Anhang) und keine Links klicken."
Es gibt nämlich auch die EMails, die angeblich von der Bank kommen und einen Link zur angeblichen Bankseite beinhalten. Die falschen Bankseiten sind teilweise richtig gut gemacht und haben schon das ein oder andere persönliche Desaster ausgelöst.

Gruß
 
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