@ Gast
es ist wichtig lange genug professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen um weit genug wegzukommen vom Opferhabitus...ansonsten bist du weiterhin stark gefährdet erneut Opfer zu werden. Gewalttraumata müssen ausreichend besprochen, analysiert und reflektiert werden...bei vielen Opfern am besten in mehrjährigen Therapien und weiteren Maßnahmen.
Gut ist als Zusatzmaßnahme z.B. Kampfsport um das Abgrenzungsvermögen und Selbstbewusstsein zu schulen und aufzubauen..und auch das Körpergefühl..anstatt Autoaggression, also Aggression, die sich gegen dich selber richtet lernen Aggression auf Angreifer zu richten. So was ist überlebenswichtig für Körper und Seele.
Grad nach nem erlebten Gewalttrauma ist es sehr wichtig zu lernen, dass man auch oder gerade als Mädel oder Frau stark und wehrhaft sein kann und darf, sich wehren darf, und wissen wie das überhaupt effektiv geht.
Schön zu sein allein reicht nicht und ist an sich kein guter SChutz..im Gegenteil...kann ja eher Lockmittel sein und wenn dann wieder einer zupackt, obwohl du es nicht willst? Schön sein ist total o.k. und jedes Mädel hat das Recht im superkurzen Minirock durch die STraßen zu rennen oder nem Kerl mit nacktem Hintern ins Gesicht zu springen..aber dabei ist es immer gut zu wissen wie man STOPP und NEIN sagen kann und zur Not einen Aggressor aus den Pantinen hauen kann, wenn der zu aufdringlich wird. Um das zu können ist es wichtig ein gutes Selbstwertgefühl zu entwickeln, Abgrenzungsvermögen und ein starkes Selbstbewusstsein. Schminke oder schicke Klamotten ist nur Beiwerk..wahre Schönheit kommt v.a. von innen, durch die Ausstrahlung eines gesunden Selbstbewusstseins. Dazu gehört natürlich auch ne regelmäßigen und ausreichende Seelenhygiene, dass man erlebte Gewalttraumata ausreichend verarbeitet hat, damit es nicht außen hui und innen pfui wird...also man nach außen hin attraktiv wirkt, aber innerlich total am verrotten ist durch zu große seelische Belastungen, ungünstige Ansichten über sich selber, zu viele Unsicherheiten und Ängste..die doch immer wieder durchscheinen und den äußeren ersten Eindruck ruckzuck zunichte machen können.
Ich finde es schon wichtig sich wohl in seiner Haut zu fühlen zu pflegen, nette Klamotten zu tragen, sich schön zu fühlen..aber dieses Gefühl kriegt man erst wieder wenn man auch inneren Dreck weggeschaufelt hat wie z.b. ein Vergewaltigungstrauma...ich denke dieser SChönheitswahn hängt damit zusammen, dass sich ein Gewaltopfer beschmutzt und erniedrigt fühlt und sich wieder aufmöbeln will...fragt sich nur für wen? Wenn es für einen selber ist, ist es o.k. Ist man jedoch so gepolt dass man es für andere tut, denkt, dass man nur geliebt wird wenn man schön ist etc..dann wird das ganze ein bissel kritisch. Manchmal ist dieses Verhalten auch reines Ablenkungsmanöver von innerer Zerrissenheit, inneren Problemen, die man denkt mit Äußerlichkeiten beseitigen zu können..ist allerdings ein Aberglaube, funktioniert nicht.
Ich rate dir also zu einem kleinen Wahn in Richtung Aufbau des Selbstbewusstseins und wünsche dir dabei viel Erfolg!
Gruß
Tyra