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Was soll ich noch tun…

Natürlich könnt ich auch unter der Woche einfach hinfahren. Ich möchte nur vermeiden, dass ich von Ihrer ganzen Familie aggressiv angegangen werde. Das kann mir natürlich jederzeit passieren. Nur möchte ich auf keinen Fall meinen Sohn dazwischen haben. Ich wäre ganz sicher schon längst einfach hingefahren, würde ich noch irgendwen kennen, der als Zeuge mitfahren könnte. Ich werd Ihr Morgen eine Uhrzeit nennen, wann ich auf der Matte stehe. Kommt da wieder etwas in Richtung verschieben von Ihr, steh ich bald jeden Tag an seiner Schule. So hab ich wenigstens ein bisschen Zeit mit Ihm und er sieht, dass es mich noch gibt.
Ist denn die ganze Familie dort am Wohnort vor Ort?

Du könntest auch erstmal zum dortigen Jugendamt gehen und nachfragen, ob das alles schon weiter geleitet wurde.

Überhaupt könntest du dort mal anrufen.

Die amtlichen Mühlen mahlen langsam meistens, aber wenn man penetrant dort nachfragt, könnte das ja was bringen.

Bei dir kommt immer rüber, dass du abwartet. Ob der Anwalt sich meldet, ob der Mutter wieder was neues einfällt, weswegen wieder etwas verschoben wird, ob das Jugendamt etwas weiter leitet und so weiter.

Ich kann das durchaus verstehen, aber so wird sich alles halt immer weiter hinziehen.

Jetzt hast du Angst vor der gesamten Familie. Wäre das denn am Wochenende anders?

Und es tut mir leid, dass du keinen einzigen Freund oder Menschen hast, der dich unterstützen könnte oder irgendetwas bezeugen könnte.

Da denke ich wirklich, dass es grundsätzlich nicht gesund ist,.sich einzig und allein auf die Kleinfamilie zu konzentrieren, ohne weitere Kontakte, Freunde oder Bekannte zu haben.

So.it steht man ja wirklich vor dem Nichts, wenn die Familie irgendwie weg bricht..Das ist traurig.
 
Ja, das ist es in der Tat. Ich wollte auch nicht gleich alles nach und nach verlieren. Zum Thema Ihre Familie. Sie wohnt momentan noch im Haus Ihrer Schwester. Ziehen wohl zum 01.01.25 in die eigene Wohnung. Am Wochenende ist Ihre Schwester mit Mann meist bei Ihrer Mutter. Wochenende passt halt besser, da mein Sohn da ja auch frei hat. Aber wenn es nicht anders geht, dann halt in der Woche. Ich bezweifel eh, dass Sie sich anständig benehmen wird. Aber da komm ich mit zurecht
 
Mach immer nur eine Sache, aber die konsequent. Jetzt willst du deinen Sohn besuchen in paar Tagen, also tu das, unter allen Umständen. Wie er reagiert und wie es ihm geht weisst du erst nach dem Treffen.

Du musst für dich und deinen Sohn einstehen. Nimm das als Aufgabe an, drück dich nicht um diese Aufgabe. Du kannst das und es kann auch nichts schief gehen. Im schlechtesten Fall öffnet niemand die Tür, dann stehst du dort solange bis jemand kommt oder geht.

Und bis zu diesem Tag kannst du den alten Anwalt abwählen oder ihn auch behalten. Aber entscheide das. Und melde dich bei dem anderen Jugendamt. Warte nicht, ob deine Unterlagen irgendwann dort eingehen. Sei aktiv, mach viel, aber tu es nacheinander.
 
Genau, beim örtlichen Jugendamt wäre ich schon längst vorstellig geworden.
Auch der sozialpsychiatrische Dienst vor Ort könnte dir eine Hilfe sein. Allerdings musst du dir diese Hilfen gezielt holen und nicht immer nur abwarten, dass es jemand anders für dich tut.

Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast, wieso hast du dann Angst vor deiner Ex und ihrer Schwester? Wenn sie meinen, ausfällig werden zu müssen, rufst du halt die Polizei. Werden sie aber garantiert nicht tun, so dass es alle Nachbarn mitkriegen. Am Telefon und Auge in Auge sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Sie werden auch garantiert mehr Respekt vor dir entwickeln, wenn sie merken, dass du nun Nägel mit Köpfen machst. Ich würde auch mit ihnen überhaupt nicht über persönliches reden und nur nach deinem Sohn fragen.

Erst wenn so ein Besuch schief geht, kannst du anfangen, dir Sorgen zu machen. Auch ein Jugendamt wird dich fragen, wie oft du denn schon bei deinem Sohn vor der verschlossenen Haustür gestanden hast oder nicht zu ihm gelassen wurdest! Du musst Fakten schaffen, nicht immer nur hoffen, warten und vermuten! Fahre Donnerstag hin, ruf an wegen des WEs. Kommen da wieder ausreden, bist du gleich vor Ort und sagst, dann kommst du eben jetzt. Gehe doch endlich mal in die aktive Rolle!
 
Ja, etwas durcheinander bei mir manchmal. Schritt für Schritt sollte ich beherzigen. Ich hoffe einfach nur, dass mein Sohn sich freut mich zu sehen. Denn wenn nicht, wäre das sehr schlimm für mich.
 
Ich werde auch hinfahren. Aber logisch hat man natürlich seine Befürchtungen. Kopfkino, ja das stimmt wohl. Selbst wenn es schiefgehen sollte, so sieht er mich zumindest. Schon mal ein Anfang
 
Ja, etwas durcheinander bei mir manchmal. Schritt für Schritt sollte ich beherzigen. Ich hoffe einfach nur, dass mein Sohn sich freut mich zu sehen. Denn wenn nicht, wäre das sehr schlimm für mich.
Wenn er dich nach 6 Monaten dann vielleicht mal wieder sieht, ist es sehr gut möglich, dass er erstmal ablehnend reagiert.
Er ist das Kind, du der Erwachsene!
Was glaubst du, wie er sich fühlt?
Du hast dich monatelang nicht bei ihm blicken lassen.
Die Gründe sind für ein Kind erstmal uninteressant.
Vom Gefühl her fühlt er sich von dir im Stich gelassen.

Deine Aufgabe als Erwachsener ist es, ihm mit Liebe und Vertrauen zu begegnen.
Damit die Beziehung wiederbelebt werden kann.

Auch zu ertragen, wenn er erstmal mit Abwehr reagieren sollte, weil er doch gar nicht wissen kann, ob es nach diesem Treffen wieder 6 Monate dauern wird, bis es zum nächsten kommt…

Deshalb: Verhalte dich erwachsen, auch wenn es für dich schlimm ist.
Für ihn ist es noch schlimmer.
 

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