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Was soll ich jetzt nur tun!?

S

Sandy_90

Gast
Hallo =)

tut mir sehr leid das ich schon wieder einen Thread erstelle und mich an euch wende aber ich weiß einfach nicht was ich machen soll.

mein freund und ich befinden uns seit ungefähr 4 monaten in einer krise...wer meine älteren threads vll gelesen hat, der weiß vll so in etwa wie es um mich und um meine problematik steht...ich habe ein großes problem mit meinem selbstvertrauen...ich finde mich hässlich, egoistisch, nichts wert, blöd im Sinne von Intelligenz, glaube nichts zu können und sogar weniger wert als mein Freund zu sein...

Alles begang als mein Partner damals sich neben seiner Arbeit etwas Geld in einer Bar dazuverdienen wollte...und fragte mich was ich davon hielt...ja ich muss ehrlich sagen das ich von anfang an nicht so begeistert davon war weil er am wochenende bedienen muss und wir eine wochenendbeziehung führen..

sagte zu ihm, dass wir mal schauen können und mal abwarten wie es sich entwickelt.

es gab auch von meiner seite auf probleme das wir uns am wochenende sehen...ich hatte oft solche angst ihn zu sehen, hatte solche große angst, ihm weh zu tun, dass wochenende traurig zu gestalten wenn ich merkte das mich die arbeit wieder sehr mitnahm...oftmals weinte ich an samstage obwohl wir ausmachten uns zu sehen...ich fahre mit dem zug zu ihm...und konnte mich dann in diesem gefühlschaos, wo alles nur schwarz ist, einfach nicht aufraffen zu ihm zu fahren...ja das war vll ein großer fehler...und mein freund war dadurch auch enttäuscht was ich auch verstehen kann wenn ich oft wegen diesen dingen nicht zu ihm gefahren bin...

ein paar monate später bemerkte ich, dass ich es persönlich nicht so gut fand, wenn er auch am samstag abend bedient...ich meist war dann zuhause bei ihm und wartete bis er wieder nachhause kommt...habe mir damals schon überlegt nicht mitzugehen...aber er meinte, dass er oft so viel zu tun das er keine zeit hätte und ich kenne dort leider niemanden...zudem hab ich kein auto als wäre das auch etwas schwer gewesen...irgendwie wäre ich vll nach hause gekommen aber wollte es nicht und traute mich auch nicht, weil ich mich so entstellt sehe...=(

und sprach ihn daraufhin an ob wir einen kompromis machen könnten ob er am samstag nicht bedienen würde....und es war unverständlich für ihn warum ich das gesagt habe.
wir hatten bei diesem telefonat auch eine diskussion und ja es ist auch so, dass ich mir immer so viele gedanken mache wenn ich bei ihm bin und warte....obwohl ich es nicht sollte und ihm vertrauen müsste aber ich tu mich so unglaublich schwer! Es liegt wahrscheinlich an meinem selbsthass den ich entwickelt habe...und dadurch ist es oft sehr schwer mich überhaupt zu erreichen..er sagt es im guten, im bösen, im liebevollen, im vorwurfsvollen usw...und er kommt einfach nicht an mich heran...

und in diesem telefonat meinte er, dass er es scheiße von mir fände, dass ich den grund: Das wir mehr zeit miteinander verbringen als grund vorschiebe obwohl der hauptgrund darin besteht, dass ich Angst habe.

Der Hauptgrund war, dass wir mehr zeit miteinander haben...das kurze wochenende das wir zusammen haben dann am samstag von 7 bis 3 uhr morgens alleine zur verbringen...und ja ich habe angst und das ist ein sehr sehr großes problem.

ich weiß einfach nicht was ich tun soll...ich weiß selbst nicht mehr was ich glauben soll, wahrscheinlich übertreib ich mal wieder so wie ich es immer tue aufgrund meiner psychischen probleme! Mein freund hat es sehr sehr schwer mit mir =(

Jedenfalls hörte er am samstag das bedienen auf...für mich meinte er......und jetzt ist die bar in eine diskothek umgebaut worden...mit tabledancerin an der tecke genau vor seiner nase und er mixt cocktails...und jetzt arbeitet er von 21:00 von donnerstag - montag früh...

er kann zu mir eigtl. nicht mehr fahren und fahre zu ihm...und auch da hörte ich in seinem Reden heraus, dass er gerne am samstag cocktails machen würde weil er da mehr geld verdient...er es aber für mich nicht tun würde...aber das möchte ich auch nicht =( mir fehlt manchmal seine eigenen wünsche...er opfert sich fast für mich auf, habe eine schlechtes gewissen deswegen...und jetzt meint er das er auch am samstag in der diskothek sein wird...

und seitdem verschlimmerten sich meine ängste immer und immer mehr...rede mir immer mehr sachen ein, mache mich selbst fertig, vorwürfe deswegen warum ich nicht normal sein kann...warum ich meinen partner mir nicht vertrauen kann...es hört einfach nicht auf und je mehr ich versuche es zu ändern umso schlimmer wird es!

Je mehr er versucht mich davon zu überzeugen umso schlimme wird es...

Was sollen wir nur tun?

Mein Freund meinte heute zu mir, dass ich das ändern muss...das es so nicht weitergeht...aber was soll ich tun? Wie kann ich vertrauen zu jemanden aufbauen wenn ich nicht mal mir selbst vertraue? Wie?

Ich weiß wie es sein müsste...aber ich weiß nicht wie ich da hinkomme?

Soll ich einfach nichts mehr sagen? Kein einziges wort mehr erwähnen wenn mich etwas stört? Versuche ständig meine gedanken umzulenken und zu steuern wenn ich bei ihm bin...aber es ist mittlerweile schon so das wenn ich ihn sehe, ich angst habe, ich verkrampfe, zucke zusammen, bin total versteift und auch kalt zu ihm...worüber ich mir auch sehr sehr große vorwürfe mache...wieso kann ich nicht einfach normal sein??

Wisst ihr bevor er anfing so viel nebenjobs zu machen (bis vor einen monat ungefähr machte er noch einen anderen unter der woche) war er stolz darauf das zu sein was er erreicht hat und was er ist...als wir uns kennengelernt haben, hat er stolz von seiner arbeit gesprochen und ich finde sie bemerkenswert und hab ihn damals sehr bewundert...mittlerweile gefällt ihm seine arbeit überhaupt nicht mehr und bezeichnet sie als: Ausbeute...und versucht nun alles um etwas zu machen das seine gier stillt so habe ich den eindruck.

Heute schrieb er mir selbst folgendes:
Eigtl. hab ich gar keine Zeit für was anderes...die Arbeit ist das einzige das mein Leben ausfüllt und mich befriedigt...

er erklärte mir zwar, dass ich in diesem satz mit inbegriffen wäre, also die zeit miteinander aber als ich diesen satz las, war ich sehr sehr traurig darüber das er sich innerhalb eines halben jahres so verändert hat was diese sache betrifft und das macht mir angst.

Mache mir Gedanken darüber wie es weitergeht...wenn wir einmal zusammen ziehen sollten wie das werden soll?

WAs soll ich nur tun...ich kann so wie es jetzt ist, keine vernünftige beziehung mit ihm führen ohne ständig panik und angst haben zu müssen...ich dumme blöd Kuh! Ich bin so undankbar...er nimmt sich ständig zeit für mich und ich nörgel nur herum...was soll ich nur tun?

Ich habe fast den eindruck das ihm die arbeit nun fast wichtiger geworden ist als unsere beziehung...obwohl wir uns immer versprochen und gesagt haben, dass die beziehung das wichtigste auf der welt wäre uns immer so ein wird...es tut mir alles so leid...so leid...ich möchte es abstellen aber ich kann es nicht..

und er möchte immer mehr und mehr und haben immer wieder konflikte...ich habe oft versucht mir zu sagen: lerne es zu akzeptieren...aber in diesem moment wo ich mir das sage, fühle ich regelrecht wie ich mich selbst belüge...was soll ich nur tun? ich bin so verzweifelt...ich liebe ihn doch so sehr...

jedes mal wenn ich ihn daraufhin anspreche heißt es, dass ich es doch akzeptieren soll und was denn daran so schlimm wäre?
Ich mache mir Sorgen...er hatte schon so viele ideen mittlerweile die er umsetzen möchte...und auch bereits versucht hat...ich versteh ihn nicht mehr...was ist nur los mit uns?

Bitte helft mir! Wie kann ich ihm denn endlich nur vertrauen? Denn ansonsten werden wir uns trennen müssen, so kann es nicht weitergehen! ich liebe ihn doch so sehr! Wir haben uns geschworen für immer beisammen zu sein, egal was passiert, er war mein erster Freund...

Es tut mir unendlich Leid wieder so einen langen Roman verfasst zu haben...

Dankeschön an alle die das gelesen haben und mir antworten...jede antwort ist sehr hilfreich für mich und für meinen freund.

LG
Sandra
 

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Werner

Sehr aktives Mitglied
Bitte helft mir! Wie kann ich ihm denn endlich nur vertrauen? Denn ansonsten werden wir uns trennen müssen, so kann es nicht weitergehen! ich liebe ihn doch so sehr! Wir haben uns geschworen für immer beisammen zu sein, egal was passiert, er war mein erster Freund...
Hallo Sandra,
der Schwur, immer beisammen zu sein, ist ziemlich übel, denke
ich - denn das öffnet gewissermaßen Tür und Tor für jede Art von
Verhalten des einen Partners, das der andere dann auszuhalten
hat - ob es nun Alkoholismus, Drogensucht, Verbrechen, das Ver-
prügeln der Kinder oder des Partners ist. Wer das als Grundlage
der Partnerschaft macht, baut sich selbst eine Falle, aus der er
kaum noch heraus kommt.
Mein Rat an dich wäre, dass du zunächst einmal - bevor du das
Thema "Vertrauen" angehst - deine Haltung zur Partnerschaft an
sich überdenkst. Ich denke, es muss eine Grenze geben, ein "Nein",
bei dem man sich selbst, die eigenen Ziele, Werte, Bedürfnisse
übergangen sieht und sich dann aus der Beziehung wieder löst,
wenn sich das Verhalten des Partners nicht ändert. Sonst ist es
eine Zwangsbeziehung und das ist bekanntlich keine gute Grund-
lage für Liebe und eine Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe.
Dafür braucht es gegenseitige Rücksicht und Verständnis dafür,
was der Partnerschaft und dem Partner gut tut.
Und wenn die Arbeit sich wie eine andere Frau (in der praktischen
Auswirkung) in eure Beziehung drängt, solltest du ihn auch deut-
lich damit konfrontieren und sagen, dass du das nicht möchtest.
Vor allem dann, wenn er das selbst nicht merkt. Wobei es natür-
lich sein könnte, das ihm eure Beziehung wirklich nicht mehr so
wichtig ist (rein sachlich) und ihm die Arbeit "mehr" gibt. Aber
das ist sein Problem - ich meine, du solltest zunächst mal nach
dir selbst schauen und dich fragen, ob du in dieser Beziehung
das bekommst/erreichst/leben kannst, weshalb du Partnerschaft
leben möchtest. Und wie gesagt, dir auch das "Nein" zugestehen,
wenn du es so nicht mehr möchtest.

Gruß, Werner
 
S

Sandy_90

Gast
hallo werner, vielen herzlichen dank für deine Antwort und ja du hast recht.
Aufgrund dessen was passiert ist, empfinde ich diese Versprechen, Schwure usw. als Armutszeugnis..

Auch wenn man es in diesem moment wirklich ernst meint wenn man so etwas sagt, man sich einfach nicht vorstellen könnte das sich das jemals ändert tut man sich selbst keinen Gefallen damit...man macht sich selbst und seinem partner so einen unheimlich hohen druck.

Ich selbst mache mir unheimlich großen Druck, weil ich weiß das es schwer mit mir ist...und wenn man es so betrachtet, weiß wirklich niemand was in 5 oder 10 Jahren passieren wird...wie sich der Mensch verändert...

vor 2 Jahren hatte niemand geglaubt das sich die Einstellung meines Partner zur Arbeit so rapide verändern wird...genauso kann es mit allen möglichen sachen sein so wie du sagst.
Wenn Gewalt, Untreue, Alkohol und Drogenkonsum, schwere Unfälle usw hinzukommen...das dann die Gefahr besteht bei dem Partner zu bleiben weil man es sich versprochen hat und selbst eigtl. nicht mehr möchte...genau dann besteht die Gefahr irgendwann fremdzugehen odre sich nach etwas anderem zu sehnen.

Er meinte das mit der Arbeit es einfach irgendwann einen Punkt gab da hatte es Klick gemacht...er war vorher der Typ, der einfach gelebt hat...einfach in die Arbeit gehen, gucken wie er mit seinem geld zurecht kommt, ohne große Erwartungen an sich zu stellen...und jetzt möchte er immer mehr erreichen...er meinte das es so wie es ist nicht weitergehen könne und er keine lust hat bis 67 jahren arbeiten zu müssen...

ja ich bin der typ der schlecht "Nein" sagen kann und mich auch leicht verunsichern lassen kann bzw. mich dann selbst in Frage stelle und gar nicht mehr auf das Höre was ich eigtl. möchte sondern immer aufden anderen gucke...mein Herz sagt mir, dass er mit dem Bedienen aufhören sollte, solange es mir so geht wie es mir geht...ich hätte schon lange "Stopp" sagen wollen oder zumindest einen Kompromis finden wollen aber ich traue mich fast gar nichts mehr zu sagen...

weil dann gerne die Antwort für alles kommt: Du spinnst schon wieder rum, du mit deiner Psyche immer.

Ich vermisse in seinen Aussagen teilweise das er mich als Mensch annimmt, so wie ich bin und mich nicht auf meine Psyche reduziert...denn so kann und wird er mich niemals richtig ersnt nehmen können...

er antwortet mir nicht mehr auf Fragen wenn ich völlig besorgt ihm schreibe...er meinte, dass ich ihm nichts glaube und das es eh nichts bringt..

ich möchte meinen freund nicht ständig kritisieren...er ist ein sehr guter mensch, ein sehr hilfsbereiter, einfühlsamer und lustiger junger mann...aber so wie er sich verhält tu ich mich schwer damit klar zu kommen und steiger mich immer mehr und mehr in irgendwas rein

ja ich habe auch daran gedacht die grundeinstellung einfach zu verändern...einen anderen weg sehe ich nicht...damit ich
1. nicht mehr verletzt werden kann
2. alles lockerer sehe

andere männer würden sich wahrscheinlich freuen wenn die freundin nichts dagegen hat, dass der partner mit anderen frauen flirtet oder anderen frauen hinterhergaffen darf ohne das die partnerin was sagt...aber anscheinend ist das der einzige weg...aber auch das umzusetzen braucht seine zeit und kann nicht von heute auf morgen verändert werden...

ob allerdings das der richtige weg ist, wenn ich den eindruck mache das die beziehung mir nicht mehrwichtig ist? Wenn er quasi alles machen darf, weil ich mir sage dass das nicht schlimm ist?

Danke für deine Hilfe Werner =)
 

kiablue

Aktives Mitglied
Ich glaube, Du müsstest erst mal lernen auseinander zu nehmen, was Deine Ängste sind und was die Realität ist und das dann zu reflektieren. Du machst ihn dafür verantwortlich, dass er sich darum kümmern sollte, dass Du so wenig wie möglich Ängste hast. Deine Ängste sind aber grundsätzlich Dein Problem. Du kannst sicher auch darüber reden, letzten Endes musst Du aber auch ihm die Freiheit lassen und Deine unrealistische Angst aushalten oder etwas tun, dass Du damit besser umzugehen lernst. Deine Angst ist DEINS und dafür kann er nichts. Er löst sie NUR aus. Die Ursache ist woanders.

Der Wille und der Wunsch - für immer und ewig.. - nett gemeint, aber nicht ohne weiteres zu erfüllen und Garantien gibt es ohnehin niemals. Er hat sich weiter entwickelt, wie das auch ganz normal ist in dem Alter, wie eigentlich in jedem Alter. Er hat entdeckt, was ihm wichtig ist im Leben. Dir bleibt nun, das zu akzeptieren, damit leben zu lernen, Dich in gleicher Richtung zu entwickeln, Deine eigene Richtung zu finden (z. B. selbst dort zu arbeiten oder zu einer ähnlichen Zeit etwas Eigenes zu machen - nur aus der Luft gegriffenen Beispiele) oder eben entscheiden, dass es nicht mehr passt und jeder geht seiner Wege. Du kannst nicht erwarten, dass er sein Leben auf Deine Ängste ausrichtet. Selbst wenn er brav jedes WE auf Deinem Sofa sitzt, sind sie ja da. Nur in dieser Situation nicht so stark ausgeprägt, ausgelöst, spürbar. Aber auch er hat ein Recht, sich um sein Leben zu kümmern. Eine Partnerschaft sollte keine Symbiose sein.

Natürlich ist es richtig, wenn Du Deine Bedürfnisse anmeldest, also, ihm sagst, Du magst es nicht, wenn er arbeitet in der wenigen Zeit, die Ihr Euch sehen könnt. Will er nicht drauf eingehen, was er ja aber gemacht hat, musst Du Dich um Dich selbst kümmern. Es ist DEINE Aufgabe, an Deinen Ängsten zu arbeiten. Hör auf, immer nur auf ihn zu warten. Lass mal ein bisschen los. Je mehr Du ihn "belagerst", mit Eifersucht quälst, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er bald in einen Fluchtreflex verfällt und genau die Dinge tut, die Du so befürchtest. Er kann nichts für Deine Angst, er ist mit Sicherheit auch überfordert damit. Und dennoch geht er auf Dich ein, so weit ihm das möglich ist. Mehr kannst Du nicht verlangen.

Deine Sichtweise Deiner Person, Deine von Dir nur gefühlte "Schlechtigkeit", das sind sicher alles gute Erklärungen, aber keine Entschuldigung.

Ich weiß übrigens, wie es Dir geht. Habe selber eine generalisierte Angststörung, die mich manchmal fast umbringt. Aber das gibt mir einfach nicht das Recht, damit andere in dem zu blockieren, was für sie wichtig ist. Partnerschaft sollte eine wunderschöne Zugabe sein, aber keine Voraussetzung dafür, dass man überhaupt leben kann. Das ist Überforderung für den Anderen auf ganzer Linie.

Schau genau, was für Dich passt an dieser Beziehung, was brauchst Du, bekommst Du es, KANN er es überhaupt geben und was möchte er geben. Vielleicht ist es doch noch nicht die Beziehung für immer, wenn sie Dich so, wie sie läuft, eigentlich eher krank macht.

LG kiablue
 
S

Sandy_90

Gast
Hallo kiablue,

danke auch für deine Antwort und teile deine Meinung auch.
Ich sehe wie es ihm ergeht, wie sehr ich ihm weh tue, wie oft ich mir gesagt habe, ihn doch endlich in Ruhe zu lassen...es auch ihm gesagt habe, dass ich ihn in Ketten lege.

Vll hängt es damit zusammen das ich das als selbstverständlich für mich sehe, also das was ich verlange..denn all das würde ich genauso tun und gucke immer nur auf ihn nehme das was mein herz mir sagt zurück und versuche zu schweigen aber in letzter Zeit funktioniert es nicht mehr wie einst vor einem Jahr...da stellte ich meine eigenen Bedürfnisse komplett zurück und sagte nie was...genau das er sich ausleben kann

Ja das mit dem Bedienen war der Auslöser dafür das ich immer und immer mehr in etwas verrenne und ich akzeptiere seine Entscheidung so viel arbeiten gehen zu müssen...ich teile seine Meinung zwar nicht aber ich muss es akzeptieren.

Die Ängste wären auch da wenn er zuhause bleiben würde...und wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß so wie du sagst.

und ich möchte auch nicht verlangen sein Leben nach mir zu richten...und mein Herz sagt mir, dass es so wie es ist ich es nicht möchte und auch nicht mehr kann.

Die einzige Möglichkeit die ich sehe um eine einigermaßen gute Beziehung führen zu können ist es entweder:
1. einfach nichts mehr zu sagen wie früher auch, meine bedürfnisse nach hinten stellen
2. die denkweise über eine beziehung komplett zu verändern, versuchen alles lockerer zu sehen und irgendwo auch ein "ist egal"-Gefühl zu entwickeln...obwohl ich das persönlich nicht als gut empfinde...

den schritt zu wagen darauf zu vertrauen was er sagt...ich weiß nicht ob ich das in meiner momentanen situation kann...wenn ich es versuche hält es nicht lange...spätestens dann wenn irgendwelche fotos im net von tabledancerinnen auftauchen die direkt 2 meter vor ihm tanzen ist es wieder zerstört...und ja es ist mein Problem das irgendwie zu lösen...aber ich weiß nicht wie und was ist der richtige weg...

Wenn ich die Angst aushalte entwickelt sich nicht für mich zu einer Art "Gewohnheit" es geht eher in die Richtung: Mir egal was er macht und wenn er mit ner anderen etwas hat, naja dann...solange er mir mit dem Herzen treu ist ist alles in ordnung

Darüber hab ich vor 3 monaten oder so mit meinem Freund gesprochen...eine andere möglichkeit in der situation nicht...der einzige lichtblick ist die klinik roseneck bei der ich mich angemeldet habe...aber selbst dann ist es keine garantie ob ich danach alles anders sehen würde.. =(

ich möchte nicht viel von ihm verlangen und wüsste wie es sein müsste...doch irgendwas hemmt mich so stark es so zu machen..

habe leider ein sehr komplexes, die im leben geschehenen situationen, netz gesponnen in der ich keinen überblick mehr habe und mich selbst nicht mehr verstehe...ich handle teilweise nicht mal mit dem kopf sondern nur mehr rein intuitiv, sich da zu stoppen ist sehr schwer...teilweise klappt es auch, meist wenn ich musik z. b höre und singe, ja klingt total peinlich vor allem weil ich es nicht kann aber es hilft mir =)

aber all das sind, wie du sagst, erklärungen und keine entschuldigungen, der wunsch endlich "normal" sein zu können ist so groß wie nie zuvor und je mehr ich es versuche, so scheint es, umso schlimmer wird es...es wird nur an der Oberfläche gearbeitet. Gedanken umlenken, lernen es auszuhalten...vll liegt das Problem wirklich am Selbstvertrauen und solange das nicht besser wurde, weiß ich nicht ob man sich dann selbst so sehr kontrollieren kann..wie denkst du?

das mit den Ängsten und Fakten gegenüberzustellen werde ich heute mal machen =) was real ist und was nicht :)

aber wie nur soll ich anfangen...ich weiß es nicht...alles was ich mir immer gewünscht habe, dass wir beide glücklich sind...wahrscheinlich habe ich durch all dem alles zerstört, weil dies an Unmöglichkeit grenzt die Gefühle eines anderen Menschen zu steuern und auch das muss ich endlich mal abstellen.

vielen vielen dank nochmal an alle.
Dieses Forum ist wirklich super, da man hier aufgefanen wird und wirklich Hilfe bekommt, ich bin so froh das es dieses Forum gibt =)
 
Zuletzt bearbeitet:

kiablue

Aktives Mitglied

Ichsehe wie es ihm ergeht, wie sehr ich ihm weh tue, wie oft ich mir gesagt habe,ihn doch endlich in Ruhe zu lassen...es auch ihm gesagt habe, dass ich ihn inKetten lege.



Ja, dasklingt zwar nett, ändert aber nichts wirklich. Ob Du ihm nun wirklich weh tustoder Du es dramatisierst, auf jeden Fall wird es aber auf die Dauer entsetzlichnerven, weil er grundlegend gar keine Möglichkeiten, weil keinen Einfluss hat.Er könnte permanent machen, was Du Dir wünscht, Deine Ängste bleiben. Und ihnwürde es mal ganz nebenbei auch nur zerstören.

Vll hängt es damit zusammen das ich das als selbstverständlich für michsehe, also das was ich verlange..denn all das würde ich genauso tun und guckeimmer nur auf ihn nehme das was mein herz mir sagt zurück und versuche zuschweigen aber in letzter Zeit funktioniert es nicht mehr wie einst vor einemJahr...da stellte ich meine eigenen Bedürfnisse komplett zurück und sagte niewas...genau das er sich ausleben kann



Dusiehst es als selbstverständlich an, sich selbst nicht ernst zu nehmen, davonkrank zu werden, so wie Du das für Dich ja schon erlebst und das wünscht Du Dirauch für ihn? Sehr fragwürdige Denkweise, merkst Du das? Und dass es schonnicht mal mehr für Dich selbst funktioniert, weckt Dich nicht auf?

Ja das mit dem Bedienen war der Auslöser dafür das ich immer und immermehr in etwas verrenne und ich akzeptiere seine Entscheidung so viel arbeitengehen zu müssen...ich teile seine Meinung zwar nicht aber ich muss esakzeptieren.



Dumusst… Wünschenswert ja. Müssen? Du tust es nicht. Nur mit dem Kopf. Aber nichtvon ganzem Herzen. Dann würde es Dir nämlich gut gehen.

und ich möchte auch nicht verlangen sein Leben nach mir zu richten...undmein Herz sagt mir, dass es so wie es ist ich es nicht möchte und auch nichtmehr kann.



Du tustes aber, genau das ist Deine Intention. Du glaubst, wenn alles so ist, wie Dumeinst, dass es für Dich richtig ist, dann werden Deine Ängste geringer. Werdensie nicht. Wenn Du Glück hast, dann werden sie nicht so stark ausgelöst. Aberes ist eine Scheinwelt.



Wenn esjetzt so ist, wie Du es nicht möchtest, was hindert Dich daran, es zu ändern?Und was möchtest Du tun?

Die einzige Möglichkeit die ich sehe um eine einigermaßen gute Beziehungführen zu können ist es entweder:
1. einfach nichts mehr zu sagen wie früher auch, meine bedürfnisse nach hintenstellen



Ganzschlimm!!! Führt Dich ganz geradeaus in noch schlimmere Ängste. Dich weiterhinnoch zu verleugnen, Deine Bedürfnisse zu verdrängen – genau das ist es doch,was diese Ängste schon vor längerer Zeit verursacht hat. Klar, das kann manvervollkommnen. Dauert nicht mehr lange und Du weißt nicht mehr, wer Du bist.Und vor allem, macht es Dich zufrieden, wenn Du nichts mehr sagst? Macht esDich innerlich ruhiger, macht es mehr Vertrauen? Sich selbst zu verleugnen istder richtige Weg, um vollkommen unglücklich zu werden.



2. die denkweise über eine beziehung komplett zu verändern, versuchen alleslockerer zu sehen und irgendwo auch ein "ist egal"-Gefühl zuentwickeln...obwohl ich das persönlich nicht als gut empfinde...



Ja, mankann Denkweisen sicher verändern. Aber nicht auf Biegen und Brechen, sondernnur langsam im Prozess einer persönlichen Reifung. Allerdings hast Du auch hiervor, Deine Denkweise Deiner Selbstverleugnung anzupassen, was eben auch nurnicht funktioniert.



Gut wärevielleicht, sich zu fragen, was Du überhaupt ändern könntest und wenn wie. Waswäre anders, wenn er mit dem Job aufhören würde (nur beispielsweise). Dukönntest Dir einbilden, dass die Welt dann in Ordnung ist. Ist sie das? Niemandwird je in den Kopf, in die Fantasien eines anderen Menschen schauen können. Erkann trotzdem von Tänzerinnen träumen und in anderer, für ihn günstiger Zeit dawas anfangen.



Genausokann er da arbeiten und eben arbeiten, sicher auch mal hinschauen, würde jeder,dennoch aber zu Dir gehören. Mit Klammern und Verboten hält man niemanden. Erwird in JEDEM Fall für sich selbst entscheiden, was er tut oder nicht. Und zuProblemen gehören in diesem Fall zwei. Wenn eine Beziehung stimmt, dann hat einDritter keinen Platz drin. Er passt dann nicht dazwischen. Passt er dazwischen,dann stimmte was nicht in der Beziehung und da haben beide Anteil. Und das istso, ob er auf Deinem Sofa sitzt oder ob er arbeitet. Es kommt darauf an, dassDu selbst etwas tust, was Dich zufrieden und damit glücklich macht. Und nicht,dass Du immer auf ihn wartest und Dich nur auf seine Bedürfnisse einstellst.Das langweilt ihn dann auch nur.

den schritt zu wagen darauf zu vertrauen was er sagt...ich weiß nicht obich das in meiner momentanen situation kann...wenn ich es versuche hält esnicht lange..



Versuches. Immer wieder neu. Frag Dich mal, wo ist der Unterschied. Wenn Du ihmvertraust und er fängt was an oder wenn Du ihm nicht vertraust und er fängt wasan. Tut irgendwas davon weniger weh? Du versuchst, die Kontrolle über etwas zuhaben, was Du nicht kontrollieren kannst. Du könntest eventuell etwas aufhalten,aber Du könntest es nicht verhindern.



spätestensdann wenn irgendwelche fotos im net von tabledancerinnen auftauchen die direkt2 meter vor ihm tanzen ist es wieder zerstört..



Das istaber schon ganz schön böse. Du gibst ihm die Schuld an etwas, wofür er garnichts kann. Das ist so ähnlich, als wenn er neben Dir auf dem Sofa sitzt, ihrFernsehen schaut und dort kommt ganz plötzlich eine Werbung mit nackten Frauen(oder Dschungelcamp mit einer ewig nackten Micaela) Und Du unterstellst ihmdamit, er hätte das für sich so gewollt.



undja es ist mein Problem das irgendwie zu lösen...aber ich weiß nicht wie und wasist der richtige weg...



Ja, undvor allem musst Du es in Deinem Interesse und in Deinem Sinn lösen.


aber selbst dann ist es keine garantie ob ich danach alles anders sehen würde.

Ja, das ist richtig. Therapie ist ja kein Zaubermittel. Aber Du kannst anfangen, Dich selbst zu erkennen und anderes Verhalten lernen. Bis es Dir besser geht, braucht es seine Zeit. Gefühl hinkt dem Wissen immer sehr weit hinterher. Aber es ist möglich. Und sieh es vor allem als Notwendigkeit und Chance für Dich selbst. Tu es nicht für ihn, das nützt niemandem was.



habe leider ein sehr komplexes und auf die im leben geschehenen situationen netz gesponnen in der sich keinen überblick mehr habe und mich selbst nicht mehr verstehe...ich handle teilweise nicht mal mit dem kopf sondern nur mehr rein intuitiv, sich da zu stoppen ist sehr schwer.
Und genau hier kann Dir eine Therapie helfen. Sortieren, erkennen, auch Stoppen lernen. Nennt sich dann Skills, das, was Du ja auch schon selbst gefunden hast, wie singen und Musik hören. Tolle Idee, scheiß egal, wie es klingt, Hauptsache es hilft. :)

wahrscheinlich habe ich durch all dem alles zerstört.
Weiß ich nicht. Aber selbst WENN - Dein Leben ist noch nicht zu Ende und es kommt immer darauf an, was man draus lernt und draus macht.


LG kiablue

 
S

Sandy_90

Gast
vielen dank kiablue für deine Antworten.

Ich finde es sehr gut, dass du auch Dinge schreibst, die man in solchen situationen nicht unbedingt hören möchte aber das finde ich sehr gut, vielen dank =)

Dein Zitat:
Dusiehst es als selbstverständlich an, sich selbst nicht ernst zu nehmen, davonkrank zu werden, so wie Du das für Dich ja schon erlebst und das wünscht Du Dirauch für ihn? Sehr fragwürdige Denkweise, merkst Du das? Und dass es schonnicht mal mehr für Dich selbst funktioniert, weckt Dich nicht auf?

Hmh...von der Seite hab ich es noch gar nicht betrachtet.
ja es widerspricht sich sehr alles =/ vll weil ich so erzogen wurde das es normal ist, immer auf den anderen zu achten und nicht seine eigene meinung zu äußeren.
unsere gesamte Verwandtschaft ist so, das hat mein freund auch bemerkt.

aber auch keine Entschuldigung ich bin nun alt genug um selbst zu denken.

Dumusst… Wünschenswert ja. Müssen? Du tust es nicht. Nur mit dem Kopf. Aber nichtvon ganzem Herzen. Dann würde es Dir nämlich gut gehen.

Auch das stimmt voll und ganz...mein kopf sagt mir das ich es akzeptieren muss aber meine gefühle sagen etwas anderes...leider =/

Du tustes aber, genau das ist Deine Intention. Du glaubst, wenn alles so ist, wie Dumeinst, dass es für Dich richtig ist, dann werden Deine Ängste geringer. Werdensie nicht. Wenn Du Glück hast, dann werden sie nicht so stark ausgelöst. Aberes ist eine Scheinwelt.



Wenn esjetzt so ist, wie Du es nicht möchtest, was hindert Dich daran, es zu ändern?Und was möchtest Du tun?


Hmh...Die Angst davor sehr sehr stark verletzt zu werden hindert mich daran, aufgrund der Erfahrungen die ich mein ganzes Leben in der schule, arbeit, erziehung machen musste und mahcte die erfahrung immer besser dran gewesen zu sein negativ zu denken... oh man wieso ist das denn alles nur so fest verankert?

Natürlich könnte er dann von anderen Frauen träumen, sich Videos im I-net ansehen, fortgehen ohne das ich etwas wüsste, dass problem ist das ich es vom kopf her weiß das das alles unsinn und total unlogisch ist aber diese blöden negativen, schwarzseherischen gefühle immer =( und die möchte ich zu gerne abstellen, denn dann würde einiges im leben einfacher sein.

Natürlich guckt er auch andere Frauen an, da bin ich mir ganz sicher, auch wenn er es immer abstreitet und mir sagt es nicht zu tun, glaub ich das nicht ganz ;)

Versuche es zu differenzieren..
Das wenn man schaut, ja vll auch bewundert anschaut oder sich denkt: wunderschöne frau, schöner körper usw.. das das eine andere ebene als die beziehungsebene ist und nichts mit uns zu tun hat...das das zwangsläufig nicht heißen muss, untreu zu sein oder eine andere frau zu wollen..auch so zu denken versuche ich in den griff zu kriegen aber es ist manchmal so so unglaublich schwer so zu denken wenn man eigtl. etwas anderes fühlt.

Für mich persönlich schaue keine anderen Männer an, mir gefallen auch fast keine fällt mir auf, dass war aber schon immer so, weil es mir persönlich nichts bringt andere anzuschauen...was hab ich davon? Bringt es mich in meinem Leben weiter, hat das für unsere Beziehung einen Nutzen? Vll sind Frauen da allgemein nicht so das kann auch sein...aber ich verlange nicht ovn meinem freund es genauso zu sehen, ich weiß und bin mir sicher das er das tut und das akzeptiere ich mit herz und verstand.

Klar gefällt mir die Vorstellung irgendwie nicht eine andere Frau im Sinne von "sie ist so hübsch" zu begehren aber was soll man tun...andere Väter haben auch schöne Töchter so ungefähr =)

Finde es nur eher amüsant wie er versucht es abzustreiten und es zu verneinen...allerdings muss man auch sagen dass das auch eine sehr peinliche situation ist...mich hat er auch einmal gefragt ob mir ein bekannter von facebook gefällt und schwer es mir fiel zu sagen: ja ich finde ihn nicht hässlich :)

Warum ist das nur so, wenn man die Antwort sowieso eiglt. kennt?

Versuches. Immer wieder neu. Frag Dich mal, wo ist der Unterschied. Wenn Du ihmvertraust und er fängt was an oder wenn Du ihm nicht vertraust und er fängt wasan. Tut irgendwas davon weniger weh? Du versuchst, die Kontrolle über etwas zuhaben, was Du nicht kontrollieren kannst. Du könntest eventuell etwas aufhalten,aber Du könntest es nicht verhindern.

auch eine sehr gute Frage, ja ich denke es würde mir weniger weh tun, da ich das "gewohnt" bin...gut ich würde all den schmerz und die schuld auf mich schieben aber das wäre auch wenn er fremdgehen würde und ihm vertraue...dann käme zusätzlich der vorwurf hinzu ihm überhaupt vertraut zu haben.

Das istaber schon ganz schön böse. Du gibst ihm die Schuld an etwas, wofür er garnichts kann. Das ist so ähnlich, als wenn er neben Dir auf dem Sofa sitzt, ihrFernsehen schaut und dort kommt ganz plötzlich eine Werbung mit nackten Frauen(oder Dschungelcamp mit einer ewig nackten Micaela) Und Du unterstellst ihmdamit, er hätte das für sich so gewollt.

ja da hast du recht das war sehr böse formuliert, natürlich kann er nichts dafür das diese bilder in facebook reingestellt wurden, sondern eher die tatsache schockierte mich etwas das 2 meter vor ihm 2 tabledancerinen sind =(

und nochmal vielen dank für deine Hilfe.

Du hast mir auf eine ehrliche, etwas direkte aber auch auf eine einfühlsame Weise wieder einen funken hoffnung in meiner schwarzen kleinen welt hineingezaubert ja tatsächlich =) und zwar so, dass ich wieder in ruhe nachdenken kann ohne die gefühle sprechen zu lassen.

Teilweise klappt es auch ganz gut mit den gedanken steuern und lenken aber manchmal, wenn die wunden Punkte getroffen werden, die mich an alte Situationen zurückerinnern, verfalle ich sofort wieder in diese negative Haltung ohne etwas dagegen tun zu können, so scheint es zumindest =(




 
Zuletzt bearbeitet:
W

Wolf1968

Gast
Hallo Sandra,

puh - ich muss erst mal durchatmen.

Also ich bin mir nicht 100%ig sicher, ob ich alles auf die Reihe bekommen habe, aber...

Ihr habt ein Wochenendbeziehung. Dein Freund arbeitet am Wochenende? Ich finde das eine recht egoistische Einstellung. Die wenige Zeit, die ihr miteinander verbringen könnt, fokussiert sich auf diesen Zeitraum. Die Vorausetzungen sind also recht klar. Und unter Diesen nimmt er einen WE-Job an, der ihn so ausfüllt? Was soll mir das sagen? Ein Zeichen? So nach dem Motto: habe kaum noch Platz für dich in meinem Leben? Das verstehe ich nicht, dieses Signal. Warum sucht er sich keinen Hauptberuf, der ihn ausfüllt; der besser bezahlt ist? Und damit er die WE frei hat? Für dich! Also das kann ich nicht nachvollziehen.

Dann verstehe ich deine ständigen Selbstzweifel nicht. Natürlich nicht, da ich ja auch nicht in deiner Haut stecke. Aber ich habe das Gefühl, dass du alle Fehler immer bei dir suchst. Nein, ich kenne deine anderen Threads (noch) nicht, aber das klingt nicht gesund. Bist du sicher, dass du da den Weg alleine hinaus findest? Hat du schon über eine therap. Begleitung nachgedacht? Ich muss schon sagen, dass das natürlich für deinen Freund eine Überforderung darstellen kann. Aber davor (vor Dir!) davonlaufen kann er auch nicht. Dann solltet ihr darüber sprechen, auch wenn es schwer fällt. Wenn es ihm zuviel wird mit dir, muss er dir das sagen und ihr solltet eine Lösung dafür suchen. Sich zu verstecken und als Partner in die Arbeit flüchten, ist keine Lösung. Das ist der Anfang vom Ende.

Dies sind meine Gedanken zu diesem Thema. Rein subjektiv natürlich.

Wolf1968
 
P

Peter Bartholomäus

Gast
Hallo
und erstmal "seufz", das ist schon umfangreiches Gedankenmaterial, mit den sich der geneigte "Ratgeber" auseinandersetzen muss, um das Wesentliche zu erkennen und trotzdem vermute ich nur ansatzweise, was hier weiterhelfen könnte:

Du bewertest Dein Verhalten zwar strukturiert, aber Dich plagen viele Selbstzweifel! Unabdingbar scheint mir, Das Du Mechanismen entwickelst, unerwünschte Entwicklungen aushalten zu können.

Du nimmst Dir zuviel Zeit für Eventualitäten die vllt. nicht eintreten, laß die Dinge sich mal entwickeln, trau Dir das richtige Verhalten mal zu, ohne Dich gedanklich ständig damit auseinander zusetzen.

Therapeutische Unterstützung ist eine Hilfe, aber anhand Deiner Ausführungen bin ich mir sicher, das Du eben keine verlorene Seele bist, trau Dir auch was zu. Und wenn sich Erfolge einstellen, wird Dich das stärken.

Was Deinen Freund betrifft, beschleicht mich das Gefühl, das er möglicherweise zu der Erkenntnis gelangt, das er schon viel investiert hat, er dies künftig reduzieren und sich auf seine eigene Weiterentwicklung konzentrieren will.

Vllt. könnt ihr beide übereinkommen, was ihr künftig für den Anderen investieren wollt, um die Beziehung aufrecht zu erhalten?
 

kiablue

Aktives Mitglied
Hmh...Die Angst davor sehr sehr stark verletzt zu werden hindert mich daran, aufgrund der Erfahrungen die ich mein ganzes Leben in der schule, arbeit, erziehung machen musste und mahcte die erfahrung immer besser dran gewesen zu sein negativ zu denken... oh man wieso ist das denn alles nur so fest verankert?
Es ist so fest verankert, weil es in der Zeit passiert ist, in der Du Dich entwickelt hast, in der Du geprägt wurdest. Das nun zu ändern dauert seine Zeit und braucht vor allem auch Selbstkenntnis, die nicht von ganz allein kommt. Es geht auch nicht darum, nun einen anderen Menschen aus Dir zu machen, sondern darum zu lernen, mit dem, was Dich geprägt hat, besser zu leben und die Prägungen, die Dich zu sehr am Leben hindern, umzuprägen. Ein längerer Prozess.

Vielleicht hilft es Dir auch schon mal zu differenzieren. Wo WIRST Du verletzt und wo FÜHLST Du Dich verletzt.


und die möchte ich zu gerne abstellen, denn dann würde einiges im leben einfacher sein.
Naja, Gefühle sind kein Wasserhahn. :)



Für mich persönlich schaue keine anderen Männer an, mir gefallen auch fast keine fällt mir auf, dass war aber schon immer so, weil es mir persönlich nichts bringt andere anzuschauen...was hab ich davon?

Du hast einen schönen Menschen gesehen. :) Und Du hast Deinen Tunnelblick geöffnet. Schauen und schauen ist ein Unterschied. Man kann nach Beute Ausschau halten oder eben einfach nur wahrnehmen, da ist noch ein anderer Mensch, der ist aber hübsch oder hat eine tolle Ausstrahlung oder eben auch nicht. Der Mensch ist ein soziales Wesen, das ist ganz normal und gehört dazu.

Bringt es mich in meinem Leben weiter, hat das für unsere Beziehung einen Nutzen?
Wie schon gesagt, es öffnet den Tunnelblick und macht Dich weniger abhängig vom "Schauen" Deines Partners. Heißt ja nicht, dass Du nach potenziellem "Nachschub" schauen sollst.

Finde es nur eher amüsant wie er versucht es abzustreiten und es zu verneinen..
Jaaaa, Männer halt..... :) Andererseits hast Du ihm sicher auch ausreichend vermittelt, dass Du mit einem Zugeben seinerseits nicht klar kommen würdest und er erwartet entsprechenden Ärger. So etwas merkt man, auch wenn man anderes spricht. Körpersprache ist viel deutlicher. Sie braucht keine Worte.

Warum ist das nur so, wenn man die Antwort sowieso eiglt. kennt?
Man hat Angst vor Ärger und Verletzung.
auch eine sehr gute Frage, ja ich denke es würde mir weniger weh tun, da ich das "gewohnt" bin...gut ich würde all den schmerz und die schuld auf mich schieben aber das wäre auch wenn er fremdgehen würde und ihm vertraue...dann käme zusätzlich der vorwurf hinzu ihm überhaupt vertraut zu haben.
Das ist nicht weniger Schmerz, das bildet man sich nur ein. Und Schuld? Wem nützt Schuld? Und vor allem, was ist TATSÄCHLICH nun besser, wenn Du ihm nicht vertraust? Du leidest schon, ohne dass was passiert ist. Ein Dauerschmerz für etwas, von dem Du noch gar nicht weißt, ob es je eintreffen wird.


sondern eher die tatsache schockierte mich etwas das 2 meter vor ihm 2 tabledancerinen sind
Nun ja, das ist DEIN Problem, nicht seins und er kann daran auch nichts ändern.


Teilweise klappt es auch ganz gut mit den gedanken steuern und lenken aber manchmal, wenn die wunden Punkte getroffen werden, die mich an alte Situationen zurückerinnern, verfalle ich sofort wieder in diese negative Haltung ohne etwas dagegen tun zu können, so scheint es zumindest =(
Das ist ganz normal. Erinnerungen in der Gefühlswelt können einen ratzfatz in etwas katapultieren, das man erst mal so gar nicht im Griff hat. Da musst Du dann durch und Dir überlegen, hat das, was Du da erlebst, etwas mit der Realität zu tun? Frag Dich, was passiert hier WIRKLICH? Und zuerst kann man anderes Handeln üben. Die Gefühlswelt kommt erst weit dahinter hinterher.

Du bist doch nun angemeldet für eine Therapie, das denke ich, ist für Dich auch notwendig, damit all diese Knoten erst mal gefunden und dann auch entwirrt werden können. Du beweist damit auch, dass Du Selbstverantwortung übernimmst. Dein Freund kann nichts für Deine Erfahrungen, aber er wird permanent damit konfrontiert. Der erste Schritt ist wirklich, sich erst mal selbst zu erkennen.

LG kiablue





 

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