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Was passiert beim Neurologen/Psychiater?

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Tag Frau Bärchen, 🙂

bereit zur kurzen Visite? 😀

Soso, Mittelweg zwischen schweigsam und Furie? Ich finde keinen. Bzw. bei manchen Leuten schon, aber es gibt einfach Menschen, bei denen das nicht funktioniert. Es gibt Themen, von denen ich nichts mehr hören will und auch mehrfach darum gebeten habe, sie einfach nicht mehr anzusprechen. Person X hackt aber immer wieder drauf rum. Der Mittelweg funktioniert nicht, weil Person X den Mittelweg einfach nicht versteht. Aus dem Leben verbannen kann ich Person X auch nicht, Verwandtschaft. hach. Mittlerweile bin ich aber dazu übergegangen nur noch ans Telefon zu gehen, wenn ich gute Laune habe, da rege ich mich dann nicht so auf.
Hier wäre es vielleicht besser wenn du dich fragen würdest warum manche Leute dich dazu bringen, dass du dich aufregst bzw. warum manche Themen dich dazu bringen...ich frage mich das auch immer, wenn mich etwas aufregt. So kann man etwas über sich selbst erfahren. Hast du dich das schon mal gefragt, warum du auf dieses oder jenes Thema, angeschnitten von dieser oder jener Person, so regierst bzw. warum es dich piekst?

Die Person, die dich nervt oder etwas für dich nervendes anspricht, kannst du nicht ändern, lediglich, wie du auf diese Person reagierst und mit ihr umgehst.

Gestern war ich ein braves Bärchen. Ich hab den ganzen Tag gearbeitet und mir abends sogar meinen Kontrollgang gespart. Strike. Ich hab zwar ein sauschlechtes Gewissen, konnte mich bis jetzt aber mit lauter Musik ablenken und davon abhalten, wie von der Tarantel gestochen durch die Bude zu rennen. Mal sehen, wie lange das noch funktioniert.

Sehr tapfer von dir – ich denke dieses schlechte Gewissen ist die Diskrepanz zwischen deinem bauch und deinem Kopf. Der Bauch will das altbekannte Verhalten abspulen und der Kopf widerspricht dem und will dass du dich anders verhältst...ich denke das geht nach einer gewissen Umgewöhnungsphase auch wieder vorbei und du musst da jetzt durch, dich quasi entwöhnen von dem alten Verhalten.

Wie es mir geht? Ich bin voll im A**** und brauche Urlaub...zum Glück hab ich den jetzt. Werde aber nächste Woche sicher mal kurz reinschauen hier. Denk dran, immer weiter fleißig üben! 🙂

Einen dicken Gruß! 😀
Dicker Doktor
 
huhu Doktorchen 🙂

Wie? Du hast schon wieder Urlaub? Aber du warst doch erst bei den Griechen. 😀 Aber trotzdem schön, dass du frei hast. Urlaub ist immer gut, hehe.

Ich weiß schon, warum mich dieses spezielle Thema aufregt, wenn Person X es anspricht: Weil ich immer nur sagen kann "es gibt noch nichts neues" und ich somit jedes mal wieder mit der Nase draufgestubst werde, dass ich nichts auf die Reihe kriege. Für mein Unvermögen kann Person X natürlich nichts, das ist schon meine eigene Schuld. Aber es setzt mich unter Druck, wenn ich immer und immer wieder darauf angesprochen werde. Deswegen habe ich eben darum gebeten, das Thema ruhen zu lassen und auch darauf hingewiesen, dass ich Bescheid gebe, sobald es etwas neues gibt.

Unabhängig davon, dass ich selbst Schuld daran bin, dass ich nichts auf die Reihe kriege, denke ich darf ich dennoch darum bitten, mich damit nicht weiter zu "nerven". Das Thema, worum es geht, betrifft nämlich ausschließlich mich. Ich schade niemandem außer mir. Natürlich wollen bestimmte Menschen "nur das beste" für mich, aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. In dem Fall komme ich besser voran, wenn es ganz einfach meine Sache bleibt. Das wird aber eben nicht akzeptiert.

Im Grunde ärgere ich mich also zum einen darüber, dass mir durch das permanente Ansprechen des Themas immer wieder bewusst wird, was für ein Versager ich bin (in dieser Hinsicht wohlgemerkt, nicht allgemein) und zum anderen darüber, dass meine Wünsche (es eben nicht mehr anzusprechen, obwohl ich sogar erklärt habe, warum ich darüber nicht sprechen will) einfach ignoriert werden.

Einfluss habe ich aber nur auf Punkt 1 (versagen) - ich kann aber Person X eben nicht ändern. Wenn sie meine Wünsche nicht respektiert, ärgere ich mich eben, ganz unabhängig davon, um welches Thema es geht. Sämtliche Erklärungen und ruhige Gesprächsversuche sind gescheitert, es wird immer wieder au diesem Thema rumgehackt. Bleibt also: rechtzeitig auflegen oder zu spät auflegen und dann fluchen wie ein Rohrspatz. 😀

So, also gestern und heute war ich bislang auch brav. Klappt gerade ganz gut. Ich frage mich nur, wann dieses Gefühl weggeht. Es heißt immer, dass es wie bei Ängsten ist: muss man aushalten und dann merkt man, dass es besser wird. (Wenn man in nen Aufzug latscht, obwohl man Angst hat. bla, dann merkt man, dass nichts passiert und alles wird gut <-- Kurzfassung 😀) - So soll das bei Zwängen auch funktionieren. Ich merke davon nichts. Meine Gedanken drehen sich nur darum, ob alles in Ordnung ist. Ablenkung funktioniert kurz, doch sobald das Hirn nicht mehr beschäftigt ist bin ich genauso weit wie vorher.

Irgendwas scheine ich falsch zu machen. Ich habe nicht vor, mein Leben lang gegen die Gedanken anzukämpfen. Zigaretten kann ich einfach in die Mülltonne werfen. Aber ich kann ja schlecht meine Schlüssel, den Geldbeutel etc. aus dem Fenster schmeißen. Dabei klappt "Aus den Augen, aus dem Sinn" bei mir ganz gut. Sind keine Kippen da, ists ok. Blöd, dass man nicht ohne Geld etc. leben kann. 😀 (Vielleicht sollte ich in den Wald ziehen, im Gepäck nur ein Zelt, zu essen gibts Früchte, Problem gelöst *hehe)

Hast du irgendwas vor im Urlaub? 🙂

Jetzt hab ich dich ganz schön vollgequatscht, nä. Sorry. 🙄

Liebeeeeeeeeeee Grüße
 
Brummi, bin nur kurz on und werde die Tage ausführlicher Antworten...aber eines kannst du bitte mal aus deinem Brummkopf streichen, sofern es dir wirklich um Besserung geht und nicht um das zelebrieren deiner "Krankheit"...hör auf die selbst immer eine "Schuld" zu geben!

Wenn du das noch mal schreibst, verdonnert der dicke Doktor dich zu 9 Stunden Jodelunterricht oder 99 Stiegelütze....😛

Und wenn du doch meinst, an deiner "Schuld" festhalten zu müssen, dann führe mir bitte schriftlich aus, warum du denkst, diese zu haben...dann werde ich meine Freude daran haben, dir deine Argumentation in handliche Einzelteile zu zerlegen....🙂

Es grüßt der Dok. 😉
 
juhu Doktorchen 🙂

Ich brauche keinen Jodelunterricht, ich bin die Jodelqueen 😛 - aber mit den Stiegelützen werde ich den Rest meines Lebens beschäftigt sein, hehe.

Ok, ich gebe zu. Schuld ist evtl. ein ungünstig gewähltes Wort. Vielleicht wäre es besser, von Verantwortung zu sprechen. Ich halte nichts davon, jedes "Nicht-Gelingen" alleine der Kontrolliererei zuzuschreiben. Sie ist der Grund dafür, warum einiges schief läuft. Aber nur scheinbar, denn es ist ja nicht so als wäre ich machtlos. Hätte ich vor 1-2 Jahren schon die Reißleine gezogen, wäre die Wahrscheinlichkeit eines "Happy Ends" größer - habe ich aber nicht. Da hätte ich eben besser auf mich achten müssen. Aber ich bin nunmal ein Typ, der a) sich erst auf den letzten Drücker bewegt und b) nach dem Motto lebt "kam einfach so, wird auch einfach so wieder gehen" 😀

Aber: abhaken. Daran kann ich nichts mehr ändern. Meine zukünftiges Leben ist noch länger als mein bisheriges (wenn nun nicht gerade irgendwas dummes passiert 😀) also gibts noch gaaaaaaaanz viel Zeit, es so hinzurichten, wie ICH will. 🙂

Ich wünsch dir nen schööööööööööönen Urlaub 🙂
 
Hi Brummi, 🙂

Hier mein Roman para tu:

Wie? Du hast schon wieder Urlaub? Aber du warst doch erst bei den Griechen. Aber trotzdem schön, dass du frei hast. Urlaub ist immer gut, hehe.

Ich war dieses Jahr sogar schon 2 Mal bei den Griechen, am liebsten würde ich ja da bleiben, aber die können nicht so gut mit dem Geld umgehen und daher einige Probleme…😱

Aber wer kann heute schon noch mit Geld umgehen? Na, vielleicht wird´s ja bald sowieso abgeschafft, mal gucken. Dann haben wir wieder eine Gesellschaft in der mit Naturalien bezahlt wird oder mit Dienstleistungen. Ich weiß schon, was ich dann mache - professioneller Eisenbieger oder Klugscheißer vom Dienst!

Ich weiß schon, warum mich dieses spezielle Thema aufregt, wenn Person X es anspricht: Weil ich immer nur sagen kann "es gibt noch nichts neues" und ich somit jedes mal wieder mit der Nase draufgestubst werde, dass ich nichts auf die Reihe kriege. Für mein Unvermögen kann Person X natürlich nichts, das ist schon meine eigene Schuld. Aber es setzt mich unter Druck, wenn ich immer und immer wieder darauf angesprochen werde. Deswegen habe ich eben darum gebeten, das Thema ruhen zu lassen und auch darauf hingewiesen, dass ich Bescheid gebe, sobald es etwas neues gibt.

Schon wieder diese „Schuld“…🙄

Ich denke du hast sehr gut beschrieben was dich stört und nervt. Dass du eben noch nicht so weit bist, wie du gerne sein würdest und Person X erinnert dich eben immer daran - und das fuchst dich, macht dir bewusst dass du noch einen gewissen Weg vor dir hast. Aber…wo steht geschrieben dass du dich unter Druck gesetzt fühlen musst? Was hindert dich daran, die Kommentare nicht so zu empfinden, sie von dir abprallen zu lassen und dich in Gelassenheit zu üben?

Unabhängig davon, dass ich selbst Schuld daran bin, dass ich nichts auf die Reihe kriege, denke ich darf ich dennoch darum bitten, mich damit nicht weiter zu "nerven". Das Thema, worum es geht, betrifft nämlich ausschließlich mich. Ich schade niemandem außer mir. Natürlich wollen bestimmte Menschen "nur das beste" für mich, aber gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. In dem Fall komme ich besser voran, wenn es ganz einfach meine Sache bleibt. Das wird aber eben nicht akzeptiert.

Und schon wieder diese „Schuld“…🙄

Mhmmm…ja, sicher meint Person X es nur gut und will dich vielleicht sogar nur motivieren, das du weiter an deiner Problematik arbeitest. Also wenn deine Kommentare diesbezüglich nichts geändert haben, schreib der Person einen Brief. Und wenn dann doch noch Kommentare kommen sollten, kannst du dir immer noch überlegen, wie du mit der Person umgehen willst.

Im Grunde ärgere ich mich also zum einen darüber, dass mir durch das permanente Ansprechen des Themas immer wieder bewusst wird, was für ein Versager ich bin (in dieser Hinsicht wohlgemerkt, nicht allgemein) und zum anderen darüber, dass meine Wünsche (es eben nicht mehr anzusprechen, obwohl ich sogar erklärt habe, warum ich darüber nicht sprechen will) einfach ignoriert werden.

Wenn du also endlich aufhören würdest, dich diesbezüglich als „Versager“ zu bezeichnen und zu empfinden, würden dich auch die Kommentare von Person X nicht mehr treffen, oder? Denn dann wären sie dir scheißegal und du würdest sie als das zur Kenntnis nehmen, was sie im ursprünglichen Sinn sind -Schallwellen.

Also wäre es ein guter Weg, wenn du aufhören würdest, dich so zu empfinden - was macht denn für dich einen waschechten Versager aus? Beschreib doch mal - und dann gucken wir, ob du dieser Beschreibung gerecht wirst.

Einfluss habe ich aber nur auf Punkt 1 (versagen) - ich kann aber Person X eben nicht ändern. Wenn sie meine Wünsche nicht respektiert, ärgere ich mich eben, ganz unabhängig davon, um welches Thema es geht. Sämtliche Erklärungen und ruhige Gesprächsversuche sind gescheitert, es wird immer wieder au diesem Thema rumgehackt. Bleibt also: rechtzeitig auflegen oder zu spät auflegen und dann fluchen wie ein Rohrspatz.

Zumindest hast du erkannt dass es ein nicht besonders förderlich ist, sich als Versager zu sehen. Und nein, auf andere Menschen hast du kaum bzw. gar keinen Einfluss. Nur, wie du auf sie reagierst und ob bzw. welche Macht du ihnen über dich gibst. Wenn du es schaffst, dir den Versager auszureden und dich selbst stärkst. Die die Person aber immer noch doof kommt (obwohl sie es ja vielleicht wirklich nur gut meint auf ihre Art, würde ich mir überlegen ob und was mir diese Beziehung zu ihr bringt. Wenn sie mir mehr schadet als nützt…aber es wird doch nicht gleich deine Mutter sein, oder?

So, also gestern und heute war ich bislang auch brav. Klappt gerade ganz gut. Ich frage mich nur, wann dieses Gefühl weggeht. Es heißt immer, dass es wie bei Ängsten ist: muss man aushalten und dann merkt man, dass es besser wird. (Wenn man in nen Aufzug latscht, obwohl man Angst hat. bla, dann merkt man, dass nichts passiert und alles wird gut <-- Kurzfassung ) - So soll das bei Zwängen auch funktionieren. Ich merke davon nichts. Meine Gedanken drehen sich nur darum, ob alles in Ordnung ist. Ablenkung funktioniert kurz, doch sobald das Hirn nicht mehr beschäftigt ist bin ich genauso weit wie vorher.

Du beschreibst eine Konfrontationstherapie.
Ja, bei Ängsten hilft es, wenn man sich ihnen stellt und verinnerlicht dass das, was einen ängstigt, eigentlich völlig harmlos ist. Ich weiß aber nicht ob man diese Vorgehensweise 1🤐 auf Zwangstörungen übertragen kann. Aber die Idee mit der Beschäftigung ist sicher richtig und auch sinnvoll - du erwartest aber anscheinend eine Besserung bzw. eine Heilung in kurzer Zeit und das geht eben nicht so schnell, daher hatten wir doch auch über eine Therapie gesprochen - und den Platz bekommst du hoffentlich bald.

Eine Verhaltensweise zu ändern ist, wenn es überhaupt klappt, eine Sache die ihre Zeit braucht. Wenn du beispielsweise seit Jahren mit diesen Kontrollzwängen lebst, kannst du nicht davon ausgehen dass du sie in wenigen Wochen wieder aus deinem Köpfchen löscht. Das ist unrealistisch und bedarf langer, harter und konzentrierter Arbeit, bei der dir ein Therapeut begleitend am besten helfen kann, denke ich.

Irgendwas scheine ich falsch zu machen. Ich habe nicht vor, mein Leben lang gegen die Gedanken anzukämpfen. Zigaretten kann ich einfach in die Mülltonne werfen. Aber ich kann ja schlecht meine Schlüssel, den Geldbeutel etc. aus dem Fenster schmeißen. Dabei klappt "Aus den Augen, aus dem Sinn" bei mir ganz gut. Sind keine Kippen da, ists ok. Blöd, dass man nicht ohne Geld etc. leben kann. (Vielleicht sollte ich in den Wald ziehen, im Gepäck nur ein Zelt, zu essen gibts Früchte, Problem gelöst *hehe)

Zigaretten sind Dreck und gehören ja auch in den Müll. 😎

Den Rest verstehe ich jetzt nicht ganz, was möchtest du mir damit sagen? Stehe gerade etwas auf dem Schlauch.

Hast du irgendwas vor im Urlaub?

Ausruhen, Musik hören, Musik machen, lesen, versuchen, Brummbärchi ein wenig zu helfen, etc.

Ich brauche keinen Jodelunterricht, ich bin die Jodelqueen - aber mit den Stiegelützen werde ich den Rest meines Lebens beschäftigt sein, hehe.

Jetzt, wo du doch nicht mehr rauchst, traue ich dir tatsächlich zu, eine Jodelqueen zu sein.😀

Keine einzige Stiegelütze? Also schlapp auch noch…tststs…wo soll das denn noch hinführen mit dir? 🙄

Ok, ich gebe zu. Schuld ist evtl. ein ungünstig gewähltes Wort. Vielleicht wäre es besser, von Verantwortung zu sprechen. Ich halte nichts davon, jedes "Nicht-Gelingen" alleine der Kontrolliererei zuzuschreiben. Sie ist der Grund dafür, warum einiges schief läuft.

Und ich halte nichts von dem Wort „Schuld“, weil es einen freien Willen voraussetzt. Denkst du, du hast einen freien Willen wenn deine Kontrolliererei dich zu bestimmten. automatischen Handlungsabläufen zwingt, die du erst dann bemerkst, wenn du schon längst dabei bist? Glaub mir, ich kenne da auch was von, sonst würde ich nicht mit dir schreiben, oder?

Und ja, die Verantwortung für dich trägst du selber und das tust du ja auch, indem du hier schreibst, dich somit um Hilfe bemüht hast, dich jetzt um einen Therapieplatz kümmerst, nach Möglichkeiten übst, dir deine Handlungen bewusst zu werden und dich zu verstehen, etc. Ist das nichts? Und wenn du „Schuld“ verwenden möchtest, dann ändre es ab in „Ich bin es mir schuldig, dass es mir jeden Tag ein bisschen besser geht!“

Aber nur scheinbar, denn es ist ja nicht so als wäre ich machtlos. Hätte ich vor 1-2 Jahren schon die Reißleine gezogen, wäre die Wahrscheinlichkeit eines "Happy Ends" größer - habe ich aber nicht. Da hätte ich eben besser auf mich achten müssen. Aber ich bin nunmal ein Typ, der a) sich erst auf den letzten Drücker bewegt und b) nach dem Motto lebt "kam einfach so, wird auch einfach so wieder gehen"

Das kannst du nicht wissen, du vermutest es nur. Du denkst, wenn du vor 1-2 Jahren die Reißleine gezogen hättest, wärst du heute „geheilt“? Woher willst du das wissen? Vielleicht wärst du heute tatsächlich einen Schritt weiter, aber ob du schon durch wärst? Vielleicht ist man ja auch nie durch mit dem Üben? Wer weiß? Oder es wären im Laufe der Zeit ganz andere Dinge passiert, die dich wieder vom Weg des Übens abgebracht hätten? Es gibt nicht immer nur 2 Alternativen.

Abgesehen davon - Menschen werden meist erst dann aktiv und sich ihrer Probleme bewusst, wenn der Leidensdruck kaum noch auszuhalten ist und wenn dein Leidensdruck vor 1-2 Jahren noch nicht so schlimm gewesen ist, hattest du auch keinen Anlass, irgendeine Form von Hilfe zu suchen und etwas bewegen zu wollen. Right?

Machtlos bist du sicher nicht, du bist aktiv geworden und nur das zählt. Denn wer nichts unternimmt, bei dem ändert sich wohl ehr am Allerwenigsten etwas zum Besseren.

Aber: abhaken. Daran kann ich nichts mehr ändern. Meine zukünftiges Leben ist noch länger als mein bisheriges (wenn nun nicht gerade irgendwas dummes passiert ) also gibts noch gaaaaaaaanz viel Zeit, es so hinzurichten, wie ICH will.

Du solltest vor allem mehr Geduld mit dir haben und mehr Verständnis für dich aufbringen. Das ist ganz wichtig, denke ich, denn jedes Mal, wenn du dich selbst an der Nase ziehst, wenn etwas nicht so gelungen ist wie du es dir vorgenommen hast, gehst du zu Unrecht zu schlecht mit dir um.

Dir ein schönes Wochenende und bis die Tage! 🙂
Liebe Grüße vom Doc.
 
juhuuu Doktorchen 🙂

Hi Brummi,

Hier mein Roman para tu:



Ich war dieses Jahr sogar schon 2 Mal bei den Griechen, am liebsten würde ich ja da bleiben, aber die können nicht so gut mit dem Geld umgehen und daher einige Probleme…

Aber wer kann heute schon noch mit Geld umgehen? Na, vielleicht wird´s ja bald sowieso abgeschafft, mal gucken. Dann haben wir wieder eine Gesellschaft in der mit Naturalien bezahlt wird oder mit Dienstleistungen. Ich weiß schon, was ich dann mache - professioneller Eisenbieger oder Klugscheißer vom Dienst!

Geld abschaffen? Klingt gut, hab eh nie eins hehe. Mach du mal den Eisenbieger, den Klugscheißerjob brauch ich dann!

Ich hoffe, dein Urlaub ist schön?


Schon wieder diese „Schuld“…

Ich denke du hast sehr gut beschrieben was dich stört und nervt. Dass du eben noch nicht so weit bist, wie du gerne sein würdest und Person X erinnert dich eben immer daran - und das fuchst dich, macht dir bewusst dass du noch einen gewissen Weg vor dir hast. Aber…wo steht geschrieben dass du dich unter Druck gesetzt fühlen musst? Was hindert dich daran, die Kommentare nicht so zu empfinden, sie von dir abprallen zu lassen und dich in Gelassenheit zu üben?

in Gelassenheit üben ist nicht sooooo leicht. Ich bin eigentlich nie gelassen, hehe. Hm, außer, wenn ich getrunken habe, aber das gilt nicht, hehe.

Ich *muss* mich natürlich nicht unter Druck gesetzt fühlen, aber da diese Person ja im Grunde recht hat, tut es das trotzdem. Hätte ich keinen realen Druck könnte ich sicher darüber grinsen, aber dummerweise gibt es diesen Druck ja, ganz unabhängig davon, was diese Person sagt. Eigentlich sind ihre Kommentare nur der berühmte Tropfen.

Wenn du also endlich aufhören würdest, dich diesbezüglich als „Versager“ zu bezeichnen und zu empfinden, würden dich auch die Kommentare von Person X nicht mehr treffen, oder? Denn dann wären sie dir scheißegal und du würdest sie als das zur Kenntnis nehmen, was sie im ursprünglichen Sinn sind -Schallwellen.

Also wäre es ein guter Weg, wenn du aufhören würdest, dich so zu empfinden - was macht denn für dich einen waschechten Versager aus? Beschreib doch mal - und dann gucken wir, ob du dieser Beschreibung gerecht wirst.

Natürlich würden mich dann ihre Kommentare nicht mehr treffen. Ich hatte z.B. damals in meinem Abitur in Mathematik eine schöööne 6+ mit nach Hause gebracht. 😀 Hatte vorher Nachhilfe durch eine Freundin, wusste, wie es funktioniert, saß dann in der Prüfung und hätte vermutlich nicht mal mehr 1+1 hingekriegt, Totalaussetzer. Ich war ein Häufchen Elend, den Tränen nahe, habe das Ergebnis nach Hause gebracht und stocherte im Teller herum. Meine Schwester baute mich auf, meine Mutter verhielt sich normal - es war ja schließlich keine Neuigkeit, dass ich eine Mathe-Niete bin 😀 - Nur mein Vater, Person X, konnte sich natürlich nicht zurückhalten und kommentierte mein "Versagen" mit "hättest dich ja zumindest ein bisschen anstrengen können" - herzlichen Dank. Ich war zwar enttäuscht, da er genauso wie alle anderen wusste, wie lange ich gelernt habe, fühlte mich aber dennoch nicht als "Versager". Es ging eben an diesem Prüfungstag einfach nicht besser, fertig.

Jetzt sieht es aber eben anders aus, weil ich genau wüsste, was zu tun ist, um das bestmögliche rauszuholen, aber immer wieder auf die Schnauze fliege und dann, statt aufzustehen, erstmal sitzen bleibe und blöd gucke. 😀 - Es ist momentan eben einfach nicht das Maximum, ich bin zu passiv und statt zu retten, was zu retten ist, konzentriere ich mich auf die Dinge, die gut funktionieren. Nicht gerade sehr klug. *pfeif*


Zumindest hast du erkannt dass es ein nicht besonders förderlich ist, sich als Versager zu sehen. Und nein, auf andere Menschen hast du kaum bzw. gar keinen Einfluss. Nur, wie du auf sie reagierst und ob bzw. welche Macht du ihnen über dich gibst. Wenn du es schaffst, dir den Versager auszureden und dich selbst stärkst. Die die Person aber immer noch doof kommt (obwohl sie es ja vielleicht wirklich nur gut meint auf ihre Art, würde ich mir überlegen ob und was mir diese Beziehung zu ihr bringt. Wenn sie mir mehr schadet als nützt…aber es wird doch nicht gleich deine Mutter sein, oder?

Nein, diese Person ist mein Vater - machts nun auch nicht einfacher, gelle. 😀

Klar, den Versager sollte ich mir ausreden. Das weiß ich, aber gut, das geht nicht von heute auf morgen. Ich war immer das ähh, Sorgenkind. 🙄 - und im Grunde "erwartet" man von mir schon gar nichts anderes mehr als zu versagen. Uhhh, klingt fies, gelle. Soll aber gar nicht sooo negativ klingen. Meine Geschwister waren insgesamt pflegeleicht und haben relativ problemlos erreicht, was meine Eltern sich "gewünscht" haben. Ich nicht, aaaaaaber: dafür hatte ich eine geile Jugend 😀


Du beschreibst eine Konfrontationstherapie.
Ja, bei Ängsten hilft es, wenn man sich ihnen stellt und verinnerlicht dass das, was einen ängstigt, eigentlich völlig harmlos ist. Ich weiß aber nicht ob man diese Vorgehensweise 1🤐 auf Zwangstörungen übertragen kann. Aber die Idee mit der Beschäftigung ist sicher richtig und auch sinnvoll - du erwartest aber anscheinend eine Besserung bzw. eine Heilung in kurzer Zeit und das geht eben nicht so schnell, daher hatten wir doch auch über eine Therapie gesprochen - und den Platz bekommst du hoffentlich bald.

Eine Verhaltensweise zu ändern ist, wenn es überhaupt klappt, eine Sache die ihre Zeit braucht. Wenn du beispielsweise seit Jahren mit diesen Kontrollzwängen lebst, kannst du nicht davon ausgehen dass du sie in wenigen Wochen wieder aus deinem Köpfchen löscht. Das ist unrealistisch und bedarf langer, harter und konzentrierter Arbeit, bei der dir ein Therapeut begleitend am besten helfen kann, denke ich.

ja, also Geduld ist nicht soooo meine Stärke.Ich hab ganz einfach keine Zeit zum geduldig sein 😀 - aber... das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Wenn man nämlich zu geduldig ist, kann es auch leicht passieren, dass man keinen Millimeter weiterkommt. Na gut, so n Zwischending wäre natürlich das sinnvollste. Momentan bleibt mir sowieso nichts anderes übrig..


Den Rest verstehe ich jetzt nicht ganz, was möchtest du mir damit sagen? Stehe gerade etwas auf dem Schlauch.

nichts bestimmtes. Dass ich kein Problem hätte, wenn es keine Geldbeutel, Schlüssel, Herdplatten etc. mehr gäbe. Aber ist natürlich etwas kurz gedacht

Keine einzige Stiegelütze? Also schlapp auch noch…tststs…wo soll das denn noch hinführen mit dir?

Ich bin a Frau! Ich brauch keine Muskeln, nur einen starken Mann, der die körperliche Arbeit für mich übernimmt :daumen: (jajaaaa, ich machs mir einfach, gelle, tralla)

Und ich halte nichts von dem Wort „Schuld“, weil es einen freien Willen voraussetzt. Denkst du, du hast einen freien Willen wenn deine Kontrolliererei dich zu bestimmten. automatischen Handlungsabläufen zwingt, die du erst dann bemerkst, wenn du schon längst dabei bist? Glaub mir, ich kenne da auch was von, sonst würde ich nicht mit dir schreiben, oder?

Und ja, die Verantwortung für dich trägst du selber und das tust du ja auch, indem du hier schreibst, dich somit um Hilfe bemüht hast, dich jetzt um einen Therapieplatz kümmerst, nach Möglichkeiten übst, dir deine Handlungen bewusst zu werden und dich zu verstehen, etc. Ist das nichts? Und wenn du „Schuld“ verwenden möchtest, dann ändre es ab in „Ich bin es mir schuldig, dass es mir jeden Tag ein bisschen besser geht!“

Echt? Was kennst du davon?

Du hast natürlich Recht mit allem. Hach, wenn man seine Einstellung etwas einfacher ändern könnte.. Dabei kann ich ja eigentlich schon zufrieden sein. Ich hab meinen Arbeitsplatz noch und brauch zumindest da nicht mehr sooo lange zum kontrollieren. Ich kann an manchen Tagen aus dem Haus und einfach das genießen, was ich früher so geliebt habe. Eigentlich kann ich mich gar nicht beschweren. Ich ärgere mich wohl einfach nur, dass ich gerade nicht "mehr" machen kann und nach einem "auf die Schnauze fallen" teilweise sitzen bleiben *muss*, weil mir keiner sagt, wie ich aufstehen kann. 😀


Das kannst du nicht wissen, du vermutest es nur. Du denkst, wenn du vor 1-2 Jahren die Reißleine gezogen hättest, wärst du heute „geheilt“? Woher willst du das wissen? Vielleicht wärst du heute tatsächlich einen Schritt weiter, aber ob du schon durch wärst? Vielleicht ist man ja auch nie durch mit dem Üben? Wer weiß? Oder es wären im Laufe der Zeit ganz andere Dinge passiert, die dich wieder vom Weg des Übens abgebracht hätten? Es gibt nicht immer nur 2 Alternativen.

Abgesehen davon - Menschen werden meist erst dann aktiv und sich ihrer Probleme bewusst, wenn der Leidensdruck kaum noch auszuhalten ist und wenn dein Leidensdruck vor 1-2 Jahren noch nicht so schlimm gewesen ist, hattest du auch keinen Anlass, irgendeine Form von Hilfe zu suchen und etwas bewegen zu wollen. Right?

jaa, das ist ja das Problem. Der Mensch ist in dieser Hinsicht nicht sonderlich klug, oder? Wobei... der Löwe geht auch erst auf Futtersuche, wenn er Kohldampf hat oder?

Hach, eigentlich nervt es mich ja selbst, mich selbst zu "beschimpfen". Bringt ja auch nichts, passiert ist passiert. - Danke für deine Geduld, gib mir doch bei Gelegenheit was davon ab. .. wobei... nein, behalte sie lieber, du wirst sie noch brauchen *hehe*

Insgesamt war die letzte Woche ganz cool! Hatte zwar gestern ein kleines Tief, aber es ist nun wieder gut. Bin zur Zeit einfach nicht wirklich belastbar. Ist zwar ein bisschen fies, aber momentan bin ich am besten bedient, wenn ich hauptsächlich an mich denke. Normalerweise bin ich der ideale Trostspender, aber zur Zeit will ich gar keine fremden Probleme hören.

Ich hatte gestern ein Tief und war seeehr antriebs- und hoffnungslos. Hatte das Bedürfnis, mich mal "auszuheulen" und wollte mit einer Freundin sprechen, mit der ich ohnehin verabredet war. Sie hatte mir am Tisch eine halbe Stunde vorher noch gesagt, wie gut es ihr geht und so dachte ich... super, die kann dich ablenken! Denkste, auf die ersten 2 Sätze, die ich sprach, erwiderte sie "So gehts mir heute auch!" und fing an, mir ihre Wetterfühligkeit zum geschätzten hundertsten Mal zu erklären. Ich wies sie dann darauf hin, dass sie doch gerade noch sagte, wie gut es ihr ginge, es mir leid täte, wenn es doch nicht so ist, ich aber aufgrund meiner eigenen Stimmung heute keine Hilfe diesbezüglich sein kann. Das hielt sie aber nicht davon ab, mir weiterhin ihr Leid zu klagen. Ich habe es dieses Mal ganz einfach ignoriert. Und heute geht es mir wieder sehr gut. Ich konnte mich zwar nicht ausheulen, habe aber gemerkt, dass ich das gar nicht brauche. Ich brauche nur momentan keine zusätzlichen Probleme anderer.

Ich wünsch dir ein schöööööönes Wochenende!
 
Hallo Doktorchen,

da bin ich schon wieder. Und ja, schon wieder gibt es nur scheiß Nachrichten. Mein Vorgesetzter hat mir gestern gesteckt, dass der neue Chef meine Stelle streichen wird.

Ich fühle mich so scheiße. Ich liebe meinen Job und ich brauche ihn doch auch.

Er hat mir aus einigen Löchern geholfen. Ich bin gut in dem, was ich tue. Meine Arbeit ist mein Leben - ich mag den Job, er hat immer dazu beigetragen, dass es mir besser ging. Ich kann im Betrieb nicht einfach ersetzt werden, sie haben mich gebraucht, weil sonst keiner meine Aufgaben übernehmen konnte. Nach jahrelanger guter Arbeit kommt jetzt jemand und drückt den "unwichtig"-Stempel drauf, streicht meine Aufgaben und sortiert mich aus.

Ich bin einfach nur leer und traurig. Ich dachte gestern, dass es mir heute besser gehen wird, aber ich könnte immer noch ohne Pause heulen. Es ist für mich nicht einfach nur ein Job. Das war mein Job, meine Aufgabe, mein natürliches Antidepressivum, mein Rest Aufrechterhaltung eines "normalen" Lebens, meine tollen Kollegen, mein super Vorgesetzter.

Sicher war es nicht gut, dass meine Arbeit fast das einzige ist, das mir immer wieder Kraft gibt, aber sie war für meine Situation perfekt. Sie war dazu ein absoluter Glücksgriff und ich werde kein zweites Mal an sowas kommen, alleine schon deswegen, weil hier in der Umgebung ein Betrieb mit diesem Aufgabenbereich nicht existiert.

Naja, habe es erst gestern erfahren, vielleicht ist es in ein paar Tagen "besser".

Liebe Grüße
 
Hallo Brummi,

ich komme ja mit dem schreiben kaum hinterher....😉

es tut mir sehr leid dass du deinen Job verloren hast – warum wurde deine Stelle denn einfach so gestrichen? Lässt sich da über deinen Vorgesetzten, zu dem du doch einen guten Draht zu haben scheinst, etwas machen?

Das ist schlimm, gerade in deiner Situation...jetzt hoffe ich dass du nicht deine Ängste durch Kontrollierei kompensierst, sondern dich möglichst schnell um etwas Neues bemühst. Und ob es in deiner nahen Umgebung nicht doch nicht einen so perfekten zweiten Job gibt, kannst du nicht wirklich wissen, oder kennst du alle Betriebe? Ich verstehe deinen Verlust und deine Sorgen, aber mal nicht schwarz – wer weiß, was sich wie schnell ergibt? Jetzt heißt es für dich – aktiv werden und die Augen nach etwas Neuem aufhalten! Guckst du:

www.stepstone.de
www.monster.de
www.arbeitamt.de
www.jobboerse.de
www.jobpilot.de
www.jobscout24.de

In welcher Branche und mit welcher Tätigkeit warst du denn genau beschäftigt?
Mhmmm...ich füge anbei noch meine Antwort auf deinen vorigen Post bei, auch wenn es jetzt etwas unpassend erscheinen mag...😱

Geld abschaffen? Klingt gut, hab eh nie eins hehe. Mach du mal den Eisenbieger, den Klugscheißerjob brauch ich dann!

Wieso hast du angeblich nie Geld? Ich meine, du rauchst doch, trinkst anscheinend gerne mal einen, wie schaffst du das, wenn du angeblich nie Geld hast, hä? 😉

Ich hoffe, dein Urlaub ist schön?

Der Urlaub WAR schön...aber zu kurz, wie immer. 😛

in Gelassenheit üben ist nicht sooooo leicht. Ich bin eigentlich nie gelassen, hehe. Hm, außer, wenn ich getrunken habe, aber das gilt nicht, hehe.

Ja, dass es dir an Gelassenheit fehlt, merkt man.
Das spürt man schon wenn man doch liest, wirkst immer etwas aufgekratzt und unruhig. Willst du denn überhaupt etwas daran ändern oder ist das für dich ok so?

Ich *muss* mich natürlich nicht unter Druck gesetzt fühlen, aber da diese Person ja im Grunde recht hat, tut es das trotzdem. Hätte ich keinen realen Druck könnte ich sicher darüber grinsen, aber dummerweise gibt es diesen Druck ja, ganz unabhängig davon, was diese Person sagt. Eigentlich sind ihre Kommentare nur der berühmte Tropfen.

Die Kommentare deines Vaters erinnern dich eben daran, womit du dich herumplagst und was dir zu schaffen macht. Und weil du vielleicht noch nicht so weit bist wie du es gerne wärst, fuchst dich das; die Kommentare erinnern dich an deine Bausstellen. So zumindest würde ich das deuten.

Natürlich würden mich dann ihre Kommentare nicht mehr treffen. Ich hatte z.B. damals in meinem Abitur in Mathematik eine schöööne 6+ mit nach Hause gebracht. Hatte vorher Nachhilfe durch eine Freundin, wusste, wie es funktioniert, saß dann in der Prüfung und hätte vermutlich nicht mal mehr 1+1 hingekriegt, Totalaussetzer. Ich war ein Häufchen Elend, den Tränen nahe, habe das Ergebnis nach Hause gebracht und stocherte im Teller herum. Meine Schwester baute mich auf, meine Mutter verhielt sich normal - es war ja schließlich keine Neuigkeit, dass ich eine Mathe-Niete bin - Nur mein Vater, Person X, konnte sich natürlich nicht zurückhalten und kommentierte mein "Versagen" mit "hättest dich ja zumindest ein bisschen anstrengen können" - herzlichen Dank. Ich war zwar enttäuscht, da er genauso wie alle anderen wusste, wie lange ich gelernt habe, fühlte mich aber dennoch nicht als "Versager". Es ging eben an diesem Prüfungstag einfach nicht besser, fertig.

Und genauso könntest du eigentlich bei allen Dingen denken, wenn dir etwas nicht gelingt. An dem Prüfungstag warst du eben zu mehr nicht in der Lage, Blackout, etc. Das passiert oft, gerade in solchen Situationen bzw. wenn man sich vorgenommen hat, etwas besonders gut zu machen.

Und dein Vater...nun, er hat eben so reagiert wie es anscheinend seine Art war und sie auch heute noch ist. Vielleicht ist das seine Art zu zeigen, dass er sich um dich sorgt bzw. dich zu motivieren – aber vielleicht deute ich ihn auch zu wohlwollend und er besitzt schlichtweg kein Einfühlungsvermögen. Solche Leute soll´s auch geben.

Jetzt sieht es aber eben anders aus, weil ich genau wüsste, was zu tun ist, um das bestmögliche rauszuholen, aber immer wieder auf die Schnauze fliege und dann, statt aufzustehen, erstmal sitzen bleibe und blöd gucke. Es ist momentan eben einfach nicht das Maximum, ich bin zu passiv und statt zu retten, was zu retten ist, konzentriere ich mich auf die Dinge, die gut funktionieren. Nicht gerade sehr klug. *pfeif*

Schuster bleibt bei seinen Leisten...da siehst du, wie schwer es ist, altbewährtes Verhalten zu ändern, auch wenn man weiß dass dieses Verhalten schlecht für einen ist. Da lenkt man sich auch schon mal ab oder beschränkt seine Tätigkeiten auf das, was einem am sichersten erscheint.

Zu wissen, was am Besten für einen ist bedeutet eben nicht dass man auch danach handeln kann, es dauert, bis sich Erkenntnisse im Gefühlsleben festsetzen. Also auch hier. Üben und Geduld haben.

Nein, diese Person ist mein Vater - machts nun auch nicht einfacher, gelle.

Man sagt, Männer seien pflegeleichter...😀

ja, also Geduld ist nicht soooo meine Stärke.Ich hab ganz einfach keine Zeit zum geduldig sein - aber... das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Wenn man nämlich zu geduldig ist, kann es auch leicht passieren, dass man keinen Millimeter weiterkommt. Na gut, so n Zwischending wäre natürlich das sinnvollste. Momentan bleibt mir sowieso nichts anderes übrig..

Wer geduldig ist, nimmt sich Zeit für sich selbst, behandelt sich gut und nimmt sich ebenso Zeit für seine Entwicklung.

Und Zeit haben wir alle die gleiche – 24 Std. Ist eben nur die Frage wie man sie sich einteilt und wie man mit dieser Zeit umgeht, gell? Und zu deinem Thema: Je weniger Zeit man mit Kontrolletti verschleudert, desto mehr Zeit hat man für wichtige Dinge, die man wirklich tun will. Vielleicht motiviert dich das ein bisschen...

Echt? Was kennst du davon?

Och, zum Teil so Denkzwänge, innere Unruhe und so – aber solchen Dingen begegnet man eben auch besser mit Geduld und Einfühlungsvermögen anstatt mit dem Vorschlaghammer.

Hach, eigentlich nervt es mich ja selbst, mich selbst zu "beschimpfen". Bringt ja auch nichts, passiert ist passiert. - Danke für deine Geduld, gib mir doch bei Gelegenheit was davon ab. .. wobei... nein, behalte sie lieber, du wirst sie noch brauchen *hehe*

Wenn es dich nervt, was hindert dich daran, damit aufzuhören?

Ja, noch hab ich Geduld, mal schauen wie lange der Admin uns hier noch schreiben lässt. Und wenn er mal den Stecker zieht, schreiben wir eben per PN weiter. 😛

Jetzt guck dir mal die Seiten an die ich dir gepostet habe und schau ob du da etwas findest. Und hau noch mal deinen Vorgesetzten an, vielleicht lässt sich ja doch noch etwas korrigieren. Und gerate nicht in Panik, bleib möglichst gelassen und mal nicht den Teufel an die Wand. 😉

Liebe Grüße vom Rock
 
Hallo Doktorchen,

da bin ich mal wieder.

Mit Rumheulen bin ich (zumindest momentan) fertig. In der Arbeit geht es drunter und drüber. Kann nicht allzuviel dazu sagen, aber unser so gut funktionierendes Team scheint sich aufzulösen. Schade, dass innerhalb kurzer Zeit das kaputt gemacht wird, was wir aufgebaut haben, aber gut. Wir haben halt nichts zu sagen.

danke jedenfalls für deine Links. Jetzt gehts mir wieder besser und so kann ich mich langsam mal durch die verschiedenen Stellenangebote wühlen.

Zum Thema aufgekratzt-sein - das finde ich nicht so schlimm. Sicher wäre es manchmal nett, wenn ich "gelassener" wäre, aber ich kann gut damit leben. 😉

Mit dem Selbstbeschimpfen hab ich momentan übrigens auch mal wieder aufgehört, höhö. Es ist nicht so einfach, das einfach zu lassen. Ich steh ja nicht morgens auf und sag mir "och, heute könntest du dich doch mal wieder niedermachen" 😀 - manchmal is das Köpfle einfach merkwürdig.

Nachdem jetzt Oktober ist, rufe ich morgen oder Freitag wiedermal beim Therapeuten an. Er hat ja gesagt, ich kanns im Oktober wieder versuchen, hehe.

Momentan bin ich ganz zufrieden wie es läuft.

Wie geht es dir Doktorchen? 🙂
 
Hi Brummi, 🙂

warum löst sich euer Team denn auf? Will der Oberboss euren Laden auf den Kopf stellen oder wie läuft das bei euch? Hast du denn nun schon begonnen dich mit den Links ein wenig zu beschäftigen? Ich weiß ja jetzt nicht in welcher Branche du tätig bist und was du machst, aber ich hoffe du findest schnell etwas Passendes! Bei Stepstone kann man sowohl nach Regionen als auch nach Berufsfeldern sortieren und suchen. Nur Mut!

Ist aufgekratzt sein nicht sehr anstrengend? Kostet das nicht viel Energie? Also, ich war früher auch hibbeliger als heute und jeden Abend kaputt wie ein Elch. Gelassenheit verlängert das Leben, heißt es...

Was die Selbstbeschimpfung angeht, man driftet sicher schnell wieder in die alte Gewohnheit ab. Vielleicht wäre eine Umformulierung sowieso besser; also nicht sagen, was man nicht will sondern was man anstatt dessen will. Also anstatt: „Heute nehme ich mir vor, mich nicht mehr zu beschimpfen!“ lieber: „Ab heute behandle ich mich verständnisvoller und umsichtiger!“ 🙂

Und dem Therapeuten rennst du immer noch hinterher? Lass ja nicht locker! Denk daran, du tust es ja für dich!

Bei mir gibt´s nicht viel neues, schaue gerade ob ich noch mal einen Anlauf für ein Fernstudium versuche oder so, mal gucken.

Einen lieben Bärengruß! 😛
Doc.
 

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