juhuuu Doktorchen
🙂
Hi Brummi,
Hier mein Roman para tu:
Ich war dieses Jahr sogar schon 2 Mal bei den Griechen, am liebsten würde ich ja da bleiben, aber die können nicht so gut mit dem Geld umgehen und daher einige Probleme…
Aber wer kann heute schon noch mit Geld umgehen? Na, vielleicht wird´s ja bald sowieso abgeschafft, mal gucken. Dann haben wir wieder eine Gesellschaft in der mit Naturalien bezahlt wird oder mit Dienstleistungen. Ich weiß schon, was ich dann mache - professioneller Eisenbieger oder Klugscheißer vom Dienst!
Geld abschaffen? Klingt gut, hab eh nie eins hehe. Mach du mal den Eisenbieger, den Klugscheißerjob brauch ich dann!
Ich hoffe, dein Urlaub ist schön?
Schon wieder diese „Schuld“…
Ich denke du hast sehr gut beschrieben was dich stört und nervt. Dass du eben noch nicht so weit bist, wie du gerne sein würdest und Person X erinnert dich eben immer daran - und das fuchst dich, macht dir bewusst dass du noch einen gewissen Weg vor dir hast. Aber…wo steht geschrieben dass du dich unter Druck gesetzt fühlen musst? Was hindert dich daran, die Kommentare nicht so zu empfinden, sie von dir abprallen zu lassen und dich in Gelassenheit zu üben?
in Gelassenheit üben ist nicht sooooo leicht. Ich bin eigentlich nie gelassen, hehe. Hm, außer, wenn ich getrunken habe, aber das gilt nicht, hehe.
Ich *muss* mich natürlich nicht unter Druck gesetzt fühlen, aber da diese Person ja im Grunde recht hat, tut es das trotzdem. Hätte ich keinen realen Druck könnte ich sicher darüber grinsen, aber dummerweise gibt es diesen Druck ja, ganz unabhängig davon, was diese Person sagt. Eigentlich sind ihre Kommentare nur der berühmte Tropfen.
Wenn du also endlich aufhören würdest, dich diesbezüglich als „Versager“ zu bezeichnen und zu empfinden, würden dich auch die Kommentare von Person X nicht mehr treffen, oder? Denn dann wären sie dir scheißegal und du würdest sie als das zur Kenntnis nehmen, was sie im ursprünglichen Sinn sind -Schallwellen.
Also wäre es ein guter Weg, wenn du aufhören würdest, dich so zu empfinden - was macht denn für dich einen waschechten Versager aus? Beschreib doch mal - und dann gucken wir, ob du dieser Beschreibung gerecht wirst.
Natürlich würden mich dann ihre Kommentare nicht mehr treffen. Ich hatte z.B. damals in meinem Abitur in Mathematik eine schöööne 6+ mit nach Hause gebracht.
😀 Hatte vorher Nachhilfe durch eine Freundin, wusste, wie es funktioniert, saß dann in der Prüfung und hätte vermutlich nicht mal mehr 1+1 hingekriegt, Totalaussetzer. Ich war ein Häufchen Elend, den Tränen nahe, habe das Ergebnis nach Hause gebracht und stocherte im Teller herum. Meine Schwester baute mich auf, meine Mutter verhielt sich normal - es war ja schließlich keine Neuigkeit, dass ich eine Mathe-Niete bin
😀 - Nur mein Vater, Person X, konnte sich natürlich nicht zurückhalten und kommentierte mein "Versagen" mit "hättest dich ja zumindest ein bisschen anstrengen können" - herzlichen Dank. Ich war zwar enttäuscht, da er genauso wie alle anderen wusste, wie lange ich gelernt habe, fühlte mich aber dennoch nicht als "Versager". Es ging eben an diesem Prüfungstag einfach nicht besser, fertig.
Jetzt sieht es aber eben anders aus, weil ich genau wüsste, was zu tun ist, um das bestmögliche rauszuholen, aber immer wieder auf die Schnauze fliege und dann, statt aufzustehen, erstmal sitzen bleibe und blöd gucke.
😀 - Es ist momentan eben einfach nicht das Maximum, ich bin zu passiv und statt zu retten, was zu retten ist, konzentriere ich mich auf die Dinge, die gut funktionieren. Nicht gerade sehr klug. *pfeif*
Zumindest hast du erkannt dass es ein nicht besonders förderlich ist, sich als Versager zu sehen. Und nein, auf andere Menschen hast du kaum bzw. gar keinen Einfluss. Nur, wie du auf sie reagierst und ob bzw. welche Macht du ihnen über dich gibst. Wenn du es schaffst, dir den Versager auszureden und dich selbst stärkst. Die die Person aber immer noch doof kommt (obwohl sie es ja vielleicht wirklich nur gut meint auf ihre Art, würde ich mir überlegen ob und was mir diese Beziehung zu ihr bringt. Wenn sie mir mehr schadet als nützt…aber es wird doch nicht gleich deine Mutter sein, oder?
Nein, diese Person ist mein Vater - machts nun auch nicht einfacher, gelle.
😀
Klar, den Versager sollte ich mir ausreden. Das weiß ich, aber gut, das geht nicht von heute auf morgen. Ich war immer das ähh, Sorgenkind.
🙄 - und im Grunde "erwartet" man von mir schon gar nichts anderes mehr als zu versagen. Uhhh, klingt fies, gelle. Soll aber gar nicht sooo negativ klingen. Meine Geschwister waren insgesamt pflegeleicht und haben relativ problemlos erreicht, was meine Eltern sich "gewünscht" haben. Ich nicht, aaaaaaber: dafür hatte
ich eine geile Jugend
😀
Du beschreibst eine Konfrontationstherapie.
Ja, bei Ängsten hilft es, wenn man sich ihnen stellt und verinnerlicht dass das, was einen ängstigt, eigentlich völlig harmlos ist. Ich weiß aber nicht ob man diese Vorgehensweise 1🤐 auf Zwangstörungen übertragen kann. Aber die Idee mit der Beschäftigung ist sicher richtig und auch sinnvoll - du erwartest aber anscheinend eine Besserung bzw. eine Heilung in kurzer Zeit und das geht eben nicht so schnell, daher hatten wir doch auch über eine Therapie gesprochen - und den Platz bekommst du hoffentlich bald.
Eine Verhaltensweise zu ändern ist, wenn es überhaupt klappt, eine Sache die ihre Zeit braucht. Wenn du beispielsweise seit Jahren mit diesen Kontrollzwängen lebst, kannst du nicht davon ausgehen dass du sie in wenigen Wochen wieder aus deinem Köpfchen löscht. Das ist unrealistisch und bedarf langer, harter und konzentrierter Arbeit, bei der dir ein Therapeut begleitend am besten helfen kann, denke ich.
ja, also Geduld ist nicht soooo meine Stärke.Ich hab ganz einfach keine Zeit zum geduldig sein
😀 - aber... das muss ja nicht unbedingt negativ sein. Wenn man nämlich zu geduldig ist, kann es auch leicht passieren, dass man keinen Millimeter weiterkommt. Na gut, so n Zwischending wäre natürlich das sinnvollste. Momentan bleibt mir sowieso nichts anderes übrig..
Den Rest verstehe ich jetzt nicht ganz, was möchtest du mir damit sagen? Stehe gerade etwas auf dem Schlauch.
nichts bestimmtes. Dass ich kein Problem hätte, wenn es keine Geldbeutel, Schlüssel, Herdplatten etc. mehr gäbe. Aber ist natürlich etwas kurz gedacht
Keine einzige Stiegelütze? Also schlapp auch noch…tststs…wo soll das denn noch hinführen mit dir?
Ich bin a Frau! Ich brauch keine Muskeln, nur einen starken Mann, der die körperliche Arbeit für mich übernimmt :daumen: (jajaaaa, ich machs mir einfach, gelle, tralla)
Und ich halte nichts von dem Wort „Schuld“, weil es einen freien Willen voraussetzt. Denkst du, du hast einen freien Willen wenn deine Kontrolliererei dich zu bestimmten. automatischen Handlungsabläufen zwingt, die du erst dann bemerkst, wenn du schon längst dabei bist? Glaub mir, ich kenne da auch was von, sonst würde ich nicht mit dir schreiben, oder?
Und ja, die Verantwortung für dich trägst du selber und das tust du ja auch, indem du hier schreibst, dich somit um Hilfe bemüht hast, dich jetzt um einen Therapieplatz kümmerst, nach Möglichkeiten übst, dir deine Handlungen bewusst zu werden und dich zu verstehen, etc. Ist das nichts? Und wenn du „Schuld“ verwenden möchtest, dann ändre es ab in „Ich bin es mir schuldig, dass es mir jeden Tag ein bisschen besser geht!“
Echt? Was kennst du davon?
Du hast natürlich Recht mit allem. Hach, wenn man seine Einstellung etwas einfacher ändern könnte.. Dabei kann ich ja eigentlich schon zufrieden sein. Ich hab meinen Arbeitsplatz noch und brauch zumindest da nicht mehr sooo lange zum kontrollieren. Ich kann an manchen Tagen aus dem Haus und einfach das genießen, was ich früher so geliebt habe. Eigentlich kann ich mich gar nicht beschweren. Ich ärgere mich wohl einfach nur, dass ich gerade nicht "mehr" machen kann und nach einem "auf die Schnauze fallen" teilweise sitzen bleiben *muss*, weil mir keiner sagt, wie ich aufstehen kann.
😀
Das kannst du nicht wissen, du vermutest es nur. Du denkst, wenn du vor 1-2 Jahren die Reißleine gezogen hättest, wärst du heute „geheilt“? Woher willst du das wissen? Vielleicht wärst du heute tatsächlich einen Schritt weiter, aber ob du schon durch wärst? Vielleicht ist man ja auch nie durch mit dem Üben? Wer weiß? Oder es wären im Laufe der Zeit ganz andere Dinge passiert, die dich wieder vom Weg des Übens abgebracht hätten? Es gibt nicht immer nur 2 Alternativen.
Abgesehen davon - Menschen werden meist erst dann aktiv und sich ihrer Probleme bewusst, wenn der Leidensdruck kaum noch auszuhalten ist und wenn dein Leidensdruck vor 1-2 Jahren noch nicht so schlimm gewesen ist, hattest du auch keinen Anlass, irgendeine Form von Hilfe zu suchen und etwas bewegen zu wollen. Right?
jaa, das ist ja das Problem. Der Mensch ist in dieser Hinsicht nicht sonderlich klug, oder? Wobei... der Löwe geht auch erst auf Futtersuche, wenn er Kohldampf hat oder?
Hach, eigentlich nervt es mich ja selbst, mich selbst zu "beschimpfen". Bringt ja auch nichts, passiert ist passiert. - Danke für deine Geduld, gib mir doch bei Gelegenheit was davon ab. .. wobei... nein, behalte sie lieber, du wirst sie noch brauchen *hehe*
Insgesamt war die letzte Woche ganz cool! Hatte zwar gestern ein kleines Tief, aber es ist nun wieder gut. Bin zur Zeit einfach nicht wirklich belastbar. Ist zwar ein bisschen fies, aber momentan bin ich am besten bedient, wenn ich hauptsächlich an mich denke. Normalerweise bin ich der ideale Trostspender, aber zur Zeit will ich gar keine fremden Probleme hören.
Ich hatte gestern ein Tief und war seeehr antriebs- und hoffnungslos. Hatte das Bedürfnis, mich mal "auszuheulen" und wollte mit einer Freundin sprechen, mit der ich ohnehin verabredet war. Sie hatte mir am Tisch eine halbe Stunde vorher noch gesagt, wie gut es ihr geht und so dachte ich... super, die kann dich ablenken! Denkste, auf die ersten 2 Sätze, die ich sprach, erwiderte sie "So gehts mir heute auch!" und fing an, mir ihre Wetterfühligkeit zum geschätzten hundertsten Mal zu erklären. Ich wies sie dann darauf hin, dass sie doch gerade noch sagte, wie gut es ihr ginge, es mir leid täte, wenn es doch nicht so ist, ich aber aufgrund meiner eigenen Stimmung heute keine Hilfe diesbezüglich sein kann. Das hielt sie aber nicht davon ab, mir weiterhin ihr Leid zu klagen. Ich habe es dieses Mal ganz einfach ignoriert. Und heute geht es mir wieder sehr gut. Ich konnte mich zwar nicht ausheulen, habe aber gemerkt, dass ich das gar nicht brauche. Ich brauche nur momentan keine zusätzlichen Probleme anderer.
Ich wünsch dir ein schöööööönes Wochenende!