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Was passiert beim Neurologen/Psychiater?

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hallo Doktorchen! 🙂

das war heute ein unangenehmer Termin für mich. Bin froh, dass er vorbei ist und ich erst in 2 Monaten wieder hin muss. Weiß nicht, fühl mich wie das größte Weichei der Welt. Hach.

Ich hatte das Gefühl als würde er nicht glauben, dass die Tabletten der Auslöser der *ich zitiere* "Zustände" sind. Hm, irgendwie bereue ich es, dass ich einfach alles auf den Tisch gepackt habe. Ich glaube, manche Dinge sollte ich vielleicht doch besser für mich behalten.

Ich weiß ja auch nicht. Ist das Fluoxetin gar nicht der Übeltäter sondern mein verkorkstes, nicht mehr reparierbares Hirn?

Das hat mich heute total verunsichert. Ich weiß gar nicht mehr, wo hinten und vorne ist. 😉

Und irgendwie ist mir mein Hirn da oben echt zu doof. Der Arzt hat gesagt, dass ich das nächste Mal, wenn sowas ist, kommen soll. Habe ihm dann erklärt, dass das beim letzten Mal schon nicht ging, weil ich nicht an meiner Entscheidung gezweifelt habe und schon gar nicht verzweifelt ob des Beschlusses war und natürlich auch nicht wollte, dass er mir meine Pläne versaut und mich einweist. Gut, er hat dann festgestellt, dass ich in dem Zustand keine Hilfe mehr wollte und ich habe indirekt die Bestätigung bekommen, dass ich schneller in der Klappse wäre als ich "hallo" sagen kann. 😉

Das ist ja verständlich. Mir ist schon klar, dass man jemanden wegsperren muss, wenn er reingestolpert kommt und sagt "Tach, ich spring dann mal" - aber warum sollte ich das denn tun? Was soll ich beim Arzt in so einem Zustand? Ich will ja in solchen Momenten nicht vor mir selbst geschützt werden. Das wäre doch dumm. Ich verstehe meinen Denkfehler nicht.

Vielleicht habe ich einen Schritt übersprungen? Ist man "normalerweise" erst verzweifelt, weil Selbstmord die einzige Lösung zu sein scheint? So ein Gefühl hatte ich nie.

Ich bin ja normalerweise schon ein lebensfroher Mensch (ich vermute, das hat er mir auch nicht geglaubt...) aber diese "Aussetzer" waren eben genau das Gegenteil. Aber das hab ich mir doch nicht ausgesucht. Ich bin ja nicht aus Spaß an der Freude morgens aufgestanden und hab gesagt "so, heut ist ein guter Tag zum sterben".

Langsam glaube ich, mein Hirnlein ist zu krank für diese Welt.

Ansonsten: Dosis bleibt erstmal so. Er wollte erst, dass ich 10 mg runtergehe (wg. Milchfluss & Prolaktin im Blut ist erhöht), war ich aber nicht begeistert, weil ich Angst vor dem nächsten "Aussetzer" hab. Deswegen darf ich erstmal dabei bleiben....

Was habe ich mir da nur angetan? Ich weiß gerade einfach nicht, was richtig und was falsch ist. Mir geht es gerade so gut mit den Tabletten. Aber ich habe Angst, dass es wiederkommt. Vielleicht sollte ich trotzdem auf 40 gehen. Früher oder später muss ich da sowieso durch und dann lieber einen "Aussetzer", bevor das Semester wieder losgeht. Aber dann.. dann bleibt es entweder dabei oder es kommt weg. Ich ertrage das Hoch und runter mit den netten Begleiterscheinungen nicht. Und meine Geduld ist auch überstrapaziert. Kaum ists gut, muss ich was ändern. Irgendjemand da oben meints wohl nicht so gut mit mir.

So, melde mich nächste Woche wieder. Ich freu mich aufs Wochenende - wegfahren juhu - und hoffe, dass alles gut geht.Und das kranke Hirn lass ich daheim. 🙂

Ich hoffe, dir gehts gut.

Liebe Grüße!
 
Hi Brummi, 🙂

auch wenn du wegfährst, ein par Zeilen von mir:

Ich hatte das Gefühl als würde er nicht glauben, dass die Tabletten der Auslöser der *ich zitiere* "Zustände" sind. Hm, irgendwie bereue ich es, dass ich einfach alles auf den Tisch gepackt habe. Ich glaube, manche Dinge sollte ich vielleicht doch besser für mich behalten.

Das ist ehr der falschere Weg – wie soll man dir denn helfen wenn du etwas, vielleicht entscheidende Dinge, für dich behältst? Was du ja zum Glück nicht getan hast.

Bring mal dein Auto in die Werkstatt und sag dem Mechaniker: „Ich weiß nicht was kaputt ist, aber reparieren sie mal.“ 🙄

Du hast das Gefühl als hätte er dir nicht geglaubt; aber wie du weißt sind Gefühle oft irrational – dein Eindruck muss also nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was der Doc tatsächlich gedacht hat.

Ich weiß ja auch nicht. Ist das Fluoxetin gar nicht der Übeltäter sondern mein verkorkstes, nicht mehr reparierbares Hirn?

Schwer zu sagen und ich will dir nichts sagen, was dich fehlleitet. So ein Gehirn ist ein ultrakomplexes Gebilde und ich kann dir noch nicht mal sagen ob es auf die regelmäßige Zufuhr eines Medikamentes immer gleich reagiert, den Stoff also immer gleich aufnimmt und verarbeitet, denn es gibt unendlich viele (chemische) Prozesse, die da in uns ablaufen, und wenn sich (das fällt mir jetzt so ein) einmal im Monat deine Hormone umstellen (du weißt, was ich meine), dann reagiert dein Köpfchen vielleicht ein wenig anders als zuvor?

Wie gesagt, das hier ist nur Brainstorming.

Und irgendwie ist mir mein Hirn da oben echt zu doof. Der Arzt hat gesagt, dass ich das nächste Mal, wenn sowas ist, kommen soll. Habe ihm dann erklärt, dass das beim letzten Mal schon nicht ging, weil ich nicht an meiner Entscheidung gezweifelt habe und schon gar nicht verzweifelt ob des Beschlusses war und natürlich auch nicht wollte, dass er mir meine Pläne versaut und mich einweist. Gut, er hat dann festgestellt, dass ich in dem Zustand keine Hilfe mehr wollte und ich habe indirekt die Bestätigung bekommen, dass ich schneller in der Klappse wäre als ich "hallo" sagen kann. Das ist ja verständlich. Mir ist schon klar, dass man jemanden wegsperren muss, wenn er reingestolpert kommt und sagt "Tach, ich spring dann mal" - aber warum sollte ich das denn tun? Was soll ich beim Arzt in so einem Zustand? Ich will ja in solchen Momenten nicht vor mir selbst geschützt werden. Das wäre doch dumm. Ich verstehe meinen Denkfehler nicht.

Na ja, jemand der aufgrund medikamentöser Nebenwirkungen Selbstmordgedanken hat wird leider kaum inne halten und Hilfe annehmen können, das ist sicher schwierig...und eine Zwangseinweisung kann der Doc tatsächlich vornehmen – was auch gut ist!!! Ganz ehrlich, denn stell dir mal vor, du setzt deine „Pläne“ in die Tat um und niemand hätte versucht, dich daran zu hindern...🙁

Du hast da keinen Denkfehler, das bist nicht du, das wird wohl ehr das Medikament sein, was du nicht zu 100% verträgst.

Vielleicht habe ich einen Schritt übersprungen? Ist man "normalerweise" erst verzweifelt, weil Selbstmord die einzige Lösung zu sein scheint? So ein Gefühl hatte ich nie.

Ich denke so wäre der „normale Weg“, wenn es tatsächlich deine Absicht wäre, aber da du unter medikamentösem Einfluss stehst, tickst du eben von zeit zu Zeit etwas anders. Was du bräuchtest wäre so etwas wie einen Notfallkoffer, das ist so ein Sammelsurium von persönlichen Dingen, mit deren Hilfe du dich bei entsprechend schlimmen Zuständen wieder auf andere Gedanken bringst. Menschen, die sich selbst verletzten haben so etwas oft. Das können Fotos von Freund und Familie sein, persönliche Dinge, an denen du hängst, Haare von deinem Pferd oder anderes eben.

Die Frage ist eben nur ob du dafür noch zugänglich wärst, im Fall der Fälle.

Langsam glaube ich, mein Hirnlein ist zu krank für diese Welt.

Wenn du dir solchen Blödsinn immer weiter einredest, glaubst du es tatsächlich irgendwann...wie willst du gesunden, wenn du so über dich denkst?

Was habe ich mir da nur angetan? Ich weiß gerade einfach nicht, was richtig und was falsch ist. Mir geht es gerade so gut mit den Tabletten. Aber ich habe Angst, dass es wiederkommt. Vielleicht sollte ich trotzdem auf 40 gehen. Früher oder später muss ich da sowieso durch und dann lieber einen "Aussetzer", bevor das Semester wieder losgeht. Aber dann.. dann bleibt es entweder dabei oder es kommt weg. Ich ertrage das Hoch und runter mit den netten Begleiterscheinungen nicht. Und meine Geduld ist auch überstrapaziert. Kaum ists gut, muss ich was ändern. Irgendjemand da oben meints wohl nicht so gut mit mir.

Wenn es dir momentan gut geht, dann lass es doch so, wie es jetzt ist und mach dir keine Gedanken über ungelegte Eier. Denn vielleicht kommen solche Gedanken nie wieder und du grübelst jetzt umsonst herum? Bleib mal mit deinen Gedanken im hier und jetzt und beschäftige dich nicht mit Dingen, die evtl. mal kommen könnten. Du kannst dir ja so einen Notfallkoffer zusammenstellen, wie oben angedeutet, vielleicht ist das für dich wie ein Ruhepolster für den Notfall.

Angetan hast du dir gar nichts, du bist aktiv geworden und dir Hilfe gesucht – und das ist gut! Also keine Selbstvorwürfe, ok? Du solltest ehrlich zu deinem Doc sein und ihm nichts vorenthalten, halte dich an ihn, ok?

Dein Grundgedanke sollte sein, dass dein Leben das wertvollste ist, was du besitzt – also hast du gar keine Zeit für Selbstmordgedanken!!! 🙂

Ein schönes Wochenende und viel Spaß bei dem, was du tust! 😉
Rock
 
Hi Brummi,

auch wenn du wegfährst, ein par Zeilen von mir:

Das ist ehr der falschere Weg – wie soll man dir denn helfen wenn du etwas, vielleicht entscheidende Dinge, für dich behältst? Was du ja zum Glück nicht getan hast.

Bring mal dein Auto in die Werkstatt und sag dem Mechaniker: „Ich weiß nicht was kaputt ist, aber reparieren sie mal.“

Du hast das Gefühl als hätte er dir nicht geglaubt; aber wie du weißt sind Gefühle oft irrational – dein Eindruck muss also nicht unbedingt mit dem übereinstimmen, was der Doc tatsächlich gedacht hat.

Hallöchen!

Bin wieder daheim 🙂 Das Wochenende war schön und erholsam. Bin mir nicht soooooooo sicher, wie ich den Arzt einschätzen soll. Aber ich sollte mir ohnehin abgewöhnen, in jede Kleinigkeit was reinzuinterpretieren. Ich sag ihm wie es bei mir wirkt und er soll dann irgendwas draus folgern, fertig. Er Arzt, ich Patient. Ganz einfach. 😀

Deswegen bin ich jetzt auch wie vom Arzt ursprünglich gewollt auf 40 mg gegangen. Ich hätte zwar noch "Schonfrist" bis zum nächsten Termin, aber wenn der Milchfluss dann noch da wäre, müsste ich runter. Der Termin ist aber erst im Oktober und im Oktober kann ich mir solche "bring mich um"-Tage aufgrund von Dosisreduktionen o.ä. nicht mehr leisten. Sonst ist das nächste Semester auch noch im A****. (Geht im Oktober wieder los)

Ich denke trotzdem, dass es an der Umstellung lag. Jetzt geht es mir ja wieder gut. Wenn in 2-3 Wochen wieder so ein "Anfall" kommt, dann kenne ich es zumindest und weiß, dass es auch dieses mal am Reduzieren liegt (weils das letzte mal auch 2-3 Wochen nachm Reduzieren kam) und in ein paar Tagen vorbei ist. Ich deck mich vorsichtshalber mit Baldrian ein. Weiß nicht, ob der bei mir wirkt, aber vielleicht kann ich dann schlafen, bevor sich mein Hirn irgendeinen Blödsinn zusammenspinnt. 🙂


Schwer zu sagen und ich will dir nichts sagen, was dich fehlleitet. So ein Gehirn ist ein ultrakomplexes Gebilde und ich kann dir noch nicht mal sagen ob es auf die regelmäßige Zufuhr eines Medikamentes immer gleich reagiert, den Stoff also immer gleich aufnimmt und verarbeitet, denn es gibt unendlich viele (chemische) Prozesse, die da in uns ablaufen, und wenn sich (das fällt mir jetzt so ein) einmal im Monat deine Hormone umstellen (du weißt, was ich meine), dann reagiert dein Köpfchen vielleicht ein wenig anders als zuvor?

Wie gesagt, das hier ist nur Brainstorming.

könnte sein, ja. Ich versuch einfach mal, cool zu bleiben. Vorerst passiert nichts schlimmes. Das einzig gute ist nämlich, dass ich selbst an diesen Tagen noch alles "gut" machen wollte. Ich kann mir also noch so 2-3 Aussetzer leisten, bevors brenzlig wird 😀

Ich probiers dann einfach mit Baldrian oder einem Glas Bier, wenn der Baldrian nicht hilft (hm, ok, den kann ich ja einfach vorher schonmal ausprobieren, dann weiss ichs)

Schlafendes Brummbärchi kann keinen Mist bauen.

Na ja, jemand der aufgrund medikamentöser Nebenwirkungen Selbstmordgedanken hat wird leider kaum inne halten und Hilfe annehmen können, das ist sicher schwierig...und eine Zwangseinweisung kann der Doc tatsächlich vornehmen – was auch gut ist!!! Ganz ehrlich, denn stell dir mal vor, du setzt deine „Pläne“ in die Tat um und niemand hätte versucht, dich daran zu hindern...🙁

Du hast da keinen Denkfehler, das bist nicht du, das wird wohl ehr das Medikament sein, was du nicht zu 100% verträgst.

Dem Med. geb ich jetzt noch genau bis zum nächsten Termin. Dann war ich fast 8 Wochen bei der gleichen Dosis und kanns beurteilen.

Klar ist eine Zwangseinweisung dann das einzig logische. Aber: das WEISS man doch als Patient also geht man vermutlich nur zum Arzt, wenn man noch irgendwo ein Fünkchen Hoffnung hat und Hilfe will.

Ich denke so wäre der „normale Weg“, wenn es tatsächlich deine Absicht wäre, aber da du unter medikamentösem Einfluss stehst, tickst du eben von zeit zu Zeit etwas anders. Was du bräuchtest wäre so etwas wie einen Notfallkoffer, das ist so ein Sammelsurium von persönlichen Dingen, mit deren Hilfe du dich bei entsprechend schlimmen Zuständen wieder auf andere Gedanken bringst. Menschen, die sich selbst verletzten haben so etwas oft. Das können Fotos von Freund und Familie sein, persönliche Dinge, an denen du hängst, Haare von deinem Pferd oder anderes eben.

Die Frage ist eben nur ob du dafür noch zugänglich wärst, im Fall der Fälle.

nein, das würde dann wohl nichts mehr bringen. Ich war ja überzeugt, dass die, die mich mögen, nur noch nicht WISSEN, dass es ohne mich schöner ist (aua *g*) .. ich war also der einzig gscheite Mensch auf dieser weiten Welt, trallala. 🙄


Wenn du dir solchen Blödsinn immer weiter einredest, glaubst du es tatsächlich irgendwann...wie willst du gesunden, wenn du so über dich denkst?

sorry, da sprach mal wieder der Frust. Ich glaube mittlerweile, wir haben das mit der Medikamentendosierung einfach falsch gemacht. Habe ja nach ein paar Wochen mit 40 mg beim Arzt angerufen, weil ich da auch in ein Loch geplumpst bin und das Med. loswerden wollte. Es wäre wahrscheinlich besser gewesen, wenn der Arzt gesagt hätte "lass es noch 2 Wochen so und meld dich dann wieder" statt der Steigerung auf 60 mg Aber hinterher ist man immer klüger.

Ich nehm jetzt brav die 40. Dann freut sich Doktorchen wahrscheinlich, weil der weniger begeistert war, dass ich weiterhin 50 nehmen will und ich spar mir das blöde Geviertel der 40mg-Tabletten und hoffe, dass der Milchfluss sich endlich verkrümelt.


Angetan hast du dir gar nichts, du bist aktiv geworden und dir Hilfe gesucht – und das ist gut! Also keine Selbstvorwürfe, ok? Du solltest ehrlich zu deinem Doc sein und ihm nichts vorenthalten, halte dich an ihn, ok?

ich bin halt ein ungeduldiger Stinkstiefel 😛 trotzdem ist es gut, dass ich vorher nicht wusste, was da an bösen Aussetzern auf mich zukommt. Sonst hätte ich mich bestimmt nicht getraut, so n Zeug zu schlucken.

Aber es läuft ja nun gut. Den nächsten Ausraster verbringe ich mit Baldrian im Bett und dann sollte keiner mehr kommen, wenn meine Theorie stimmt, dass die Ausraster ein paar Wochen nach Dosisänderungen kommen. ohm! 😀

Ich wünsch dir ne schööööööne Woche. 🙂
 
Hi Brummi, 🙂

kurze Meldung von mir – geht es dir immer noch gut mit deinen 40mg?
Und hast du den Neurologen mal gefragt was du nehmen darfst, wenn sich solche üblen Gedanken doch wiederholen sollten? Bier, Baldrian...nicht, dass das irgendwelche noch seltsameren Wechselwirkungen ergeben...? Besser einmal zu viel fragen, als zu wenig.

Jetzt wünsche ich dir erst mal eine schöne und stressfreie Woche – ohne Aussetzer und ohne schräge Gedanken! Bleib gelassen und übe fleißig weiter! 😉

Brummgruß! 🙂
Rock
 
hallöchen Doktorchen 🙂

mit den 40 mg ist es bis jetzt ganz okay. Hatte zwar gestern einen "Rückfall" und habe alles kontrolliert, was nicht bei 3 auf dem Baum war, aber das schiebe ich mal darauf, dass der Körper sich umstellt. Heute ists wieder einigermaßen okay. 🙂

Falls ein Aussetzer kommt, rechne ich mit dem erst in 1-3 Wochen 😀 ich verriegel die Tür, dann kommt er nicht rein, hehe.

Den Neuro hab ich nicht gefragt, was ich nehmen darf. In der Packungsbeilage steht natürlich, dass man bei Alk aufpassen soll. Aber.. ähhäää... als ich übers Wochenende weg war, hab ich ziemlich viel Party gemacht mit ziemlich viel Alkohol 🙄 ... alles gut, hehe. Baldrian ist auch okay, nur Johanniskraut darf man nicht mit dem Fluoxetin kombinieren. Aber ich frag, wenn ich mir was besorg, zur Sicherheit noch den Apotheker. Der soll ja nicht umsonst studiert haben, hehe.

Mal gucken, wies mit den 40mg weitergeht. Wenn ich die ersten 4 Wochen rumhab und alles gut ist, bin ich wohl hoffentlich erstmal fertig mit "hoch- und runterdosieren", juhuuuu. Vielleicht werden dann die Abstände zwischen den Arzt-Terminen auch größer. Fühl mich ja schon wie so ne alte Kuh... 2 mal im Quartal zum Arzt 😱 näää, da fühl ich mich zu jung für 😀

Ich wünsch dir ne schööööne Woche. Ists bei euch auch so warm? Die deutschen Städte sind sich ja nicht wirklich einig. Bei uns ists sauheiss, aber "droben" ist der Sommer scheinbar schon wieder vorbei? *kopfkratz*

so, ich werd mal was arbeiten. Ich warte schon sehnsüchtig aufs Wochenende.

Ich hoffe, dir gehts gut?

Liebeeeeee Grüße
 
Ich habe mit 13 Jahren einst nicht gewußt,warum mich meine Eltern zu einem Psychiater brachten,genauer nannte sich das damals Kinder-und Jugendpsychiatrie. Probleme hatte ich in der Phase,wo ich mich wohl erst zurechtfinden mußte. Aber wieso konnte ich nicht mit entscheiden,was man mit mir tat? Darüber habe ich in späteren Jahren oft nachgedacht, habe aber nie verwinden können,daß ich eben nicht genau wußte,was ein Psychiater tut. Kann mich erinnern,daß man mit Apparaten nachgesehen hat,was und ob mein Gehirn Schaden genommen hat oder so. Da ich in einer Klinik war,"durfte" ich Rede und Antwort stellen vor Studenten und das prägte sich derart negativ bei mir ein,daß sich so etwas wie Angst vor dem "ich muß wieder in eine psychiatrische Klinik" bei mir manifestierte. Aber ich lernte auch damit umzugehen. Therapeut finde ich besser, Neurologe verteilt auch Medizin,was der Therapeut nicht tut. Zwar halfen zwischendurch Medikamente,wenn ich zu sehr ins Grübeln kam,so daß ich nachts schon gar nicht mehr schlafen konnte, aber ich nahm mir vor,ich mache mich nie mehr abhängig von Medikamenten,habe das durchgehalten und versuche heute,mich eben nicht mehr in Schwierigkeiten zu bringen,die mich mit 13 an einen Ort brachten,wo ich nie sein wollte!
 
Hi Bärchen, 🙂

es ist besser wenn du kurzfristig einen Rückfall in alte Gewohnheiten hast als dass du wieder in die „Das Leben ist Scheiße und alle sind ohne mich besser dran“ Phase kommst.

Sag mal Frau Bärchen, was tust du eigentlich so in deinem Alltag um deiner Zwänge Herrin zu werden? Nicht, dass du dich ausschließlich auf das Fluoxetin verlässt? Übst du auch, diese Impulse möglichst bewusst wahrzunehmen und zu stoppen, wenn du sie hast?

Vorab ein schönes und brummiges Wochenende! Es soll ja etwas kühler werden, dann kann man endlich wieder schlafen, hehe...😉😛

Dein Doktor
 
Salut! 🙂

mesielein, tut mir leid, dass du so schlechte Erfahrungen gemacht hast. Aber mittlerweile bist du ja erwachsen und kannst selbst entscheiden, was passiert und was nicht. :blume:

hey Doktorchen,

ja, ein Rückfall in alte Gewohnheiten ist mir auch sehr viel lieber als diese "will-sterben"-Anfälle. Damit kann ich schon leben.

Ich verlasse mich nicht nur aufs Fluoxetin. Wobei, also... mit 50 und 60 mg hatte ich teilweise kaum noch Gehirnchaos, das mich dazu gebracht hätte, alles zu kontrollieren. Leicht, klar, aber es wurde immer einfacher, es wegzuschieben.

Das Gedankenkarussell scheint sich nun wieder in Gang zu setzen, seit ich auf 40 bin. Gut, ich bin mal geduldig, kann ja sein, dass es nur an der Umstellung liegt und das Hirnchen sich erst an das weniger gewöhnen muss.

Im Moment ist es jedenfalls nicht mehr so einfach und ich muss echt aufpassen, dass ich nicht wieder genauso weitermache wie vor dem Fluoxetin.

Aber zumindest komme ich langsam hinter die Gründe. Je mehr Fluoxetin ich nehme, desto "gelassener" werde ich. Nun war ich gestern eh schon nervös und hibbelig.... und dann hatte ich auch noch Riesenzoff mit jemandem. Bin danach total ausgerastet und hab stundenlang kontrolliert. Ich war soooooooo wütend und wusste mir gar nicht zu helfen.

Irgendwann habe ich dann einer Freundin eine Mail geschrieben und mich bei ihr so richtig ausgekotzt mit allen möglichen Schimpfwörtern, die mir eingefallen sind. Und schon war der ganze Druck, nach sämtlichen Sachen zu gucken, weg. Gelernt hab ich jetzt also zumindest schonmal, dass fluchen, motzen und schreien bei Wut besser ist als kontrollieren - auch wenn das ebenso hilft, aber es beseitigt eben nicht die Ursache und so dreht man sich im Kreis.

Ich bin aber auch wirklich ein Stinkstiefel. Wenn ich mich aufrege, dann so richtig. Bei mir gibts irgendwie nur "schweigen" und "ausflippen" - dazwischen nichts. Bislang hab ich mich dann für das gesellschaftlich akzeptierte schweigen entschieden und meine 7 Sachen gezählt zum Ausgleich 🙄 - gestern nicht. War schöööööön, aber ich glaube, ich sollte mir doch besser einen Boxsack besorgen. Kann ja nicht immer meine lieben Freunde vollfluchen 😀

Also jedenfalls bin ich nun ein Schrittlein weiter. Vielleicht ganz gut, dass ich nun wieder mehr Gedankenschrott im Kopf habe. War ja teilweise fast schon zuuu einfach. (auch wenn der Zustand schöön war) - aber ohne leiden gibts halt auch kein lernen. Und ich will ja nicht zufrieden im Eck liegen und grinsend Löcher in die Luft gucken. 😀

jaa hoffentlich wirds kühler! aber nicht heute! ich will heute ein kühles Radler trinken und das schmeckt nur, wenn es draußen bullenheiß ist. 🙂

So, später gehts gleich weiter mit "üben". Ich muss einkaufen und will mir den "Vorher-Rundgang" sparen. Ging die letzte Zeit ganz gut, aber es war auch kein Kampf, es ging halt einfach. Aber momentan brummelt das Hirn ziemlich. Soll die Schnauze halten 🙂D) .. aber ich beruhige mich einfach selbst. in den 20 Minuten, die ich weg bin, wird schon nichts abbrennen, überschwemmen, explodieren... äh, ja. 🙄

Positiv denken... oohhhmm.. - wenns nicht klappt, gibts zur Strafe kein Radler, so! 😀

Heute jedenfalls bin ich mal zufrieden, weil ich das gestern Abend mal "selbst" hingekriegt habe und nicht nur deswegen, weil die Pillchen es "wegzaubern".

Liebeeeeeeeee Grüße (mir ist warm!)

Wie geht es dir denn? 🙂
 
Hallo Brummi,🙂

hast du dein Wochenende gut überstanden; möglichst ohne Zwischenfälle?
Danke, mir geht es gut, du weißt doch, Unkraut vergeht nicht. 😀

Ich verlasse mich nicht nur aufs Fluoxetin. Wobei, also... mit 50 und 60 mg hatte ich teilweise kaum noch Gehirnchaos, das mich dazu gebracht hätte, alles zu kontrollieren. Leicht, klar, aber es wurde immer einfacher, es wegzuschieben.

Also je höher die Dosis, desto besser hast du deine Zwänge im Griff, aber wenn die Dosis zu gering ist, kommen üble Gedanken. Vielleicht aber ist es wirklich so, wie du schreibst, dass es seine Zeit braucht bis auch eine geringere Dosis die gleiche Wirkung erzielt.

Irgendwann habe ich dann einer Freundin eine Mail geschrieben und mich bei ihr so richtig ausgekotzt mit allen möglichen Schimpfwörtern, die mir eingefallen sind. Und schon war der ganze Druck, nach sämtlichen Sachen zu gucken, weg. Gelernt hab ich jetzt also zumindest schonmal, dass fluchen, motzen und schreien bei Wut besser ist als kontrollieren - auch wenn das ebenso hilft, aber es beseitigt eben nicht die Ursache und so dreht man sich im Kreis.

Wut in sich reinzufressen schadet dir nur, was du dann brauchst, ist ein Ventil. Ich vermute, wenn du früher bei Wut mit Kontrollzwang reagiert hast, hast du versucht, deine Wut durch das Herstellen von Ordnung in deiner Wohnung zu regulieren. Du weißt – man kompensiert die Unordnung, die in einem tobt, durch Ordnung, die man Außen herstellt.

Wenn du das nächste Mal wütend bist, versuch mal was ganz anderes und boxe in die Kissen oder schrei ruhig mal – alles besser als Gefühle, die raus wollen, in sich hinein zu fressen.

Ich bin aber auch wirklich ein Stinkstiefel. Wenn ich mich aufrege, dann so richtig. Bei mir gibts irgendwie nur "schweigen" und "ausflippen" - dazwischen nichts. Bislang hab ich mich dann für das gesellschaftlich akzeptierte schweigen entschieden und meine 7 Sachen gezählt zum Ausgleich - gestern nicht. War schöööööön, aber ich glaube, ich sollte mir doch besser einen Boxsack besorgen. Kann ja nicht immer meine lieben Freunde vollfluchen.

Einen Boxsack wollte ich dir auch schon einen Absatz zuvor empfehlen.
Treibst du eigentlich Sport? Ich meine aktiv, nicht Eishockey gucken!

Es gibt übrigens einen Mittelweg zwischen Schweigsam und Furie – man kann üben, sich nicht von Impulse und Gefühle zum Sklaven zu machen und lernen, mit ihnen umzugehen. Wenn du beispielsweise spürst dass du einen Wutanfall bekommst, wende die Taucherstrategie an. Das bedeutet, du stoppst alles, was du tust und tun willst – hältst kurz inne, und wenn du dann wieder klar denken kannst, was einige Sekunden dauern kann, reagierst du „normal“, antwortest „normal“ und steigerst dich so nicht in deinen Impuls rein.

Klar, Gefühle wollen ausgelebt werden, aber wie gesagt, man muss nicht ihr Sklave sein, oder?

Und was das arbeiten an deinen Zwängen abseits von dem Medi angeht; du kannst auch mit einem Belohnungssystem versuchen zu arbeiten. Wenn es dir gelingt, deinen Einkauf schnurstracks durchzuziehen, ohne an jedem Schaufenster jedes paar Schuhe zu zählen, und in 20 Minuten wieder zuhause bist, gönn dir was...auch wenn es nur eine Kleinigkeit wie ein Schokoeis ist. 🙂

Denk dir was aus, was dich dazu bringt, weniger Zeit mit Kontrolletti zu verschwenden und mehr mit Leben!

Wünsche eine schöne, kühlere und extrem brummige Woche! 😉
Es grüßt der Brummdoktor
 
Hallo Doktorchen,

nun bin ich wieder unter den lebenden 😀 - also die letzten Tage waren nicht so super. Aber da mach ich mir nichts draus, hatte ja immer Probleme, wenn ich mit der Dosis rauf oder runter bin.

Ich glaube jetzt hab ich die ganze Umstellerei, das Hoch und Runter etc. endlich hinter mir. Mir gehts ganz gut. Ein bisschen Wirkung hat sich zwar mit den 10 mg weniger verabschiedet, aber es ist noch okay. So kann ich damit leben.

Jetzt werde ich auch nichts mehr an der Dosis drehen lassen. Leider hat sich mit den 10mg der Milchfluss NICHT mitverabschiedet. Scheiße. Mich stört es ja nicht, ich befürchte nur, den Arzt wird es stören. Ich habe aber beschlossen, mich nicht auf ein anderes umstellen zu lassen, falls das mit der Milch soooo ne Katastrophe ist. Ich mach das kein zweites Mal mit, dann nehm ich lieber gar nichts und warte weiter geduldig auf einen eventuellen Therapieplatz.

Soso, Mittelweg zwischen schweigsam und Furie? Ich finde keinen. Bzw. bei manchen Leuten schon, aber es gibt einfach Menschen, bei denen das nicht funktioniert. Es gibt Themen, von denen ich nichts mehr hören will und auch mehrfach darum gebeten habe, sie einfach nicht mehr anzusprechen. Person X hackt aber immer wieder drauf rum. Der Mittelweg funktioniert nicht, weil Person X den Mittelweg einfach nicht versteht. Aus dem Leben verbannen kann ich Person X auch nicht, Verwandtschaft. hach. Mittlerweile bin ich aber dazu übergegangen nur noch ans Telefon zu gehen, wenn ich gute Laune habe, da rege ich mich dann nicht so auf. 😀

Gestern war ich ein braves Bärchen. Ich hab den ganzen Tag gearbeitet und mir abends sogar meinen Kontrollgang gespart. Strike. 🙂 Ich hab zwar ein sauschlechtes Gewissen, konnte mich bis jetzt aber mit lauter Musik ablenken und davon abhalten, wie von der Tarantel gestochen durch die Bude zu rennen. Mal sehen, wie lange das noch funktioniert.

Ich hoffe, dir geht es gut?

Ich werde mich wieder an die Arbeit machen. Dann tu ich wenigstens was sinnvolles. 🙂

Bis dann :-D
 

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