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Was muss ein Personal Coach eurer Meinung nach mitbringen

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L

Life Coach

Gast
Hallöchen,

ich bin w, 29 und möchte mich gern selbstständig machen.

In meinen 29 Jahren habe ich schon vielen Leuten geholfen, ihre Lebenssituation zu verbessern. Witzigerweise haben die gar nicht gemerkt, dass ich ihnen geholfen habe. Ich investiere gedanklich viel Zeit mit den Zielen von Menschen, also mit meinen eigenen, sowie auch mit denen anderer. Mir macht das richtig Spaß, ich blühe total auf, wenn ich sehe, wieder jemanden glücklich gemacht zu haben. (Von vielen erhalte ich ein Feedback, andere merken gar nicht, dass ich ihnen zu einem gelungenen Schritt verholfen habe)

Das Ding ist, die Gesellschaft ist so oberflächlich. Überall geht es nur darum, schneller und besser zu werden. Der Mensch selbst in seiner Individualität hat das Nachsehen. Er (oder sie) bleibt mit seinen wirklichen Fähigkeiten, Gefühlen und Neigungen dabei auf der Strecke, sich den oft unmenschlichen Bedingungen anzupassen.

Meine Fähigkeit besteht nun darin, dass ich einen Menschen nach einer gewissen Zeit sehr gut einschätzen kann. Natürlich muss sich eine Person erst öffnen, bevor ich ihr Inneres betrachten kann. Das heißt, die Person muss Wünsche und Bedürfnisse zeigen oder äußern und ihre persönlichen Schwierigkeiten offenlegen. Ich kann nicht alles, was ich dann wahrnehme in Worte fassen, doch es fühlt sich an, als setze sich in Puzzle in meinem Kopf zusammen. Die fehlenden Teile sind dann die Punkte, an denen die Person arbeiten könnte, um ihr Leben lebenswerter zu machen:

Ein (wahres) Beispiel: Ein Bekannter von mir hatte keinen Zugang zu seinen Gefühlen. Das hinderte ihn daran, Glück zu empfinden. Dieses Problem war ihm bis vor wenigen Wochen nicht bewusst. Er wiederholte in meiner Gegenwart sehr häufig, dass er damals glücklich war, gerne seinen Hobbies nachgegangen ist und viel mehr Elan hatte als heute. Im Laufe unserer Gespräche habe ich erkannt, dass er eine Abneigung gegen seine negativen Gefühle hatte: Angst, Wut, Hass, Trauer, Unsicherheit. Er wollte nur die positiven Gefühle in sein Leben lassen.
Da das Leben nunmal aus positiven UND negativen Gefühlen besteht und nunmal beide Seiten für die sogenannte Psychohygiene erforderlich sind, hat er sich überwunden, wieder negative Gefühle zuzulassen. Heute ist er auf einem guten Weg, er fühlt sich zunehmend glücklicher. Das sagt er mir immer wieder, wenn wir uns treffen, da er dieses Lebensgefühl, das er damals hatte, bereits aufgegeben hatte.

Das war ein aktuelles Beispiel, es gibt viele weitere, aber das würde den Rahmen sprengen 😉

(Selbstverständlich ist ein PC kein Psychologe. Es gibt also durchaus Hilfesuchende mit Fragen und Problemen, die ich von vorn herein an einen Spezialisten weiterleiten müsste und würde.)

Nun habe ich meine bisherigen Erfahrungen ausschließlich unentgeltlich gesammelt. Ab heute möchte ich mein Hobby zum Beruf machen und Personal Life Coach werden, um viele Menschen zu mehr Glück oder ihren ganz persönlichen Zielen zu führen. Natürlich auch um Geld zu verdienen, denn von Luft und Liebe kann ich keinesfalls Miete und Lebensunterhalt zahlen.

Jetzt tun sich natürlich viele Fragen auf. Wie mache ich mich am besten Selbstständig, welche Werbemittel verwende ich. Aber diese Fragen sind vorerst zweitrangig.

Mich interessiert ersteinmal, was erwartet ihr von mir als Coach? Würdet ihr mich beauftragen?

Weiterhin habe ich bisher noch keinen Personal Coach gesehen, der eine Unterstützung per E-Mail anbietet - für die schüchternen Menschen. Was haltet ihr von einer persönlichen Beratung per E-Mail?

Danke im Voraus für eure Gedankenanstöße und Erfahrungsberichte 🙂 🙂
 
Ich könnte mir grundsätzlich duchaus vorstellen, einen "Life Coach" zu beauftragen, wenn ich merke, dass ich in meinem Leben feststecke. [Allerdings finde ich die Bezeichnung "Life Coach" persönlich ziemlich blöde, klingt nicht allzu seriös... "Coach" nennen sich ja mittlerweile so viele. Aber das geht am Thema vorbei.]

Voraussetzung wäre natürlich, dass ich irgendwoher die Überzeugung haben müsste, dass du mir auch tatsächlich helfen kannst. Eine Erfolgsgarantie wirst du ja nicht geben können, und man kann heutzutage schon sehr viele Informationen und Anregungen kostenlos bekommen, z.B. direkt hier oder über Hilfe-Hotlines.

Mich da zu überzeugen, für eine Coach-Mail oder ein Skype-Gespräch o.ä. viel Geld hinzublättern, wäre sicher schwierig. Zumal du ja sicher nicht für 10€/Stunde arbeiten kannst - ich hab mal gehört, dass man als Selbstständiger etwa dreimal so viel verdienen muss, wie man am Ende netto übrig haben möchte.

Und ich möchte ehrlich gesagt keine 100€ bezahlen für eine Mail oder ein Gespräch mit dir, wenn ich nicht wirklich überzeugt davon bin, dass sich dadurch mein Leben zum Positiven verändert. Im Gegensatz zum Psychotherapeuten etc. müsste ich dich ja privat bezahlen, zusätzlich zu meinen Krankenkassenbeiträgen.

Der Knackpunkt wäre also:
Hast du wirklich etwas Spezielles zu bieten, das mehr bewirkt als Google oder ein Gespräch mit der besten Freundin?
Wenn ja, wie kannst du das mir oder den anderen Leuten auf der Straße begreiflich machen?
 
Ich finde hierbei ist eine Vorbildung mit einer gewissen Qualität wichtig. Im Grunde kann sich ja jeder "Coach" nennen und sich auf die Menschheit loslassen. Mir persönlich wäre es wichtig, daß ich weiß, was derjenige für eine Ausbildung hat. Was mir bei Dir einfiel ist z. B. der Heilpraktiver für Psychotherapie.

Guck vielleicht mal bei einer Heilpraktikerschule in Deiner Nähe. Viele bieten auch ganz viele andere Kurse an, z. B. Burn-out-Berater, Systemischer Berater... Da weiß ich dann, daß derjenige sich fortgebildet hat und kann mir ungefähr vorstellen, welchen Kenntnisstand er hat.

Ja, und darüber hinaus finde ich es schön, wenn ich mich auf einer aussagekräftigen Webseite über den Anbieter informieren kann: was ist er für ein Mensch, wie sieht sein Konzept aus, welchen Weg ist er beruflich gegangen, wie kommt er dazu, diesen Beruf auszuüben... Und letztendlich entscheidet dann ja die persönliche Sympathie. Kann ich das irgendwie herausfinden, ob ich mit demjenigen klarkomme, gibt es z. B. die Möglichkeit einer "Kennenlernstunde" zu einem vergünstigten Preis, etc.

Spannender Weg, den Du da gehen möchtest. Ich wünsch Dir dafür alles Gute! 🙂
 
Hm. So nett das alles klingt, was Du da beschreibst, was Du wohl kannst. Aber das kann ich auch.

Ich würde mich auch fragen, was gibst Du mir mehr als ein Verhaltenstherapeut kann. Den ich nicht bezahlen muss. Auf welcher Grundlage arbeitest Du, welche Ausbildung hast Du? Oder bist Du der Ansicht, Deine Antennen für Seelenzustände anderer Menschen genügen?

E-Mail ist auch nicht schlecht, aber ich denke, das ist nur in oberflächlichem Rahmen möglich. Und wie stellst Du Dir das mit dem Weiterleiten an Fachpersonen vor? Man geht zu Dir, weil man schnell Hilfe braucht und auf Dich hofft und Du sagst dann, das ist ein Fall für den Therapeuten, aber Wartezeiten sind da durchaus auch mal zwei Jahre? Oder hast Du schon einen genaueren Plan? Was genau soll Inhalt bei Dir sein? Wenn Du jemandem professionell helfen möchtest, sollte da durchaus sicher sein, dass es Erfolgsaussichten gibt. Und zwar vorher. Bisher hast Du ja eher hinterher begriffen, dass Du da eventuell mit Anteil hattest.

Also, nach dem, was Du bisher geschrieben/beschrieben hast, wäre mir selbst das zu wenig. Eine kluge Freundin kann das auch.

Nur mal mein Eindruck dazu..

viele Grüße, kiablue
 
Mich interessiert ersteinmal, was erwartet ihr von mir als Coach? Würdet ihr mich beauftragen?

Als erstes erwarte ich eine qualifizierte Ausbildung. Gerade bei psychischen Problemen können Amateure oft mehr schaden als nützen. Zweitens erscheint mir eine Beratung per mail sinnlos, es heisst Beratungsgespräch. Drittens kann ich mir auf Kosten meiner KK eine Behandlung bei einem Therapeuten verordnen lassen.

Also, nein ich würde Dich nicht beauftragen.
 
Hallo, Gast,
eine Zusatzausbildung im Bereich Heilpraktiker oder ein Studium Sozialarbeit, Psychologie wäre eine professionelle Abrundung.
Ohne eine solche Abrundung hast Du das Problem der Vermarktung... wie Du bereits bei meinen Vorschreibern gelesen hast, stellen sie Fragen nach einem möglichst hohen Kompetenzgrad. Du könntest das umgehen, wenn Du etliche nachprüfbare Referenzen vorweisen kannst, die Du ggf. ins Internet auf Deiner Homepage darstellen darfst.
Dann - ohne spezielle Berufsausbildung - hast Du das Problem der Vermarktung.

Was Du bis jetzt privat erlebt hast, sind gute und hilfreiche Beratungsgespräche.... aber alle kostenfrei für den Ratsuchenden. Und das ist es, was Du schnell erleben wirst: Solange alles kostenfrei ist, nimmt man Deinen Rat gerne in Anspruch. Aber wehe, Du willst Geld. Dann wird nach Beweisen Deiner erfolgreichen Hilfe, Deiner Beratung gefragt, nach Erfolgsgarantien.... Daher empfehle ich auch - wie Biddi - eine berufliche Ausbildung bzw. Studium. Das vermeidet auch Fehler im Erkennen von psych. Krankheiten. Als Laie bist Du schnell überfordert und mußt zu einem entsprechenden Fachmann raten, wenn Deine Ratsuchenden gut beraten werden sollen.

Nur Mut, Du bist jung genug und schwer motiviert obendrein.

LG, Nordrheiner
 
Hey, danke schonmal für eure Antworten.

ich muss sagen, persönlich halte ich nichts von Zertifikaten. Denn meiner Erfahrung nach gibt es in jedem Berufszweig gute und schlecht ausgebildete. Ausschlaggebend ist aus meiner Sicht das Gefühl. Fühle ich mich bei jemandem gut beraten, macht die Person einen kompetenten Eindruck.

Verstehen kann ich, dass man sein Geld nicht zum Fenster hinauswerfen will. Will ich auch nicht. Daher würde der erste Kontakt z.B. 10€ kosten.

Nicht jeder Mensch hat eine gute Freundin, was ist z.B. mit Außenseitern? Weiterhin macht es einen Unterschied, ob eine Freundin Tips gibt oder jemand Unvoreingenommenes. Von einer Freundin lässt man sich auch ungern auf die eigenen Fehler o.ä. Hinweisen. Eine meiner Freundinnen gerät z.B. Nur an Männer, die sie früher oder später betrügen. Kein Fall für einen PC, ich riet ihr, einen Psychologen aufzusuchen. Aber das lässt sie sich nicht erzählen, auch alle anderen Tips, die ich ihr als Freundin gebe, lehnt sie kategorisch ab. Leider ist ihr dann nicht zu helfen.

Meinen Fokus möchte ich auf psychisch stabile Menschen legen, denen ihre Probleme 'klar' sind, die klare Ziele benennen können und bereit sind, an sich zu arbeiten. In dem Beispiel, das ich nannte, wäre das Problem "ich habe meine Freude an Dingen verloren." das Ziel "ich möchte wieder mehr Spaß am Leben haben"

In einer ersten Mail, bzw. Bei einem ersten Treffen kann ich a) erkennen, ob jemand zugänglich für meine Tips ist und b) ob ich ein Gefühl für die Problematik und den wahren Hintergrund entwickeln kann dann noch c) ob ich mich in der Lage sehe, das Problem anzugehen.

Burnout, Depressionen, Haluzinationen,Umgang mit Tod, Drogen usw. gehören nicht zu den Problemen, die ich lösen kann. Lösen kann ich: festgefahren im Job, festgefahren im Leben, Selbstbewusstsein steigern, allgemeine Unzufriedenheit, eigene Meinung entwickeln, vertreten, Fragen beantworten, die sich jmd. immer wieder stellt usw.

Also ich bin kein Anker an den man sich klammern kann sondern ein Sprungbrett 🙂

Ich bin mir meiner Fähigkeiten, Stärken und Schwächen bewusst. Mich unterscheidet meine Leidenschaft zur Tätigkeit von anderen Coaches. Ich mache keine Ausbildung, weil ich damit meine Fähigkeiten verhunzen würde. Individuellen Persönlichkeiten nach vorgegebenen Schemata zu helfen wäre Geldverschwendung für manch einen. Ich verlasse mich auf meine Gefühle und Instinkte. Ich übernehme keinen Fall, den ich mir nicht zutraue, nur um Geld zu verdienen.

Diejenigen, denen ich nicht helfen kann, verweise ich z.B. An dieses Forum, bzw. Entsprechende Hotlines. Ja, evtl. muss die Person dann Wartezeiten bei Psychologen in Kauf nehmen, das finde ich auch blöd, aber es gibt ja auch viele Psychologen. Nur die gefragten haben lange Wartezeiten 😉

Also Hilfe per Mail für Schüchterne Menschen ist blöd?
 
achso, ich habe irgendwo gelesen, dass ich 'schnelle' Hilfe anbieten würde.
Da ich mich auf eine individuelle Persönnlichkeit richtig einlassen möchte (das ist meine idealistische Vorstellung), werde ich keine 'schnelle' Hilfe anbieten. Ich bin keine Psychologin und habe nicht vor, akute Fälle zu übernehmen.

Mir geht es um die Sache selbst. Manchmal hadern Menschen jahrelang mit sich, weil sie irgendwoe unhappy sind. Das wäre für moch eine Herausforderung 😉

Klar bin ich nicht die einzige auf der Welt, die diese Fähigkeiten hat. Aber es gibt ja auch mehrere Masseurinnen und Masseure. Selbe Tätigkeit unterschiedliche Stile 😉

Wie könnte ich mich denn nennen mit dem was ich kann? Coach ist wirklich abgegriffen..
 
Das was du schreibst klingt doch gut. Ich hab auch schon daran gedacht, mir Unterstützung von einem Personal Trainer zu suchen. Ist mir aber zu teuer, bei den meisten kostet die Stunde um 120E.

Der Internetauftritt sollte mich auf jeden Fall überzeugen, ansonsten . Mit einem günstigen Einstieg damit ich mich erst davon überzeugen kann, dass du mir echt helfen kannst mit meinen Anliegen, würde ich das schon eher ausprobieren. Ich spreche hier auch nur für mich,das ist nur meine Meinung.

Wenn du dich nicht Coach nennen willst, nenn dich doch Personal Consulter also persönlicher Berater. Was hältst du sonst noch von skill developer also Fähigkeitenentwickler 😉
 

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