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Was kostet eine Putzfrau?

Ich weiss nicht was ihr habt. Ich bin B e a m t i n, 25 Jahre, A 7 und soll ich euch mal sagen was ich pro Stunde verdiene? 9,14 EUR Netto bei Steuerklasse I... und das OHNE Krankenversicherung. Mit Krankenversicherung (man sollte sich ja schon versichern) sogar nur 7,82 EUR. Und ich muss keine Arbeitslosen- oder Rentenversicherung bezahlen. Dann hätt ich ja richtig wenig. Mein Arbeitskollege, Angestellter mit Entgeltgruppe 5, bekommt sogar nur ca. 6,96 EUR Netto.

Ihr solltet echt die Kirche im Dorf lassen. Ich würde doch meiner Putzfrau nicht mehr bezahlen, als ich in der Stunde verdiene. Wo kommen wir denn dahin?

Ich halte 6 EUR für angemessen. Wenn man nicht in einem Saustall (vergammeltes Geschirr, versiffte Toilette) wohnt sondern das übliche wie Staub wischen, saugen, 1 mal im Monat Fenster putzen, etc... sind meiner Meinung nach 6 EUR OK.
 
Die Berechnung ist natürlich großer Quatsch.

Die 9,14 € pro Stunde kommen zustande, weil du dein Nettogehalt durch die Anzahl der monatlichen Arbeitsstunde dividiert hast. Welche Putzdrau kann ihre Stellen ( sie müsste ja -zig davon haben) zeitlich so legen, dass sie auf rund 1600,-€ kommt? Das wären 400,-€ die Woche, und selbst bei 10 € die Stunde müsste sie 40 Stunden putzen. Bei 6,-€ sogar über 65 Stunden!!

Ein absolut hirnrissiger Vergleich !!

chio
 
Außerdem ist das eine genauso traurig wie das andere.
Lohn darf sich doch nicht im Vergleich untereinander messen - sondern am Leben. Am Preis für das tägliche Überleben.
 
Der Vergleich der A 7 Dame hinkt sogar noch mehr.

Sie bekommt ihre 9,14 € auch, wenn sie krank ist, Urlaub hat oder in der Nase bohrt.

Die Putzfrau bekommt ihre x Euro in aller Regel nur, wenn sie arbeitet.

Auch ein kleiner Unterschied - gerade zu Beamten.

chio
 
wenn ich für 6 € nicht arbeiten will, dann nehme ich den job auch nicht an und suche mir was neues, ganz einfach. und wenn ich keine wahl hätte, wäre ich froh dass ich wenigstens 6 € verdienen würde.
löhne sind immer schwierig, schaut euch doch die politiker an, die werden doch teilweise auch nur fürs nasebohren bezahlt.
 
Meine nur, dass der arbeitenden Putzfrau dann der "Nasenbohrlohn" auch der Höhe nach zustehen sollte.

chio

Also, du willst mir also erzählen, dass du dich im öffentlichen Dienst auskennst, ja???? Sicher, ich bohre mir 41 Stunden in der Woche in der Nase... Immer diese dämlichen Vorurteile von wegen faule Beamte und so. SO ist das ganz und gar nicht. Und mit 25 schon die A 7 zu haben... die hab ich mir nicht mit Dauernasenbohren verdient. Weisst du eigentlich wie beschissen die Situation im öD ist?

ICH habe eine Ausbildung gemacht, ich habe mich qualifiziert, diesen Job überhaupt zu machen. Und bei Vollzeit bekommt man nun mal sein Geld, egal ob Urlaub oder Krankheit.
 
Nur zur Info:
Ich bin pesionierter Beamter gD (A 12). Also erzähle mir nicht, es gäbe im ÖD. nicht die Nasenbohrer.

Das ist aber nicht der Punkt. Der Unterschied ist, dass du für deine errechneten 9,14 € pro Stunde nicht 60 Minuten schuftest, die Putzfrau aber wohl.

Das ist die Lebensrealität, nicht der Blick vom Schreibtisch aus.

chio
 
Hallo,

habe durch zufall beim Googeln dieses Theman gefunden und mir mal so ein paar Beiträge durch gelesen. Na, ja kann ich da nur sagen was Leute doch so alles schreiben trotz einer unwissenheit.

Vorne weg, ich bin ein Unternehmer im Bereich Dienstleistungen und somit auch Gebäudereinigung und dies mache ich schon ca. 25 Jahre.

Also, ich würde mal sagen was hier ja sehr oft nun gefragt wurde was eine Putzfrau kostet,
6€ ist zu wenig, ich finde jeder sollte zumindest in seiner Tätigkeit den Tariflohn bekommen und der ist bei einer Putzfrau zurzeit in NRW 7,89€ plus Leistungszuschlag.

Und was meine Meinung über Nachtbarschaftshilfe angeht also Schwarzarbeit bin ich natürlich nicht für, aber jeder soll machen was er will aber für so einen kleinen Betrag der auf 400€ basis basiert würde ich micht nicht ins Feuer setzen, weder als Auftraggeber noch als Auftragnehmer. Wenn dies raus kommt kann es nicht nur teuer werden sondern es wird sehr sehr teuer, das Finanzamt rechnet 10 Jahre rückwirkend auch wenn es nur ein halbes Jahr gedauert hat. Ich habe selbst eine Raumpflegerin bei mir beschäftigt der es passiert ist und Sie hat mit Strafe, Steuerschuld, AOK, BG, Kirchensteuer, Soli usw. ca 85000€ schulden, ja Ihr habt richtig gelesen 85.000€, der Auftraggeber hat ca. noch die hälfte als Strafe bekommen der natürlich die Sozialabgaben usw. zahlen muss.

Überlegt es euch lieber noch mal, gerade in der heutigen Zeit da sind Sie allen und allem hinterher. Meine Mitarbeiterin haben sie 3 Monate beobachtet bevor Sie zugeschlagen haben.

Auch ein nicht Unternehmer der eine Reinigungskraft sucht für seinen Privathaushalt muss die Damen überall anmelden.

Und dann muss ich noch was los werden, eine Putzfrau gibt es nicht mehr, es gibt ein Raumpfleger oder eine Raumpflegerin oder ein Gebäudereiniger und kein Fensterputzer.

Es heißt ja auch Sekretärin und nicht Tippse. Die Gebäudereinigung ist nähmlich ein anerkannter Handwerksberuf der auch wiederrum Helfer hat wie in jedem anderen Beruf und somit auch eine anerkannte Bezeichnung. Bitte nicht abwertent betiteln.

Dann ein Tipp von mir, nehmt immer eine Firma, die sind gegen Unfälle usw. Versichert auch wenn es mal zu einem Diebstahl kommt, was mir noch nie passiert ist, kann man etwas unternehmen gegen diese Firma auch wenn mal was kaputt geht ist die Firma Versichert und wenn Sie mal Krank ist kommt Ersatz. Zu der Reinigungskraft ist zu sagen, Sie ist Versichert, Krankenversichert, Rentenversichert, bekommt im Krankheitsfall ihren Lohn weiter und Urlaubsgeld sowie Ihren Urlaub.

Ihr müsst ja nicht große Gebäudereinigungsfirmen nehmen, es gibt auch einzelne Reinigungskräfte die sich Selbständig gemacht haben die nur 3-4 Haushalte machen im Monat wo ich mir allerdings ein Gewerbeschein vorlegen lassen würde sonst kommt Ihr wieder in teufels Küche.

Gruß ein Gebäudereinigungsmeister
 

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