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Was ist, wenn ein Christ Selbstmord begeht? Frage an Christen und Atheisten

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Schön, dass du auch was zugeben kannst.

Wieso geb ich was zu? Ich hab nur gesagt das der Höllenbegriff in der Bibel vorkommt. Was darunter verstanden wird hab ich mal ganz auslegungsunabhängig mit der Bedeutung unseres Sprachgebrauchs dargestellt.

Auf diese Art und Weise kann ich sagen das du kein Christ bist. Wenn du einer wärst, müsstest du unsterblich sein. Bisher sind aber alle selbsternannten Christen abgekratzt:daumen:

Gewaltbilder, die unter die Haut gehen, gehören zur Entstehungszeit der Bibel und waren verständlicher als (nebulos) nur von Gottferne zu reden.

Von der Hölle und vom Brutzeln 🙂D) wollten sich offensichtlich auch die Redakteure des Katechismus nicht ganz verabschieden.

Laut Katechismus haben sie das aber getan.

Schwere psychische Störungen, Angst oder schwere Furcht vor einem Schicksalsschlag, vor Qual oder Folterung können die Verantwortlichkeit des Selbstmörders vermindern

Bitte Quellenangabe. So schwer wird das doch nicht sein.
 
ich interessiere mich für nordische Mythologie...was genau hat das mit dem Thema zu tun?

Ich bin der Meinung ein Selbstmord ist etwas was vermieden werden sollte, da er eine Sünde darstellt. Damit möchte ich nicht sagen dass ich jemand verurteilen darf der es dennoch tut. Daher bezweifle ich dass ein Selbstmörder auf ewig verdammt ist...

@Ragnajesu

Die Ambivalenz bezüglich deinem Interesse daran und deinem Glauben zu erkennen überlasse ich dir selbst.😉
Das Leid eines Menschen stellt eine Sünde dar?
Interessant, damit bestätigst du meinen Beitrag auf ganzer linie. Wenn ich etwas nicht leiden kann ist es Stigmatisierung und Intoleranz. Und genau das wird von vielen Religionen auf vielen Gebieten gelehrt. Man mehr mal weniger in der Ausprägung.
Ansonsten wüsste ich zu gerne wo der Rest meines Beitrags auf dich bezogen war. Auf dich bezogen war der erste Absatz, mehr nicht, schön, wenn du deine Kinder nicht schlägst.



Ich habe meine Meinung aus ungläubiger Sicht abgegeben. Vielleicht wäre es von Vorteil, wenn manche Christen mal über den Tellerrand hinausschauen würden. Aus meiner Sicht -und Atheisten sind ja auch gefragt-, ist die bibel eines unter 10000 Märchen, dass die Menschheit hervorgebracht hat.
Ich lehne jede organisierte Religion ab die Menschen Verhaltensregeln auferlegt, die ihrer Natur schädlich sind.
Und wie sehr der christliche Glauben das Leben und das Leid in vielen Auswüchsen erschwert ist offensichtlich. Von daher finde ich die Aussage von Tuesday auch interessant, "Atheisten brauchen sich keine Gedanken um Hölle etc zu machen" Vielleicht weil sie die Hölle aus einer begründeten und reflektierten Meinung heraus für unlogisch halten.
Ich habe nämlich mehrheitlich immer das Gegenteil angenommen bisher, habe mir mehr als genug Gedanken gemacht und darum ziehe ich die Aspekte aller Glaubensrichtungen mitein und differenziere mehr als zwischen "Himmel" und "Hölle".
Oder warum sollte es nicht den Hades geben, warum ist eine christliche Hölle wahrscheinlicher?
Beides ist eher abwegig-gut und böse halte ich nicht für einfach trennbar.
Und ich schildere meine Sichtweise wie gesagt aus meiner Sicht und wie das Thema heist, die Frage geht auch an ungläubige und von daher ist meine Sichtweise keine christliche.

Das Mädchen hat sich mit sicherheit keine Gedanken mehr gemacht, als sie sich umgebracht hat, ob ihr Gott sie verurteilt.
Entweder sie hat einfach nicht mehr geglaubt.
Oder sie hat ihren Glauben so interpretiert, dass ihr Gott sie nicht verurteilen wird für das was sie getan hat. Und das ist auch das einzige, was ich für vernünftig halte.
An eine Hölle zu glauben ist allein wegen der Oben genannten Aspkte unlogisch. Und noch schlimmer wäre es für mich, einem Gott zu folgen, der mich für mein Leid bestrafen würde, wenn ich Christin wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zitat:

Ich lese jedenfalls Beiträge von dir, in denen du erklärst, dass jedes Gespräch darüber, wie Gott mit Selbstmördern umgeht, ein Hinbiegen der Gesetze Gottes bedeutet. Damit stehst du aber jeder notwendigen Auseinandersetzen mit dem Glauben im Weg.

Genau diese Pauschalisierung, zu der nicht nur du neigst, nervt mic
------------------------------------------------------------------------------------------

Es ist mir ziemlich egal, was Dich nervt. Ich schreibe hier mit dem selben Recht wie Du.
Nein, stimmt nicht - selbstverständlich ist eine Diskussion erlaubt. Man kann ohne weiteres über die 10 Gebote streiten.
Und: Nicht ich stehe einer Auseinandersetzung über den Glauben im Weg. Sondern Menschen, die gar keine Auseinandersetzung suchen, sondern sich ihren Glauben einfach selbst so hinbiegen, wie er ihnen angenehm erscheint.
 
Zitat:

Das Mädchen hat sich mit sicherheit keine Gedanken mehr gemacht, als sie sich umgebracht hat, ob ihr Gott sie verurteilt.
Entweder sie hat einfach nicht mehr geglaubt.
Oder sie hat ihren Glauben so interpretiert, dass ihr Gott sie nicht verurteilen wird für das was sie getan hat. Und das ist auch das einzige, was ich für vernünftig halte.
An eine Hölle zu glauben ist allein wegen der Oben genannten Aspkte unlogisch. Und noch schlimmer wäre es für mich, einem Gott zu folgen, der mich für mein Leid bestrafen würde, wenn ich Christin wäre.
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Vielleicht war es eine Abwägung.
Wenn wir ( ihr! ) aber alle Gedanken an eine Strafe, Hölle, Gott einfach weglassen - sie wie jemand hier einfach annimmt als psychisch krank darstellen will - dann besteht die Strafe dennoch.
 
.

Hatte ich dir alles bereits gepostet. So schwer wird doch das nicht sein.

Laut Katechismus haben sie das aber getan.

»Die Lehre der Kirche sagt, daß es eine Hölle gibt und daß sie ewig dauert. Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden, "das ewige Feuer"«

KKK 1035


Bitte Quellenangabe. So schwer wird das doch nicht sein.

KK 2282

Auszüge aus dem Katechismus der Katholischen Kirche (= offizielles Lehramt)Schwere psychische Störungen, Angst oder schwere Furcht vor einem Schicksalsschlag, vor Qual oder Folterung können die Verantwortlichkeit des Selbstmörders vermindern..




.
 
Zitat:

Vielleicht war es eine Abwägung.
Wenn wir ( ihr! ) aber alle Gedanken an eine Strafe, Hölle, Gott einfach weglassen - sie wie jemand hier einfach annimmt als psychisch krank darstellen will - dann besteht die Strafe dennoch.

Naja, ich schildere das nur aus meiner persönlichen unchristlichen Sicht, weniger nach dem, was Bibel oder Katechismus in dem Fall sagen.
Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass ihr Glaube egal wie Krank oder gesund sie war, sie verlassen haben könnte.
Oder ihr die eventuelle Strafe vielleicht weniger schlimm erschien als die gegenwärtige lage.
Für mich glauben viele Christen aber eh nur aus Erziehung usw. daran, und nicht aus überzeugung.
Mein Glauben hätte mich verlassen, allein deshalb weil ich keinen habe.
Darum würde es für mich in der Situation auch keine Bestrafung geben.
 
@Angelo

KKK 1033 <<< Definition Hölle

Kannst dich wiederholen so oft du das möchtest, davon wird es nicht richtiger.😀

Die Diskussion gabs übrigens schonmal. Ist schon etwas länger her.
 
Es ist mir ziemlich egal, was Dich nervt. Ich schreibe hier mit dem selben Recht wie Du.

Hab ich geschrieben, dass ich dein Recht in Frage stelle, hier zu schreiben?

Nein, ich habe gesagt, die Pauschalisierung nervt mich. Wärst du an einem Austausch interessiert, könntest du ja auch einfach sagen, okay, dann sollten wir eine andere Grundlage suchen. Geht es dir also nicht um ein Gespräch sondern um die Darlegung deiner Meinung?



Nein, stimmt nicht - selbstverständlich ist eine Diskussion erlaubt. Man kann ohne weiteres über die 10 Gebote streiten.

Und dann ist es ein Austausch und kein Hinbiegen.


Und: Nicht ich stehe einer Auseinandersetzung über den Glauben im Weg. Sondern Menschen, die gar keine Auseinandersetzung suchen, sondern sich ihren Glauben einfach selbst so hinbiegen, wie er ihnen angenehm erscheint.

Christa hat doch aber ganz offensichtlich die Auseinandersetzung gesucht. Nur ist die Frage eben komplexer und kann nicht auf den Aspekt, dass das Christentum eben nur Probleme schafft, betrachtet werden.

Wer biegt sich deiner Meinung nach den Glauben so hin, wie er angenehm scheint?

Außerdem, wer sagt, dass man seinen Glauben nicht so leben darf, wie er einem angenehm scheint?


Mich würde aber eher mal interessieren, unter welchen Umständen definierst du nun eigentlich, dass ein Mensch Selbstmord begeht, nicht aber als krank bezeichnet werden kann.


Tuesday
 
Zuletzt bearbeitet:
Um es gleich klar zu stellen: Das ist KEINE Frage in "eigener Sache"!!!

Folgendes ist die Grundsituation:

Ein junges Mädchen aus einer hiesigen Gemeinde hat den Freitod gewählt nach langer Krankheit (schwere Diabetes mit häufigem Koma und massiven Depressionen).

Etliche Gemeindemitglieder verurteilten diesen Schritt einer gerade mal 20jährigen (!) zutiefst und sehen sie nun für immer verloren zum zusätzlichen Schock für Eltern und Geschwister.

Ich selbst kann einfach nicht wirklich glauben, dass Gott, der seinen eigenen Sohn aus Liebe für uns Menschen gab, ein Sohn, der im Garten Getsemaneh und am Kreuz alles Leid der Welt bitter am eigenen Leib und der eigenen Seele erfuhr, dass dieser Gott einen Menschen, der in tiefster Verzweiflung einen solchen Schritt tut, dann für immer verwirft und ihm Sein ewiges Reich verwehrt. An einen SOLCHEN Gott würde ich nicht glauben können und wollen - sondern an einen barmherzigen, der Seine Arme erst recht weit aufmacht für diesen jungen Menschen oder andere in einer ähnlichen Ausnahmesituation.

Wie denkt ihr darüber?

Christa

Ich kann dieses Mädel verstehen. Warum könnt ihr in meinem Blog lesen.
 
Nur ist die Frage eben komplexer und kann nicht auf den Aspekt, dass das Christentum eben nur Probleme schafft, betrachtet werden.

Natürlich schafft das Christentum Probleme. Ohne Christentum gäbs die Diskussion nicht und jeder Mensch mit Herz und gesundem Menschenverstand wüsste sofort wie er/sie den Selbstmord des jungen Mädchens einzuschätzen weiß.

Manche haben aber so eine Ehrfurcht vor ihrem imaginären Wesen das die Gebote mehr zählen als das intuitive Gefühl des Herzens.

Religion vergiftet.
 
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