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Was ist ein guter Mensch in euren Augen?

Manchmal passieren Dinge im Leben auf die man nicht vorbereitet war und in denen man kein guter Mensch war.
Ja, ich denke auch, dass man nie alle eventuell vorkommenden Ereignisse absehen kann und daher auch nicht wissen kann, ob man in außergewöhnlichen Situationen "gut" handeln würde. Denn manchmal machen einem die eigenen Gefühle (z.B. Stress, Ängste) einen Strich durch die Rechnung, und man handelt dann deswegen vielleicht weniger "gut" in einem objektiven Sinne, als man es sich wünschen würde.

Ich selbst versuche aber immerhin, kein schlechter Mensch zu sein, indem ich bestrebt bin, empathisch zu sein, mich auch in die Perspektive der anderen Menschen reinzuversetzen, bevor ich handle oder meine Meinung äußere. Außerdem versuche ich tendenziell, Ausgleich und Kompromisse zu erzielen. Ich habe außerdem keine Neigung zu gezielten Boshaftigkeiten, Abwertungen oder hämischem Verhalten etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Davon ausgehend dass nahezu alle Menschen einen hedonistischen Lebensstil pflegen, nur mit unterschiedlich stark ausgeprägter Zeitpräferenz (und daraus resultierendem unterschiedlichen Erfolg im Leben), würde ich sagen:
Jemand der versucht im Rahmen seiner Möglichkeiten der eigenen Verantwortung so gerecht zu werden wie möglich und laufend daran arbeitet besagten Rahmen bzw. die Grenzen der eigenen Möglichkeiten zu erweitern. Allerdings keinesfalls bis zur Selbstaufgabe, denn anderen zur Last zu fallen wäre ja eben genau nicht selbst Verantwortung zu übernehmen.

D.h. erst einmal für sich selbst und sein eigenes Handeln im Sinne der Verantwortungsethik, also das Gegenteil von Gesinnungsethik, gerade stehen und versuchen die Konsequenzen eigenen Tuns so weit wie möglich abzuschätzen und in Abwägungen mit einzubeziehen. Was es wiederum nötig macht laufend an seinem Weitblick, also Wissen und Selbstreflexion, zu arbeiten.
 

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