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Was ist das Wichtigste, das man lernen sollte?

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Wir alle wissen, dass dieses Leben nicht einfach ist, nirgendwo auf dieser Welt.

Da gibt es die Beziehungsprobleme, die finanziellen Probleme, die politischen Probleme.

Was meint ihr, ist das Wichtigste, um halbwegs gut durch das Leben zu kommen?

Heute möchte ich mich näher mit Deinen Aussagen beschäftigen.

1) Wir alle wissen, dass dieses Leben nicht einfach ist, nirgendwo auf dieser Welt.
Das ist so n.m.M. nicht richtig. Das Leben kommt ... es ist... überall auf der Welt. Ganz einfach.

Du behauptest 2) Da gibt es die Beziehungsprobleme, die finanziellen Probleme, die politischen Probleme.
Nach meiner Meinung gibt es Aufgaben, die der Mensch als leicht oder als schwer zu erledigen empfindet.
Nur Aufgaben, die unlösbar erscheinen, würde ich als Problem bezeichnen.

Bei lösbaren Aufgaben ist eine Lösungsstrategie wichtig sowie Fleiß und Konsequenz in der Umsetzung.
Steht der einzelne Mensch tatsächlich vor einer für ihn unlösbaren Aufgabe, ist auch die Bezeichnung Problem angemessen. In dem Fall sehe ich nur zwei Alternativen: Suchen einer kompetenten Person - die aus dem Problem eine Aufgabe macht oder das Ertragen der anscheinend unlösbaren Situation.

Das Ertragen einer anscheinend unlösbaren Situation, die ich als Problemsituation bezeichne, wird z.B. durch Menschen leichter, die Verständnis haben und mich moralisch empathisch stützen. Ich denke, wir alle sind mal mehr und mal weniger in einer Situation, in der wir diese Situation aushalten und tragen müssen, weil es zumindest im Moment keine Alternative dazu gibt.

Hier empfinde ich die Hoffnung so wichtig, dass auch die schlimmste Situation enden wird und am Ende Gutes mich erwartet. Die Sehnsucht nach einer guten Lösung und das Hoffen, dass sich die Lösung auch irgendwann einstellen wird, ist zumindest für mich sehr wichtig und verleiht mir die Kraft, auch "diese" Situation zu ertragen. Dabei ist mein Festhalten an Gott bzw. an Jesus Christus die Basis meiner Hoffnung. Ich glaube nicht nur, ich vertraue.

Ich halte es nicht für selbstverständlich, wenn Menschen Gott vertrauen und auf Seine Hilfe hoffen - und sei es nur auf Kraft hoffen, die Situation zu ertragen. Von daher "muß" man auch Vertrauen und Hoffen lernen. Beides ist nicht einfach "da". Hoffen und Vertrauen auf Gott fallen nicht wie der Regen ohne unser Zutun vom Himmel. Damit der Mensch hoffen und vertrauen kann, muß er zunächst das erforderliche konsequente Wollen haben. Die Angst, es könnte nicht reichen, ist schnell unser Begleiter. Aber Angst ist auch hier ein schlechter Ratgeber.

LG, Nordrheiner
 
Das Lernen an sich muß man lernen. Kinder lernen sehr gern, bis das strikte Fächersystem in den Schulen ihnen das austreibt. Fächerübergreifendes Lernen, das an die kindliche Neugier anknüpft und keine Lern-Verweigerer hervorbringt, stellt sehr hohe Ansprüche an die Lehrkräfte, die in vielen Fächern gleichzeitig top sein müssen, und an das Schulsystem, weil dann eben eine Lehrkraft keine 30 Kinder pro Klasse (wie zu meiner Zeit) mehr "schafft", sondern nur Kleingruppen von, sagen wir, 10 Kinder maximal, was entsprechend viele und bestens ausgebildete Lehrkräfte und entsprechende Ausstattung in den Schulen (angepaßte Klassenzimmer) voraussetzt.
 
Wir alle wissen, dass dieses Leben nicht einfach ist, nirgendwo auf dieser Welt.
Da gibt es die Beziehungsprobleme, die finanziellen Probleme, die politischen Probleme.
Was meint ihr, ist das Wichtigste, um halbwegs gut durch das Leben zu kommen?
Viele Probleme lassen sich nicht durch Lernen lösen, sondern durch Handeln. Und durch ehrliche Selbsterkenntnis. So viele Beziehungsprobleme kommen daher, daß Menschen, die sich in Wahrheit gar nicht miteinander vertragen, aus allen möglichen Gründen zwangsweise aufeinander hocken bleiben, statt zu handeln, sprich sich zu trennen. Finanzielle Probleme daher, daß man nicht bereit ist, unnötige Belastungen einfach in den Wind zu schießen. Politische Probleme daher, daß man entweder Rattenfängern hinterherläuft, die zwar großartig versprechen, aber hinterher nichts einhalten, oder aber nur die kleineren Übel wählt, die aber am Ende genauso nichts taugen wie die großen Übel.
Deswegen ist die Fähigkeit und der Wille zu handeln ein ganz wichtiger Punkt im Leben. Untätig auf dem Hintern sitzen bleiben und jammern ändert kaum jemals etwas.
 
Erstmal Danke für deinen extensiven Beitrag, Nordrheiner, den ich hier so nicht unbedingt erwartet hätte.

Heute möchte ich mich näher mit Deinen Aussagen beschäftigen.

1) Wir alle wissen, dass dieses Leben nicht einfach ist, nirgendwo auf dieser Welt.
Das ist so n.m.M. nicht richtig. Das Leben kommt ... es ist... überall auf der Welt. Ganz einfach.

Ich bin mir nicht sicher, aber wenn ich wiederholt über das lese, was du geschrieben hast, haben wir uns eventuell missverstanden. Ich meinte "nicht einfach" als Gegensatz zu "nicht schwierig".

Wenn es dir recht ist, elaboriere ich das auch noch ein wenig. Ich mache es allerdings ganz kurz. Schau', wenn du mit einem sonnigen Gemüt, Produktivität und sozialem Verhalten ausgestattet bzw. "gesegnet" bist, gleichfalls nicht geschlagen von Krankheit, Armut oder Korruption, und die Menschen um dich herum so ähnlich ticken, dann ist das Leben vielleicht einfach. Wenn du dir die Welt aber so betrachtest, ist das nicht unbedingt der Regelfall.

Du behauptest 2) Da gibt es die Beziehungsprobleme, die finanziellen Probleme, die politischen Probleme.
Nach meiner Meinung gibt es Aufgaben, die der Mensch als leicht oder als schwer zu erledigen empfindet.
Nur Aufgaben, die unlösbar erscheinen, würde ich als Problem bezeichnen.

Sprachlich-psychologisch wird empfohlen, nicht von Problemen zu sprechen, sondern von Aufgaben bzw. Herausforderungen, und das aus gutem Grund. Insofern stimme ich dir auf dieser Ebene erstmal zu.

Gleichfalls gilt es hier zu differenzieren. Umgangssprachlich spricht man "lieber" von Problemen. Probleme stellen oftmals eine "Monstrosität" dar, einen nicht besteigbaren Berg, über den man lieber schimpft, als sich an die Besteigung zu machen. Durchaus nachvollziehbar, dass man das so machen kann.

Stimme dir gleichfalls darin zu, dass ein Problem erst dann eine Aufgabe bzw. Herausforderung ist, wenn man zum einen das Problem lösen will, und zum anderen das Problem ausreichend analysiert und Lösungsmöglichkeiten eruiert hat. Und da sind wir nicht zuletzt in den Gefilden von Gefühlen und Rationalität, also Teilbereichen unseres Lebens, die sich unglaublich weit vertiefen lassen.

Und zu guter Letzt gibt es immer und überall Aufgaben und Herausforderungen. Diese setzen aber nicht zwingend Probleme voraus. Oft geht es im weitesten Sinne nur um "Schule" - also das bessere Verständnis, das Erweitern von Fähigkeiten, Vereinfachung/Verbesserung von Dingen, neue Erkenntnisse, oder gar eine Metamorphose.

Bei lösbaren Aufgaben ist eine Lösungsstrategie wichtig sowie Fleiß und Konsequenz in der Umsetzung.
Steht der einzelne Mensch tatsächlich vor einer für ihn unlösbaren Aufgabe, ist auch die Bezeichnung Problem angemessen. In dem Fall sehe ich nur zwei Alternativen: Suchen einer kompetenten Person - die aus dem Problem eine Aufgabe macht oder das Ertragen der anscheinend unlösbaren Situation.

D'accord. Siehe meinen vorhergehenden Passus. Würde nur insofern ergänzen wollen, dass man je nach Fall einen Spezialisten "außerhalb" suchen/finden kann, oder selbst zu einem wird. Aus meiner Sicht beides grundsätzlich möglich.

Das Ertragen einer anscheinend unlösbaren Situation, die ich als Problemsituation bezeichne, wird z.B. durch Menschen leichter, die Verständnis haben und mich moralisch empathisch stützen. Ich denke, wir alle sind mal mehr und mal weniger in einer Situation, in der wir diese Situation aushalten und tragen müssen, weil es zumindest im Moment keine Alternative dazu gibt.

Auch hier stimme ich dir zu. Sehe hier nur das Problem, dass "geistige Streicheleinheiten" oder gar "Selbstbeweihräucherung" im Negativfall dazu führen könnten, ein grundsätzlich lösbares Problem nicht zu erkennen und nicht zu lösen.

Hier empfinde ich die Hoffnung so wichtig, dass auch die schlimmste Situation enden wird und am Ende Gutes mich erwartet. Die Sehnsucht nach einer guten Lösung und das Hoffen, dass sich die Lösung auch irgendwann einstellen wird, ist zumindest für mich sehr wichtig und verleiht mir die Kraft, auch "diese" Situation zu ertragen. Dabei ist mein Festhalten an Gott bzw. an Jesus Christus die Basis meiner Hoffnung. Ich glaube nicht nur, ich vertraue.

Verstehe das, auch wenn ich es nicht verstehe. Denn ich bin nicht du, und du bist nicht ich. Wäre ja auch ein bisschen langweilig.

Dass Gott bzw. Götter (bspw. Bei den Hindus) vielen Menschen eine Lösung und/oder Unterstützung in ihren Situationen oder Leben ist, ist vollkommen klar. Von mir bleibt das auch vollkommen unbenommen. Ich sagte ja selbst, dass ich einen "Gott" habe. Nur hat mein Gott keine Bücher oder Religionen vorzuweisen. Mir ist das auch lieber so. Denn wenn ich mit Menschen - aller Altersgruppen, Herkünfte und Einstellungen - spreche, und ich bzw. wir uns erstmal darüber verständigen müssten, über Religionszugehörigkeit oder Gottesverständnis, dann wäre mindestens der halbe Tag vergangen, bevor wir mal vernünftig gelacht oder zusammen was gemacht hätten. Ich bin da etwas pragmatischer, so wie mein Gott. Ich trage meinen Gott nicht auf der Lanze. Das Leben ist mein Gott, und ihre Bibliothek die Welt.

Ich halte es nicht für selbstverständlich, wenn Menschen Gott vertrauen und auf Seine Hilfe hoffen - und sei es nur auf Kraft hoffen, die Situation zu ertragen. Von daher "muß" man auch Vertrauen und Hoffen lernen. Beides ist nicht einfach "da". Hoffen und Vertrauen auf Gott fallen nicht wie der Regen ohne unser Zutun vom Himmel. Damit der Mensch hoffen und vertrauen kann, muß er zunächst das erforderliche konsequente Wollen haben. Die Angst, es könnte nicht reichen, ist schnell unser Begleiter. Aber Angst ist auch hier ein schlechter Ratgeber.

Trotz meines Gottes bin ich mehr ein "Körper-Geist-Vertreter". Aus meiner Sicht muss man also seinen Körper und Geist verstehen, um halbwegs gut durchs Leben zu kommen. Aus meiner Sicht steht nicht das Wollen vor dem Verstehen, sondern das Verstehen vor dem Wollen.
 
Ich finde es mit das Wichtigste, sich zu vergegenwärtigen, dass Menschen, die anders sind als man selber, keinen Angriff und keine Bedrohung oder Abwertung für einen darstellen. Andersartigkeit ist ein Zeichen der Vielfalt. Gerade dadurch, dass wir Menschen so individuell verschieden sind, hat sich die Menschheit soweit entwickeln können.

Es lebt sich erheblich besser, wenn man begriffen hat, dass man selber nicht der Maßstab und nicht das Maß aller Dinge ist, sondern einer von vielen Milliarden Menschen.
 
Das Lernen an sich muß man lernen. Kinder lernen sehr gern, bis das strikte Fächersystem in den Schulen ihnen das austreibt. Fächerübergreifendes Lernen, das an die kindliche Neugier anknüpft und keine Lern-Verweigerer hervorbringt, stellt sehr hohe Ansprüche an die Lehrkräfte, die in vielen Fächern gleichzeitig top sein müssen, und an das Schulsystem, weil dann eben eine Lehrkraft keine 30 Kinder pro Klasse (wie zu meiner Zeit) mehr "schafft", sondern nur Kleingruppen von, sagen wir, 10 Kinder maximal, was entsprechend viele und bestens ausgebildete Lehrkräfte und entsprechende Ausstattung in den Schulen (angepaßte Klassenzimmer) voraussetzt.

Jedoch möchte ich hinzufügen, dass es nicht nur an den designierten Lehrern liegt, sondern auch an den Eltern und grundsätzlich jedem Menschen. Denn wir sind alle Lerner und Lehrer. Eine Verantwortung, der man sich bewusst sein sollte.
 
Ach, ich gebe gerne Informationen weiter. Merkt Ihr hier im Forum ja ziemlich oft, wie ich oft vom hundertsten ins tausendste komme und da plötzlich Verknüpfungen verschiedener Themen da sind, an die vorher keiner dachte, oder? [Selbstbeweihräucherung/off 😀]
Auch das ist lehren, (Denk-)Wege aufzuzeigen, wo vorher keiner Anknüpfungspunkte sehen konnte.
 
Na ja, am Ende des Tages ist es ja doch nur diese eine Welt, alles irgendwie und irgendwo verknüpft. Wenn es auf dieser Welt etwas gäbe, was man nun so gar nicht verstehen könnte, wäre das doch einigermaßen verwunderlich.
 
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