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The Truth
Gast
Faulheit ist halt der (philosophische) Gegenentwurf zur Leistungsgesellschaft, in der wir leben. Deshalb hat sie so einen "Schmuddelruf". Faul wird oft mit dumm, unfähig ect. assoziert, auch wenn das natürlich nicht zwangsläufig zusammengehört.
Ich stimme zu, dass wir "faule Phasen" brauchen, um zu regenerieren. Nichtstun gehört dazu, um das (seelische) Gleichgewicht zu halten. Ich bin allerdings der Meinung, dass permanentes Nichtstun auch nicht glücklich machen kann. Die meisten Menschen möchten vermutlich schon "tätig" sein, im Besten Falle etwas bewegen können, mitentwickeln, vorantreiben ect.
Ich denke, einen Kompromiss schafft man am ehesten, wenn man versucht, einen Beruf zu finden, der den eigenen Interessen entspricht. Auch dann wird man die Arbeit nicht jeden Tag als puren Spaß empfinden, aber man geht wahrscheinlich oft/meistens mit einem ganz guten Gefühl zur Arbeit. Weil man seinen Job dann eben nicht (nur) für Andere macht, sondern weil man ihn mag. Weil man die Arbeit gerne tut, weil man etwas von sich einbringen kann. Das tut der Seele gut und ist damit genauso wichtig wie die "Nichts-Tu-Phasen".
Ich gebe zu, es ist heute oft schwer, das zu finden, was man Work-Life-Balance nennt. Die einen finden keine Arbeit und leben - oft unglücklich - in den Tag hinein. Andere stressen sich bis zum Burn-Out im Job, und können gar nicht mehr abschalten.
Das Bild mit der Wiese ist schön. Könnte ich auch ne Weile aushalten, am besten noch an nem kleinen See, wo man Grillen, Frösche und anderes Getier beobachten kann. Empfind ich auch als Balsam für die Seele sowas. Aber ehrlich? Jeden Tag auf der Wiese? Ich denke, nach 2 Wochen würdest du wohl auch etwas "machen" wollen - in welcher Form auch immer.
Ich bewundere Menschen, die unabhängig von der mordernen Welt leben.
Ich finde es einfach dumm, sich das ganze Leben zu stressen.
Ich meine es ist doch traurig, dass unser Leben zu kurz ist um sich selbst kennenzulernen, weil man schon in der Schule dazu gedrillt wird wie man zu sein hat.
Der faule Mensch hat fast immer einen schlechten Ruf, dabei ist er oft besser dran als das Arbeitstier.