Das ist nicht grenzwertig , sondern kriminell.
Hier einige Zeilen von Alice Miller dazu.
Zitat:
Welche Botschaften werden dem Kind durch Schläge vermittelt?
- Dass ein Kind keinen Respekt verdiene.
- Dass das Quälen einen guten Sinn haben könne (was grundsätzlich falsch ist, denn die erfahrene Qual lehrt das Kind, andere zu quälen).
- Dass der eigene Schmerz nicht gefühlt werden dürfe; er muss ignoriert werden (was gefährlich für das Immunsystem ist).
- Dass Gewalttätigkeit mit Liebe vereinbar sei (die Wurzel von Perversion).
- Dass das Verleugnen von Gefühlen gesund sei (der Körper bezahlt den Preis für diesen Fehler oftmals viel später).
Das ist definitiv ein schweres Thema...
(innerer Monolog: schick ichs ab oder schick ichs nicht ab *verdammt was kann schon passieren *ich schick es ab *aber ich hab Angst *wovor denn *aber es ist doch die Wahrheit, trag deinen Teil dazu bei *aber ich hab Angst *ich änder es nochmal...usw.)
Danke für diesen Beitrag. Alice Miller ist immer wieder ein Schatz.
Wenn es darum geht, das nicht klein zu reden. Einem den Respekt zurück zu geben.
Hab diesen tread aus guten Gründen eher gemieden bisher. Und es hat Gründe, warum ich selbst keine Kinder habe - ich habe Angst vor meinem "Schatten". Vor dem Monster in mir, das aus der Vergangenheit kommt.
Ich zahle den Preis für eine gewalttätige Erziehung, inklusive Schlägen, einen Dauer-Stresszustand in der Kindheit.
Ich erlebe die Folgen nun Jahre später am eigenen Leib, jeden Tag. Das gestörte Gefühlsleben reagiert immer noch so, als sei die Bedrohung gegenwärtig. Immer wieder, aus scheinbar nichtigem Anlass. Und ich hab Angst, das hier zu schreiben, das erscheint mir als etwas, wofür ich "bestimmt bestraft werde" - und ich bin eigentlich ein erwachsener Mensch. Ich weiß rational, dass es nicht so ist, aber mein Körper reagiert immer noch so. Das ist nicht bei jedem so, dass er mit Krankheit darauf reagiert, aber es kann passieren. Man sieht es dem Kind nicht an, wie seine Seele es verarbeiten wird.