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Was haltet ihr vom Buddhismus?

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Jede Religion kann gewalttätig werden, wenn sie erstens politisch institutionalisiert wird und zweitens unter Druck durch eine andere, gewaltsam vorgehende Religion gerät. Siehe die Nahtstellen Buddhismus/Islam.
Rohingya und aktuell Sri Lanka. Zwei Fälle wo muslimische Minderheiten gehen eine übermächtige buddhistische Mehrheit stehen. Daß die Attentate in Sri Lanka auf die christliche Minderheit dort gerichtet waren, ist dabei egal, wer christliche Kirchen in die Luft sprengt, hat auch bei buddhistischen Tempeln keine Skrupel. Schädigend für Wirtschaft (Tourismus) und Regierung sind Attentate allemal. Mit solchen Aktionen macht sich die muslimische Minderheit absolut nicht beliebt, in einem Land, das noch vom vergangenen Bürgerkrieg her traumatisiert ist.
 
In Sri Lanka wurde wohl gerade die Verschleierung in der Öffentlichkeit verboten. Lol.

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Was Buddhisten betrifft, ist meine persönliche Erfahrung hauptsächlich die, mit tibetischen Buddhisten hier in Berlin, auch auf einem Kongress mit etwa 2.000 Menschen, und die erschienen mir alle als recht sympathisch, friedlich und freundlich.

Zumindest, wenn man meditiert, führt man wohl keine Kriege.

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Wäre auch einigermaßen erstaunt darüber, wenn bspw. der Dalai Lama einen Krieg führen oder anzetteln würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
In Tibet gab es auch schon "Kriege", nämlich interne Auseinandersetzungen zwischen den "Gelbmützen" und "Rotmützen", zwei unterschiedliche religiöse Ausrichtungen des tibetischen Buddhismus. Für unser europäisches Verständnis vom Krieg reiner Sturm im Wasserglas, aber auch da ging es in der Theokratie Tibets einfach um Politik.
Interessant was sich aus einer "Kritik der Kritik am Buddhismus (laut zwei verschieden Autoren) alles an Informationen herauslesen läßt: https://info-buddhismus.de/Kritik-Dalai_Lama-Trimondi-Goldner-Tibetischer_Buddhismus-Golzio.html
 
Ich selbst bin ja nicht gläubig, religiös oder so, höchstens auf eine Weise, die nichts mit einer bekannten Religion zu tun hat. Bin selbst wohl eher Atheist, Agnostiker, irgendwas in dieser Richtung, vermute ich.

Wenn mir jemand sagt, dass er Buddhist, Christ, Muslim, Hindu oder was auch immer ist, sagt mir das erst mal nichts, wenn ich mir den Menschen nicht etwas genauer betrachtet habe.

Ich meine, ich könnte auch an die "Lustigen Taschenbücher", Entenhausen und Mickey Mouse glauben. Dafür könnte ich vielleicht in der Klapse landen, aber Dogmen für einen Terrorismus lassen sich daraus eher nicht ableiten. Und ich glaube, dass man auf diese oder ähnliche Weise auch eine Religion bzw. die Interpretation des jeweils Gläubigen zu bewerten hat.
 
Die "Lustigen Taschenbücher" sind für die D.O.N.A.L.D.isten durchaus sowas wie die heiligen Schriften einer (Spaß-)Religion. Auch nicht unvernünftiger als die "Pastafaris". Oder selbsternannte Jedi-Ritter. 😀

Imho die einzige akzeptable Version von Religion, mit Spaß, Nerd-Talk, aber jeder Art von Zwang, Bedrohung, ernst gemeintem Fanatismus abhold. Selbst Fußballfans von verschiedenen Vereinen vermöbeln sich zuweilen auf die handfeste Art (auch ´ne Art von Religion), bei Comicfans läuft selbst das nicht.
 
Ich persönlich verstehe Buddhismus weniger als Religion sondern eher als interessanten Denkansatz Leid aus dem Leben zu verbannen. Jedoch schwer umzusetzen, da man praktisch die Geduld und Nachsicht (sich und anderen) eines Heiligen besitzen muss, um es wirklich sinnvoll einzusetzen.

Da ich aber nicht heilig sondern herrlich schrecklich bin, bleib ich beim klassischen Atheismus. 😉
 
Ja, bei Fußball denke ich manchmal, dass das eine Art "Ersatzkrieg" ist, wenn ich mir die Fans so betrachte. Hab' das Ganze noch nie so recht verstanden. Sport und eine gewisse Leistung? Okay - aber sonst?

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Aus atheistischer Sicht bzw. meiner Sicht ist eine Religion/Glaube nicht unwichtig, unbedeutend oder vollkommen nutzlos, aber hat aus meiner Sicht den Ursprung maßgeblich in Unwissenheit, Leid und Hilflosigkeit.

Verstehe das auch vollkommen. Kenne das Gefühl selbst. Wenn man leidet, hilflos ist, verzweifelt ist, einem Ungerechtigkeit widerfährt, gegen die man sich nicht wehren kann, muss es doch etwas geben, was weiser, gütiger und mächtiger ist als alles andere.

Gott bzw. Götter.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich persönlich verstehe Buddhismus weniger als Religion sondern eher als interessanten Denkansatz Leid aus dem Leben zu verbannen. Jedoch schwer umzusetzen, da man praktisch die Geduld und Nachsicht (sich und anderen) eines Heiligen besitzen muss, um es wirklich sinnvoll einzusetzen.

Da ich aber nicht heilig sondern herrlich schrecklich bin, bleib ich beim klassischen Atheismus. 😉

Haha, ja. Ich bin auch herrlich schrecklich. Keine Ahnung, wem ich das zuschreiben soll...
 
Ja, bei Fußball denke ich manchmal, dass das eine Art "Ersatzkrieg" ist, wenn ich mir die Fans so betrachte. Hab' das Ganze noch nie so recht verstanden. Sport und eine gewisse Leistung? Okay - aber sonst?

Krieg auf dem Spielfeld statt auf dem Schlachtfeld, Tanz um die "heilige Kugel" statt vorrückende Panzer und Fernlenkraketen, wäre für mich jederzeit die bessere Alternative, selbst wenn es dabei Tote gäbe wie bei den Ballspielen der alten Maya, wo die Verlierer den Göttern geopfert wurden.

Beim Fußball kommt außer den sportlichen Aspekten noch das Geektum dazu, wenn man die Spiele des letzten halben Jahrhunderts samt angetretener Spieler aus dem Effeff herunterrattern kann. Also ganz ähnlich wie bei Comic-Fantasy-Computerspiele- oder anderen Geeks a la "Big Bang Theory".

Und natürlich das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb des Rudels, sorry des Fanvereins, der Fankurve. Mit Schlachten/Gruppengesang, gemeinsamen Sauforgien und allem was sonst so dazugehört. 🙄
Ersatzreligion in jeder Hinsicht.
 
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