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Was hält die Leute davon ab mit mir befreundet zu sein?

Also hier auf dem Dorf leben ca 20 junge Familien und ALLE Familienväter tun das. Die Mütter übrigens auch. Alle aufgezählten Dinge. Warum sollten sie auch nicht? Sicher, als Familienvater wird das weniger aber es verschwindet doch nicht komplett. Zumindest nicht als vernünftiger Familienvater. Solange man seine Familie dabei nicht vernachlässigt ist das auch gar kein Thema. Dadurch dass ich das im Dorf auch schnell sehen kann fällt mir das ja auch so massiv auf. Auch eben, dass ich bei solchen Sachen keine Rolle spiele.

@Brumm: Entschuldige, bei so vielen Antworten kann die eine oder andere Frage mal untergehen. Warum meine Frau hier keine richtigen Freunde hat kann ich nicht sagen. Evtl ist das Teil des Problems. Aber ich hatte die Probleme schon weit bevor ich sie kannte. Daher scheidet sie zumindest als Alleingrund für mich aus. Mit meinen Schwagern habe ich bisher nicht gesprochen. Liegt daran, dass die 2 eigentlich für alles nen blöden Spruch übrig haben und ich mir deswegen kein so ernsthaftes Problem vorstellen kann. Beide wären übrigens nicht auf meiner Liste der sympathischsten Kandidaten für eine Freundschaft (wenn es so eine gäbe), wenn sie nicht meine Schwager wären.
 
Ich habe ein paar Fragen an dich.

Warum möchtest du so unbedingt mit diesen Menschen befreundet sein?
Warum fühlst du in dir diese Leere?
Wann hast du diese Leere das erste Mal in deinem Leben gespürt?
(Versuche dich an die erste Erfahrung in deinem Leben zurückzuerinnern. Was war der Auslöser, die Situation, welche Gefühle kamen da hoch?)
Bist du selbst ein Mensch, mit dem du befreundet sein möchtest?
 
Mir geht es eher um die persönliche Ebene. Das entwickeln echter Freundschaften. Das Teilen von Aktivitäten. Kino, zocken, grillen, Konzertbesuche, einfach mal auf nen Kaffee/Bier treffen...ganz normales Verhalten zwischen Freunden eben. Das gibts bei mir nicht. Und mein Problem ist einfach, dass ich immer ein offener Mensch war, mich quasi mit jedem Menschen den ich treffe gut unterhalten kann und sich trotzdem nie Freundschaften entwickeln.

Kann es sein, dass dir so ein bisschen die "Besonderheiten" bzw die Ecken und Kanten fehlen?
So als Mensch, der wirklich mit quasi JEDEM, zumindest auf oberflächliche Art gut kann, fehlt eventuell dieses gewisse Etwas , dass sich jemand denkt "Mensch, der hat was / der ist interessant. Den will ich näher kennenlernen"
Vielleicht wirkst du da einfach zu glatt, zu angepasst, zu 0815. Soll nicht böse gemeint sein, wäre nur so eine Idee, woran es liegen könnte.
Vielleicht musst du da mal mutiger sein, und etwas mehr von deinen "Eigenarten" zeigen, auch auf die Gefahr hin, dass du dich dann nicht mehr mit JEDEM gut unterhalten kannst und manche vielleicht auch denken "Was ist das denn für ein Depp?", aber du dann dafür bei den RICHTIGEN Leuten mehr Interesse erweckst und die denken "Der hat was. Den will ich näher kennenlernen."
Ist natürlich aufm Dorf, wo schon eine gewisses Gefüge herrscht und auch die Auswahl an unterschiedlich tickenden Persönlichkeiten begrenzt ist , schwerer.
 
Also hier auf dem Dorf leben ca 20 junge Familien und ALLE Familienväter tun das. Die Mütter übrigens auch. Alle aufgezählten Dinge. Warum sollten sie auch nicht? Sicher, als Familienvater wird das weniger aber es verschwindet doch nicht komplett. Zumindest nicht als vernünftiger Familienvater. Solange man seine Familie dabei nicht vernachlässigt ist das auch gar kein Thema. Dadurch dass ich das im Dorf auch schnell sehen kann fällt mir das ja auch so massiv auf. Auch eben, dass ich bei solchen Sachen keine Rolle spiele.

@Brumm: Entschuldige, bei so vielen Antworten kann die eine oder andere Frage mal untergehen. Warum meine Frau hier keine richtigen Freunde hat kann ich nicht sagen. Evtl ist das Teil des Problems. Aber ich hatte die Probleme schon weit bevor ich sie kannte. Daher scheidet sie zumindest als Alleingrund für mich aus. Mit meinen Schwagern habe ich bisher nicht gesprochen. Liegt daran, dass die 2 eigentlich für alles nen blöden Spruch übrig haben und ich mir deswegen kein so ernsthaftes Problem vorstellen kann. Beide wären übrigens nicht auf meiner Liste der sympathischsten Kandidaten für eine Freundschaft (wenn es so eine gäbe), wenn sie nicht meine Schwager wären.

Kann es sein, dass sie im Dorf früher auch eher ein Außenseiter war? Dann wirds natürlich schwieriger, dort wieder anzudocken mit der "Vorgeschichte".
Und ihr zwei habt euch als zwei Außenseiter gefunden?

Ich hab das Gefühl, damit hättet ihr es in einer Stadt deutlich leichter, Kontakte zu knüpfen.
 
Wenn du Single wärst könnte ich obige Aussage total nachvollziehen, aber Familienväter tun das normalerweise nicht. Auf dem Dorf sowieso nicht. Von einem Familienvater erwartet man gar nicht, dass er Zeit fürs Kino hat, denn er hat Familie und verbringt üblicherweise seine freie Zeit mit ihnen. Auf dem Dorf grillen nicht die Kumpels zusammen, sondern die Familien. Eine individuelle Freundschaft ergibt sich normalerweise erst nach und nach wenn man sich besser kennengelernt hat, Gemeinsamkeiten entdeckt hat und beide merken, dass man auf gleicher Wellenlänge ist.

Ich an deiner Stelle würde mich mal subtil und unaufdringlich an deinen Nachbarn hängen, der laut deiner Aussage nach wenigen Monaten schon voll integriert war. Und wie fängt man an? Mit einem Gespräch über den Gartenzaun über Rasendünger oder den Kauf eines neuen Autos..
Also, das kann ich absolut nicht bestätigen.
Selbstverständlich treffen sich auf Dörfern auch verheiratete Männer untereinander für Sport, Kino, Kartenspiele, zum online zocken, oder auch nur zum gemütlichen Beisammensein.
Warum denn auch nicht?
Für die Frauen gilt das Gleiche, alles andere würde ich auch als ziemlich öde und einengend empfinden...

Daß man seine Freizeit als Ehepaar nur mit der Familie verbringt, das kenne ich eher aus Orten, wo es sehr anonym zugeht, wo keiner was mit dem anderen zu tun haben will, und die Leute in der Nachbarschaft sich höchstens mal kurz grüßen.
Alles andere ist schon zuviel...😡

Das kann in der Stadt, aber auch auf dem Land so sein.
Solche Orte ohne nachbarschaftliche und freundschaftliche Kontakte sind z.B. oft Neubauviertel, in denen jeder an seinem Haus baut, und soviel finanzielle und andere Verpflichtungen hat, daß man froh ist, wenn man abends seine Ruhe hat.

Oder wo sich die zugezogenen Häuslebauer als was Besseres fühlen als die Alteingesessenen, und erst Recht gegenüber den Bewohnern, die "nur" zur Miete wohnen.
Aber das alles scheint im Wohnort des TE ja zum Glück nicht der Fall zu sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Ingo ,

tja Dorfleben ist nicht soooo einfach, es gibt da schon sehr große Unterschiede zwischen Dörfer die nur 3 km auseinander existieren.
ich selber bin auf einem sehr ländlichen Dorf groß geworden,
nun lebe ich wieder auf einem Dorf,
auch wir sind nicht integriert obwohl wir schon 4 Jahre hier leben,
aber das stört mich nicht,
denn ich teile nicht viele Ansichten mit den Bewohnern z.B.
""mit den Blumen tanzen"" , oder "" lerne Deinen weiblichen Körper kennen""
""wir trommeln gemeinsam"" und so könnte ich zig Dinge aufzählen,
uns hat man sogar angezeigt wegen Steuerhinterziehung weil wir Besuch von der Tochter hatten und sie mit ihrem Hund kam . ( der Hund war mit ihr 4 Stunden da) ----wie dumm und witzig 😄😄
Also:
mache dir keine Gedanken, vielleicht willst du nicht wirklich so engen Kontakt haben ,
wobei du ja überall mit bei bist , das ist doch gut so und halte es weiter so ,
oder ??
Bist du neidisch und eifersüchtig auf die anderen??
Naja dafür hast du vielleicht in einigen Dingen weniger Stress.
Man kann es drehen wie man möchte , überdenke mal Deine Situation,
vielleicht ist es alles nicht so schlimm wie es sich anhört.

Lade die Freundinnen von Deinen Kindern zu einem Kinderfest bei Euch ein ,
vielleicht kommt ja doch jemand. Und meist sind dann auch Eltern mit am Start.....
 
Lieber Threadersteller,

ich habe deinen Thread komplett gelesen und kann dich soooo gut verstehen. Mir geht es nämlich genauso wie dir.

Obwohl ich ein offener Mensch bin, der gerne auf andere zugeht, entwickeln sich bei mir keine Freundschaften. Wo auch immer ich unterwegs bin - Arbeitsstelle, Nachbarschaft, Vereine, Spontacts - die meisten Menschen sind zwar freundlich zu mir, aber die Kontakte bleiben oberflächlich und werden nicht tiefer.

Das macht mich sehr traurig. Andere finden spielerisch leicht neue Freunde, aber bei mir klappt es leider nicht.
 

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