@Ingo_Gnito ich gebe dir einen Tipp: Wenn du nicht willst, dass dein Thread gleich wieder versandet, musst du schon in den Dialog gehen und aktiv mitschreiben, indem du auf Kommentare der User persönlich eingehst. Du antwortest zwar alle paar Tage, aber im Grunde informierst du bloss so ganz allgemein. Keiner fühlt sich angesprochen.
Es fällt auf, dass du nur von dir und deinen Bemühungen um Anschluss zu finden schreibst. In einem Dorf aber ist das Pärchensache. Du hast das Pech, dass deine Frau nicht gerade gesellig ist und ihre Familie ihr genug der sozialen Kontakte ist. Das ist keine Hilfe für dich, wo du auch so schon Mühe hast an Menschen ranzukommen. Hätte sie nämlich keine Familie vor Ort, müsste auch sie sich ein wenig bemühen um nicht zu versauern. Auch wenn die Schulkameraden deiner Frau nicht mehr im Dorf leben, deren Eltern Verwandten und Bekannten tun es noch. Mindestens die Hälfte der Einwohner kennt deine Frau noch, sie ist keine Unbekannte. Deiner Frau würde es um einiges leichter fallen bei den Alteingesessenen wieder anzuknüpfen, will sie aber nicht und sie macht es dir damit viel schwerer als nötig, denn der Fremde bist du und Fremde werden in einem Dorf nicht mit dem roten Teppich empfangen.
Du kannst die Eltern und Geschwister deiner Frau bitten euch ein wenig unter die Arme zu greifen. Sei es, dass sie ihre Bekannten fragen ob es ok ist wenn sie euch zum nachbarschaftlichen Grillabend mitnehmen, dass sie selber einen Grillabend mit ihren Freunden veranstalten und euch dazu einladen oder dass der Schwager dich zur Skatrunde in der Dorfkneipe mitnimmt, oder, oder. Das wäre viel einfacher für dich/euch. Lebt die Familie deiner Frau auch zurückgezogen, hast du gleich nochmal Pech.
Das was du so unternimmst um Anschluss zu finden sind meist einmalige und unpersönliche Dinge. Aber um mit jemandem warm zu werden muss man schon ein paar Mal miteinander zu tun gehabt haben. Da kannst du noch lange mithelfen Tische und Bänke für's Dorffest aufzustellen, wenn die Bänke stehen gehen alle nach Hause und das war's auch schon, bis zum nächsten Jahr. Ich rate dir einem Dorfverein beizutreten wo man sich regelmässig trifft. Da ist es erstmal egal ob es der Männerchor oder der Turnverein ist. Gehen kannst du immer falls du dich unwohl fühlst.
Noch ein Wort zu deinen Töchtern: Falls ein Kind kein "Hoppla, jetzt komm ich und spiele einfach mit" Typ ist, liegt es wiederum an den Eltern (insbesondere der Mutter) dem Kind behilflich zu sein. Sie kann das Kind ermuntern zu den spielenden Nachbarskindern zu gehen um mitzuspielen. Kindergeburtstage laufen folgendermassen ab: Nicht die Kinder laden ein, sondern die Mütter. Sie rufen die anderen Mütter an, sagen "Ich mach eine Party zu Jans Geburtstag, dein Kurtchen ist herzlich eingeladen. Kommt ihr?" Ja "ihr", denn je nach Alter der Kinder sind die Mütter auch dabei. Sagt die Mama zu (was sie höchstwahrscheinlich tun wird, sonst muss sie damit rechnen, dass an Kurtchens Geburtstag Jan und damit auch andere Kinder auch nicht kommen, weil Jans Mutter beleidigt ist) darf Jan die Einladungen an die anderen Kinder persönlich überreichen, auch wenn es schon vorher beschlossene Sache der Mütter war. Das bedingt aber, dass die Mütter sich schon kennen. Sie müssen keine Freunde sein, aber wenigstens über die Kinder bekannt. Wenn deine Frau aber nur bei ihrer Familie hockt und sonst keine Kontakte pflegt, wird auch das Kind nicht eingeladen.
Du musst nicht glauben, dass es nur an dir liegt wenn du keinen Anschluss findest. Auf dem Dorf spielen noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Deine Frau ist einer davon. Du solltest mit ihr darüber reden damit auch sie ihren Teil dazu beiträgt, dir und den Kindern den Anschluss zu den Dorfbewohnern zu erleichtern.