AW: Was gefällt Euch an Euerem Glauben und an Euerer Religion?
Man kann sogar im Lotto gewinnen ohne vorher gespielt zu haben: nämlich wenn man den Spielbeleg auf der Straße findet oder geschenkt kriegt. Dann ärgert sich hinterher derjenige, der ihn verloren oder leichtsinnig verschenkt hat, wenn man nicht so anständig ist, den Gewinn wenigstens mit ihm zu teilen. 🙄
Aber grundsätzlich kann es keinen Gewinn geben, ohne daß (zumindest) irgendwer mitspielt. Deine Schlußfolgerung ist also ein voller Zirkelschlag und somit falsch.
Und wenn man hundertmal für irgendwas betet und es tritt ein: deshalb kann es trotzdem der reine Zufall gewesen sein, denn keiner kann beweisen, daß ein Gebet tatsächlich irgendwas bewirkt.
Bete hundert und tausend mal für irgendwas und es tritt zuverlässig jedesmal ein: dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß irgendwas dahinter steckt (aber was genau, das ist dann erst mal wieder eine andere Frage.).
Bete hundert mal für etwas, und es tritt zwei oder dreimal ein, oder fünfmal, oder zwanzigmal: dann war es Zufall.
Bete hundert mal dafür, daß eine geworfene Münze immer auf Kopf fällt: wenn sie im Durchschnitt 50 mal auf Kopf fällt, rangiert das immer noch unter Zufall, wegen der immanenten Fifty-Fifty-Chance.
Es gibt so Wahrscheinlichkeitsberechnungen, was etwa Münzwürfe oder gezogene Kartenwerte (bei den Tests auf parapsychische Fähigkeiten) betrifft, und bei Alltagsdingen mit Fifty-Fifty-Chancen wie - erwische ich den Bus oder erwische ich ihn nicht mehr oder eben der geworfenen Münze - ist die natürliche Bandbreite für Zufälle sehr hoch und die Beweisführung für angebliche gezielte Eingriffe irgendeiner höheren Macht verdammt schwer.
Interessanter wird es erst, wenn viele Faktoren in einer ganzen Kette mitspielen, die alle in einer ganz bestimmten Weise klappen müssen, um zu einem bestimmten Ergebnis zu gelangen. Und da hat man dann nicht mehr den Lottogewinn oder den Münzwurf (da zu einfach), sondern den Schmetterling in Brasilien, der in Peking einen Sandsturm auslöst. Chaostheorie.
Zu Deiner Antwort auf meinen Post, worum es um erhörte, spezielle Gebete ging, welche Du dem Zufall zuschreibst:
Nur was Du nicht recht beachten willst, ist, das Du dann z.B.: im Lotto gewinnen müsstest ohne gespielt zu haben, denn wenn man betet und es fügt sich erkennbar dadurch, dann kann es der Zufall nicht gewesen sein, denn sonst hätte man nicht beten brauchen, sondern eben den Zufall erwartet. Wenn das mit dem Lottozusammenhang nicht leicht verständlich ist, dann noch eine weitere Erklärung:
Wenn ich nicht im Lotto spiele, kann ich eig. nicht darin gewinnen, das ist die Betrachtung einer Prinzip-Regel, welche auf Logik basiert, Ausnahmen bestätigen die Regel. Genauso ist es so, wenn ich nicht bete, kann ich auch eig. nicht erhört werden, das ist wieder eine Betrachtung einer Prinzip-Regel, welche ebenso auf Logik basiert, Ausnahmen bestätigen diese Regel ebenso.
Wenn ich also bete und dann merkbar erhört wurde und dann sage das ist Zufall gewesen, dann entspricht das meinem zweiten Satz in diesem Post. Als 2 Beispiel zur Erklärung dazu noch ein Konstrukt:
So müsste man Lotto spielen (im Vergleich zum Beten), dann den Hauptgewinn gewinnen (im Vergleich zur Erhörung) und hinterher sagen: "Der Gewinn kam nicht davon, das ich Lotto getippt habe", damit Deine Auffassung verständlich wird und noch greifen kann.
Grüße,
peace
Man kann sogar im Lotto gewinnen ohne vorher gespielt zu haben: nämlich wenn man den Spielbeleg auf der Straße findet oder geschenkt kriegt. Dann ärgert sich hinterher derjenige, der ihn verloren oder leichtsinnig verschenkt hat, wenn man nicht so anständig ist, den Gewinn wenigstens mit ihm zu teilen. 🙄
Aber grundsätzlich kann es keinen Gewinn geben, ohne daß (zumindest) irgendwer mitspielt. Deine Schlußfolgerung ist also ein voller Zirkelschlag und somit falsch.
Und wenn man hundertmal für irgendwas betet und es tritt ein: deshalb kann es trotzdem der reine Zufall gewesen sein, denn keiner kann beweisen, daß ein Gebet tatsächlich irgendwas bewirkt.
Bete hundert und tausend mal für irgendwas und es tritt zuverlässig jedesmal ein: dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß irgendwas dahinter steckt (aber was genau, das ist dann erst mal wieder eine andere Frage.).
Bete hundert mal für etwas, und es tritt zwei oder dreimal ein, oder fünfmal, oder zwanzigmal: dann war es Zufall.
Bete hundert mal dafür, daß eine geworfene Münze immer auf Kopf fällt: wenn sie im Durchschnitt 50 mal auf Kopf fällt, rangiert das immer noch unter Zufall, wegen der immanenten Fifty-Fifty-Chance.
Es gibt so Wahrscheinlichkeitsberechnungen, was etwa Münzwürfe oder gezogene Kartenwerte (bei den Tests auf parapsychische Fähigkeiten) betrifft, und bei Alltagsdingen mit Fifty-Fifty-Chancen wie - erwische ich den Bus oder erwische ich ihn nicht mehr oder eben der geworfenen Münze - ist die natürliche Bandbreite für Zufälle sehr hoch und die Beweisführung für angebliche gezielte Eingriffe irgendeiner höheren Macht verdammt schwer.
Interessanter wird es erst, wenn viele Faktoren in einer ganzen Kette mitspielen, die alle in einer ganz bestimmten Weise klappen müssen, um zu einem bestimmten Ergebnis zu gelangen. Und da hat man dann nicht mehr den Lottogewinn oder den Münzwurf (da zu einfach), sondern den Schmetterling in Brasilien, der in Peking einen Sandsturm auslöst. Chaostheorie.