D
Dr. Rock
Gast
Uff, Sigi, jetzt ist ein beinah undurchsichtiger Mischmasch aus unseren Texten entstanden, ich schreib daher nur noch ein paar zusätzliche Kleinigkeiten, die mir zu dieser frühen Stunde spontan einfallen:
Es geht doch nicht darum, was beweisbar ist, hier geht es doch nur darum, verschiedene Theorien nebeneinander zu stellen. Ich finde eine Theorie, ein Gebäude, auch wenn es nicht jedem symphatisch ist, besser als wirres Gezetere über den scheußlichen Gott, der so scheußlich ist, dass man halt rumgrölt (sorry für das Wort, wollte es nur in Gegensatz zu der Sublimierung von Rumgrölen stellen, sich ausdenken, wie es denn sein könnte, auch sein könnte, theoretisch). Keiner muss das annehmen, mir sind solche Konstrukte lieber als nur Schimpfen und aufgrund dessen nichts mehr glauben, sie gehen einen Schritt weiter und suchen nach Möglichkeiten.
Gott hat sich doch in der Bibel (vor allem im alten Testament) selbst als "scheußlich" dargestellt, er ist herrschsüchtig, eifersüchtig, grausam...und wo Gott drin steht, ist doch dann auch Gott drin, oder?
Wie ich die Welt empfinde hat absolut nichts damit zu tun, dass die Weltgeschichte voller himmelschreiender Ungerechtigkeit war und ist, etwas, was in anderen Passagen unseres Austauschs, ja gerade du vehement vertrittst, mehr als ich jemals.
Ich finde schon dass es etwas damit zu tun hat, wie man die Welt empfindet. Auch wenn das jetzt etwas "platt" klingt, hier im Forum fällt mir immer wieder auf dass Gläubige leider eine sehr finstere Sicht auf die Welt haben, ehr zu einer depressiven Ader "neigen", alles als sinnlos empfinden, etc. Und das mag (bewusst im Konjunktiv formuliert) dazu führen, dass Sehnsüchte geweckt werden. Sehnsüchte nach einem Beschützer, der mit dem Leid ein Ende macht und eine Vaterfunktion darstellen mag. Wunschdenken quasi.
Klar existieren in der Welt auch viele Ungerechtigkeiten, das stellt niemand in Frage, aber...ich frage mich gerade wo und wann ich das deiner Meinung nach so vehement vertreten haben soll? 😕
Meine Sicht der Welt ist doch seit jeher eine etwas "gemäßigtere".
Klar fallen uns viele Vorschläge ein, aber letztlich wissen wir zu wenig über die Vorgänge zu Beginn, als dass unsere gutgemeinten Vorschläge irgendwas mit der Realtiät dessen, was da abging zu tun haben. Wir müssen uns mit dem abfinden, was wir wissen, können meutern, schreien, spotten oder Gedankenkonstrukte machen, solche die Gott in ungünstiges Licht stellen und solche, die so gezimmert sind, dass er im günstigeren Licht erscheint. Was da jeder draus macht, . . . hm... erinnert mich an deine obige Frage, ob ich die Welt nur schwarz sehe. In dem Fall wohl eher nicht J
Was wir von den Vorgängen zu Beginn wissen...also ich bin leider kein Wissenschaftrler, aber meines bescheidenen Wissens nach gab es so etwas wie eine Ursupe, in der sich durch Klimaveränderungen, etc. bestimmte chemische und physikalische Prozesse abgebildet haben. Sozusagen der Startschuss für die Evolution.
Und jaja, ich weiss dass nun der Einwand kommt, da müsse natürlich ein Gott seinen Finger in die Ursuppe gesteckt haben...😉
Ich glaue, du wärst der erste und dann würden Milliionen andere folgen, die sich beschweren würden, wenn sie zu einer Art „Gottesanbetern“ geformt worden wären, die nicht anders können als . . .
Na was möchtest du mir denn damit sagen?
Quatsch! Der erste Mensch hat gesündigt, heißt es (was immer das bedeutet) und folglich sterben auch alle seine Nachkommen, Sterben hat viele Formen, ist tragisch und „ungerecht“, und kein Mensch kann es ändern, außer vielleicht eines Tages der, der den Sterbeprozess in Gang setzte und durch Jesus die Rückkehrung des Prozesses verheißen hat, so die Theorie, die man glauben kann oder verwerfen, klar.
Dann entscheide ich mich gegen diese "Theorie" und würde freiwillig in das gemütliche "Fegefeur" latschen, denn so einem tollen Gott, der mich straft weil angeblich Adam in den Appel gebissen hat (böööse Eva...), pfui, mit dem würde ich per se nix zu tun haben wollen.
Im übrigen sollte man der Bibel (wie allen Dingen auch...) ehr kritisch begegnen...
Bibelkritik und Kirchenkritik
Lieber Dr. Rock, ich habe genauso wie du meine Zweifel und Probleme mit der Situation in der wir sind.
Also ich für meinen Teil hab keine probleme damit da ein Gott in meinem Vokabular nur existiert, wenn ich mir das Knie am Wohnzimmertisch stosse und es schmerzt..."Mein Gooott!" 😉
Es gibt Leute, die daraus den Schluss ziehen, Gott alles Böse zuzuschieben, und es gibt Leute, die versucht haben, ein Bild zu bauen, in dem Gott nicht zwangsläufig Verursacher alles Bösen ist.
Wissen tun wir sehr wenig. Wieso bist du so gegen Leute, die auch einmal ein positives Bild probieren, n icht nur das gottentehrende, was sich einem aufdrängen könnte? Du hast doch oben selbst dafür plädiert, die Welt nicht nur schwarz zu sehen. Wieso darf man es auf dem Gebiet nicht, so ein Konstrukt zu bauen?
Die Frage ist nur: Besitzt man ein positives Bild von Gott weil man wirklich glaubt (vielleicht weil man es nicht besser weiß, man seit frühester Kindheit indoktriniert worden ist..) oder weil man Angst hat, ihm kritisch zu begegnen aus Angst vor Konsequenzen im Jenseits...
Eines noch: ich bin nicht gegen irgendjemanden, wieso unterstellst du mir das? Hatte ich nicht ebenfalls eingangs gesagt dass deine Theorien dein gutes recht sind? Ich spreche doch niemandem etwas ab. ÖLeider fühlen sich Gläubige immer gleich persönlich angegriffen, wenn man sich mit ihnen über Glaube unterhält...Glaube duldet eben doch keinen Widerspruch...
Wenn man einer gegen alle steht, sieht es immer so aus, als wolle man mit allen Mitteln . . . usw.
Würde ich nur mit Tiefgläubigen argumentieren, würden meine ganzen Zweifel ans Tageslicht kommen, vielleicht, weil ich immer gern Gegenentwürfe mache J
Gehörst du nicht zu den Tiefgläubigen? ich empfinde dich zumindest so, weil du dich stets schützend und niemals kritisch gegenüber Gott & Religion äußerst.
Muss man in einer so riesigen Sache, mit rel. wenig Kenntnissen überhaupt zu einem Schluss kommen?
Es geht hier auch nicht darum, sich zu einigen oder sich zu überzeugen, das wäre wohl etwas sehr unrealistisch. Für mich ist das ein Austausch, nicht mehr und nicht weniger. 😉
Grüßle,
Rock
Es geht doch nicht darum, was beweisbar ist, hier geht es doch nur darum, verschiedene Theorien nebeneinander zu stellen. Ich finde eine Theorie, ein Gebäude, auch wenn es nicht jedem symphatisch ist, besser als wirres Gezetere über den scheußlichen Gott, der so scheußlich ist, dass man halt rumgrölt (sorry für das Wort, wollte es nur in Gegensatz zu der Sublimierung von Rumgrölen stellen, sich ausdenken, wie es denn sein könnte, auch sein könnte, theoretisch). Keiner muss das annehmen, mir sind solche Konstrukte lieber als nur Schimpfen und aufgrund dessen nichts mehr glauben, sie gehen einen Schritt weiter und suchen nach Möglichkeiten.
Gott hat sich doch in der Bibel (vor allem im alten Testament) selbst als "scheußlich" dargestellt, er ist herrschsüchtig, eifersüchtig, grausam...und wo Gott drin steht, ist doch dann auch Gott drin, oder?
Wie ich die Welt empfinde hat absolut nichts damit zu tun, dass die Weltgeschichte voller himmelschreiender Ungerechtigkeit war und ist, etwas, was in anderen Passagen unseres Austauschs, ja gerade du vehement vertrittst, mehr als ich jemals.
Ich finde schon dass es etwas damit zu tun hat, wie man die Welt empfindet. Auch wenn das jetzt etwas "platt" klingt, hier im Forum fällt mir immer wieder auf dass Gläubige leider eine sehr finstere Sicht auf die Welt haben, ehr zu einer depressiven Ader "neigen", alles als sinnlos empfinden, etc. Und das mag (bewusst im Konjunktiv formuliert) dazu führen, dass Sehnsüchte geweckt werden. Sehnsüchte nach einem Beschützer, der mit dem Leid ein Ende macht und eine Vaterfunktion darstellen mag. Wunschdenken quasi.
Klar existieren in der Welt auch viele Ungerechtigkeiten, das stellt niemand in Frage, aber...ich frage mich gerade wo und wann ich das deiner Meinung nach so vehement vertreten haben soll? 😕
Meine Sicht der Welt ist doch seit jeher eine etwas "gemäßigtere".
Klar fallen uns viele Vorschläge ein, aber letztlich wissen wir zu wenig über die Vorgänge zu Beginn, als dass unsere gutgemeinten Vorschläge irgendwas mit der Realtiät dessen, was da abging zu tun haben. Wir müssen uns mit dem abfinden, was wir wissen, können meutern, schreien, spotten oder Gedankenkonstrukte machen, solche die Gott in ungünstiges Licht stellen und solche, die so gezimmert sind, dass er im günstigeren Licht erscheint. Was da jeder draus macht, . . . hm... erinnert mich an deine obige Frage, ob ich die Welt nur schwarz sehe. In dem Fall wohl eher nicht J
Was wir von den Vorgängen zu Beginn wissen...also ich bin leider kein Wissenschaftrler, aber meines bescheidenen Wissens nach gab es so etwas wie eine Ursupe, in der sich durch Klimaveränderungen, etc. bestimmte chemische und physikalische Prozesse abgebildet haben. Sozusagen der Startschuss für die Evolution.
Und jaja, ich weiss dass nun der Einwand kommt, da müsse natürlich ein Gott seinen Finger in die Ursuppe gesteckt haben...😉
Ich glaue, du wärst der erste und dann würden Milliionen andere folgen, die sich beschweren würden, wenn sie zu einer Art „Gottesanbetern“ geformt worden wären, die nicht anders können als . . .
Na was möchtest du mir denn damit sagen?
Quatsch! Der erste Mensch hat gesündigt, heißt es (was immer das bedeutet) und folglich sterben auch alle seine Nachkommen, Sterben hat viele Formen, ist tragisch und „ungerecht“, und kein Mensch kann es ändern, außer vielleicht eines Tages der, der den Sterbeprozess in Gang setzte und durch Jesus die Rückkehrung des Prozesses verheißen hat, so die Theorie, die man glauben kann oder verwerfen, klar.
Dann entscheide ich mich gegen diese "Theorie" und würde freiwillig in das gemütliche "Fegefeur" latschen, denn so einem tollen Gott, der mich straft weil angeblich Adam in den Appel gebissen hat (böööse Eva...), pfui, mit dem würde ich per se nix zu tun haben wollen.
Im übrigen sollte man der Bibel (wie allen Dingen auch...) ehr kritisch begegnen...
Bibelkritik und Kirchenkritik
Lieber Dr. Rock, ich habe genauso wie du meine Zweifel und Probleme mit der Situation in der wir sind.
Also ich für meinen Teil hab keine probleme damit da ein Gott in meinem Vokabular nur existiert, wenn ich mir das Knie am Wohnzimmertisch stosse und es schmerzt..."Mein Gooott!" 😉
Es gibt Leute, die daraus den Schluss ziehen, Gott alles Böse zuzuschieben, und es gibt Leute, die versucht haben, ein Bild zu bauen, in dem Gott nicht zwangsläufig Verursacher alles Bösen ist.
Wissen tun wir sehr wenig. Wieso bist du so gegen Leute, die auch einmal ein positives Bild probieren, n icht nur das gottentehrende, was sich einem aufdrängen könnte? Du hast doch oben selbst dafür plädiert, die Welt nicht nur schwarz zu sehen. Wieso darf man es auf dem Gebiet nicht, so ein Konstrukt zu bauen?
Die Frage ist nur: Besitzt man ein positives Bild von Gott weil man wirklich glaubt (vielleicht weil man es nicht besser weiß, man seit frühester Kindheit indoktriniert worden ist..) oder weil man Angst hat, ihm kritisch zu begegnen aus Angst vor Konsequenzen im Jenseits...
Eines noch: ich bin nicht gegen irgendjemanden, wieso unterstellst du mir das? Hatte ich nicht ebenfalls eingangs gesagt dass deine Theorien dein gutes recht sind? Ich spreche doch niemandem etwas ab. ÖLeider fühlen sich Gläubige immer gleich persönlich angegriffen, wenn man sich mit ihnen über Glaube unterhält...Glaube duldet eben doch keinen Widerspruch...
Wenn man einer gegen alle steht, sieht es immer so aus, als wolle man mit allen Mitteln . . . usw.
Würde ich nur mit Tiefgläubigen argumentieren, würden meine ganzen Zweifel ans Tageslicht kommen, vielleicht, weil ich immer gern Gegenentwürfe mache J
Gehörst du nicht zu den Tiefgläubigen? ich empfinde dich zumindest so, weil du dich stets schützend und niemals kritisch gegenüber Gott & Religion äußerst.
Muss man in einer so riesigen Sache, mit rel. wenig Kenntnissen überhaupt zu einem Schluss kommen?
Es geht hier auch nicht darum, sich zu einigen oder sich zu überzeugen, das wäre wohl etwas sehr unrealistisch. Für mich ist das ein Austausch, nicht mehr und nicht weniger. 😉
Grüßle,
Rock