E
Elric
Gast
AW: Was denkt ihr?
In Teilen hast Du da schon Recht. Es gibt aber auch Menschen die eine Doktrin als persönlichen Glauben übernehmen. Da gibt es dann keinen Unterschied zwischen Doktrin und persönlichem Glauben. Wie nennt man das eigentlich, wenn man einerseits eine Doktrin vorgesetzt bekommt und andererseits einen abweichenden persönlichen Glauben hat? Heißt das auch nicht, das der Glaube oft nur Schein ist und in Wirklichkeit die soziale Gemeinschaft als eigentlicher Zweck im Vordergrund steht?Naja, eine religiöse Doktrin hat doch eigentlich wenig mit persönlichem Glauben zu tun. Religion begründet sich darauf, dass man jemandem diktiert, was er zu glauben hat. Egal wie absurd das Märchen auch sein mag. Wertevorstellungen sind nicht an den Glauben gebunden, unter dem sie gelebt werden. Wir sind wahrscheinlich fast alle christlich geprägt, müssen aber nicht zwangsläufig an die Bibel glauben.
Religion bietet gute Möglichkeiten, den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und sich von anderen Gruppen abzugrenzen, also ein gutes Mittel für eine funktionierende, soziale Gemeinschaft, in früherer Zeit bestimmt nicht ganz unwichtig. Ich kann mir auch gut vorstellen, warum sich Religionen (Gottglaube hin oder her) eines regen Zuwachses erfreuen. Viele vermissen wohl den Zusammenhalt in einer sich entfremdenden, materialistischen Gesellschaft.