Hallo Mondshine,
da kann ich mich den Anderen nur anschließen. Du schuldest deinen Eltern gar nichts. Meine Söhne studieren beide (bzw. der ältere ist jetzt gerade fertig geworden) und auch die Beiden schulden uns nichts.
Ich denke auch, dass es für dich besser wäre, dich mehr abzugrenzen. Vielleicht gehst du nur vorerst nur noch ans Telefon, wenn du siehst, wer es ist - und das Gespräch annehmen magst - oder erst, wenn dir jemand auf den AB gesprochen hat.
Das ist ein absolut normaler und verständlicher Wunsch. Wenn du fast deine ganze Freizeit mit der Familie verbringst, dann kannste auch wieder nach Hause ziehen. So wie es jetzt ist, hast du kaum Zeit, etwas mit Freunden zu unternehmen oder dich um dich selbst zu kümmern.
Das möchten deine Eltern wohl. Aber das musst du nicht. Die müssen sich schon um sich selbst kümmern. Wenn du dich abgrenzt, haben deine Eltern die Chance, das zu lernen und dadurch freier zu sein. Wenn sie es nicht lernen, dann ist es besser, dass du dich gut abgegrenzt hast 🙂
'Abkapseln' ist meist negativ gemeint. Du möchtest aber nichts Negatives machen, du willst was ganz Normales. Dein Leben so gestalten, wie es für dich in Ordnung ist.
'Sorgen machen' ist oft ein Mittel, um Druck zu erzeugen. Würde sie zu dir sagen, dass sie erwartet, du sprichst dann mit ihr, wenn sie das will, würde das einen schlechten Eindruck machen. Also sagt sie "Ach, ich hab mir so Sorgen gemacht, dass was mit dem Studium nicht stimmt. Sonst gehst du um die Zeit immer ans Telefon. Und da dachte ich, es muss was passiert sein". Und so bemühst du dich dann womöglich, immer zur selben Zeit erreichbar zu sein. Was dich an einem freien Leben hindert.
Es ist manchmal schon merkwürdig, was man so lernt und es nicht hinterfragt. Wenn deine Mutter sagt, dass sie sich Sorgen macht, bekommst du bestimmt ein schlechtes Gewissen und 'Sorgen machen' ist was ganz 'Schlimmes'. Tatsächlich ist es aber nicht wirklich schlimm. Es ist z.B. gut, wenn ich mir Sorgen mache, ob ich noch vor dem Laster über die Straße komme oder nicht. Das kann lebensrettend sein 😉
Das ist schon eine tiefe Verletzung. "Du bist unwichtig" oder "Stell dich nicht so an" sind zwei sehr schädliche Botschaften für Kinder.
Ich denke auch, du solltest in einer Therapie erstmal deine jetztige Situation so gut es geht, lösen und dann die Themen angehen, die dich beschäftigen.
Lieben Gruß
Fragende
da kann ich mich den Anderen nur anschließen. Du schuldest deinen Eltern gar nichts. Meine Söhne studieren beide (bzw. der ältere ist jetzt gerade fertig geworden) und auch die Beiden schulden uns nichts.
Ich denke auch, dass es für dich besser wäre, dich mehr abzugrenzen. Vielleicht gehst du nur vorerst nur noch ans Telefon, wenn du siehst, wer es ist - und das Gespräch annehmen magst - oder erst, wenn dir jemand auf den AB gesprochen hat.
Ich möchte nicht jedes Wochenende zu ihnen fahren und ich möchte auch lieber wirklich nur einmal wöchentlich mit ihnen telefonieren.
Das ist ein absolut normaler und verständlicher Wunsch. Wenn du fast deine ganze Freizeit mit der Familie verbringst, dann kannste auch wieder nach Hause ziehen. So wie es jetzt ist, hast du kaum Zeit, etwas mit Freunden zu unternehmen oder dich um dich selbst zu kümmern.
... ich bin das Kind und muss mich emotional um meine Eltern kümmern
Das möchten deine Eltern wohl. Aber das musst du nicht. Die müssen sich schon um sich selbst kümmern. Wenn du dich abgrenzt, haben deine Eltern die Chance, das zu lernen und dadurch freier zu sein. Wenn sie es nicht lernen, dann ist es besser, dass du dich gut abgegrenzt hast 🙂
... das Abkapseln von meinen Eltern dementsprechend der richtige Weg wäre.
'Abkapseln' ist meist negativ gemeint. Du möchtest aber nichts Negatives machen, du willst was ganz Normales. Dein Leben so gestalten, wie es für dich in Ordnung ist.
Ich merke dann bei einem Gespräch wie sie sich Sorgen machen, ob in der Uni noch alles gut läuf
'Sorgen machen' ist oft ein Mittel, um Druck zu erzeugen. Würde sie zu dir sagen, dass sie erwartet, du sprichst dann mit ihr, wenn sie das will, würde das einen schlechten Eindruck machen. Also sagt sie "Ach, ich hab mir so Sorgen gemacht, dass was mit dem Studium nicht stimmt. Sonst gehst du um die Zeit immer ans Telefon. Und da dachte ich, es muss was passiert sein". Und so bemühst du dich dann womöglich, immer zur selben Zeit erreichbar zu sein. Was dich an einem freien Leben hindert.
Es ist manchmal schon merkwürdig, was man so lernt und es nicht hinterfragt. Wenn deine Mutter sagt, dass sie sich Sorgen macht, bekommst du bestimmt ein schlechtes Gewissen und 'Sorgen machen' ist was ganz 'Schlimmes'. Tatsächlich ist es aber nicht wirklich schlimm. Es ist z.B. gut, wenn ich mir Sorgen mache, ob ich noch vor dem Laster über die Straße komme oder nicht. Das kann lebensrettend sein 😉
Es war früher schon immer so, dass ich zwar zu sehr behütet, verwöhnt und mit Samthandschuhen angefasst, aber als Person übergangen wurde. Ich wurde nicht in wichtige Fragen mit eingebunden, Dinge wurden mir einfach nicht erzählt, ich wurde ständig bevormundet und hatte eigentlich nichts zu sagen.
Das ist schon eine tiefe Verletzung. "Du bist unwichtig" oder "Stell dich nicht so an" sind zwei sehr schädliche Botschaften für Kinder.
Ich denke auch, du solltest in einer Therapie erstmal deine jetztige Situation so gut es geht, lösen und dann die Themen angehen, die dich beschäftigen.
Lieben Gruß
Fragende
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