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Warum???

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U

Unregistriert

Gast
Diese Zeilen sind an alle gedacht, die anscheinend keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehen.........
Wenn man sich hier mal im ganzen Forum umschaut, sieht man, dass hier fast jeder irgendwelche Probleme hat, ich schließ mich da nicht aus.
Und dann hört man in den Nachrichten "16jährige sprang vor den Zug" oder ähnliches...... Ich frag mich dann immer WARUM ??????? Was treibt die Menschen dazu, Selbstmordgedanken zu haben. Jetzt würden viele aufschreien und alle ihre wirklich sehr traurigen Geschichten mir berichten und mich fragen " Warum noch leben?" Aber das kann ich nicht akzeptieren..... Egal was man erlebt hat, wie schlimm es war....es gibt IMMER mindestens einen Grund warum es sich lohnt weiter zuleben. Denkt doch einfach mal daran, was es für ein Wunder ist, wenn ein neuer Mensch geboren wird..... wir alle sind Wunder. Das Leben wurde uns selbst geschenkt, da kann man es doch nicht einfach so wieder weg werfen. Es gibt so viele Dinge an die man sich Tag für Tag erfreuen kann.... das Lächeln eines Menschens...die strahlende Sonne. Ja wahrscheinlich denkt ihr, dass ich viel daher reden kann.... klar ich weiß nicht was jeder einzelne erlebt hat, aber wagt einen Neuanfang, ergreifft die Chance des Lebens, denn es lohnt sich und auch ihr werdet mit vielen Sachen wieder belohnt.
Vielleicht denkt ihr auch an eure Familie und Freunde, die dann zurück bleiben würden....
Jedem einzelnen wünsche ich Kraft und Mut sein Wunder, das Leben, wieder bewußt zu erleben.
S.
 

Hallo Unregistriert,

schau mal hier: Warum???. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo S.!


Aus der Sicht eines gesunden Menschen ist es unverständlich, wie jemand den Wunsch hegen kann, sich umzubringen. Das ist ganz normal, und zwar aus folgendem Grund:

Jedem Lebewesen (Mensch und auch Tier) ist eine natürliche DASEINSFREUDE angeboren. Diese Daseinsfreude sorgt dafür, dass man genug Energie zur Verfügung hat, um das Leben an sich zu meistern, mit allen Höhen und Tiefen.
Natürlicherweise kann ein Mensch an solchen Dingen, die Du angeführt hast, viel Freude finden; am Sonnenschein, am Regen, an dem Lächeln anderer, einfach an allem.

Diese Fähigkeit kann man sich aber „abgewöhnen“ durch ganz viel Müll, den man in seine Seele läd, oder auch geladen bekommt. Durch furchtbare Erlebnisse, durch eine falsche (negative) Einstellung zu sich selbst u.s.w.

Wenn sich genug von diesem Müll in der Seele abgelagert hat, wird sie krank.
Die natürliche Daseinsfreude wird getrübt oder verschwindet ganz.
Das ist das Wesen der Depression.
Es können Angstzustände, Psychosen und vieles mehr auftreten.

Wenn Du dann nicht den Weg zurück findest, also den Müll wieder los wirst, steigert sich der Zustand, bis Du keine Kraft mehr zum Leben hast. Du fühlst dich völlig hilflos und siehst keinen Ausweg.
Dann taucht der Wunsch auf, einfach den Schmerz loszuwerden. Viele Menschen sehen nur noch im Tod einen Ausweg.

Daß man die Freude am Leben verliert, hat immer eine Ursache. Es gilt zuerst, diese zu enttarnen, damit man an die „Säuberung“ der Seele gehen kann. Dazu braucht man aber Hilfe, damit man weiß, was man tun und was man lassen sollte.
Dazu gehört aber meiner Ansicht nach auch, sich die Frage zu stellen, was der Sinn unseres Daseins ist. Das aus dem Grund, damit man versteht, warum wir uns nicht aufgeben sollten.

Dazu ist dieses Forum da, obwohl es idealer wäre, wenn man einen persönlichen Begleiter durch eine schwere Zeit hätte. Aber das haben wohl die Wenigsten.

Den Müll aus der Seele räumen ist der erste Teil, der zweite ist das Einrichten der Seele (wie mit einer Wohnung).

Wenn wir in der Lage sind, das Wunder unseres Lebens zu erkennen, haben wir das Schlimmste hinter uns.

Viele Grüße

Marcus
 
Hallo Gast
deine Worte haben mich echt getroffen......."immer nur das gleiche....."
schade, dass Du so denkst, ich wollte einfach nur aufbauende Worte finden, weil mich die Schicksale sehr berühren... deine Worte sind wirklich traurig.....
S.
 
Finde das wirklich klasse von dir dir die Zeit zu nehmen um zum Leben zu ermuntern. Leider; nein eigentlich gott sei dank, ist es so dass jeder Mensch seine Individualität hat und hier keine Pauschallösung Erfolg hat. Was bei dem einen hilft heißt nicht dass es auch die Lösung des anderen bedeutet. Das wäre gut wir bräuchten dann auch keine Psychologen weil ein Nenner das nullplusultra wäre. Muß Marcus zu dieser Ansicht zu diesem Thema Recht geben. Jedem diese Daseinsfreude wieder einen Lebenshauch zu verpassen das wäre genial das zu schaffen. Und in so manchen Foren ein Traum wenn uns das gelingt. S. gib nicht auf zu diesem Thema brauchts viel Geduld. Schon allein deswegen weil auch die Betroffenen lange Zeit bevor sie sich hier anvertrauen damit kämpfen die Daseinsfreude wie Marcus es so schön formulierte wieder zufinden. Sein wir einfach nur da wenn sie uns brauchen damit ist vielleicht auch schon etwas geholfen jemanden zu haben der den Kummer teilt indem er sich die Zeit nimmt zuzuhören. Freue mich wenn du das mit uns tun möchtest. gruß Waldmädchen
 
Finde den Beitrag von Marcus auch wesentlich sinnvoller,
damit sollte auch New einverstanden sein.

Sorry S. hast es ja nur gut gemeint.
 
Mir ist klar, dass es schon eine schwerwiegende Ursache geben muss, wenn man solche Gedanken hegt. Ich bin kein Psychologe und doch denke ich dass die Menschen in einigen Fällen diese Hilfe nicht brauchen, sie brauchen einfach die Unterstützung von lieben Menschen, am besten ihrer Freunde, und falls es diese nicht gibt, dafür waren meine Zeilen gedacht, aber ich glaube, das hat hier sowieso keiner verstanden. Menschen die hier reinschreiben, dass sie sich umbringen wollen, sind noch nicht verloren (ansonsten hätten sie schon längst ihrem Wunsch nachgegeben).... Ich will sie doch nur zum Nachdenken anregen.......
S.
 
Hallo S.,

Es ist wunderbar wie du dich mit dem Thema "Selbstmord" beschäftigst. Aber leider ist es so, das keiner je verstehen wird WARUM? Die betroffen allein entscheiden über ihr Leben oder auch über ihren Tod. Ich möchte eine kleine Geschichte erzählen:
Hier in der Nähe steht die "Gölzschtalbrücke", die größte Ziegelbrücke die es gibt. Ihr Architekt und erbauer, wollte die größte Ziegelbrücke der Welt erschaffen und es gelang ihm mit über 26Millionen Ziegeln. Allein während des Bau´s sind viele ums Leben gekommen. Als die Brücke endlich fertig war, sagte man ihrem Architekten, diese Brücke wäre schön, doch sie würde einstürzen da sie wankt. Mit diesem Worten hatten man sein Lebendsziel zerstört. Er stieg auf seine Brücke und sprang gen Netzschkau, in die Richtung in der er glaubte das sie einstürzen würde, in die Tiefe.
Die Brücke steht noch, doch leider ist sie schon sehr oft zum Absprung aus dem Leben geworden.
Glaubst du er hätte es nicht getan wenn er gewußt hätte das die Brücke noch lange, Zeit stehen wird?
Weißt du ich will damit sagen das ein paar dumme Worte genügen um jemanden seine ganze Hoffnung zu nehmen. Und wenn ein Mensch seine Hoffnung verliert, dann wird er auch nicht mehr an die denken die zurückbleiben, er wird sein Leben beenden und auch die schönsten Worte können ihn davon nicht abbringen.
Jeanne
 
Eine Antwort auf das warum könnte ich dir geben, zumindest in meinem Fall ist es so. Wenn ich scheinbar kein besseres Leben verdient habe, dann will ich lieber gar kein Leben. Es ist einfach unerträglich geworden.
 
..."Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied"...

Wenn jemand Selbstmordgedanken hat, dann aus zwei Gründen.
Entweder liegt es an einem Ereignis aus jüngerer Zeit, mit dem man nicht klar kommt (Trennung, Entlassung, etc.) oder die Ursache liegt in der Vergangenheit (Kindheit, einschneidende Erlebnisse, Enttäuschungen, etc.).
Ich finde jeder muss das für sich selbst entscheiden. An irgendeinem Punkt im Leben muss man eine einsame Entscheidung treffen, bei der einem keiner helfen kann, sei dies auf Beruf, Leben, etc. bezogen. Und das trifft auch auf den Fall Selbstmord zu. Ein Psychologe kann nicht helfen. Er analysiert in mehreren Sitzungen, macht sich Notizen, wird den Menschen aber niemals in 10 Stunden reeller Behandlungszeit soweit kennen lernen um ihm wirklich zu eine Lösung zu bringen.
Freunde sind nicht immer Freunde... Es gibt viele Kumpels, mit denen man hier und da mal einen kurzen Talk hält. Aber die wirklichen Freunde, die für einen da sind wenn´s drauf ankommt, Dir helfen wenn´s Dir dreckig geht und denen Du vertrauen kannst, die gibt es nicht oft. Ich kann sie bei mir an einer Hand abzählen. Und sollten die einmal wegfallen, warum auch immer, wer bleibt einem da noch. Geschwister hat nicht jeder, und den Eltern vertrauen sich nur wenige an, dabei ist noch nicht mal die Rede vom Selbstmord... Auf die sogenannten Kumpels ist da kein Verlass. Also kommt man an einen Punkt an dem man sich alleine fühlt. Es ist ein fortlaufender Prozess, das Bewusstsein entwickelt sich allmählich.
Die Ursachen und das "Warum" spielen dann (fast) keine Rolle mehr, da sie nur derjenige selbst versteht. Und zusätzlich kommt hinzu, ob derjenige überhaupt dazu bereit ist, sich helfen zu lassen oder so sehr frustriert ist, dass er bereits abgeschlossen hat. Die Bedeutung des Lebens und der Wert einer Seele spielen in dieser heutigen Welt sowieso keine Rolle mehr. Man sieht und hört es täglich, Menschen sterben. Macht ihe euch am nächsten Tag noch Gedanken darüber? -Nein- Und so ist es auch mit Selbstmordopfern, die meisten werden gar nicht erwähnt, die Erde dreht sich weiter. Deshalb sage ich, jeder hat das Recht selbst über sein Leben zu entscheiden. Ob uns die Entscheidung pass oder nicht ist egal. Der Tode merkt nichts mehr und wir diskutieren über das Warum, obwohl wir selbst genug andere Probleme haben. Das soll nicht abwertend oder kalt klingen, es ist die Realtät. Nur viele verleugnen sie und machen sich ihr nicht bewusst. Das ist das Problem und der Unterschied, der Selbstmörder hat sich ihr bewusst gemacht...
Ich weiß, dass meine Meinung fragwürdig ist, aber ich da beziehe ich ganz klar Position.

..."man kann das Leben rückwärts verstehen, aber nur vorwärts leben"...
 

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