Frag dich doch mal wozu ein Mann dir nützt?! Es gibt ja viele Dinge, die du allein bewältigst, also fällt er da dank Emanzipation schon teilweise weg. Wenn dir eh ein Mann nicht zuhören will, dir nichts Liebes sagen will, dich nicht besonders findet, warum dann überhaupt? Mir fällt da nur noch Sex ein und da muss man sich wohl sagen, dass man den auf dem einen oder anderen Weg bekommen kann. Man muss sich irgendwie trösten, irgendwie diese allmächtige Stellung, die so ein Partner in der Vorstellung hat wegbekommen. Ist doch öde, wenn man eh nicht geliebt wird oder nur ausgenutzt.
Das hat meiner Meinung nach nichts mit einer allmächtigen Stellung zu tun. Ich gehöre mit Sicherheit nicht zu denjenigen, die sich unterwürfig einem Kerl an den Hals schmeissen würden. Ganz sicher nicht. Ich bin zwar kein dominanter, herrischer Typ, aber auch keiner, der nur zu allem 'Ja und Amen' sagt und einen Partner auf ein Podest stellt.
Es würde niemals funktionieren, wenn mir einer daherkommen würde und der Auffassung ist, dass Frauen hinter den Herd gehören, schön anzuschaun sein sollen (bitte auch nicht zu viel Intelligenz, so dass sich der Herr womöglich unterlegen fühlt), den ganzen Haushalt allein schmeissen und sich um Kinder kümmern sollen.
Das meiste in meine Leben bekomme ich in der Tat allein geregelt. Egal ob das der Reifenwechsel am Auto ist oder auch sonst recht viele handwerkliche Dinge, bei denen die meisten Frauen nach einem Mann jammern würden.
Soetwas seh ich nicht ein und werde ich nie. In der Regel vertrete ich den Standpunkt, dass ich alles allein hinbekommen muss, was sich sowieso nur zu oft als wahr herauskristallisiert.
Dennoch ist es schön, wenn man jemanden vertrautes hat, eine gewisse Nähe, Wärme, die es eben nun mal außerhalb einer Beziehung nicht gibt. Etwaige andere Vergüngungen, die Du da ansprichst gehören schon auch mit dazu. Sind aber für mich nicht Grund genug, eine Beziehung einzugehen, wenn alles andere nicht passen sollte.
Bevor ich jemanden ausnutze, oder mit jemanden eine Partnerschaft eingehe, für den ich keine tieferen Gefühle habe, bleibe ich lieber alleine. Zum einen würde ich den anderen nicht ausnutzen wollen, zum anderen bin ich dazu zu direkt und nicht heuchlerisch genug.
Generell gehe ich davon aus, dass ich das, was ich nicht möchte, dass es mir angetan wird, auch anderen nicht antue.
Genauso wenig würde ich akzeptieren, für jemand anderen eine Notlösung zu sein.
In einer Partnerschaft sind für mich Offenheit, Ehrlichkeit, Respekt und Treue als Grundlage wohl das wichtigste. Zudem sollte man dem anderen seine Freiheiten lassen und nicht versuchen, sein Wesen verändern zu wollen oder seine Hobbies einschränken.
Ein gewisses Niveau sollte auch vorhanden sein. Dieses ist aber nicht mit Reichtum oder anderen Statussymbolen zu verwechseln!
Eine Zweckbeziehung käme daher für mich niemals in Frage.