Nun, ich bringe dazu einfach mal ein Beispiel. Vermutlich hinkt der Vergleich, aber ich sehe das so (fiktiver/ausgedachter Fall):
Ich erzähle einem guten Freund, dass zum Beispiel meine Mutter gestorben ist. Ich kriege wahrscheinlich ein Schulterklopfen, tröstende Worte und die Zusicherung auf Hilfe.
ABER:
1. Dieser Freund kann doch nicht lange für mich da sein, für ein paar Stunden, maximal 2-3 Tage.
2. Kann ich (emotionale Schiene mal wieder) mich doch da nicht einfach fallen lassen, denn es gibt da einfach immer den Unterschied zwischen verbaler/geistiger und körperlicher Nähe. Auch hier ist kein "Sex" gemeint, sondern einfach in einer solchen Situation jemanden in die Arme ziehen, mal seine Gefühle vollständig rauszulassen. (Wenn ich so darüber nachdenke, könnte das aber auch einfach ein Problem bei/unter Männern sein, Gefühle etc...Anm.: Nur eine gerade in meinem Kopf aufgekommene Idee)
Jedenfalls wäre in einer guten Beziehung im Notfall der Partner für jemanden da, auch über lange Zeit, weil man sein Leben teilt. Freunde aber haben halt noch ein anderes Leben, das ist der Unterschied, und wahrscheinlich auch der Effekt, dass automatisch viele Freundschaften oberflächlicher bleiben oder so wahrgenommen werden.
lg
der_ich_bin
Im Prinzip gebe ich dir Recht, aber trozdem gibt es Freundschaften, die so eng sind, dass man sich in schweren Zeiten auch sehr nahe steht. Viele Geschwister schaffen das ja zum Beispiel auch. Fuer Menschen, die ich liebe (gute Freunde) tue ich so einiges. Wuerd auch ne Weile bei denen einziehen um eine emotionale Stuetze zu sein.
Einen Partner zu wollen, um in Krisensituationen nicht alleine dazustehen, kann ich zwar verstehen, will ich so aber nicht mehr. Ich glaube, dass wir eigentlich sehr aehnlich denken, auch wenn das jetzt nicht so genau rueber kommt. Ich fnde es ja auch schoen, wenn man jemanden sehr oft bei sich hat und Alltag miteinander teilt.
Aber ist es nicht so, dass die Menschen am meisten unter ihrer Beziehungslosigkeit leiden, die jenigen sind, die auch sonst keine (guten) Freunde haben? Und oft sind diese Menschen auch sonst emotional recht labil. Ich zaehle mich ja selbst nicht zu den stabilen Zeitgenossen und weiss daher wovon ich rede.
Frueher habe ich meine innere Ruhe auch immer wieder versucht in einem Mann zu finden. Ich will heute selbst stark sein, fuer alles was kommt. Wenn ich einen liebevollen Partner habe, der mich unterstuetzt, bin ich dafuer sehr dankbar, aber im Grunde moechte ich es alleine schaffen, weil nur dann kann ich auch aufrichtig lieben.
In irgendeinem Film hat mal ne Frau zu ihrem Verflossenen, so oder so aehnlich, gesagt: "Es ist nicht so, dass ich nicht ohne dich leben koennte, ich brauche dich nicht unbedingt. Aber ich liebe dich und ich will nicht ohne dich leben." Und genau so will ich meinem Partner auch entgegen treten.