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Warum wird der Mehrheitswille beim Gendern nicht beachtet?

Im Alltag begegnet mir das Thema auch kaum, denn im Alltag gendern niemand.

Das Thema Gendern wird immer und immer wieder nur "von oben" durchgestochen.
Das ist mal wieder so eine Aussage ...

Natürlich gendert Oma Erna in Kleinkleckersdorf vielleicht nicht. Und in den 24-Stunden-Eckkneipen wird bestimmt auch wenig gegendert.

Hat halt viel mit der eigenen Bubble zu tun, in der man sich bewegt.
In meinem Umfeld wird viel gegendert und ich tue es im Alltag auch.
 
Natürlich gendert Oma Erna in Kleinkleckersdorf vielleicht nicht. Und in den 24-Stunden-Eckkneipen wird bestimmt auch wenig gegendert.

Hat halt viel mit der eigenen Bubble zu tun, in der man sich bewegt.
Wenn 75 - 80 Prozent der deutschen Bevölkerung das Gendern ablehnen, kann man wohl ziemlich sicher davon ausgehen, dass (mindestens) so viele Personen es auch selbst nicht anwenden... oder? Insofern würde ich schon die Nicht-Genderer als den Normalfall ansehen - die Genderer dagegen eher als vom Normalfall Abweichende (die sich dann oft auch in geschlosseneren Kreisen/"Bubbles" bewegen).

Wobei ich allerdings den Begriff "Gendern" auch sowieso nicht immer passend finde. Wenn der Betriebsratsvorsitzende in der Personalversammlung die Anwesenden mit "Liebe Kolleginnen und Kollegen" begrüßt, ist das in meinen Augen kein "Gendern" - sondern einfach nur eine nett gemeinte explizite Ansprache der vor im sitzenden männlichen und weiblichen Personen.

In meinem Umfeld wird viel gegendert und ich tue es im Alltag auch.
Also ich habe gerade ganz schnell und problemlos einen aktuellen Beitrag von dir gefunden, in dem du nicht genderst. 😉
 
Das ist mal wieder so eine Aussage ...

Natürlich gendert Oma Erna in Kleinkleckersdorf vielleicht nicht. Und in den 24-Stunden-Eckkneipen wird bestimmt auch wenig gegendert.

Hat halt viel mit der eigenen Bubble zu tun, in der man sich bewegt.
In meinem Umfeld wird viel gegendert und ich tue es im Alltag auch.
Ich empfinde deine Formulierung gegenüber Nicht-Genderer sehr abwertend.
Sinngemäß sagst du dass nur sehr alte Menschen und irgendwelche Typen in Kneipen nicht gendern. Du suggerierst ein Bild, dass Menschen die nicht gendern alt oder sozial problematisch seien.
Nach dem Motto: Anständige, normale Leute außerhalb dieser negativen Bubbeln gendern. Stimmt nicht.

In der mündlichen Alltagssprache dominiert das generische Maskulinum. Genderformen sind weitgehend die Ausnahme – nicht die Regel. Wir reden von rund 10%, die mündlich gendern und nur rund 4%, die das immer machen.
Und wenn man dann noch berücksichtigt, dass Einige halt nur gendern, weil sie müssen (aufdiktierte Geschäftssprache, politisches Umfeld, etc.) bleibt davon noch weniger.

Du sprichst von Bubbles. Wenn du sagst, dass in deinem Umfeld viel gegendert wird, dann belegst du damit, dass du dich selber in einer Bubble bewegst. Oder um es in deine Bildhaften Weise auszudrücken: Natürlich gendert die wohlhabende Grünen Wählerin Charlotte-Maja. Und im Bio-Unverpackt Laden zwischen Mandelmilch und linksprogressiver Rhetorik wird auch brav gegendert.

Gendert der normale Mensch? Praktisch kaum.

 
Also ich habe gerade ganz schnell und problemlos einen aktuellen Beitrag von dir gefunden, in dem du nicht genderst. 😉
Nu guck, und jetzt? Was sagt Dir das oder hilft unserer Diskussion weiter?

Was für eine Fledderei ...
Ich empfinde deine Formulierung gegenüber Nicht-Genderer sehr abwertend.
[...] Du suggerierst ein Bild, dass Menschen die nicht gendern alt oder sozial problematisch seien.
Nach dem Motto: Anständige, normale Leute außerhalb dieser negativen Bubbeln gendern. Stimmt nicht.
[...]
Gendert der normale Mensch? Praktisch kaum.
Ich suggeriere und so ist mein anekdotischer Eindruck, dass alte und tendenziell weniger gebildete Menschen nicht gendern, richtig. Ich aber eine ganze Reihe sehr verschiedener Menschen kenne, mich eingeschlossen, die das tun. Und habe damit lediglich diese Aussage von Dir widerlegt:
denn im Alltag gendern niemand.
Das hier ist dann eine freundliche Aussage, oder was?
Gendert der normale Mensch? Praktisch kaum.
Warum gebildete und mit Denkfähigkeit ausgestattete Menschen sich so aufführen, verstehe ich sowieso nicht. Ging mir schon bei der Covid-Debatte so.
Auf was für einem Kreuzzug seid Ihr eigentlich?

Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass Ihr nicht gendern wollt, ich aber schon und dass das bitte jede*r so halten möge, wie es die jeweilige Person möchte?
 
Na ganz einfach: Dass du als Person, die sagt, dass sie im Alltag gendert, dies jedoch offensichtlich nicht konsequent tut. Und da bist du wohl auch längst nicht die Einzige. Was ja z.B. auch für die Einordnung von Umfrageergebnissen eine Rolle spielt.

Warum gebildete und mit Denkfähigkeit ausgestattete Menschen sich so aufführen
Bitte? Wen meinst du damit und was bezeichnest du als "aufführen", das du bei gebildeten und mit Denkfähigkeit ausgestattenen Menschen unverständlich findest?

das bitte jede*r so halten möge, wie es die jeweilige Person möchte
Diese Freiheit besteht in der Praxis aber nun mal nicht immer, wie der Welt-Artikel, den Andreas verlinkt hatte, sehr deutlich macht:

"Als Wissenschaftsjournalist schreibe ich für viele verschiedene Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Inzwischen ist es mir nicht mehr möglich, Texte mit generischem Maskulinum, also der korrekten Schreibweise, durchzukriegen."

"Genderbefürworter betonen nach wie vor, dass man tolerant sei. Jedem stehe es frei, zu gendern oder nicht. Ich erlebe beinahe wöchentlich, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Vorgaben sind knallhart und müssen umgesetzt werden."

"Durch Zufall traf ich vor wenigen Tagen einen Hochschullehrer, der bereit war, aus dem Hochschulalltag zu berichten. Er möchte anonym bleiben. "Auch bei uns gibt es ,Gender-Empfehlungen‘, die in der Praxis aber umgesetzt werden müssen", sagt er. "Fakt ist, dass ich in den vergangenen Jahren in der internen und externen Kommunikation keinen ungegenderten Text mehr veröffentlichen konnte."

"Doch in manchen Fällen sehe auch er sich gezwungen zu gendern – etwa bei der Bewerbung um eine neue Anstellung."

"Dasselbe gelte für Drittmittelanträge bei Stiftungen."

 
Ich suggeriere und so ist mein anekdotischer Eindruck, dass alte und tendenziell weniger gebildete Menschen nicht gendern, richtig. Ich aber eine ganze Reihe sehr verschiedener Menschen kenne, mich eingeschlossen, die das tun. Und habe damit lediglich diese Aussage von Dir widerlegt:
Dann ist dein "anekdotischer Eindruck" offensichtlich falsch oder aus deiner Bubble heraus, da ich mit diversen Quellen ja nun belegt habe, dass rund 90% im alltäglich Sprachgebrauch nicht gendern.
 
Diese Freiheit besteht in der Praxis aber nun mal nicht immer, wie der Welt-Artikel, den Andreas verlinkt hatte, sehr deutlich macht:

"Als Wissenschaftsjournalist schreibe ich für viele verschiedene Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Inzwischen ist es mir nicht mehr möglich, Texte mit generischem Maskulinum, also der korrekten Schreibweise, durchzukriegen."

"Genderbefürworter betonen nach wie vor, dass man tolerant sei. Jedem stehe es frei, zu gendern oder nicht. Ich erlebe beinahe wöchentlich, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Vorgaben sind knallhart und müssen umgesetzt werden."

"Durch Zufall traf ich vor wenigen Tagen einen Hochschullehrer, der bereit war, aus dem Hochschulalltag zu berichten. Er möchte anonym bleiben. "Auch bei uns gibt es ,Gender-Empfehlungen‘, die in der Praxis aber umgesetzt werden müssen", sagt er. "Fakt ist, dass ich in den vergangenen Jahren in der internen und externen Kommunikation keinen ungegenderten Text mehr veröffentlichen konnte."

"Doch in manchen Fällen sehe auch er sich gezwungen zu gendern – etwa bei der Bewerbung um eine neue Anstellung."

"Dasselbe gelte für Drittmittelanträge bei Stiftungen."
Ich finde Menschen, die gendern und behaupten es wäre freiwillig und jeder solle es tun wie er will, lustig.
Unterhält man sich mit diesen Menschen, sagen die irgendwann, dass Nicht-Gendern diskriminierend sei. "Diskriminierung" ist aber ein juristisch relevanter Begriff. Das heißt diese Menschen tun zwar so als würden sie das Gendern frei stellen, sind aber eigentlich der Meinung dass Nicht-Gendern strafbar sein sollte.

Und wie du richtig sagst und meine Quellen auch belegen, ist es inzwischen oft so dass Nicht-Gendern bestraft wird. Sei es durch schlechtere Noten, Nicht-Veröffentlichungen oder Benachteiligungen bei Bewerbungen.

Die Diskriminierung von Menschen, die nicht gendern, frisst sich durch die Gesellschaft. Sie fängt von oben im linkspgrogressiver Politik und ÖRR an, frisst dich durch linksdenkende Bildungssysteme, durch woke reiche Familien während die 90% normaler Bevölkerung weder gendert noch gendern will. De fakto muss sie es aber.

Wenn einer der 90% Normalos sich in einer woken Firma bewirbt, muss er gendern.
Wenn einer der 90% Normalos sich in einer linksprogressiven Bildungseinrichtung einschreibt, muss er gendern.
Wenn einer der 90% Normalos in die Politik will, muss er gendern.

Deswegen....
Könnten wir uns bitte darauf einigen, dass Ihr nicht gendern wollt, ich aber schon und dass das bitte jede*r so halten möge, wie es die jeweilige Person möchte?
.... bitte doch nicht mich darum, dass jeder es tun soll, wie er mag.
Sag das den Menschen, die Nicht-Genderer diskriminieren.

Mich stört es nicht wenn jemand gendert. Ich find es unnötig, albern, peinlich und manchmal passiv agressiv. Aber ich benachteilige niemanden, der gendert. Wäre schön wenn mein Toleranz dann auch umgekehrt von dir und anderen Genderern gelebt würde. Danke.
 
Ich finde Menschen, die gendern und behaupten es wäre freiwillig und jeder solle es tun wie er will, lustig.
Unterhält man sich mit diesen Menschen, sagen die irgendwann, dass Nicht-Gendern diskriminierend sei. "Diskriminierung" ist aber ein juristisch relevanter Begriff. Das heißt diese Menschen tun zwar so als würden sie das Gendern frei stellen, sind aber eigentlich der Meinung dass Nicht-Gendern strafbar sein sollte.
Das ist eine Deutungsweise, mit der Du den Menschen Dinge in den Sinn legst, die so nicht sein müssen. Ich finde es diskriminierend, nicht alle Menschen mitzusprechen, wenn man doch angeblich alle Menschen meint. Keineswegs bin ich der Meinung, dass das Nicht-Gendern im persönlichen Gebrauch strafbar sein sollte.
Im öffentlich-gesellschaftlichen Bereich sieht die Sache schon wieder anders aus. Dort ist es vorgeschrieben, Menschen nicht wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit egal welcher Sorte auszuschließen.

Du darfst Menschen ausschließen, wenn Du möchtest. Ist zwar dann S****, aber bitte sehr.
Wenn einer der 90% Normalos sich in einer woken Firma bewirbt, muss er gendern.
Wenn einer der 90% Normalos sich in einer linksprogressiven Bildungseinrichtung einschreibt, muss er gendern.
Wenn einer der 90% Normalos in die Politik will, muss er gendern.
Nu ja, mensch sollte schon dorthin gehen, wohin mensch passt. Ein*e Vegetarier*in macht sich halt schlecht in der Wurstwarenabteilung. Und würde auch nicht auf die Idee kommen. Normalerweise.

Dass man als Lernende in Bildungseinrichtungen sich bei schriftlichen Arbeiten sprachlichen Anforderungen unterwerfen muss, ist in vielen Aspekten so, Gendern wäre nur ein Aspekt von vielen anderen. Außerdem wird das Gendern nicht flächendeckend verlangt.

Und Politiker*innen sollen sich diskriminierungsfrei ausdrücken, ja. Sonst haben sie in der Politik nichts verloren.

Mich stört es nicht wenn jemand gendert. Ich find es unnötig, albern, peinlich und manchmal passiv agressiv. Aber ich benachteilige niemanden, der gendert. Wäre schön wenn mein Toleranz dann auch umgekehrt von dir und anderen Genderern gelebt würde. Danke.
Ich lass Dich Nicht-Gendern oder hast Du anderes von mir erlebt? Ich benachteilige niemanden, der nicht gendert. Dieses Geifern gegen das Gendern, das macht mich wütend und dagegen schreibe ich an, ja. Hat aber null damit zu tun, wie Du persönlich das nun handhabst.

Diese "Benachteiligungen" sind so konstruiert, dass das ziemlich peinlich ist.
 
Im öffentlich-gesellschaftlichen Bereich sieht die Sache schon wieder anders aus. Dort ist es vorgeschrieben, Menschen nicht wegen ihrer Gruppenzugehörigkeit egal welcher Sorte auszuschließen.

Dass man als Lernende in Bildungseinrichtungen sich bei schriftlichen Arbeiten sprachlichen Anforderungen unterwerfen muss, ist in vielen Aspekten so, Gendern wäre nur ein Aspekt von vielen anderen. Außerdem wird das Gendern nicht flächendeckend verlangt.

Und Politiker*innen sollen sich diskriminierungsfrei ausdrücken, ja. Sonst haben sie in der Politik nichts verloren.
Du zählst reihenweise Bereiche auf, in denen Nicht-Gendern zu Benachteiligungen führt:
- öffentlich-gesellschaftlicher Bereich
- ÖRR
- öffentlicher Dienst
- Bildungseinrichtungen
- Politik
- usw.

Und dann sagst du, dass Benachteiligungen konstruiert

Zitat entfernt (...)
(...)
 
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