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Warum wechelt man bei Mobbing nicht die Abteilung oder den Arbeitsplatz?

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 129742
  • Datum Start Datum Start
Nun, die Meinung geht nun mal auseinander, bunt ist das Leben.
Ich würde jederzeit wieder den Kampf wählen.
Jeder entscheidet nach seiner Erfahrung.
Ich habe übrigens über Jahre gekämpft.
 
Ich war so schüchtern, dass ich mich nie getraut hätte einen anzusprechen.
Hatte auch Angst vor der Rache der Mobber, wenn ich die "verpetze".
Für viele Mobbingopfer ist das einfach nicht so leicht, mal eben nach Hilfe und Unterstützung zu fragen und sich zu wehren. Meist sind das eh schon Leute mit geringem Selbstbewusstsein, das durch das Mobbing dann noch weiter zerstört wird. Zum Teil glaubt man dann selber irgendwann man ist dran Schuld und hat es verdient.
Das tut mir sehr leid für dich. Da braucht man definitiv immer eine Stimme von außen, die einem sagt, dass man das nicht verdient hat, dass man sich kein schlechtes Gewissen einreden lässt und dass man so gut ist, wie man ist. Die Aggressionen muss man auf der anderen Seite lassen, für die kann man nichts, ist dafür nicht verantwortlich! 💪
 
Es ist sehr schwer gegen Mobber anzugehen weil man es sehr schwer nachweisen kann, warum wird dann geraten trotzdem stur dagegen etwas zu tun, anstatt zu wechseln? Dadurch leidet auch die Gesundheit und die Psyche und bei einem Wechsel ist man raus aus diesem Dilemma.
Ich denke es kommt immer darauf an und es ist unterschiedlich.
Es kann in Menschen den Kampfgeist auslösen " Ich geh wann ich will und nicht wann ihr wollt " .

Oder es kann so heftig sein, dass es einfach besser ist zu gehen und sich dem nicht weiter auszusetzen.

Tatsächlich war ich mal in der Kampfrolle, es hat von allein aufgehört, weil es mir nach vielen verheulten Nächten irgendwann egal war und ich mir dachte "Mit mir nicht ."
Ohne was laut auszusprechen habe ich dann wahrscheinlich einen gewissen Trotz ausgestrahlt und es war Ruhe im Karton.
Ich bin dann nach einem Jahr gegangen, weil ich die Moral der Kollegen dort zum Kotzen fand.

Offen das anzusprechen ist so eine Sache.
Bei konstruktivem Gespräch ist es manchmal möglich Konflikte zu lösen, bei subtilem Mobbing gestaltet sich das schwieriger und kann es durch aus noch schlimmer machen.

Das Wichtigste ist, dass man für sich selbst die gesündere Variante findet.
Wenn man das Gefühl hat, dass es einem an die Nieren geht und die Gesundheit mental darunter leidet, ist es besser aus dieser Situation raus zu gehen.
 
Und Mobbing, na ja, gibt es das wirklich.
***hüstel***
Kommt darauf an, auf welcher Seite ich stehe.

Die "Mehreren" auf der anderen Seite, haben auch Angst, daß mein "anders sein" eine Gefahr für sie sein könnte.
Allerdings bin ich allein auf weiter Flur und möchte verstanden werden, evtl. eine Ruhe oder
"schlimmstenfalls" auch dazugehören.👍

Das ist schon ein bisschen blöd mit der Dynamik 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
warum wird dann geraten trotzdem stur dagegen etwas zu tun, anstatt zu wechseln?
"stur" halte ich für fraglich.

Da ich allerdings die anderen nicht ändern kann, ist es doch sinnvoll, zu schauen,das ich aus der Situation rauskomme oder ggf. beim Wechsel nicht mehr rein komme.

Die Mobber suchen ja eine Schwachstelle bei mir

Es macht Sinn diese zu erkennen und mit ihr umzugehen
 
***hüstel***
Kommt darauf an, auf welcher Seite ich stehe.

Die "Mehreren" auf der anderen Seite, haben auch Angst, daß mein "anders sein" eine Gefahr für sie sein könnte.
Allerdings bin ich allein auf weiter Flur und möchte verstanden werden, mevtl. eine Ruhe oder
schlimmstenfalls auch dazugehören.👍

Das ist schon ein blöd mit der Dynamik 😉
Ich weiß nicht, ich versuche da gerade so eine Situation aufzubrechen im Arbeitszusammenhang.

Da sind doch viele Missverständnisse auf der Mobber-Seite. Sie denkt, ich mache schlechte Arbeit, dabei weiß sie gar nicht, was ich mache, sie denkt, ich schaffe meine Arbeit nicht, dabei habe ich zu wenig zu tun, sie denkt, ich bin unzuverlässig, faul, dabei bin ich einfach in Not manchmal, sie denkt, ich bin unhöflich, dabei ist das nur eine Antwort auf ihr Verhalten, sie denkt, wir sind immer unterschiedlicher Meinung, dabei hört sie mir nicht richtig zu, versteht mich oft nicht, sie denkt, ich bin für Tätigkeiten nicht geeignet, dabei schätzt sie das falsch ein, sie denkt, ich brauche Hilfe, ich fühle mich gegängelt...

Ich versuche die Dynamik zu verstehen. Was hat das in Gang gesetzt. Ich spreche zu wenig ehrlich und strukturiert mit ihr. Ich bin zu unsicher. Ich bin zu lax mit den Rahmenbedingungen manchmal vielleicht. Ich denke, solange ich meine Arbeit gut mache, zählt nicht, was nicht relevant ist. Es ist aber nicht so, dass ich mich nicht an Regeln halten kann, wenn ich verstehe, wozu sie gut sind.

Ich glaube, sie möchte tatsächlich, dass ich meine Arbeit weitermache, da ist es doch sinnvoll wir versuchen miteinander zu reden, um die Missverständnisse aufzuklären. Sie ist auch bisschen in Not vermutlich und es tut mir leid, dass sie sich so verrennt. Wenn ich gehe, bleibt die Stelle voraussichtlich längerfristig unbesetzt und es gibt niemand anderes, der das machen kann.

Das meine ich mit Dynamik.
 
Ich habe bis zum Ende meines Berufslebens in dieser Firma gearbeitet, einen Burn-out habe ich überstanden.
Es war nicht immer leicht, allerdings hatte ich Rückhalt durch Kollegen, wir haben einander unterstützt. Der Mobber hat auch manch bitter Pille schlucken müssen.
Da hattest du großes Glück.
Die meisten haben keine Kollegen die unterstützen, weil die sich durch das Mobbing vom Chef indirekt aufgefordert fühlen mitzumachen.
Da bricht man schnell zusammen und hat am Ende keine Kraft mehr sich zu wehren. Deshalb kann es für sich selbst besser sein aufzugeben und zu gehen.
Der Gemobbte hat oft leider keinerlei Lobby.
 
Es ist sehr schwer gegen Mobber anzugehen weil man es sehr schwer nachweisen kann, warum wird dann geraten trotzdem stur dagegen etwas zu tun, anstatt zu wechseln? Dadurch leidet auch die Gesundheit und die Psyche und bei einem Wechsel ist man raus aus diesem Dilemma.
1. kommt Mobbing schleichend und ein kleinen Dosen
2. ein Arbeitsplatzwechsel eine riesen Umstellung ist und nicht jeder Job so einfach vor der Haustür auf dich wartet
3. man ist erwachsen und versucht Probleme zu klären, als sofort davonzurennen
4. man selbst nicht die Fehlerquelle ist und nicht der Job das Problem ist, sondern eine Person
 
Mobbing hat mich krank gemacht.
Einmal war es eine Kollegin.
Da die Stelle befristet war, und ich die Stelle ansonsten mochte, habe ich zwei Jahre lang durchgehalten.
Beim zweiten Mal, an einer anderen Stelle war es eine Chefin.
Die habe ich auch „ausgesessen“.
Fazit: chronische Gastritis.
Was es etwas „erträglicher“ gemacht hat, obwohl dieses Wort hier eigentlich fehl am Platz ist: es war keine Gruppe, sondern nur diese einzelnen Personen.
Aber ich habe mich nicht getraut, es bei den anderen Kollegen anzusprechen.
Aus diversen Gründen.
Vor allem aber waren beide sehr „geschickt“ - wenn andere dabei waren, waren sie relativ freundlich zu mir.
Dadurch verhindern die Mobber, dass man sich anderen anvertraut.

Ich denke nicht, dass ich es noch einmal so durchziehen würde.
Was nutzt der beste Arbeitsplatz, wenn man Abends schon Angst vor dem nächsten Tag hat?
Natürlich musste ich auch an mir arbeiten ( Therapie) um mich nicht mehr zum Opfer zu machen.
Aber sowas dauert seine Zeit, und man kann sich nicht komplett umkrempeln.
Bis zum Ende meiner beruflichen Laufbahn hatte ich Angst, dass es wieder passiert.
Und zwar große Angst, und Zwänge.
auch das habe ich den Mobberinnen zu verdanken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil man nicht so einfach wechseln oder kündigen kann oder will, Schließlich wachsen gleichwertige Jobs undFestverträge nicht auf Bäumen. Woanders fängt man dann wieder neu an, hat erstmal Probezeit, befristete Verträge, vielleicht schlechtere Vertrags- oder Arbeitsbedingungen, weniger Geld, weiteren Anfahrtsweg, keinen Anspruch auf Abfindung, ggf Sperre beim Jobcenter wenn man den alten Job gekündigt hat und der neue Arbeitgeber einen kündigt.
 

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