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Warum sinkt die Geburtenrate?

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Ein kapitalistischer Staat ist in erster Linie an der Vermehrung des Kapitals interssiert und nicht an sozialen Maßnahmen - die Kosten ja nur und erwirtschaften keinen Gewinn. Warum sich damit rumplagen, wenn man es einfacher haben kann - man schaffe ein soziales Netz mit mächtig großen Löchern und schon hat der Staat seine Schuldigkeit getan.
Kinder, werden schon irgendwie groß, warum darum kümmern - sollen das mal die Eltern machen, wie ist schnuppe - die Hauptsache die zahlen irgendwann Steuern und weniger Kinder macht nichts - Steuererhöhungen federn das ab.
Und, hat Frau Merkel Kinder?
Willkommen in Deutschland!
 
Ach, ich find das immer lustig, wenn - wie lumocolor oben - alles miteinander verbunden wird: Die fehlenden Kinder, Ausländer, Jobs die keiner machen will, 1 Euro-Jobs. Wie wärs wenn Du noch die Auslandseinsätze der BW und den Nichtrauchertag einbinden würdest? Hat ja irgendwie auch mit der sinkenden Geburtenrate zu tun.
 
MagicSun bringt es auf den Punkt.

Kinder sind egal, die fallen so oder so schon irgendwie über (die Grenze). Ich bin jetzt 20, und versuche seit meinem Abi (letztes Jahr) irgendeinen Job/Ausbildung/Studium zu bekommen, aber bisher jatte ich kein Glück, ja Glück spielt da eine sehr große Rolle, wenn man kein Vitamin B hat und ADSler ist.

Wenn ich eine 40qm Wohnung und einen Job mit ca.8€ die Stunde hätte, hätte ich längst Kinder mit meiner Freundin zusammen, aber wie soll das bitte gehen?

Wenn man bis zu 25 oder 30 Jahren von seinen Eltern abhängig ist, wird man wohl kaum eine Familie gründen, und danach nimmt die Fruchtbarkeit stark ab, das sollte man sich mal überlegen.

Dem Volk wird suggeriert, es müsse 20 Jahre in Schulen/Universitäten sitzen und Jahrelang unbezahlte Praktika machen, damit sie irgendwann einmal die Chance auf einen Arbeitsplatz haben, der sie soviel Zeit kostet, dass der Partner nicht arbeiten dürfte, wenn man Kinder haben will, aber dafür bei Weitem nicht genug einbringt. Zumal die Schulden die man für Studium/Ausbildung machen muss, auch getilgt sein wollen.

Also so wie ich das sehe, stirbt dieses Land zu Recht aus, denn damit, dass die Menschen hier CDU und SPD wählen, haben sie es auch nicht anders verdient, der Rest muss halt fliehen, da er in diese Ignorante Mentalität offenbar nicht hereinpasst. Ich bin auch so schnell im Ausland wie ich kann, und werde dort viele Kinder haben.

@Amelie: Ich finde es auch wahnsinnig übel, dass gar nicht mehr davon ausgegangen wird, dass die Eltern ihre Kinder selber erziehen wollen, und nur davon gesprochen wird, wie sie sie am besten loswerden könnten.

LG
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur so ne kleine Zwischenfrage: Was interessiert es uns, ob die Geburtenrate steigt oder nicht ? Mir persönlich ist es ziemlich egal, ob nun mehr Kinder geboren werden oder nicht. Ich möchte keine Kinder haben, schon alleine wegen den Gründen, die JoGo auf der ersten Seite gebracht hat. Einer davon ist mir ganz besonders ins Auge gefallen:

Kein Nerv !

Ich persönlich hätte keinen Nerv für Kinder. Sie spucken, kratzen, beißen, sabbern, rülpsen, furzen, treten, schreien, können sehr gemein sein, verletzen einen, heulen, sind ständig schmutzig...ich könnte noch weiteres aufzählen. Nein, danke, das brauche ich nicht.

Nochmal zurück: Es braucht uns nicht zu interessieren, ob jetzt Kinder geboren werden oder nicht. Wenn ich jetzt mit 19 meine Fachhochschulreife habe, kriege ich (vielleicht) einen Job, verdiene Geld. Monatlich kann ich mir einen kleinen Betrag zur Seite stellen. So, das bezeichne ich mal als "Altersvorsorge". Ok, wenn ich dann alt und grau bin, habe ich ja das ganze gesammelte Geld, was ich in den Jahren angespart habe, zur freien Verfügung. Ich brauche also keine Kinder, die mir die Rente sichern (mein Wirtschaftslehrer sagt immer, wir bräuchten Kinder, damit sie uns unsere Rente finanzieren).

Wenn ich meinetwegen 1700-2000 € pro Monat verdiene, und einen monatlichen Betrag von 100 € beiseite lege, macht das 1200 € im Jahr. So, ich arbeite meinetwegen 20 Jahre, dann sind das 24000 €. Den Betrag plus Zinsen, macht 24374,40 €. Und fertig ist die Soße, besser gesagt die Altersvorsorge.

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Hallo Peter,

ja, wenn alles gut läuft und du dein ganzes Berufsleben über Arbeit hast und verdienst, kann das so gehen.

Wird ja auch so ähnlich laufen müssen, denn eine der Ursachen für das Rentenproblem ist ja, dass deine Beiträge nicht für dich gespart, sondern sofort wieder ausgegeben werden, und dann gibts bei hoher Arbeitslosigkeit und sinkender Geburtenrate Probleme.

Andrerseits kann das was du vorhast ja nur eine Zusatzversicherung sein.
Denn solltest du ungeplant doch länger ohne Arbeit dastehen, wie willst du dann sparen ?

Und du müstest mehr zurücklegen. Wenn du 40 Jahre berufstätig wärst, hättest das Doppelte von dem was du ausgerechnet hast, würdest dann 1000 € monatlich brauchen, kämst du ja auch nur 50 Monate = ungefähr 4 Jahre damit aus.

Peter

PS: Kinder müssen nicht zwangsläufig so sein, wie du beschreibst. Das scheint mir eher ein Symptom für vernachlässigte Kinder zu sein, die auf diese Art Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen. Man kann an Kindern auch sehr viel Freude haben - ich hab mit meinem Sohn nie solche Probleme gehabt - im Gegenteil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Peter,

du hast natürlich Recht. Das ich 20-30 Jahre über ununterbrochen Arbeit haben werde, dass ich überhaupt Arbeit haben werde, stellt sich ja erst viel später raus. So wie es jetzt aussieht, wird dieser Wunsch sich nicht erfüllen. Überall werden Menschen entlassen, ständig wächst die Zahl der Arbeitslosen. Ich habe mir echt überlegt, auszuwandern. Zum Beispiel nach Österreich. Die haben doch eine gute Wirtschaft, oder ?

Was mich allerdings immer wieder wundert, zum Beispiel, wenn ich fernsehe: In diesen Dokureihen, wo man Menschen filmt, die Hartz4-Empfänger sind oder sonstwie hinten und vorne kein Geld haben, haben aber doch eines: Kinder. Manchmal sogar mehr als 5 Stück. Ich habe schon viele Dokus über Hartz4 gesehen. Es kommt immer eine Familie drin vor, die mehr als 3 Kinder hat. Und oftmals ist es so, dass die Frauen, also die Mütter noch schwanger sind. Da frage ich mich: Wie oder wer soll das bezahlen ? Die scheinen ja immer noch genug Geld zu haben, um Kinder zu haben. Meines Wissens nach richtet Hartz4 sich doch nicht nach der Kinderzahl, oder etwa doch ?

Ja, Kindergeld, das kann man in den Ofen schieben. Denn der Aufwand mit Kindern kann nie durch Kindergeld geregelt werden.

In China haben sie doch die Ein-Kind-Politik eingeführt. Finde ich gar nicht mal so schlecht, die haben auf jeden Fall bessere Geburtenkontrollen als wir und da kriegt man sogar Zuschüsse oder Privilegien, wenn man nicht mehr als ein Kind hat.
Klar gibt es auch da Menschen, die mehr als ein Kind haben und somit den Privilegien entsagen. Finde ich nicht gut...oder besser gesagt, ich verstehe es nicht.

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Hi Peter,

ja, Österreich scheint wirtschaftlich besser als Deutschland dazustehen, aber die Schweiz ist wohl für die Deutschen Einwanderungsland Nr. 1.

Ob die TV-Dokus über Hartz IV - Empfänger repräsentativ sind ? Da hab ich so meine Zweifel. Aber natürlich wird das Geld auch nach Kinderzahl bemessen, nur: Es reicht grade zum Leben, egal ob man Kinder hat oder nicht.
Ein junger Kollege, den ich letztes Jahr bei ner Zeitarbeitsfirma kennenlernte, steckte auch in dieser Falle. Stammte aus einer nicht grade begüterten Familie, sein Vater lange krank/arbeitslos und früh verstorben, er ist jetzt 24 und hat nen kleinen Sohn, aber keine Chance auf Führerschein, oder einen Beruf zu lernen. Jobben halt, und wenn kein Job da ist, Hartz und den Gürtel enger schnallen. Ohne Perspektive, dass sich durch eigene Initiative was ändern liesse. Naja.

China hat ja wieder andere Probleme als wir hier - noch mehr Arbeitslose, und wenn die die Industriealisierung so weiter vorantreiben, ist fraglich, ob sich das zum Besseren ändern wird.

Peter
 
Um Himmels Willen, redet nicht so positiv über die 1 Kind Politik, das ist derart grausam, dass es mich wirklich schüttelt.

Habt ihr mal gesehen, was die mit Familien machen, die sich nicht daran halten? Nicht nur das volle Programm, was in der DDR mit Staatsfeinden gemacht wurde, nein die haben sogar extra Organisationen die deren Häuser abreißen als direkte Konsequenz, wenn so ein Fall herauskommt. Das ist krank.

Aber dieses Problem haben wir hier eh nicht, hier in Berlin haben eigentlich nur die illegalen Einwanderer sehr viele Kinder, nicht die mit deutschem Pass, was auch das Abschieben so schwer macht bei diesen Fällen.

Aber sind wir uns einig, dass sich jemand der jetzt um die 20 ist, ohne Drogen, Protitution und Schwarzarbeit zu verrichten und ohne eine große Erbschaft abzugreifen, keine Familie mehr gründen kann, bei der die Kinder eine Zukunft haben?

LG
 
Naja, chinesische Verhältnisse möchte hier bestimmt keiner haben 🙂 .

Aber es gibt schon ein paar Punkte, woran man doch festhalten sollte:
  • Vorurteile gegenüber Großfamilien ("Die sind doch asozial und wollen eh nur das Geld")
  • Finanzieller Aspekt, Kinder kosten viel und besonders mit Hartz4 ist ein Kind bereits ein echter Balast
  • Sozialer Aspekt, ein Familienvater mit 5 Kindern wird wohl bei der Brautschau nicht mehr so erfolgreich sein wie ein Single 😀.
  • Psychischer Aspekt, Kinder kosten sehr viel Kraft und machen mitunter sehr viel Stress, wie man es immer bei der Supernanny auf RTL sieht.
  • Physischer Aspekt, Eltern mit vielen Kindern oder auch nur 2 vernachlässigen gerne sich selber (Erst die Kinder, dann ich), und können sich richtig "krankselbstverlosen"
  • Beruflicher Aspekt, jemand, der angibt, 5 Kinder zu haben, wird natürlich nicht so schnell einen Job finden wie ein Single, der auch noch flexibel ist.
  • Hinzu kommt, dass viele Kinder unüberlegt oder sogar ungewollt auf die Welt kommen. Die Eltern, meist noch Teenager, "treiben es bunt", und...naja...in so einer verregneten Disconacht ist es doch eigentlich egal, ob mit oder ohne Gummi, ne 🙄 ? Abtreibung ist natürlich eine Lösung, die aber auch nicht ohne Risiiko für die Mutter bleibt...
Klar betrachten auch viele Menschen Kinder als Freude, jedoch frage ich mich, ob diese Menschen auch an die negativen Seiten der "Kinderhaltung" denken...

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