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Warum schlagen Eltern ihre Kinder?

  • Starter*in Starter*in Sonnja
  • Datum Start Datum Start
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    eltern
jede,wirklich jede form der körperlichen gewalt ist eine demütigung für das kind.hierbei ist nicht die intensität der schläge vordergründig,sondern die überlegenheit,die macht,die mit dem so wohlgemeinten 'klaps' ausgedrückt wird.Wer schon kleinstkinder durch "klapse" straft, hat nicht gelernt, sich verbal durchzusetzen oder durch angemessene massnahmen wut,stress und agression abzubauen.deine antwort ist nicht mehr als eine hilflose rechtfertigung der(zudem verharmlosten)körperlichen gewalt.irgendwann dreht sich die gewaltspirale,weil ein klaps nicht mehr ausreicht,weil der gewöhnungseffekt eingetreten ist und der kleine mensch,der dir ja anvertraut ist,sich dadurch nicht mehr schocken lässt.
dein kind wirst du in seiner entwicklung durch klapse nicht aufhalten können.aber du verschlechterst im wesentlichen deine beziehung zu ihm.
julian.



Also ich habe Klapse und mehr bekommen, kann aus heutiger Sicht nur sagen ich habs verdient.
Ob es was geholfen hat, weiß ich nicht, ich denke die Einsicht kommt (bei den meisten) früher oder später auch ohne Klapse.
Aber ich habe trotzdem ein Klasse Verhältnis zu meinen Eltern.

Was ich als wesentlich schlimmer empfand, war die Drohung meiner Mutter:" Warte nur bis dein Vater nach Hause kommt".
Das bedeutete für mich Stundenlang Angst und dann hat sie ihm meist gar nichts gesagt.
Nicht das ich dann Klapse bekommen hätte, viel schlimmer war es angebrüllt zu werden und in dem Moment das Gefühl zu haben nicht mehr geliebt zu werden.

Wenn ich jetzt die Klapse (die ja verboten sind) und das anbrüllen (was beim Kind den Eindruck von Liebesentzug weckt) weglasse, bleibt nur noch jeden Mist bis aufs Letzte auszudiskutieren.
Ist ja nichts gegen einzuwenden, aber dann braucht man den ganzen Tag nichts anderes mehr zu tun.

UND ICH SCHREIBE ES JETZT NOCHMAL: JEDES KIND IST ANDERS, REAGIERT ANDERS UND FÜHLT ANDERS.

DESHALB BEZIEHT SICH O.G. TEXT NUR AUF MEINE MEINUNG UND MEINE ERFAHRUNG (ich habe meine Kindheit selbst durchlebt und erfahren, kann also sagen ich weiß worüber ich schreibe).

ICH HABE DAS NICHT STUDIERT, KANN ALSO NUR AUS MEINER ERFAHRUNG SCHREIBEN.
 
was hatten Deine Eltern für ein Kindheit?Frage nicht mehr warum wurde ich geschlagen sondern arbeite daran ,dass es Deinen Kindern besser geht.Du bst auf dem besten Weg es b esser zu machen.Du schaffst es
 
was hatten Deine Eltern für ein Kindheit?Frage nicht mehr warum wurde ich geschlagen sondern arbeite daran ,dass es Deinen Kindern besser geht.Du bst auf dem besten Weg es b esser zu machen.Du schaffst es



Das kann ich Dir sagen. Aber vorher muß ich dazu sagen ich wurde ja nicht ständig geschlagen und auch nicht wegen Kleinigkeiten. (So genau kann ich mich daran nicht erinnern, hat kein Trauma hinterlassen).
Zudem war es damals 1970 doch normal, das Kinder ein paar hinter die Löffel bekamen wenn sie nicht spurten.
Die Kindheit meiner Eltern (1946 und 1950 geboren) ist doch denke ic jedem klar.
Nachkriegszeit, viele Entbehrungen und auf dem Bauernhof ging es dazu noch rauher zu wie in der Stadt.
Da wurde noch von Sonnenaufgang bis zum Untergang gearbeitet und die Kinder mußten vor und nach der Schule auch mit anpacken.
Ich mache meinen Eltern ja auch keinen Vorwurf (war damals halt so, und gesetzlich Verboten wars auch nicht).
Es ist halt nur so, das einen Kinder (vor allem wenn sie zu mehreren Auftretten) manchmal schon so weit treiben können das man sich ganz toll beherrschen muß damits nicht doch mal knallt. Kommt immer darauf an welche Kinder (ich meine damit das es ja die unterschiedlichsten Kinder gibt, jedem seine Kidner sind anders).
Als ich noch keine Kinder hatte, dachte ich auch ich käme nie in die Lage mal mein Kind schlagen zu wollen. Wobei von wollen ja eigentlich keine Rede sein kann.
ist einfach blöd niederzuschreiben.
Ich habe irgendwann dann bemerkt das auch ich an die Grenzen meiner Nerven komme, was halt als Kinderloser eigentlich nie der Fall war.

Ich schreibs vorsichtshalber dazu.

Ich möchte hier nicht das schlagen oder züchtigen von Kindern verteidigen.
Ich kann aber Eltern verstehen denen im Ausnahmefall mal die Hand ausrutscht (um es mal lapidar zu sagen, ohne es als Lapalie hinzustellen).

Deshalb hab ich irgendwo am Anfang mal geschrieben das Kinderlose (damit meine ich Menschen die nicht täglich fast 24 Stunden mit ihren eigenen Kindern zu tun haben eigentlich nicht wissen können wie es ist, wenn man (Ausnahmsweise) mit deinen Nerven am Ende ist und das Kind es immer noch nicht Einsieht das es reicht.
Das Kinder- oder Babysitten zählt nicht, weil ich da weiß ich geh irgendwann wieder Heim und hab meine Ruh.
 
einige Kinder vertragen Klappse und stecken Demütigungen gut weg...andere, sensiblere, vulnerablere (=verletzlichere) Kinder (ca. jedes 3. Kind) jedoch nicht...und Kinder haben bei der Geburt leider kein Etikett auf dem Po kleben an dem steht: "Modell Klapsverträglichkeit".

Und wer zum Teufel ist man schon sich anmaßen zu dürfen ein Kind = Wunderwerk der Natur einfach so frei Schnauze zu klappsen, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht zur Kategorie "Klapsverträglichkeit" gehört?
Ich finde hier ist Demut und Achtsamkeit ggü der Natur und auch Kindern ggü angesagt..denn in dem Maße wie seine Kinder achtet erhält man Achtung auch zurück. Ich habe keine Achtung vor Eltern mit Klaps"pädagogik". Weil ich aus Erfahrung weiss es geht sehr leicht auch ohne...verblüffend leicht, wenn man weiss wie. Die es nicht wissen oder drauf haben sollten nicht mit faulen Ausreden für die Klappserei um die Ecke kommen, sondern einfach mal mehr in Sachen menschlicher Natur und Erziehung dazulernen.

Auch als Nichtmutter kann man (aus anderen Gründen) mal runter mit den Nerven sein, aber mich dennoch ggü Kindern unter Kontrolle halten. Ich halte nix von dem Argument, dass Nichtmütter nicht wissen wie das ist...das ist so ein Totschlagargument, dass einfach immer passend scheint, aber nicht immer passend ist. Ich kenne eine Mutter, die ihren Sohn geschlagen (nicht nur geklappst) hat und die bewusst (wie wohl auch viele andere..scheint sone Art Tradition zu sein, an der ein Stückchen Wahrheit dran ist aber nicht so viel wie manche es sich wünschen!) mit diesem Argument agierte...der Psychologe (und zuvor ich) hat ihr dann gesagt..stimmt, sie hat damals keinen anderen Ausweg gesehen, war überfordert etc. aber nun wurden ihr neue Möglichkeiten (, tägliche Unterstützung, Erziehung statt Kreischerei und Schlagen) aufgezeigt und das alte Argument war nicht mehr angebracht....

Leute, die regelmäßig und gewohnheitsmäßig die Kontrolle ggü Kindern verlieren, brüllen und schlagen oder klappsen habe es einfach nicht drauf 😉 Sie werden von ihren Emotionen beherrscht und haben es wohl nie gelernt oder trainiert auchmal ihre Emotionen zu beherrschen...ein schlechtes Vorbild für Kinder...somit erhält sich dann die Tradition Gewalt und Unterwerfung als Erziehungsmittel anzuwenden weiter und weiter und weiter....
Menschen mit normal entwickeltem Selbstbewusstsein haben an sich kein Problem damit beherrscht zu herrschen...die Krux ist nur leider oft, dass manche Eltern kein ausreichendes Selbstbewusstsein besitzen und zusätzlich zu wenig Ahnung von der menschlichen Natur haben und sich durch normales Kindverhalten (austesten der Grenzen etc.) ständig persönlich angegriffen und provoziert fühlen....wo an sich sehr oft gar keine Provokation da ist, sondern diese nur im Auge des Betrachters liegt. Kinder provozieren an sich nur dort, wo sie auch Erfolg damit haben, ansonsten lassen sie es....

Es ist Quatsch dass man ewig diskutieren muss...muss man nicht, man geht mit klaren Regeln voran...und die Kinder folgen..wenn man genügend Leittierpräsenz zeigt..Menschen sind nämlich Herdentiere und sie folgen Alphas und wer diese Rolle nicht drauf hat hat es dann leider schwer....und ist ohn-mächtig und fühlt sich ohnmächtig und muss dann wohl brüllen und schlagen?? Und an sich haben Kinder auch Recht auf Erklärungen ab und an...sollen ruhig ein wenig diskutieren lernen...Eltern die darin nicht geschult sind oder keinen Bock darauf haben sollten an sich keine Eltern sein...natürlich bestimmt man selber wann und wie lange man diskutieren möchte und es gibt Situationen in denen auch mal nicht lang diskutiert wird..und fertig...sowas akzeptieren an sich Kids auch recht leicht...wenn sie es von Anfang an gelernt haben und von ihren Eltern so gewohnt sind, ihre Eltern als Führungstinstanz akzeptieren und achten und die Grundbindung stimmt, d.h. die Kids den Eltern so weit vertrauen und sie auch so weit achten auch mal ohne lange Diskussionen einfach zu folgen.

Tyra

Rolle der Führungsinstanz: Stimmlage ist wichtig (weiblich hohe Keiferei wird direkt als Schwäche angesehen und da hacken die Kleinen dann auch hinterher...) körperliche Haltung, aufrecht, selbstbewusst etc.
Wer oft die Kontrolle über sich verliert, verliert die Selbstachtung und auch Achtung der Kids und dann mündet das oft in einen Teufelskreis...
Kinder sind halt nix für Leute mit schwachen Nerven...klar kann man zwischendurch auchmal Fehler machen und mal weniger nervenstark drauf sein....aber sich nicht dauerhaft überfordert fühlen...


Noch ein Buchtipp:

KÖSEL-VERLAG: Nein aus Liebe von Jesper Juul
 
Zuletzt bearbeitet:
Tyra


Kinder sind halt nix für Leute mit schwachen Nerven...klar kann man zwischendurch auchmal Fehler machen und mal weniger nervenstark drauf sein....aber sich nicht dauerhaft überfordert fühlen...




Genau, so meine ich es auch.
Nur meine ich, wie die Nervensituation ist wenn man Kinder hat kann keiner vorher ausprobieren.
Man hat ja kein Rückgaberecht (Scherzhaft gemeint).

Und ich werde mich hüten alle Kinder und auch Eltern über einen Kamm scheren.

Denn was ich noch nicht persönlich erlebt und durchgemacht habe, kann ich nur ansatzweise versuchen zu verstehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ausprobieren??? Öhm, also.... ne bei aller Liebe nicht.

Du kannst "Elternsein" nicht irgendwo ausprobieren.

1. Jedes Kind ist einzigartig, auch in seiner Verhaltensweise

2. Es begrenzt sich ja nur auf einen gewissen Zeitraum und nicht auf 365 Tage im Jahr.

3. Was ist wenn dein Kind nicht der "norm" entspricht???
Wie willst Du das ausprobieren??

Freunde von mir sagen ich hätte Nerven wie Hochspannungsleitungen (sprich also extrem belastbar).
Trotzdem mußte ich mir das schwer erarbeiten.

Mein Sohn z.B. hat ADHS. Das treibt mich oft an den Rand des Wahnsinns. Vor allem wenn er woanders Streß hatte versucht er das an mich weiter zu geben. Weil er weiß das ich ihn über alles liebe (und dies auch immer werde) und er sich sicher fühlt läßt er bei mir die Sau raus (provoziert mich dann extrem). Schimpfwörter und Dinge werfen allerdings nicht, das traut er sich nicht. Hat mir die Therapeutin so gesagt.
Ich muß mich manchmal wirklich beherrschen und ihn dann in sein Zimmer schicken damit er und ich selber auch wieder "runter fahren" kann. Sonst würde ich dann platzen und er hätte eine auf dem Hintern.

Da gibt es ein schönes Sprichwort zu:

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr.
 
Ausprobieren??? Öhm, also.... ne bei aller Liebe nicht.

Du kannst "Elternsein" nicht irgendwo ausprobieren.

1. Jedes Kind ist einzigartig, auch in seiner Verhaltensweise

2. Es begrenzt sich ja nur auf einen gewissen Zeitraum und nicht auf 365 Tage im Jahr.

3. Was ist wenn dein Kind nicht der "norm" entspricht???
Wie willst Du das ausprobieren??

Freunde von mir sagen ich hätte Nerven wie Hochspannungsleitungen (sprich also extrem belastbar).
Trotzdem mußte ich mir das schwer erarbeiten.

Mein Sohn z.B. hat ADHS. Das treibt mich oft an den Rand des Wahnsinns. Vor allem wenn er woanders Streß hatte versucht er das an mich weiter zu geben. Weil er weiß das ich ihn über alles liebe (und dies auch immer werde) und er sich sicher fühlt läßt er bei mir die Sau raus (provoziert mich dann extrem). Schimpfwörter und Dinge werfen allerdings nicht, das traut er sich nicht. Hat mir die Therapeutin so gesagt.
Ich muß mich manchmal wirklich beherrschen und ihn dann in sein Zimmer schicken damit er und ich selber auch wieder "runter fahren" kann. Sonst würde ich dann platzen und er hätte eine auf dem Hintern.

Da gibt es ein schönes Sprichwort zu:

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr.


Hallo.

Habe ich doch auch geschrieben. Man kann es nicht ausprobieren.
 
stimmt, das mit dem vorher ausprobieren geht nicht....allerdings weiss man, wenn man einigermaßen realitätsfit drauf ist, schon was so ungefähr auf einen zukommt und ich denke einige Menschen sehen das manchmal etwas zu blauäugig und machen aus dem Spruch:
Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr.

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein auch nicht. Und liegen damit falsch.
Hier im Forum gab es regelmäßig Fälle in denen sehr weltfremde und/oder psychisch kranke oder persönlichkeitsgestörte Frauen ein Kind nach dem anderen bekamen, natürlich) heillos überfordert damit waren und sich dann wunderten und beklagten, dass das JA ihnen alle oder einige der Kinder abnahmen...und ähnliches habe ich früher nicht selten in der Beratungsstelle in der ich gearbeitet hatte erlebt. Echt schlimm für die Kinder...hin und hergerissen zwischen unfähigen Müttern/Eltern, Jugendamt und Pflegefamilien.
Angesichts solcher Vorfälle überkommt einem ab und an dann der Wunsch einen Elternführerschein einzuführen.

Ein Kind mit ADHS stellt natürlich eine besondere Herausforderung dar und kostet Nerven...Hut ab vor Eltern die das gut in den Griff bekommen und v.a. diese Kinder lebensfit und selbstständig kriegen.
Wichtig ist glaube ich hier keine zu große Schonhaltung aufzubauen, sondern auch in Sachen Sozialverhalten normale Ansprüche zu stellen, das halt dann ggf. mehr als mit anderen Kids trainieren.

Mein Sohn z.B. hat ADHS. Das treibt mich oft an den Rand des Wahnsinns. Vor allem wenn er woanders Streß hatte versucht er das an mich weiter zu geben. Weil er weiß das ich ihn über alles liebe (und dies auch immer werde) und er sich sicher fühlt läßt er bei mir die Sau raus (provoziert mich dann extrem). Schimpfwörter und Dinge werfen allerdings nicht, das traut er sich nicht. Hat mir die Therapeutin so gesagt.
Ich muß mich manchmal wirklich beherrschen und ihn dann in sein Zimmer schicken damit er und ich selber auch wieder "runter fahren" kann. Sonst würde ich dann platzen und er hätte eine auf dem Hintern.

finde ich gut, dass er es sich (noch?) nicht traut mit Schimpfwörtern oder Rumwerfen von Dingen um die Ecke zu kommen. Das sollte auch so bleiben, ein gewisser Grundrespekt scheint also da zu sein, das ist sehr wichtig und gut so. Liebe sollte nicht als Schwäche ausgelegt werden und man sollte sich aus Liebe zum Kind nicht dazu korrumpieren lassen zu viel (Provokation etc.) zu dulden.
DAs mit dem ins Zimmer schicken zum "runter fahren" finde ich gut...würde ich genauso machen...manchmal ist ein wenig Abstand ganz gut....bis dann der Dampf aus den Ohren und Nüstern abgelassen ist und man wieder einigermaßen klare Sicht hat 😉

Tyra
 
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