einige Kinder vertragen Klappse und stecken Demütigungen gut weg...andere, sensiblere, vulnerablere (=verletzlichere) Kinder (ca. jedes 3. Kind) jedoch nicht...und Kinder haben bei der Geburt leider kein Etikett auf dem Po kleben an dem steht: "Modell Klapsverträglichkeit".
Und wer zum Teufel ist man schon sich anmaßen zu dürfen ein Kind = Wunderwerk der Natur einfach so frei Schnauze zu klappsen, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht zur Kategorie "Klapsverträglichkeit" gehört?
Ich finde hier ist Demut und Achtsamkeit ggü der Natur und auch Kindern ggü angesagt..denn in dem Maße wie seine Kinder achtet erhält man Achtung auch zurück. Ich habe keine Achtung vor Eltern mit Klaps"pädagogik". Weil ich aus Erfahrung weiss es geht sehr leicht auch ohne...verblüffend leicht, wenn man weiss wie. Die es nicht wissen oder drauf haben sollten nicht mit faulen Ausreden für die Klappserei um die Ecke kommen, sondern einfach mal mehr in Sachen menschlicher Natur und Erziehung dazulernen.
Auch als Nichtmutter kann man (aus anderen Gründen) mal runter mit den Nerven sein, aber mich dennoch ggü Kindern unter Kontrolle halten. Ich halte nix von dem Argument, dass Nichtmütter nicht wissen wie das ist...das ist so ein Totschlagargument, dass einfach immer passend scheint, aber nicht immer passend ist. Ich kenne eine Mutter, die ihren Sohn geschlagen (nicht nur geklappst) hat und die bewusst (wie wohl auch viele andere..scheint sone Art Tradition zu sein, an der ein Stückchen Wahrheit dran ist aber nicht so viel wie manche es sich wünschen!) mit diesem Argument agierte...der Psychologe (und zuvor ich) hat ihr dann gesagt..stimmt, sie hat damals keinen anderen Ausweg gesehen, war überfordert etc. aber nun wurden ihr neue Möglichkeiten (, tägliche Unterstützung, Erziehung statt Kreischerei und Schlagen) aufgezeigt und das alte Argument war nicht mehr angebracht....
Leute, die regelmäßig und gewohnheitsmäßig die Kontrolle ggü Kindern verlieren, brüllen und schlagen oder klappsen habe es einfach nicht drauf
😉 Sie werden von ihren Emotionen beherrscht und haben es wohl nie gelernt oder trainiert auchmal ihre Emotionen zu beherrschen...ein schlechtes Vorbild für Kinder...somit erhält sich dann die Tradition Gewalt und Unterwerfung als Erziehungsmittel anzuwenden weiter und weiter und weiter....
Menschen mit normal entwickeltem Selbstbewusstsein haben an sich kein Problem damit beherrscht zu herrschen...die Krux ist nur leider oft, dass manche Eltern kein ausreichendes Selbstbewusstsein besitzen und zusätzlich zu wenig Ahnung von der menschlichen Natur haben und sich durch normales Kindverhalten (austesten der Grenzen etc.) ständig persönlich angegriffen und provoziert fühlen....wo an sich sehr oft gar keine Provokation da ist, sondern diese nur im Auge des Betrachters liegt. Kinder provozieren an sich nur dort, wo sie auch Erfolg damit haben, ansonsten lassen sie es....
Es ist Quatsch dass man ewig diskutieren muss...muss man nicht, man geht mit klaren Regeln voran...und die Kinder folgen..wenn man genügend Leittierpräsenz zeigt..Menschen sind nämlich Herdentiere und sie folgen Alphas und wer diese Rolle nicht drauf hat hat es dann leider schwer....und ist ohn-mächtig und fühlt sich ohnmächtig und muss dann wohl brüllen und schlagen?? Und an sich haben Kinder auch Recht auf Erklärungen ab und an...sollen ruhig ein wenig diskutieren lernen...Eltern die darin nicht geschult sind oder keinen Bock darauf haben sollten an sich keine Eltern sein...natürlich bestimmt man selber wann und wie lange man diskutieren möchte und es gibt Situationen in denen auch mal nicht lang diskutiert wird..und fertig...sowas akzeptieren an sich Kids auch recht leicht...wenn sie es von Anfang an gelernt haben und von ihren Eltern so gewohnt sind, ihre Eltern als Führungstinstanz akzeptieren und achten und die Grundbindung stimmt, d.h. die Kids den Eltern so weit vertrauen und sie auch so weit achten auch mal ohne lange Diskussionen einfach zu folgen.
Tyra
Rolle der Führungsinstanz: Stimmlage ist wichtig (weiblich hohe Keiferei wird direkt als Schwäche angesehen und da hacken die Kleinen dann auch hinterher...) körperliche Haltung, aufrecht, selbstbewusst etc.
Wer oft die Kontrolle über sich verliert, verliert die Selbstachtung und auch Achtung der Kids und dann mündet das oft in einen Teufelskreis...
Kinder sind halt nix für Leute mit schwachen Nerven...klar kann man zwischendurch auchmal Fehler machen und mal weniger nervenstark drauf sein....aber sich nicht dauerhaft überfordert fühlen...
Noch ein Buchtipp:
KÖSEL-VERLAG: Nein aus Liebe von Jesper Juul