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Warum muss Liebe immer weh tun.....

tja, das ist die Frage...heilt Zeit wirklich alle Wunden?
Im Prinzip ist doch eine gescheiterte Beziehung wie wenn jemand stirbt. Ich denke, der Schmerz ist der selbe. Nur kommt beim Verlassen noch der Minderwertigkeitskomplex zu weil man ja 'verlassen' wurde....

sehe ich zumindest
 
tja, das ist die Frage...heilt Zeit wirklich alle Wunden?

nicht alle. aber viele schon. zumindest macht sie sie erträglicher.
allerdings arbeitest du gegen die zeit, wenn du dich immer wieder mit ihr triffst. dadurch reißt du die wunde immer wieder auf, streust auch noch salz rein...

dir tut nicht die liebe weh - sondern die nicht-erfüllung deienr erwartungen. das ist was anderes.
 
tja, das ist die Frage...heilt Zeit wirklich alle Wunden?
Im Prinzip ist doch eine gescheiterte Beziehung wie wenn jemand stirbt. Ich denke, der Schmerz ist der selbe. Nur kommt beim Verlassen noch der Minderwertigkeitskomplex zu weil man ja 'verlassen' wurde....

sehe ich zumindest


Minderwertig brauchst du dich nicht zu fühlen, es hat zwischen euch beide nicht gepasst, das liegt nicht allein an dir sondern an beiden

Der Zeit heilt die Wunden, was bleibt sind die Narben. Die wiederum zeigen das du lebst und Erfahrungen gesammelt hast. Hier kannst du die Geschichte lesen

Das perfekte Herz

Eines Tages stand ein junger Mann mitten in der Stadt und erklärte, dass er das schönste Herz im ganzen Tal habe. Eine große Menschenmenge versammelte sich und sie alle bewunderten sein Herz, denn es war perfekt. Es gab keinen Fleck oder Fehler in ihm. Ja, sie alle gaben ihm Recht, es war wirklich das schönste Herz, das sie je gesehen hatten. Der junge Mann war sehr stolz und prahlte noch lauter über sein schönes Herz.
Plötzlich tauchte ein alter Mann vor der Menge auf und sagte: "Nun, dein Herz ist nicht annähernd so schön, wie meines." Die Menschenmenge und der junge Mann schauten das Herz des alten Mannes an.
Es schlug kräftig, aber es war voller Narben, es hatte Stellen, wo Stücke entfernt und durch andere ersetzt worden waren. Aber sie passten nicht richtig und es gab einige ausgefranste Ecken...Genau gesagt, waren an einigen Stellen tiefe Furchen, in denen ganze Teile fehlten. Die Leute starrten ihn an und dachten: Wie kann er behaupten, sein Herz sei schöner?

Der junge Mann schaute auf des alten Mannes Herz, sah dessen Zustand und lachte: "Du musst scherzen", sagte er, "dein Herz mit meinem zu vergleichen. Meines ist perfekt und deines ist ein Durcheinander aus Narben und Tränen."
"Ja", sagte der alte Mann, "deines sieht perfekt aus, aber ich würde niemals mit dir tauschen. Jede Narbe steht für einen Menschen, dem ich meine Liebe gegeben habe. Ich reiße ein Stück meines Herzens heraus und reiche es ihnen und oft geben sie mir ein Stück ihres Herzens, das in die leere Stelle meines Herzens passt. Aber weil die Stücke nicht genau passen, habe ich einige raue Kanten, die ich sehr schätze, denn sie erinnern mich an die Liebe, die wir teilten. Manchmal habe ich auch ein Stück meines Herzens gegeben, ohne dass mir der andere ein Stück seines Herzens zurückgegeben hat. Das sind die leeren Furchen. Liebe geben heißt manchmal auch ein Risiko einzugehen. Auch wenn diese Furchen schmerzhaft sind, bleiben sie offen und auch sie erinnern mich an die Liebe, die ich für diese Menschen empfinde. Ich hoffe, dass sie eines Tages zurückkehren und den Platz ausfüllen werden. Erkennst du jetzt, was wahre Schönheit ist?"
Der junge Mann stand still da und Tränen rannen über seine Wangen.
Er ging auf den alten Mann zu, griff nach seinem perfekten jungen und schönen Herzen und riss ein Stück heraus. Er bot es dem alten Mann mit zitternden Händen an. Der alte Mann nahm das Angebot an, setzte es in sein Herz. Er nahm dann ein Stück seines alten vernarbten Herzens und füllte damit
die Wunde in des jungen Mannes Herzen. Es passte nicht perfekt, da es einige ausgefranste Ränder hatte.

Der junge Mann sah sein Herz an, nicht mehr perfekt, aber schöner als je zuvor, denn er spürte die Liebe des alten Mannes in sein Herz fließen. Sie umarmten sich und gingen fort, Seite an Seite.
 
Schöne Geschichte Nessuno, im Ernst, gefällt mir sehr gut.

Nur sieht die Realität eben anders aus und oft bleiben nicht nur Narben.
 
Liebe tut nicht weh, Liebe tut gut!

Trennung kann schmerzen, einseitig verliebt sein auch!

Genau das ist es!! gegenseitige Liebe ist die Erfüllung!
Nur dumm, dass es in meinem Leben immer nur einseitige Liebe gab! Echt zum verrückt werden. Wahrscheinlich klammere ich deswegen so an der Ex.
Warum immer nur einseitig? Das würde mich echt mal interessieren, ob der Liebe Herr da oben mir irgendwann mal die Frage beantwortet!! :wein:
 
...draußen schneit's, sitz hier im leeren Raum und werde nur nicht verrückt wenn die Musik spielt. Wäre alles ruhig würde man mein Herz brechen hören. Ich renne 12Km um zu vergessen, doch alles vergebens. Schließe die Augen und sehe ihr Lachen, höre ihre Stimme, sehe ihre klugen Augen....nein, auch die Nacht ist nicht mein Freund.
Das Gefühl der Endgültigkeit sticht wie ein scharfes Schwert in der Brust. Dass sie ein Kind eines anderen austrägt löst in mir das Gefühl der Endgültigkeit aus, als stehe ich am Abgrund und reiße jegliche Hoffnung mit nach unten.
Allein den Schmerz aufzuschreiben gibt einem ein wenig den Handlungswillen zurück.
Drum liebe "Hilfs"-Gemeinde, seht die Worte einfach nur als Ventil der Machtlosigkeit die ich momentan habe.....
 
Warum immer nur einseitig? Das würde mich echt mal interessieren, ob der Liebe Herr da oben mir irgendwann mal die Frage beantwortet!! :wein:

Hallo Mertheus,

vorab kurz: Ich stecke in einer ähnlichen Situation wie du... d.h. über einen ähnlichen Zeitraum getrennt, kann sie nicht vergessen und habe sie auch kürzlich nochmals getroffen, was natürlich viel in mir wieder aufgewirbelt hat. Insofern verstehe ich, wie es dir geht. Tja, ich habe Wege gefunden, damit umzugehen und den Widerspruch zwischen "Leben genießen" und "unerfüllter Liebe" in mein Leben zu integrieren. Es funktioniert gut.

Bezüglich des o.g. Zitates muß ich aber ganz klar sagen: Nimm dein Leben mal in die eigene Hand... ich lese da ganz klar heraus (auch an anderen Stellen deiner Texte), dass du dich vom Leben ungerecht behandelt fühlst, nicht die Verantwortung für dich übernimmst und den "Lieben Herr da oben" anzuklagen wird dich nicht weiterbringen. Mir hat es sehr geholfen, Demut zu lernen, und zu akzeptieren, dass das Leben nie so läuft, wie wir uns das vorstellen (Buchtipp: 5 Dinge, die wir nicht ändern können, und das Glück das daraus entsteht). Letztlich gibt es so viele Dinge, die nicht in unserer Macht stehen und die wir nicht verändern können. Das zu akzeptieren kann Wunder wirken und freimachen. Ganz nach Niebuhr's Gelassenheitsgebet (kannst du googeln) habe ich auch versucht herauszufinden, worüber ich in meinem Leben Macht habe und was ich ändern kann. Das Fühlen, Denken, Handeln und die Liebe anderer Personen sicherlich nicht. Aber vieles anders schon, und so habe ich auch viel Kraft aus meinem langen Liebeskummer geschöpft, mich auf mein Leben konzentriert und viele Dinge über mich herausgefunden, geändert und lebe somit viel glücklicher als vor der Trennung. Ja, das ist ein Paradoxon, denn die Gefühle für diese Frau sind immer noch da, intensiv, manchmal mehr, manchmal weniger. Aber ich lasse mich davon nicht länger abhalten, mein Leben zu genießen und so zu gestalten, wie mir das gut tut. Es gelingt nicht immer, und manchmal strauchle ich. Aber man kann immer wieder aufstehen - und lernt dabei immer wieder neue Dinge über das Leben.

Vielleicht hilft dir dies ja als Anregung. Und ich wünsch dir alles Gute. Ich weiß, wie du dich gerade fühlst, glaub mir, es kann nur besser werden - und das wird es.🙂

Gruß
Phoenix
 
Zuletzt bearbeitet:
Je mehr man liebt, desto größer ist der Schmerz, wenn es vorbei ist. Aber Liebe selbst tut nicht weh, sondern ist das schönste Gefühl das es gibt.

Auch wenn man genau weiß, warum eine Beziehung vorbei ist, was für Gründe oder Probleme es gab, so weiß man doch auch zu gut, was das Schöne und Gute daran war. Man will diese eine Sekunde zurück, von der man nie weiß wann sie war, in der sich aber alles zu ändern begann. Der Verstand weiß genau was passiert, wie es weiter gehen muss, aber das Herz spielt da einfach nicht mit.

Viele Grüße von jemandem der ähnlich fühlt ...
 
Hallo Mertheus,

... ich habe Wege gefunden, damit umzugehen und den Widerspruch zwischen "Leben genießen" und "unerfüllter Liebe" in mein Leben zu integrieren. Es funktioniert gut.....
und welche wären das?

ehrlich gesagt....ich bin müde vom Kämpfen. Mein ganzes Leben ist ein Kampf gewesen.
Meine erste Beziehung ging nach 16 Jahren in die Brüche, allerdings war da keine Liebe mehr auf beiden Seiten.

Dennoch war es ein verdammt schwer Schritt. Ich hatte echt dran zu knabbern. Habe mich aber wieder hoch gerappelt, gekämpft da wieder rauszukommen, das Leben wieder angenommen. War zufrieden, dann der nächste Schicksalsschlag der mich gesundheitlich in all dem einschränkte was mir Spass bedeutete.
Auch da habe ich mich wieder raus gekämpft und die Liebe getroffen die mich endgültig in die Knie zwingt. Ein lebenlang nur zu kämpfen macht einen mürbe.
Ja stimmt, ich lasse mich nur noch treiben ohne festen Willen mein Leben aktiv zu gestalten wie ich gerne würde.
Es gibt eben keine stärkere Kraft einen zu lähmen oder zu euphorisieren als die Liebe.
 
und welche wären das?
Teileweise gibst du dir die Antwort schon selbst:

... Habe mich aber wieder hoch gerappelt, gekämpft da wieder rauszukommen, das Leben wieder angenommen...
...Ja stimmt, ich lasse mich nur noch treiben ohne festen Willen mein Leben aktiv zu gestalten wie ich gerne würde...
Genau das: Hochrappeln, das Leben annehmen, dass oftmals Wege einschlägt, die wir nicht geplant haben und nicht mögen. Den Widrigkeiten zu trotzen und dein Leben aktiv gestalten. Genau das habe ich getan nach einer Trennung, die bereits 3 1/2 Jahre her ist und mir immer noch zu schaffen macht. Aber ich habe erkannt, dass es auch andere wichtige Dinge im Leben gibt, die mich erfüllen. Freunde/Freundschaften, Weggehen, Hobbys... Beruf, Träume in die Tat umsetzen. Das hilft mir sehr. Es kostet Mut, aber zahlt sich aus. Auch wenn es mir immer mal wieder schlecht geht - keine Frage. Ich habe viel in meinem Leben geändert seit dieser besagten Trennung, und es geht mir sehr gut in meinem Leben jetzt. Es ist ein Paradoxon für mich, dass es mir gut geht, und ich aber trotzdem diesen Menschen immer noch in meinem Leben vermisse. Aber ich habe akzeptiert, dass es so ist, wie es ist. Etwas schwer zu erklären, aber das ist meine Einstellung zum Thema. Hilft das irgendwie?

Es gibt eben keine stärkere Kraft einen zu lähmen oder zu euphorisieren als die Liebe.
Das ist absolut unbestritten.
 

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