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Warum ist die Ausbildung als Gebäudereiniger so uninteressant?

Macht man nicht in jeden Beruf das Gleiche.?
Du beschwerst dich sicher immer weil Du die Arbeit der Reinigungskräfte nicht wertschätzt?
Ich glaube für Dich sind wir nur die Dummen Putzen ,Oder ?



Du willst doch hier für deinen Beruf werben. Dann mach das doch. Im Moment überzeugst du mich in keinster Weise.

Du liegst leider zweimal vollkommen falsch. Ich bin sehr froh darum, dass wir ein Putzteam hier auf der Arbeit haben. Aber nachdem die die Firma gewechselt haben, hat einiges nicht mehr so funktioniert. Der bisherigen Putzfrau habe ich immer zu Ostern und Weihnachten etwas Süßes für ihr Kind geschenkt. Soviel zu fehlenden Wertschätzung.

Mit Kritik muss man im Beruf auch leben lernen. Du kannst es offensichtlich noch nicht.

Nein, ich mache nicht jeden Tag das Gleiche.
 
Also ich denke, dass es einige Vorteile für diesen Beruf gibt, die sich sicher auch manche Menschen von Ihrem Job wünschen.

Dazu zähle ich zB:
- es gibt klare Anweisungen und wenig Spielraum für Interpretation
- man muss keine Verantwortung tragen außer für das Arbeitsergebnis
- Normalerweise arbeitet man zu eher ruhigen Zeiten, wo wenig in den Räumen los ist
- Man hat sehr wenig Kontakt zu anderen Menschen
- Die Bezahlung mit 15 € ist wirklich okay
- Es gibt nur wenig Anforderungen an die Qualifikation
- Es gibt Aufstiegsmöglichkeiten z.B. zum Objektleiter
- Man nimmt eher keine Arbeit mit nachhause
- Wenn man gut eingearbeitet ist, ist die Arbeit geistig nicht sehr anstrengend
- für den körperlichen Teil der Arbeit gibt es Hilfsmittel und Techniken

Mir ist vollkommen klar, dass einige die oben genannten Punkte als Nachteile ansehen, weil sie z.B. einen abwechslungsreichen und fordernden Job haben wollen, aber es gibt eben auch genug Menschen, die einen Job zum Leben wollen, der das nicht ist.

Die Bezahlung finde ich auch in Ordnung. Man rechne mal eine 40 Stunden Woche, also 4,5 Wochen (fast alle Monate haben 22/23 Arbeitstage) x 15 €/std und kommt so gut auf 2700 € brutto (180x15).
Das ist ein vernünftiger Lohn.
Der Aufstieg zum Objektleiter macht es auch möglich über 2000 € netto zu kommen, was auch nicht alle schaffen.

Ich habe in meinem Leben selbst schon geputzt. In meiner Jugend abends auf der Messe und einmal, als ich arbeitslos war und mir was dazu verdient habe abends in Kindergärten. Es mag sein, dass Außenstehende einen komisch anschauen, aber das Selbstbild ist entscheidend. Wenn jemand eine Putzkraft nicht wertschätzt, ist das vorrangig sein Problem. Eine Putzkraft kann sich im Selbstbild anders sehen und auch von dem Bild einzelner Außenstehender unabhängig sein.

Ich arbeite heute in einer anderen Funktion, weil meine Interessen und Fähigkeiten in anderen Bereichen liegen, denke aber, dass Putzen ein akzeptabler Beruf sein kann.
Ich denke es ist eine viel attraktivere Alternative gegenüber Arbeitslosigkeit, Hilfskraft auf dem Bau, Kassierer im Fastfoodgeschäft etc. (diese Jobs haben eigene Vorteile und können auch attraktiv sein, aber im direkten Vergleich meiner Meinung nach dem Putzen unterlegen)
 
Ohne professionelle Gebäudereiniger müßten Arbeitnehmer und Angestellte selber ihre Arbeitsstätte sauber halten, das war früher und ist vermutlich bis heute im Handwerk ganz normal, daß der Stift oder Azubi am Ende des Tages Besen und Schrubber schwingen muß, und in Japan ist es in Schulen selbstverständlich, daß die Schüler Klassenzimmer, Flure und Schulhof sauberhalten, da ist der Hausmeister nur für Reparaturen und Wartung zuständig. Wer also nicht selber täglich putzen will - sollte ein wenig Respekt für die Profis zeigen.
 
Ich finde es toll, dass du deinen Beruf liebst? Aber wieso eröffnest du immer wieder Themen zu deinem Beruf? Es ist jetzt das 5. oder 6.!
 
Macht man nicht in jeden Beruf das Gleiche.?
Du beschwerst dich sicher immer weil Du die Arbeit der Reinigungskräfte nicht wertschätzt?
Ich glaube für Dich sind wir nur die Dummen Putzen ,Oder ?
Was sollen solche Unterdtellungen bringen? (Ich würde die Fotos rausnehmen, liebe TE)
Kannst du kurz beschreiben, was dein Anliegen ist? Und warum schreibst du nicht alles zum Thema in EINEM Faden?
 
Ohne professionelle Gebäudereiniger müßten Arbeitnehmer und Angestellte selber ihre Arbeitsstätte sauber halten, das war früher und ist vermutlich bis heute im Handwerk ganz normal, daß der Stift oder Azubi am Ende des Tages Besen und Schrubber schwingen muß, und in Japan ist es in Schulen selbstverständlich, daß die Schüler Klassenzimmer, Flure und Schulhof sauberhalten, da ist der Hausmeister nur für Reparaturen und Wartung zuständig. Wer also nicht selber täglich putzen will - sollte ein wenig Respekt für die Profis zeigen.
Dass der Job wichtig ist, hat doch null damit zu tun, warum diesen Job trotzdem keiner machen will.

Ich freue mich auch über einen sauberen Arbeitsplatz, wollte trotzdem kein Gebäudereiniger sein.

Bei uns macht das übrigens keine Fremdfirma, und die das machen, gehören genauso zum Team wie wir alle anderen.
 
Hallo,
ich möchte mich auch mal zu Wort melden. In den letzten 10 Jahren habe ich in vielen verschiedenen Bereichen geputzt. Von Privathaushalt bis hin zur Putzkolonne. Alle Arbeiten dieser Art sind körperlich kein Zuckerschlecken und ich habe es nie auf längere Sicht "ausgehalten".
Aktuell war ich wieder nebenberuflich in einer Firma angestellt um mein monatliches Einkommen aufzubessern. Aber nach einem halben Jahr hab ich hingeworfen. Es ist aus meiner ganz persönlichen Sicht eine Möglichkeit schnell an Geld ranzukommen, mehr aber auch nicht. Und 15€ verdient man als normale Arbeitskraft auch gar nicht. Ich geb es ehrlich zu, ich habe großen Respekt vor Menschen, die das jahrelang machen und sich ausbilden lassen, da gibt es auch viele Möglichkeiten, aber nur der ganze Aufwand betreiben um später doch nur von Objekt zu Objekt zu rennen, nee, da würde ich ehrlich keine 3 Jahre Zeit investieren. Um aber später hinaus, staatlich geprüfter Desinfektor zu werden und eine leitende Stelle zu haben, alla hob - kann man machen.
In Zukunft werde ich sicherlich wieder irgendwann putzen gehen, einfach weil diese Jobs einfach sind und man eben schnell dran kommt.
In meiner letzten Stelle hat es mir aber einfach gereicht, ständig als Dummkopf hingestellt zu werden. Da kannte auch keiner ein Minimum an Respekt. Ich hab den dann einfach mal sein verschmutztes Klo putzen lassen. Ich fand das mega unverschämt, mir einfach vor Antritt meiner Reinigung in die Sanis zu laufen und mir nochmal einen komplett reinzudrücken, ohne Benutzung der Bürste.
Solche Geschichten kenne ich zu Genüge, noch im Extremeren und mal ehrlich, wer will das für 11,55?
Diese Jobs sind wichtig, aber meistens habe ich mit ausländischen Kollegen gearbeitet. Es gibt oft Probleme in der Kommunikation, mit dem letzten Kollegen hatte ich nur Ärger, weil er einfach nicht verstehen wollte, dass man mit den roten Eimern keine Aufenthaltsräume zu putzen hat (und ja vorher war er damit in den Sanis). Dafür bekam immer ich den Anschiss. Darauf hatte ich dann auch irgendwann keinen Bock mehr. Dann ständig die Probleme in den Büros, Materialversorgung, oftmals Lappen und Wischer reine Katastrophe, dann die Schlepperei von Bau zu Bau, dein PKW wird abgenutzt und verdreckt. Oftmals keine feste Zeiten zwischen den Bauten, entweder viel zu wenig Zeit auf die cm² oder sehr umständlich zu erreichen. Die Zeiten dazwischen werden nicht bezahlt.
Sorry Barbara, wenn du eine tolle Firma hast, dann bleib ja dort. Aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
 
Mir wäre das auf Dauer ehrlich gesagt einfach zu anstrengend.
Habe mal eine Weile in einem Kindergarten geputzt. Und würde es nicht nochmal machen wollen.
Ich putze einfach auch nicht gern,
Wenn jemand wie du den Beruf mit Freude ausübt ist das doch super.
Ich finde den Beruf auch sehr wichtig. Wichtiger als den von manchem Wichtigtuer.
In vielen Jobs muss man noch selber nebenher putzen und wäre froh, das würde jmd. anderes übernehmen.
 
Liebe TE du hast in der letzten Zeit jetzt scho so viele Threads erstellt immer mit derselben Thematik. Du scheinst uns alle aber vor allem dich selbst davon überzeugen zu wollen, dass Reinigungskraft kein schlechter Beruf ist, aber das wird dir nicht gelingen.

Denn seien wir ehrlich: für die meisten Menschen ist der Beruf einfach nicht geeignet. Sie sind nicht fleißig, ordentlich oder geerdet genug um einen solchen Beruf so auszuüben wie du und deine Kollegen es tut.
Und ja, gesellschaftlich ist der Beruf auch nicht angesehen, so wie viele andere sehr wichtige Berufe auch.

Wenn man ehrlich ist, findet sich doch zu jedem Beruf irgendein Klischee, das einem ständig auf die Nase gebunden wird.
Anwälte vertreten nur Verbrecher,
Beamte sind faul
Lehrer haben zu viel Freizeit
bei Zahnärzten hat es nicht zum richtigen Medizinstudium gereicht
Leute im Home Office arbeiten überhaupt nicht usw.

Wenn es dir Spaß macht, du damit ausreichend verdienst, ist es doch in Ordnung. Du wirst die Gesellschaft nicht ändern.
 
Ich habe eine Ausbildung als Gebäudereinigerin gemacht . Es war auch meine Wunsch Ausbildung und mein Traum Job. Während meiner Ausbildung waren wir in der Schule nur 3 Mädels und 15 Jungs. Wieso werden mehr Jungs Gebäudereiniger und die Mädels nicht? Ist der Beruf so unattraktiv ? Es ist sehr schade das wir so unter Vorurteilen . Wäre die Ausbildung was für Euch ?
Ich bin gespannt auf Eure Meinungen

Zunächst mal möchte auch ich dir raten, in einem Forum wie diesem dringend auf Realfotos zu verzichten (habe sie aus dem Zitat entfernt).

Als nächstes dann ein ehrliches Feedback zu deinem Thema:

- In den Industrieländern haben wir einen Wohlstand erreicht, der immer mehr Menschen es gestattet, auch im Beruf nach Selbstverwirklichung zu streben.

Die einen jagen der Karriere hinterher, anderen reicht es, sich nicht "dreckig" zu machen und wieder andere nutzen die Möglichkeiten des Sozialsystems und stellen ganz das arbeiten ein.

Nun ist "Putzen gehen" in all seinen Aspekten nicht attraktiv im Vergleich zu:

- Großes Geld verdienen als Gründer
- Sehr hohes Ansehen und sehr gutes Geld als Arzt / Anwalt / Lehrer / Ingenieur etc.
- Ansehen, Sicherheit und gutes Geld als mittlerer Beamter / Angestellter
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- Chillen als H4ler

Demgegenüber:

- Harte Arbeit, wenig Ansehen und karger Lohn
- Fluktuierende, oft kulturfremde Kollegen
- Imageproblem
- Wenig gesundheitsförderlich (chemische Reiniger, verschleißende Arbeit)

Daher ziehe auch ich es vor, außerhalb meiner eigenen vier Wände, andere putzen zu lassen. Letztendlich auch, weil es Möglichkeiten für viele gibt, Zeit und Arbeit gewinnbringender einzusetzen.
Soviel dazu.

Dann noch eine Anmerkung, da ich glaube, dass du mit diesem Thread den Status der Reinigungskräfte hinterfragen möchtest:

Das ist sehr lobenswert, wird aber wenig bringen. Die von mir aufgeführten Gründe wiegen gesellschaftlich zu stark und die Betroffenen spüren die Auswirkungen zu unmittelbar, als das dies nun ignoriert werden könnte.

Reinigungskraft war noch nie ein wirklich beneidenswerter oder angestrebter Job und ich sehe da in Zukunft wenig Änderungspotential.

Wenn du wissen möchtest, was Menschen im Inneren bewegt und woraus sich mein Post speist, rate ich dir zum Einstieg, dich mit den Theorien von Maslow vertraut zu machen und dich dann weiter voranzuarbeiten:


Danach wäre folgendes noch eine wichtige Ergänzung:

 
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