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Warum ist der "Gutmensch" etwas Negatives?

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Was sagt mir das??😕😕

Hallo blaue Tomate!

Mit diesem Satz wollte ich auf eine Selbstverständlichkeit hinweisen. Eine Userin führte beispielhafte Tötungen auf und meinte damit widerlegen zu können, dass Tötungen unvernünftig sind.

Eigentlich nervt es mich, wenn ich auf Selbstverständlichkeiten antworten soll. Daher der simple, kurze Satz, den ich mal so salopp übersetze: Was Leute machen, ist nicht immer vernünftig. Ich wette, das weiß auch die erwähnte Userin. Aber manche Leute finden es scheinbar ergötzlicher, auch Selbstverständlichkeiten zu widersprechen, wenn sie aus meiner Feder kommen
😉.
 
Hmmm - das Motiv für die Notwehr.
Ist es nicht völlig egal?
Zählt nicht die Bedrohung?
Ob ich die Person liebe, die bedroht wird...

...ist das ausschlaggebend für mein Handeln?

Handel ich in einer Notwehr-Situation
nur dann, wenn ich die Person, welche bedroht wird, liebe?😕

*denk*

Nein, kann ja gar nicht sein.
Wenn Leib und Leben - unmittelbar - bedroht sind,
handeln Menschen mit Zivilcourage.

Ohne zu fragen, WESSEN Leben bedroht wird.
NOTwehr nur aus Liebe? Nein!

(ob ich das gleich mal bei meiner Thera anspreche?😉)





PS:
Danke für HRK!🙂

Büdde.
Aber Du solltest ihn singen hören !
Das nur zu lesen ist wie einen duftenden Kaffee
nur kurz zu riechen, aber ihn dann nicht zu trinken. 😉

Wir haben da halt im Moment
einen anderen Liebesbegriff.
Und das war ja nur ein Beispiel.

Wenn ich in der Zivilcouragen-Geschichte
eingreife, dann tue ich das aus Liebe.

Wenn ich einem Bettler soviel Geld gebe,
dass ich nicht drunter leide am Ende des Tages,
dann tue ich das aus Liebe.

Weil: ich liebe meine Mitmenschen wie mich selbst.

Und nein:
ich kann auch wütend werden und in manchen Situationen
würde ich manchem "Menschen" (oder auch Unmenschen)
gerne mal einfach
in die Fre....
haun ! 😀

Unter speziellen Umständen halte ich das auch für vernünftig.
Alles halt zu seiner Zeit.
 

Mit diesem Satz wollte ich auf eine Selbstverständlichkeit hinweisen.
Eigentlich nervt es mich, wenn ich auf Selbstverständlichkeiten antworten soll.
Aber manche Leute finden es scheinbar ergötzlicher, auch Selbstverständlichkeiten zu widersprechen, wenn sie aus meiner Feder kommen
😉.
Na, da ist aber jemand besonders überzeugt von sich.
(und gekränkt?)

Es sind also Selbstverständlichkeiten gewesen ?

Dann ist es also auch völliger Quatsch was ich bezüglich Vernunft und Tötungen fabulierte ? 😛
 
Anders gesagt:

Nicht die Tatsache, dass es absichtliches Töten gibt, bedeutet, dass dieses
absichtliche Töten vernünftig sei.
Nein,
sogar auf jeden Fall unvernünftig.

Ich widerspreche aber.
Es gibt Situationen da gibt es keine andere Wahl als zu töten.
Dann ist dieses Handeln vernünftig.

Kurz gesagt meine ich, dass
es zwei Arten des absichtlichen Tötens gibt:

eine unvernünftige (im Sinne von moralisch nicht wertvoll) aus Hass, Machtausübung, Unterdrückung etc.
und eine
vernünftige (im Sine von moralisch wertvoll) aus Liebe.

Hallo SP!

in der Tat sehe ich auch seltene Extremsituationen (zB im Krieg), in denen Tötungen durchaus sinnvoll sein können (<- ein schlimmer Satz, den ich ausdrücklich im Gesamtkontext verstanden wissen will!). Aber diese Situationen sind so selten, dass sie eigentlich im Rahmen einer Grundsatzdiskussion keine Rolle spielen sollten. Trotz dieser Extremsituationen habe ich ein großes Unbehagen dabei, Mord und Vernunft in einem Satz zusammen zu benutzen.

Als Beispiel führe ich mal das misslungene Hitler-Attentat von 1944 an, an dem zB der von mir geschätzte evangelische Theologe Dietrich Bonhoeffer beteiligt war.
 
Wir haben da halt im Moment
einen anderen Liebesbegriff.
Und das war ja nur ein Beispiel.

Wenn ich in der Zivilcouragen-Geschichte
eingreife, dann tue ich das aus Liebe.

Weil: ich liebe meine Mitmenschen wie mich selbst.

Ah ok, Menschenliebe.
Dann habe ich es jetzt auch verstanden, bin da bei Dir.
(Wobei...für JEDEN würde ich Heute nicht mehr in die Bresche springen...denk*)

HRK singt (ich höre ihn übrigens auch sehr oft!) von
leidenschaftlicher Liebe - um Menschenliebe gehts in "Notwehr" eher nicht?!)

So - ab dafür..........
 
Ah ok, Menschenliebe.
Dann habe ich es jetzt auch verstanden, bin da bei Dir.
(Wobei...für JEDEN würde ich Heute nicht mehr in die Bresche springen...denk*)

HRK singt (ich höre ihn übrigens auch sehr oft!) von
leidenschaftlicher Liebe - um Menschenliebe gehts in "Notwehr" eher nicht?!)

So - ab dafür..........

Nein, in Notwehr ging es um nichts geringeres als um seine Liebe
[ zu ihr, die so überraschend kam... von hinten... er hat sie nicht gesehen,
die Liebe... diese Frau... dieser Mensch... da geht es um einen Menschen,
nicht um die Gesellschaft, nicht um die Mitmenschen.
Aber Kunze ist so was wie gläubig, dass kann man aus einigen Liedern raushören.
Stichwort Kirchentagssong "Mehr als dies".
Und wer macht Protestsongs ? Doch nur der, der sich für andere - ohne, dass er
da was direkt von hat (Gegenliebe oder Geld) ] einsetzt / einsetzen möchte. 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, es ist heute relativ einfach zu behaupten, daß alles in der Vergangenheit ( Hitler ) schlecht und unmoralisch war. Das ist keine große Kunst. Wie aber hätten diese Leute genau in dieser Zeit reagiert? Wären sie nicht auch nichts weiter als Mitläufer ( Mittäter ) gewesen, die z.B. das Töten "unwerten Lebens" als "moralisch richtig" empfunden hätten?
 
Manuel+, wir kommen da nicht auf einen Nenner.
Das ist mir schriftlich auch zu mühsam (gerade).
Schau dir mal den Film "Cloud Atlas" an.
Als ich den gesehen habe habe ich über das Töten nachgedacht.
Die Guten töten die Bösen und haben nicht einen Funken Mitleid.
Wie passt das zusammen ?
Dann sind die ja garnicht "gut"...
doch, sind und bleiben sie.

Und Du meintest doch, dass man die Vernunft desjenigen
tötet, der da getötet wird.

Aber es gibt Menschen, die garkeine Vernunft mehr
haben.
Und somit natürlich auch keine Moral wie wir sie meinen.
Ein Beispiel erspare ich mir, da werden Dir bestimmt auch
genügend Beispiele einfallen, denke ich.
 
Ich denke, es ist heute relativ einfach zu behaupten, daß alles in der Vergangenheit ( Hitler ) schlecht und unmoralisch war. Das ist keine große Kunst. Wie aber hätten diese Leute genau in dieser Zeit reagiert? Wären sie nicht auch nichts weiter als Mitläufer ( Mittäter ) gewesen, die z.B. das Töten "unwerten Lebens" als "moralisch richtig" empfunden hätten?

Danke, genau das meinte ich auch damit, dass es nicht selten die derzeitige Moral ist, die einem versucht angeborene soziale Hemmungen zu nehmen.
In dem Moment, wo ein Mensch oder eine Gruppe Menschen glaubt eine objektive Moral zu besitzen und "der Gute", bzw. "die Guten" zu sein, entsteht nicht selten eine Selbstrechtfertigung für das, was man dem vermeintlich "Bösen" antut.
In meinen Augen hat das Thema "Moral" aber wenig mit dem Thema "Gutmenschen" zu tun. Persönliche Ideale können einer gängigen Moral nicht selten widersprechen.
 
Danke, genau das meinte ich auch damit, dass es nicht selten die derzeitige Moral ist, die einem versucht angeborene soziale Hemmungen zu nehmen.
In dem Moment, wo ein Mensch oder eine Gruppe Menschen glaubt eine objektive Moral zu besitzen und "der Gute", bzw. "die Guten" zu sein, entsteht nicht selten eine Selbstrechtfertigung für das, was man dem vermeintlich "Bösen" antut.
In meinen Augen hat das Thema "Moral" aber wenig mit dem Thema "Gutmenschen" zu tun. Persönliche Ideale können einer gängigen Moral nicht selten widersprechen.

Hallo Socrata,

Sie sprechen von der Relativität der Moral. Glauben Sie denn, dass es überhaupt keine (objektiven) Kriterien für das Gute oder die Bonität der Moral gibt? Hängen wir bei der Beurteilung des Guten vollkommen in der Luft? Ist alles egal, weil man sowieso jede beliebige Meinung über moralisches Verhalten haben kann? Gibt es keinerlei Orientierung? Und wenn nein, ist unter diesem Aspekt jegliches kriminelle Verhalten genauso gut wie jedes andere Verhalten, weil der Begriff "kriminell genauso unklar ist wie der der Moral?
 
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