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Warum ist der "Gutmensch" etwas Negatives?

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Es ist vollkommen unsinnig, die absichtliche Tötung von Menschen im Namen der Vernunft für möglich zu halten.

Wenn ich einen Menschen töte, muss ich davon ausgehen, dass ich die Vernunft in diesem Menschen dadurch mittöte. In gewissem Sinne würde sich die Vernunft also selbst vernichten. Einen deutlicheren logischen Widerspruch kann man sich kaum denken.

An diesem Beispiel sieht man gut, dass Vernunft und die aus ihr entspringende Moral durchaus nicht beliebig sind (als ob Töten auch aus Vernunft geschehen könne). Nochmal: Es wird immer in jeder Kultur zu allen Zeiten das Töten von Menschen als unvernünftig einzustufen sein.

Sorry, aber die Bemerkungen sind subjektive Unsinnigkeiten. Was ist das überhaupt? Im Namen der Vernunft. Ein Blatt, dass einen Namen trägt und wo Du deine Vorstellungen einträgst?
Der zweite Absatz ist nicht mehr nachvollziehbar.
Wenn Du einen Menschen tötest, dann begehst Du entweder einen Mord (vorsätzliche Tat), einen Totschlag (eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit) oder begehst vielleicht auch nur ein Unterlassen (jeden Tag sterben auf der Welt Menschen, weil ihnen nicht geholfen wird). Eine objektiv existierende Logik gibt es nicht. Sie ist ein Modell des Menschen, der sie als Hilfsmittel anwendet und je nach Kulturstufe verschieden interpretiert. Du machst aus diesem Hilfsmittel etwas Religiöses. Im Prinzip ist das unlogisch und auch nicht vernünftig.

Um zu Thema zurückzukehren.
Gutmenschen brauchen eine These nach der sie leben können und wo sie sich dann auch "gut" fühlen können. Ohne dass sind sie doch verloren im harten Wind der Realität. Das Traurige an Gutmenschen ist oft, dass wenn sich diese These dann als falsch herausstellt, sie schnell die Seiten wechseln (eben eine neue gute Seite suchen).
Natürlich nicht alle Gutmenschen, denn diese Gattung läßt sich ja auch wieder in verschiedene Kathegorien unterteilen.
 
Da ich Dir als Gast kein Dankebutton drücken kann, mache ich es hiermit.

Stimme Dir in allen Punkten zu.​

Sorry, aber in dem Text vom Gast steht ja nun wohl
auch ziemlicher Quatsch.
Es gäbe keine objektive Logik,
aber sagt dann, dass das was Manuel+ meint unlogisch sei.
(und ich stimme Manuel+ auch nicht uneingeschränkt zu, nein !)
Und auch unvernünftig, obwohl es nicht "die eine" Vernunft gäbe.
(Ja was denn nun ?)

Da musste ich echt lachen.
 
Hier geht es gar nicht mehr um den Begriff des Gutmenschen, sondern um Objektivitäten...und über solchen Käse lässt sich bis zum St. Nimmerleinstag diskutieren...
 
viele abartige unvernünftige sachen, sind im namen der vernunft ausgeführt worden. wobei das die offizielle begründung war (heute ist). was inoffiziell abgeht.. ist eine andere sache.

mittels vernunft werden menschen als feinde erklärt und dann abgeschossen.

mittels vernunft werden noch viel mehr sachen gemacht, die mehr als unmenschlich sind. auch heute noch.


"im harten wind der realität"

im harten wind der eigenen projektionen und verzerrungen wohl eher. im preisgegeben sein. natürlich will man das später im leben wettmachen. nie mehr wieder. man selber will mächtig sein. um nie mehr wieder ohnmacht spüren zu müssen. man erklärt es dann sogar zu einer "gesunden lebenseinstellung", die jedem eingetrichtert wird. das ist wahnsinn! life, alltäglich!

wir werden stupide. stehen wir dazu? nein. ist ja verboten. wir müssen uns täglich vorbeten, wie frei und verünftig wir sind. man muss souverän wirken. man darf nicht "versagen". autoritätsgläubig bis zum abwinken. man darf es noch nicht mal wagen es anzuschauen. geschweige denn darüber zu reden. tabu... tabuuuuuuuu uuh.
 
Anders gesagt:

Nicht die Tatsache, dass es absichtliches Töten gibt, bedeutet, dass dieses
absichtliche Töten vernünftig sei.
Nein,
sogar auf jeden Fall unvernünftig.

Ich widerspreche aber.
Es gibt Situationen da gibt es keine andere Wahl als zu töten.
Dann ist dieses Handeln vernünftig.

Kurz gesagt meine ich, dass
es zwei Arten des absichtlichen Tötens gibt:

eine unvernünftige (im Sinne von moralisch nicht wertvoll) aus Hass, Machtausübung, Unterdrückung etc.
und eine
vernünftige (im Sine von moralisch wertvoll) aus Liebe.
 
Notwehr aus Liebe

ersetze Liebe durch Notwehr?!
Kann man so ersetzen, ja , aber man kann auch aus Liebe töten.
Um dem geliebten Menschen zu schützen.
Auch wenn der in diesem Moment des Tötens gar nicht in akuter Gefahr ist,
sondern generell in Gefahr.
Wenn man möchte - und das ist das tolle an der Sprache - kann man das auch
das als Not-wehr betrachten / bezeichnen.

Dazu, zur Notwehr, ein Liedtext von Heinz-Rudolf Kunze.
Ich versuche mich mit ein paar Worten an einer Interpretation des doch sehr bildhaften (ja sogar kryptischen??) Textes von Kunze unterhalb des Zitates:



Notwehr


Die Ballerina schnallte sich
den Schnabel des Flamingos vors Gesicht
womit sie mich von hinten nahm.
Und was dann war und was dann kam,
beschreiben läßt sich das in Worten nicht
.

Halbherzig war mein Widerstand,
auch ich bin letzten Endes nur ein Mann.
Ich wußte nicht, was Liebe ist,
was man verpaßt, was man vermißt,
ich sage nur: Der Tag fing prima an.

Notwehr
Herr Richter, es war Notwehr,
auf Ehre und Gewissen,
für trügerisches Gold.
Notwehr,
Herr Richter, es war Notwehr,
ich fühle mich kaum schuldig,
ich hab das alles nicht gewollt.

Dann machten wir uns auf den Weg,
zur Schwerkraftinsel zog es uns, mit Macht.
Dort hatte ich vor Jahren schon,
auf Nachruhm aus, für Hungerlohn,
ein zweifelhaftes Zölibat verbracht.
Es tanzte eine Prozession
von dummen Kindern Twist auf freiem Feld
die Windradflügel fielen ab,
erschlugen sie, ins Furchengrab,
sie waren bis zur Kenntlichkeit entstellt.

Notwehr
Herr Richter, es war Notwehr,
hier gehts um nichts Geringeres
als meine Existenz.
Notwehr,
bei allem was mir heilig ist,
ich singe Nein und Amen
als schlaue Eminenz.
Notwehr
Herr Richter, es war Notwehr,
hier gehts um nichts Geringeres
als meine Existenz.
Notwehr,
bei allem was mir heilig ist,
ich singe Nein und Amen
als schlaue Eminenz.
http://werkzeug.heinzrudolfkunze.de/musik/songs/notwehr.html


Meiner Meinung nach singt Kunze da
über jemanden, der nicht anders konnte:
er war gezwungen etwas zutun, was er sonst nicht tun
würde.
(Was das im Speziellen war bleibt offen.)

"
Herr Richter, es war Notwehr,
ich fühle mich kaum schuldig,
ich hab das alles nicht gewollt"

Und am Anfang singt er über den Grund:

"Ich wußte nicht, was Liebe ist,
was man verpaßt, was man vermißt"

und wie wichtig es ihm ist/war:

"Herr Richter, es war Notwehr,
hier gehts um nichts Geringeres
als meine Existenz.
Notwehr,
bei allem was mir heilig ist"

Es ist meines Erachtens die Liebe der Grund
für seine Tat (=Notwehr),
"für trügerisches Gold": vllt. ist er sich nicht
mehr sicher ob es richtig war so zu handeln,
aber zum Zeitpunkt des Handels konnte er nicht
anders.

Töten aus Liebe als Notwehr.

 
Hmmm - das Motiv für die Notwehr.
Ist es nicht völlig egal?
Zählt nicht die Bedrohung?
Ob ich die Person liebe, die bedroht wird...

...ist das ausschlaggebend für mein Handeln?

Handel ich in einer Notwehr-Situation
nur dann, wenn ich die Person, welche bedroht wird, liebe?😕

*denk*

Nein, kann ja gar nicht sein.
Wenn Leib und Leben - unmittelbar - bedroht sind,
handeln Menschen mit Zivilcourage.

Ohne zu fragen, WESSEN Leben bedroht wird.
NOTwehr nur aus Liebe? Nein!

(ob ich das gleich mal bei meiner Thera anspreche?😉)





PS:
Danke für HRK!🙂
 
Sorry, aber die Bemerkungen sind subjektive Unsinnigkeiten. Was ist das überhaupt? Im Namen der Vernunft. Ein Blatt, dass einen Namen trägt und wo Du deine Vorstellungen einträgst?
Der zweite Absatz ist nicht mehr nachvollziehbar.
Wenn Du einen Menschen tötest, dann begehst Du entweder einen Mord (vorsätzliche Tat), einen Totschlag (eingeschränkte Zurechnungsfähigkeit) oder begehst vielleicht auch nur ein Unterlassen (jeden Tag sterben auf der Welt Menschen, weil ihnen nicht geholfen wird). Eine objektiv existierende Logik gibt es nicht. Sie ist ein Modell des Menschen, der sie als Hilfsmittel anwendet und je nach Kulturstufe verschieden interpretiert. Du machst aus diesem Hilfsmittel etwas Religiöses. Im Prinzip ist das unlogisch und auch nicht vernünftig.

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Natürlich nicht alle Gutmenschen, denn diese Gattung läßt sich ja auch wieder in verschiedene Kathegorien unterteilen.

Wenn Sie nicht einmal eine "objektive Logik" erkennen können, wundert es mich nicht, dass Sie auch mit einer objektiven Vernunft und Moral ihre Probleme haben.
 
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