Ich hab auch keine Angst vor der Autobahn, ich finde Autofahren, grade lange, monotone Autobahnstrecken, nur einfach wahnsinnig langweilig. In der Bahn kann man lesen oder was spielen, im Auto kann man nur rausglotzen und aufs Gaspedal treten. Ein bisschen spaßig ists, wenn ich das Auto meiner Eltern nehme, das wenigstens einiges auf dem Kasten hat und man auch mal 200 fahren kann, aber meine Gurke, die bei 120 schon zu stottern anfängt, das ist einfach kein Vergnügen. Als mein Vater sich sein neues Auto gekauft hat, irgendeine specialige Version, sind wir an mehreren Wochenenden zwischen 200 und 400 Kilometern durchs Land gegurkt und haben uns abgewechselt und als er sein Auto dann gefunden hatte, hab ich seine alte Karre zurück nach Hause gefahren. Ich hab dabei Kette geraucht, es war so langweilig.
Wahrscheinlich würde ich trotzdem eher Autofahren, denn Bahn bedeutet für mich, mit fremden, mir unangenehmen Menschen eingepfercht vom Gutdünken der behinderten DB abhängig zu sein. Jedes Mal hat der Zug Verspätung, jedes Mal eine Panne, irgendwas ist immer, der ICE fährt nie so schnell, wie er fahren sollte, weiß der Geier, warum, und auf das Abhängen an fremden Bahnhöfen kann ich auch verzichten.
Trotzdem ist es eine eklige Vorstellung, mitten in Deutschland falsch von der Autobahn abzubiegen, und zwar auf einem großen Autobahnkreuz, und dann noch weiterfahren zu müssen und dann zu sehen, wie man wieder auf die Autobahn kommt. Aber auch das hatte ich schon, ich hatte nämlich nie ein Navi dabei, war mir zu umständlich 😉 Hab mir das auf Google Maps eingeprägt und bin losgefahren, hab mich natürlich auch verfahren, aber angekommen bin ich trotzdem jedes Mal. Ist schon stressig, aber irgendwie auch lustig.