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Warum gibt es Verschwörungstheorien?

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Durch einfaches Nachdenken

Wesentlicher Teil der Antwort, behaupte ich.
Überfordert viele.
Musste ich erst lernen und hatte das witzigerweise erst gestern in einem Gespräch jemandem empfohlen:
Hier hilft es, sich daran zu erinnern, dass man nicht von sich auf andere schließen sollte. Das kann manchmal bedeuten, das Gegenüber zu überfordern. Wir sind alle verschieden.


Schon durch einfaches Nachdenken muss man doch bezüglich des CO2-Gehalts zu folgendem Schluss gelangen: Wir verbrennen seit über 100 Jahren Öl in rauhen Mengen und seit über 200 Jahren Kohle. Das sind doch bis jetzt Milliarden und Abermilliarden Tonnen. Das MUSS einfach einen Einfluss auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre haben.

Wie sicher ich mir da noch bin, weiß ich ehrlich gesagt nicht:


ZITAT
"Der weltweite Ausstoß von Kohlenstoffdioxid nahm seit 1960 kontinuierlich zu und erreichte im Jahr 2021 einen Wert von rund 37,1 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid."




ZITAT
"Um eine Tonne CO2 aufnehmen zu können, muss die Buche etwa 80 Jahre wachsen. Das heißt: Pro Jahr bindet die Buche 12,5 Kilogramm CO2. Sie müssten also 80 Bäume pflanzen, um jährlich eine Tonne CO2 durch Bäume wieder zu kompensieren.



.

ZITAT
Insgesamt wuchsen im Jahr 2015 auf der Erde 3,04 Billionen Bäume, das sind 422 Bäume pro Erdbewohner.



ZITAT
Allerdings: Seit Beginn der menschlichen Zivilisation haben wir schon fast die Hälfte des einstigen Baumbestands abgeholzt.

--------

Sicher bin ich mir darin, dass wir in D unsere Wälder verbessern sollten und die Wiederaufforstung weltweit wichtiges Thema ist.
 
ZITAT
"Um eine Tonne CO2 aufnehmen zu können, muss die Buche etwa 80 Jahre wachsen. Das heißt: Pro Jahr bindet die Buche 12,5 Kilogramm CO2. Sie müssten also 80 Bäume pflanzen, um jährlich eine Tonne CO2 durch Bäume wieder zu kompensieren.
Sicher bin ich mir darin, dass wir in D unsere Wälder verbessern sollten und die Wiederaufforstung weltweit wichtiges Thema ist.
In Deutschland läuft der Waldumbau längst, und die CO2-Werte einer deutschen Buche lassen sich nicht auf Bäume in tropischen Urwäldern verwenden, weil dort das Wachstum mangels Winter viel schneller vor sich geht. Dort ist das Wachstum nur durch Nährstoffmangel begrenzt, weil sich eben wegen mangelndem Winter keine Humusschichten bilden können, jedes herunterfallende Blatt wird sofort in den Nährstoffkreislauf zurückgeführt ohne monatelang zu verrotten. Tropische Urwälder stehen meistens auf Böden die für sich gesehen so fruchtbar sind wie die Sahara. Dicke Humusschichten die nach Abholzung der Wälder jahrhundertelang für die Landwirtschaft genutzt werden können wenn man Glück hat, gibt es nur in Regionen mit ausgeprägten Jahreszeiten, wo sich dicke Humusschichten bilden konnten und die Böden wenigstens im Winter eine monatelange Ruhephase haben. Oder wo die Natur selber mal im Rahmen von Eiszeiten für sogenannte Lößböden gesorgt hat, die sehr fruchtbar sind.
Mit Wiederaufforstung weltweit sieht es eher mau aus, solange die Erdbevölkerung weiter wächst und immer mehr Menschen sowohl immer mehr Platz für Wohnraum als auch immer neue Felder für die Ernährung brauchen. In die Luft kann man neue Wälder leider nicht hängen, man braucht viel Platz dafür, und wo soll der herkommen.
Soweit OT.

Ich persönlich frage mich bei VT immer, wer die in die Welt gesetzt hat und ob er an den Schwachsinn persönlich glaubt, oder ob er sich nur königlich über die Dämlichkeit der Menschen amüsiert, die darauf hereinfallen. Besonders realitätsnah erscheinen mir diese Leute nicht zu sein, wenn man den Baum anhand der Früchte bewertet, und dank Internet findet heute jeder Humbug einen ungebildeten Vollpfosten, der sich dran festhängt und tatsächlich dran glaubt.
Bei VTs ist die Grenze zu Sekten fließend, wenn man etwa an den Quatsch denkt, den Scientology den eigenen "Eingeweihten" für teuer Geld verkauft (übermächtige "Thetane", in Vulkanen der Urzeit in Stücke gesprengt ... 🙄 echt jetzt? ) und man fragt sich echt, ob die Menschen tatsächlich so dämlich sind oder ob sie nur mit Absicht dämlich sein wollen, weil selber denken oder sich informieren anstrengend sein und nicht zum gewünschten Ergebnis (kindgerecht simples Weltbild) führen könnte.
Betrüger und Bauernfänger die mit der Dummheit der Menschen Geschäfte machen und sie an der Nase herumführen mit ihren Lügengeschichten, hat es schon immer gegeben, und es wird sie wohl auch immer geben, denn die Dummheit stirbt leider nicht aus.
 
DAs fände ich auch mal super spannend.
Ich hätte so viele Fragen...
Das Problem ist, dass man, wenn man sich WIRKLICH um Austausch mit solchen Menschen bemüht, im Grunde nie auf einen grünen Zweig kommt.
ich habe das schon so oft versucht und wirklich offen und mit ehrlichem Interesse den Austausch gesucht, aber: Fehlanzeige.

Erklärungen bekommt man nie: Wenn man sich nicht interessiert heißt es: Seht her: Keiner will die Wahrheit hören.
Und WENN man sich interessiert und Fragen hört, heißt es: Mach die Augen auf, dann wirst Du selber sehen.
😵
Also ein echter Austausch ist da kaum möglich. Und Fragen stellen wird sowieso gleich als Angriff angesehen.
Das gehört zu diesem Weltbild, dass es alles ausblendet, was auch nur rein theoretisch eine andere Weltsicht bringen könnte.

Das schlimme ist: Jeder kann in so einer Denkwelt ALLES verbreiten: Er muss nur dazu sagen: Wer mir widerspricht, beweist damit, dass ich recht habe und gut ists.
Traurig und beängstigend, denn so ist ja jede Kommunikation nach außen und jeder Austausch unmöglich.
Da ist viel Wahres dran. ;-)
Einem Austausch stehe ich erst einmal immer positiv gegenüber! Mit jedem.
Wenn es mir aber zu abstrus oder krass wird lasse ich es. ich mag dann nicht mehr.

Nur wozu führ es, wenn kein Austausch mehr möglich ist?
Sollte man unsinnige Meinungen verbieten? Kann man das? Darf man das?
Das ganze Thema ist alles andere als banal.
Das warum wäre halt sehr interessant.
Nur ohne Austausch?
 
Nur wozu führ es, wenn kein Austausch mehr möglich ist?
Sollte man unsinnige Meinungen verbieten? Kann man das? Darf man das?
Das ganze Thema ist alles andere als banal.
Das warum wäre halt sehr interessant.
Nur ohne Austausch?
Austausch findet nicht statt, weil die VT-Gläubigen meistens nicht gebildet genug sind, um über ihren Glauben diskutieren zu können. Sie glauben halt daran weil irgendwer ihnen den Floh ins Ohr gesetzt hat und es mal was anderes ist als das, woran andere glauben. Der Wunsch nach Exklusivität und so, wenn alle anderen es ablehnen dann muß es ja richtig sein, jeder VT-Anhänger ein kleiner Querdenker, der meint als einziger die "Wahrheit" zu kennen, darauf meinen sie stolz sein zu können.
 
Austausch findet nicht statt, weil die VT-Gläubigen meistens nicht gebildet genug sind, um über ihren Glauben diskutieren zu können. Sie glauben halt daran weil irgendwer ihnen den Floh ins Ohr gesetzt hat und es mal was anderes ist als das, woran andere glauben. Der Wunsch nach Exklusivität und so, wenn alle anderen es ablehnen dann muß es ja richtig sein, jeder VT-Anhänger ein kleiner Querdenker, der meint als einziger die "Wahrheit" zu kennen, darauf meinen sie stolz sein zu können.
Dann ist ein Studium kein Indiz für Bildung,
Ich weiß welche Demos Du meinst und wo sich z. B. pensionierte Lehrer finden.

Ich muss sagen unter diskutieren verstehe ich was anderes als immer wieder Kampfbegriffe wie "VT-Gläubige" oder "Querdenker" und ähnliche Phrasen aufs neue reinzuhauen.

Unter Phrasen verstehe ich auch Sätze wie , "die haben halt keine Bildung" oder auch auf der anderen Seite , "das sind halt alles Schlafschafe"

Jede Seite erhebt sich als die "wissende Instanz" und der Rest sind die Dummen.

So wird das nie was mit der Diskussion. Ist vielleicht auch nicht gewollt, dann soll halt jeder glauben was er will. Es besteht ja schließlich Glaubensfreiheit.

Warten wir mal ab, Nebelkerzen werden sich ja wohl nicht ewig halten. .
 
Unter Phrasen verstehe ich auch Sätze wie , "die haben halt keine Bildung" oder auch auf der anderen Seite , "das sind halt alles Schlafschafe"

Jede Seite erhebt sich als die "wissende Instanz" und der Rest sind die Dummen.

So wird das nie was mit der Diskussion.

👍
 
Da ist viel Wahres dran. ;-)
Einem Austausch stehe ich erst einmal immer positiv gegenüber! Mit jedem.
Wenn es mir aber zu abstrus oder krass wird lasse ich es. ich mag dann nicht mehr.

Nur wozu führ es, wenn kein Austausch mehr möglich ist?
Sollte man unsinnige Meinungen verbieten? Kann man das? Darf man das?
Das ganze Thema ist alles andere als banal.
Das warum wäre halt sehr interessant.
Nur ohne Austausch?
Ja, das ist große Problem.: Wenn kein Austausch (mehr ) stattfindet oder abgelehnt wird, dann isolieren sich diese Menschen immer mehr in ihren Blasen und sind dann letztlich nur noch von menschen umgeben, die sie in ihren Überzeugungen stärken. Alle anderne werden ausgeblendet. Im schlimmsten fall radikalisieren sich diese menschen dann und wenden sich von familie und Freunden ab (oder Familie und Freunde wenden sich von den Vt-lern ab, weil sie irgendwann einsehen müssen, dass sie denjenigen "verloren" haben.) Das ist auf der einen Seite traurig, auf der anderen aber brandgefährlich: Gerade wir deutschen wissen ja, was passiert, wenn sich zu viele Menschen von einer Verschwörungstheorie mitreißen lassen.

Ein guter Freund von mir ist Publizist und hat sich auf dieses Gebiet spezialisiert. Er versucht regelmäßig in Austausch zu kommen und sucht Kontakte in den entsprechenden Szenen. DAs hat dazu geführt, dass er mitunter massiv bedroht wird und auch schon Polizeischutz gebraucht hat.
Leider werden diese Leute ja auch zunehmend gewaltbereit, vor allem dann wenn jemand an ihrem Weltbild rüttelt. Und das tut man bereits, wenn man zB Fragen stellt oder wenn man Journalist ist oä: DAS allein reicht teilweise schon, um als Bedrohung eingestuft zu werden.

DAs allein wäre ja zB schon ein Beweis, dass es sich bei den Verschwörungstheorien mehr um einen Glauben, als um irgendwas faktenähnlichem handelt: Wer fakten hat, der wird ja von Fragen nicht bedroht- im Gegenteil.
 
Wesentlicher Teil der Antwort, behaupte ich.
Überfordert viele.
Wobei ich glaube, es ist weniger das Nachdenken, das viele überfordert sondern ein grundliegendes Prinzip jeder "Faktenprüfung" , bzw der Fähigkeit Unsinn zu erkennen: Der "normale" Verschwörungstheoretiker sucht BEWEISE für seine Theorie. Und natürlich findet er die. Überall. Ist ja keine Kunst.
Aber wenn man WIRKLICH eine Theorie beweisen will, muss man ja die GEGENBEWEISE suchen und die widerlegen. Nur so kann man eine Theorie als haltbar (oder eben nicht) einstufen. Und diesen geistigen Schritt gehen viele nicht mit: Die meisten Menschen gehen den automatisch, aber wenn man in dieser Blase der Realitätsverweigerer gefangen ist, dann kann man diesen Schritt offenbar nicht mehr gehen.
Beispiel: Wenn ich die Theorie aufstelle: "Es gibt den Osterhasen", dann kann ich natürlich haufenweise Beweise für seine Existenz finden: Oma hat es gesagt, Eier liegen versteckt, überall werden Schokohasen verkauft usw
Das alles sind ja Indizien, dass es den Osterhasen gibt.
Aber man muss ja die Frage stellen: Kann auch jemand Anderes die Eier versteckt haben? Kann Oma Unrecht haben? Sind die HAsen im Supermarkt nur eine Tradition? usw. Und erst wenn ich zb bewiesen habe: Nein- niemand anderes kann die Eier versteckt haben, Oma hat definitiv Recht und die Hasen im Laden stehen in direktem Zusammenhang mit dem Osterhasen- DANN habe ich den Osterhasen bewiesen.

Aber dieser wichtigste Schritt fehlt bei den Vt-lern. Die stellen sich quasi hin und sagen: ich sehe Ostereier, ich mag den Osterhasen, also glaube ich dran und wenn mir jemand erzählt, die Hasen werden bei Lindt in der Fabrik zusammengeschmolzen worden, dann ist er mein Feind und hat eh keine Ahnung.

Und drum kann man auch nie eine Faktenbasis finden:
Fakten und Annahmen werden nicht mehr überprüft sondern quasi nach Geschmack ausgesucht: ich glaube nur noch, die Dinge die ich glauben will und definiere das als Wahrheit. Nicht: Ich baue mir meine Wahrheit aus dem was an Fakten um mich rum zu finden ist.
Wie soll man als Mensch, der halt nach Möglichkeit das als Wahrheit annimmt, das sich am besten belegen und am wenigsten widerlegen lässt, da dann noch mitgehen können: Wenn es an der absoluten Gesprächsbasis fehlt?
 
Ich persönlich frage mich bei VT immer, wer die in die Welt gesetzt hat
Leider sind das aber oft nicht nur irgendwelche weltfremden Phantasten sondern eben immer häufiger radikale Parteien, Strömungen uä, die sich so billig und einfach Mitläufer sichern. Und DA hört dann halt der Spaß auf: Da kann man es nicht mehr belächeln.
AFD, Reichsbürger, Rechtsradikale, radikal Religiöse und co: All diese Brüder fangen sich ja auf diesem Weg ihre Opfer.
Und nicht umsonst gibt es ja inzwischen eine komplette "Desinformationsindustrie" die durchs Internet geistert und nach und nach beginnt unsere freie Gesellschaft auszuhöhlen: Ich sage nur Telegramm und co...
 
Wenn kein Austausch (mehr ) stattfindet oder abgelehnt wird, dann isolieren sich diese Menschen immer mehr in ihren Blasen und sind dann letztlich nur noch von menschen umgeben, die sie in ihren Überzeugungen stärken.
ich glaube nur noch, die Dinge die ich glauben will und definiere das als Wahrheit. Nicht: Ich baue mir meine Wahrheit aus dem was an Fakten um mich rum zu finden ist.
Wie soll man als Mensch, der halt nach Möglichkeit das als Wahrheit annimmt, das sich am besten belegen und am wenigsten widerlegen lässt, da dann noch mitgehen können: Wenn es an der absoluten Gesprächsbasis fehlt?

Was mir hierbei zuerst einfällt, sind Religionen, Kirchen, Glaubensgemeinschaften. Darauf könnten sich deine Beiträge ebenso beziehen.
Das Phänomen ist uralt, wir leben schon seit ewigen Zeiten damit.

Bedrohlich für "die Gesellschaft" sind weniger diese Gruppierungen, sondern diejenigen, welche diese als nützlich erachten und für ihre Zwecke vor den Karren spannen.

Und da erscheint mir "die Gesellschaft" sehr leicht ablenkbar, das Wesentliche gerne übersehend, da es viel einfacher ist, sich über etwas Harmloseres aufzuregen.
 
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