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Wartezeiten auf Therapieplatz

Wieso sagst du mir das?

Ich meinte eine Erwartungshaltung in Richtung Therapie/Therapeuten/Kurztherapie bei dir zu entdecken, dass "allen geholfen werden müsse" - und da ich viele Therapeuten kenne, meine ich sagen zu können, dass die allermeisten davon wirklich ihr Bestes geben - nur dass das eben nicht genügt, wenn die Zusammenarbeit nicht klappt, weil der Klient keine Veränderung oder Lösung will, sondern "nur" Therapie, vielleicht als Ersatz für Zuneigung, die er sonst nirgends bekommt.
 
dass die allermeisten davon wirklich ihr Bestes geben - nur dass das eben nicht genügt, wenn die Zusammenarbeit nicht klappt, weil der Klient keine Veränderung oder Lösung will, sondern "nur" Therapie, vielleicht als Ersatz für Zuneigung, die er sonst nirgends bekommt.


Puh, wenn ich sowas lese, kocht mir die Galle über! ('tschuldige Werner, ist ja nicht persönlich gemeint 😛.)

Ein Therapeut sollte in der Lage sein, den Klienten da abzuholen, wo er steht. Es gibt nun mal Menschen, die können nichts an ihrer Situation (an ihrer Krankheit) ändern, weil sie keine Alternativen haben. Es würde ihnen den Sinn im Leben nehmen. Ihre Aufgabe. Ihren Halt.

Damit ist der Klient aber keineswegs nicht therapierbar. In diesem Fall muss man ihm klar machen, warum er von der Krankheit abhängig ist und man sollte mit ihm zusammen neue Ziele, neue Lebensinhalte erarbeiten. Dann kann er auch loslassen.

Man kann einem Psychologen/Therapeuten natürlich viel Wissen vermitteln und ihm beibringen, wie er das umsetzen muss, aber eins kann man niemandem beibringen. Emotionale Intelligenz.

Das aber ist genau mein Problem. Therapien liefen bei mir immer schief, weil meine emotionale Intelligenz höher als die meiner Therapeuten war. Ich bin soziologisch, pädagogisch und psychologisch geschult. Außerdem bin ich hellfühlig und ein Heiler. Kein einfacher Fall 🙁

Wenn so ein Therapeut mit seinen Standard- und Trickfragen anfängt, hat er bei mir gleich verloren. Ich kenne die ganzen psychologischen Verfahren. Also fange ich an mit ihm Spiele zu spielen. Auch ich habe nämlich meine kranken Muster lieb gewonnen und trenne mich ungern von Gewohnheiten, die zwar schädlich, aber vertraut sind.

Heute habe ich eine Therapeutin, die ist selbst Heilerin und Schamanin. Es liegt in ihrer Natur Menschen zu heilen. Sie braucht gar nichts zu sagen, nichts zu tun, es ist schon die Energie, die sie ausstrahlt. Diese Ehrlichkeit und Herzlichkeit.

Die Frau ist phänomenal. Die hat in der ersten Stunde Traumata aufgelöst, an die sind andere Therapeuten in Jahren nicht ran gekommen. Sie ist mir einfach spirituell gewachsen.

Sie hat lange in Kliniken gearbeitet, durchaus auch auf hohem Posten. Irgendwann konnte sie es nicht mehr, weil das System sie ausgebrannt hat. Unter den Vorgaben der Krankenkassen ist es schwer die richtige Hilfe zu geben.

Sie könnte eine Kassenzulassung beantragen, aber sie will es nicht. Sie hat gut zahlende Klienten und da passen auch zwei, drei Leute rein, die für die Stunde nur einen symbolischen Betrag zahlen.

Es gibt viel zu wenig Plätze für Kassenpatienten, das stimmt. Aber nicht nur das. Diese Therapeuten werden dann vom System auch noch so unterdrückt, dass sie ausbrennen. Und dann haben wir jede Menge Therapeuten, die von Anfang an gar nicht in diesen Beruf sollten.

Ich meine, wenn ein Klient wirklich nur Zuneigung braucht, dann gibt man ihm eben Zuneigung. Dann ist es das, was er für seine Heilung braucht. Es kann nicht angehen, dass der Therapeut streng nach Lehrbuch vorgeht. Aber einerseits wird das von den Krankenkassen ja so gefordert, auf der anderen Seite wären viele Therapeuten hoffnungslos verloren, wenn sie diese 08/15-Standards nicht hätten, da sie schlicht und einfach null Einfühlungsvermögen besitzen.

Das ganze System ist einfach in sich marode.

Ich danke jedenfalls Gott, dass ich meine Therapeutin gefunden habe und dass ich sie mir wenigstens ab und an auch leisten kann.



Tuesday
 
Wenn so ein Therapeut mit seinen Standard- und Trickfragen anfängt, hat er bei mir gleich verloren. Ich kenne die ganzen psychologischen Verfahren. Also fange ich an mit ihm Spiele zu spielen. Auch ich habe nämlich meine kranken Muster lieb gewonnen und trenne mich ungern von Gewohnheiten, die zwar schädlich, aber vertraut sind.
Ich hab zwei Fragen zu deinem Post - sind nicht persönlich gemeint:

So wie du deine Therapien beschreibst, hab ich den Eindruck, dass du dich genau so verhalten hast, wie Werner es beschreibt. Nämlich, dass du nicht mitarbeiten wolltest. Ist das so?

Und machst du nicht den Fehler, aus deinem persönlichen Fall auf das System zu schliessen? Wenn dir die Schamanin hilft, dann muss das doch nicht für alle anderen Patienten auch hilfreich sein. Ist es nicht eher so, dass auch da die Beziehung zwischen Therapeut und Patient den Erfolg der Therapie ausgemacht hat?
 
@ zu den letzten Postings: Ich sollte mich vielleicht dahingehend "outen", dass ich ja seit über 12 Jahren psychologische Beratung anbiete, auch jahrelang Berater und Therapeuten ausgebildet habe. Ich rede also nicht von fremden Fachgebieten.

Wenn ich lese, was hier über "Therapeuten" geschrieben wird, bin ich echt froh, keiner zu sein. Zu mir kommen in aller Regel (mindestens 95%) Klienten, die hochmotiviert sind, ein Problem zu definieren, eine Lösung zu finden oder einen Schritt weiter zu kommen. Und wenn jemand keine Lust hat, an einer Lösung zu arbeiten, dann höre ich wirklich gerne zu und schaue, was ich ihm sonst für das Honorar Sinnvolles geben kann. In aller Regel kommen Klienten zu mir ein mal pro Thema und den Rest erledigen sie dann selbst. Deswegen auch weniger "Nebenwirkungen", wie von euch eindrücklich beschrieben.

Was ich nicht verstehe ich, warum jemand "Spielchen" oder ein Kräftemessen mit einem Therapeuten anfangen will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemand macht, wenn er 40 oder 80 Euro die Stunde bezahlt.

Manchmal ist vielleicht eine Therapie wirklich ein Teil des Problems und nicht der Lösung. Nur gehört von Seiten des "Dienstleisters" (ich schließe mich mal selbstkritisch mit ein) sehr viel Moral dazu, das dann abzubrechen - denn auch wenn neue Klienten Schlange stehen, ist es doch Mühe und auch traurig, sich das eigene Scheitern, das "Nicht-Passen" (der heilenden Beziehung) einzugestehen.
 
Was für "Spielchen" sollen Therapeuten den spielen? 😕

Naja, ich habe schon von Klienten gehört, dass der "Therapeut" einfach schwieg und sich Notizen machte, obwohl eine klare Frage mit der Bitte um Antwort gestellt worden war.

Als "Spielchen" würde ich alles bezeichnen, was nicht normalen Umgangsformen zwischen Menschen entspricht, sondern versucht, eine Hierarchie zwischen Mächtigem und Ohnmächtigem zu etablieren.

Da gehören natürlich zwei dazu - nur wenn jemand "mitspielt", kann so was klappen. Hintergrund ist oft, dass jemand meint, der "Fachmann" wisse besser über ihn Bescheid als er selbst (was nur sehr selten der Fall ist).

Um das zu vermeiden frage ich z.B. am Beginn eines Gesprächs, was der Klient sich als Inhalt desselben vorstellt oder welches Ziel, welchen Arbeitsauftrag er mitbringt. Dann folge ich ihm (sofern möglich), nicht er muss meiner Idee des Gesprächs folgen.
 
Erzählen Therapeuten eigentlich auch was aus ihrem Privatleben? Gehört das irgendwie dazu? Wenns gerade ins Gespräch passt?

Das ist eine der umstrittensten Fragen unter Psychotherapeuten - sehr humorvoll z.B. aufgegriffen im Roman "Die Rote Couch" von Irvin Yalom.

Klassische Psychoanalytiker sollen keinerlei privaten Kontakt zulassen, auch nichts von sich erzählen - es würde nach deren Meinung die Therapie stören. Andere sind da lockerer.

Was man nicht vergessen sollte: Eine Psychotherapie ist (genau wie eine psychologische Beratung) eine Art "Einbahnstraße" - absichtlich und gewollt nimmt sich der Dienstleister zurück und konzentriert sich ganz auf die Belange des Kunden. Dafür wird er bezahlt. In einer normalen Beziehung unter Freunden geht es um Gegenseitigkeit - beider erzählen sich ihre Geschichten wechselseitig. In der Therapie geht es nur in einer Richtung, es sei denn, es macht irgend einen Sinn, eine Ausnahme zu machen, z.B. wenn ich sage "Ah, das kenne ich." und damit signalisiere, dass mir etwas nicht völlig fremd ist.

So gesehen ist es ein Teil des "Erfolges" solcher "bezahlter Freundschaften", dass sie zwar auf jeweils kurze Zeit begrenzt sind, aber den Kunden vom Reflex befreien, nach dem Befinden des Dienstleisters zu fragen oder für die Aufmerksamkeit und Zuwendung mehr bezahlen zu müssen als das Honorar.

Leider vergessen das manche Klienten und sind der irrigen Annahme, der Therapeut sei in einer echten Freundschaftsbeziehung. Das wäre so ähnlich wie (bitte entschuldigt den Vergleich, aber er passt recht gut) wenn jemand von einer Prostituierten oder einem Callboy denken würde: Die/der liebt mich wirklich, deshalb lässt sie/er sich mit mir ein.

Es handelt sich einfach um professionelle Beziehungen, deshalb ja auch die Nebenwirkungen (die in therapeutischer Richtung oft ausgeblendet werden) ...
 
wenn ich möchte, dann kann ich auch mit jedem therapeuten meine spielchen machen. habe bis jetzt bei jedem meiner therapeuten sofort die schwachstelle gefunden.
aber was nützen mir die spielchen?
(...)

therapie machen heisst sich auf ein wagnis einlassen.
therapie machen heisst arbeit und das nicht wenig. die therapeutin gibt mir anstöße und ich bearbeite mit deren hilfe meine problematik.

So wie du deine Therapien beschreibst, hab ich den Eindruck, dass du dich genau so verhalten hast, wie Werner es beschreibt. Nämlich, dass du nicht mitarbeiten wolltest. Ist das so?


Hätte man mir damals gesagt, dass ich Spiele spiele, hätte ich vielleicht sogar damit aufgehört. Aber nur vielleicht; diese Spiele waren nämlich meine Lebensversicherung.

Von meinem ersten Lebenstag an waren Erwachsene und/oder Autoritäten darauf aus mir zu schaden. Ich habe gelernt vorsichtig zu sein und niemandem zu vertrauen, schon gar nicht Leuten, die angeblich mein Bestes wollen.

In der Sekte habe ich gelernt, dass ich nichts wert bin, dass ich von grund auf böse und schlecht bin, dass ich kein Glück und keine Hilfe verdient habe. Dass es mir schlecht ging, hielt ich für Gottes Gerechtigkeit.

Ich persönlich brauche Herzlichkeit und Nähe. Die Täter hielten eine professionelle, kalte Distanz zu mir. Wenn da menschlich nichts rüberkommt und der Therapeut mir keine Wärme bieten kann, er im Gegenteil versucht eine Art Autoritätsstellung einzunehmen, wird für mich der Therapeut zum Täter.

Meine Vergangenheit birgt einige sehr hässliche Dämonen. Es sind viele schreckliche Dinge in meiner Kindheit passiert und in mir ist immer die Angst, dass ich die Leute damit zu sehr belasten könnte. Mir ist denn auch schon mal eine Therapeutin in einer Stunde heulend zusammengebrochen. Was für ein traumatisches Erlebnis! *schüttel*

Ich kannte meine Dämonen und das Leben mit ihnen sehr gut. Okay, ich war völlig außer Kontrolle, bin wahnwitzige Risiken eingegangen, von denen ich gehofft habe, dass mich eine davon ins Grab bringen würde, aber das war eben mein Ich und das war mein Leben. Es war nicht gut für mich und es machte mich auch nicht glücklich keine eigene Wohnung und keinen Besitz zu haben und von Freund zu Freund zu ziehen und hier und da ein paar Tage unterzuschlüpfen, aber das gehörte einfach zu mir. Ich konnte das gar nicht loslassen, weil es meine Identität war. Und keiner der Therapeuten war in der Lage mir eine Alternative zu bieten. Für mich war mein Leben schick und ganz bestimmt nicht selbstzerstörerisch.

Na ja, es gab noch viele andere Gründe, die meine Therapie damals torpediert haben. Und sorry, aber meiner Meinung nach geht es sicher 80 Prozent der Leute genau wie mir. Sie suchen Hilfe, aber sie sind nicht in der Lage sie auch anzunehmen.

Genau da müsste ein Therapeut eigentlich ansetzen. Meiner Meinung nach müsste er derjenige sein, der klar sagt, wir spielen hier keine Spielchen. Aber warum sollte er das? Der sitzt eine Stunde gemütlich im Warmen, macht sich halbherzig ein paar Notizen, nickt ab und an und kassiert am Ende seine Kohle. Dem kann es doch egal sein, ob und wie die Therapie beim Klienten anschlägt. Im Gegenteil, je länger er ihn halten kann, umso besser.

Ich habe letztendlich die Kraft gefunden mich weiterzuentwickeln und aus vielen schädlichen Mustern rauszukommen, nicht dank der Therapeuten, sondern dank eines starken Partners. Heute kann ich dem Therapeuten klare Richtlinien geben und ich weiß, dass ich dringend Wärme und Herzlichkeit brauche, ganz viel Nähe - zwar eine professionelle Nähe, aber eben Nähe. Wenn da an Emotionen nichts rüber kommt, gehe ich doch lieber zu meinem Friseur 😎.


Was ich nicht verstehe ich, warum jemand "Spielchen" oder ein Kräftemessen mit einem Therapeuten anfangen will. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das jemand macht, wenn er 40 oder 80 Euro die Stunde bezahlt.


Du kannst dir im Gegenzug aber auch nicht leisten den Klienten im Regen stehen zu lassen. Der kommt einmal und dann nie wieder, wenn du anfängst Spiele zu spielen. Deine Klienten wollen sichtbaren Erfolg für ihr Geld.

Wer die Therapie nicht selbst zahlt, kann sich das Abblocken eher erlauben.

Ich will damit nicht sagen: Schafft die Krankenkassen ab! Um himmels Willen nein! Ich will nur sagen, wer Therapeut mit Kassenzulassung ist, dem muss klar sein, dass es Klienten gibt, die zwar mitarbeiten wollen, im Endeffekt aber nicht an sich arbeiten können.

Man hat dann zwei Möglichkeiten. Entweder man sagt ihm, dass man unter den Voraussetzungen leider nicht der richtige Therapeut ist oder man arbeitet mit dem Klienten an der Therapiefähigkeit, bevor man sich an die Lösung der Probleme macht.

Ich seh in meinem Umkreis immer wieder Therapien scheitern. Aber das liegt nicht an den Klienten sondern an der Unfähigkeit der Therapeuten. Tatsache ist, wir haben eh zu wenig Therapeuten, aber von den Wenigen sind die meisten nicht mal kompetent in ihrem Job.



Tuesday
 
Aber warum sollte er das? Der sitzt eine Stunde gemütlich im Warmen, macht sich halbherzig ein paar Notizen, nickt ab und an und kassiert am Ende seine Kohle. Dem kann es doch egal sein, ob und wie die Therapie beim Klienten anschlägt. Im Gegenteil, je länger er ihn halten kann, umso besser.

@ Tuesday, wenn du diese Sätze in einer Runde Psychotherapeuten äußern würdest (gilt leider auch für viele freie Berater), würde dir sicher niemand zustimmen. Im vertrauten Einzelgespräch dann vielleicht schon. Viele sind auch frustriert von ihrem Job, weil sie nicht das tun können, weshalb sie ihn ergriffen haben, nämlich Menschen zu helfen.

Du kannst dir im Gegenzug aber auch nicht leisten den Klienten im Regen stehen zu lassen. Der kommt einmal und dann nie wieder, wenn du anfängst Spiele zu spielen. Deine Klienten wollen sichtbaren Erfolg für ihr Geld.

Ich habe mir zu Beginn meiner Beratertätigkeit genau überlegt, was mir wichtig ist - und da ich selbst mal nach meiner Scheidung 10 weitestgehend sinnlose privat bezahlte Stunden bei einem Verhaltenstherapeuten verbracht habe (da kamen dann so wertvolle Hinweise wie: Sie sollten die Gelegenheit nutzen und mal richtig bumsen) - wollte ich nur Gespräche führen, wie ich sie selbst als Klient gerne hätte: Möglichst effektiv, kein Herumstochern in der Kindheit, lösungsorientiert, menschlich normal und ohne unnötiges Drumherum. Also habe ich genau solche Methoden in mein Repertoire genommen, die das leisten können; ich lege keine Akte an, mache keine lange Anamnese, lasse mir keine Familiengeschichten erzählen usw. - sondern frage einfach: Was kann ich heute für Sie tun? oder Was soll Ihrer Meinung nach heute hier geschehen, damit Sie zufrieden wieder gehen?

Und ich habe mir vorgenommen (und es eingehalten), nur soviel Honorar zu verlangen, dass es meine Kosten deckt und mich nicht dazu verleitet, jemand zwei oder dreimal kommen zu lassen, wenn es mit einem Mal erledigt ist. Und ich berechne das Honorar in Viertelstunden - dann kann auch jemand nach einer halben Stunde sagen "prima, das genügt" oder eine halbe Stunde dranhängen, wenn er sich grade warmgeredet hat und nicht ein zweites Mal kommen will.

Inzwischen ahmen mich hier manche Kolleginnen nach, weil es für beide Seiten sinnvoll ist.

Ich habe letztendlich die Kraft gefunden mich weiterzuentwickeln und aus vielen schädlichen Mustern rauszukommen, nicht dank der Therapeuten, sondern dank eines starken Partners.

Das klingt gut und deckt sich mit der Forschung: eine gute Beziehung kann ebenso heilsam sein wie eine Therapie (und die wiederum nur, wenn dort eine gute Beziehung entsteht 🙂).

Du solltest dir überlegen, Tuesday, vielleicht selbst eine Beraterausbildung zu machen; mir scheint, das würde passen!

Gruß und danke für deine Offenheit!
Werner

P.S. Deine Analyse zur Sektenzeit ist sehr zutreffend - da könnte ich vieles unterschreiben, obwohl es "nur" eine Freikirche war 😉 in der ich einen Teil meiner Jugend verbrachte (genau soviel, wie nötig, um das Wertvolle mitzunehmen und keinen schweren Schaden zu erleiden ...)
 
Hallo,

also ich habe im September meine Psychotherapie (Verhaltenstherapie-Vergangenheitsbewältigung) begonnen und ich habe nach meinem ersten Anruf zwei Wochen warten müssen, dann hatte ich die erste Probesitzung und seit dem läuft meine Therapie.
PS. Neue Bundesländer
 

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