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Warten der Eltern auf? ( Rentner)

Hugo

Aktives Mitglied
Guten Tag,

Kan ich meinen Eltern irgendwie helfen?

Vater Ende 80...
Mutter Mitte 70

Ihr Leben besteht nur noch aus Arzt Terminen, warten das sich eins der Kinder meldet ( 1x Schwester, 3x Halbgeschwister)
Für mein Vater noch etwas Gartenarbeit und Jagd.
Meine Mutter kann leider mit dem Beinen kaum fort + Schwache Blase

Treffen laufen immer so ab, alle 2-3 Wochen :
Kaffee trinken, ich erledige alles was auf den Grundstück liegen geblieben ist.
Etwas quatschen und spielen mit den Enkel.
Und jede Woche rufe ich 1-2 mal an.
Mehr schaffe ich aber auch nicht :/ (wohnen 45min auseinander)
Mit den Halbgeschwister wird auch noch etwas telefoniert / meine Schwester meldet sich leider kaum nie bei ihnen. (auch ca 45min fahrt weg)

So vergehen die Wochen, Monate und Jahre....
Urlaub /Ausflüge ist alles zu viel.
Uns besuchen kommen, auch.

Gibt es irgendwas was man noch machen kann?
Es macht mich schon traurig....

Aber uns fehlt halt die Zeit, für mehr.
(Schichtarbeiter, + Frau mit 24h Diensten, ein Kind, selber erst seid kurzen Haus und Grundstück ≈ null Zeit)
 
Die Frage ist, ob sich deine Eltern das so ausgesucht haben oder nicht.

Außer den Kindern keine Kontakte zu haben ist nun mal immer schlecht. Haben sie keinen Bekannten-/Freundeskreis? Gerade für Senioren wird ansonsten doch auch von der Gemeinde einiges angeboten.

Meine Mutter hat auch so gelebt. Alles wurde abgelehnt. Da kann man dann auch leider nichts machen. Die meisten Sachen, wieso etwas angeblich nicht geht, sind vorgeschoben. Man sieht so viele alte Leute mit Rollator oder sogar Rollstuhl, die noch aktiv am Leben teilnehmen. Man muss es halt aber auch wollen.
 
Viele Ältere Menschen fügen sich im Alter immer mehr in die Dinge ein. Die Konfrontationsbereitschaft selbst mit positiven Dingen nimmt immer mehr ab, da alles Druck aufbaut.
Das Gehirn ist nicht mehr in der Lage, alltagsabweichende Begebenheiten schnell genug zu verarbeiten, es wird unflexibler. Der Lebensrhythmus ändert sich dementsprechend.
Alles was den normalen Alltag unterbricht, ist zuviel. Die Sehnsucht nach Ruhe wird immer größer - in gewisser Weise ist es eine Art von Lebensmüdigkeit, die fast wie lähmend wirkt.
 
Warum macht dich das traurig?
Es ist ihre Entscheidung, auf diese Weise zu leben. Es ist ihr Leben.
Oder klagen sie, jammern sie, möchten sie eine Veränderung, wissen aber nicht wie?

Blasenschwäche hat jede 2. Frau, da gibt es genug Produkte, der Markt für Gehhilfen ist nicht klein und wird gut bedient, bei Interesse kann man sich also behelfen und an Aktivitäten teilhaben.
Wenn man wirklich möchte.
Muss man aber nicht.
Manche möchten lieber in der vertrauten Umgebung (zu Hause) sein, fühlen sich da sicherer.

Hätten sie gerne mehr Besuch?
Dann vielleicht eine ehrenamtlich tätige Person, die regelmäßig vorbeikommt?
Spielen sie Karten? Gesellschaftsspiele?
Jemand, der vorliest?
Oder einfach nur reden.
 
Hallo Hugo,

möchten deine Eltern selbst mehr erleben oder sind sie gern zuhause? Oder machen sie auf dich den Eindruck unzufrieden oder traurig zu sein? Vielleicht kannst du sie beim nächsten Besuch einfach mal fragen, ob es etwas gibt, was sie gerne machen würden, aber sich allein nicht zutrauen, dann könntet ihr vielleicht immer noch einen kleinen Spaziergang oder Ausflug gemeinsam machen.

Meine Eltern leben so ähnlich wie deine, glaube ich, nur müssen sie nicht oft zum Arzt und gehen noch spazieren. Aber wenn das nicht mehr geht, reicht ihnen einkaufen und der Garten und die Beschäftigung im Haus.

Ich finde es eigentlich so, wie du es machst, gut. Du bist regelmäßig da und unterstützt dann bei den Sachen, die liegen blieben. Regelmäßige Besuche und Kontakt ist sehr viel wert, oft mehr, als man denkt. Du bist da, nimmst am Leben deiner Eltern teil, sie sehen dich regelmäßig und ihr verbringt Zeit gemeinsam.
 
Das ist eine Frage der Persönlichkeit.

Meine Mutter läuft mit Mitte 70 noch Halbmarathon und mein Vater ist mit Ende 70 kaum mal einen Abend in Ruhe zu Hause.
 
Hallo,
ich kann mich nur denen anschließen, die sagen, dass deine Eltern selbst was ändern müssen, sofern sie dazu in der Lage sind.
Gerade in diesem Alter hat fast jeder, egal ob Mann oder Frau, mit gesundheitlichen Problemen verschiedener Art zu kämpfen, auch Inkontinenz und Gehprobleme sind Alltag. Da hilft nur, sich zu fragen: Was sind Alternativen? Zum Beispiel könnte das Lesen, Stricken, Handwerken, Garten, Malen, Basteln usw. sein, sofern gewollt.
Wie auch von anderen erwähnt wäre ein Seniorentreff eine Idee - aber auch nur, wenn deine Eltern diese Geselligkeit mögen.
Und ja, auch ein elektrischer Rollstuhl oder Windeln für Erwachsene sind eine Lösung, was aber mit viel Scham verbunden ist und es ist verständlich, dass das nicht jeder mag, gerade das mit den Windeln. Vielleicht reichen auch dicke Damenbinden?
Es ist nicht einfach zuzuschauen, wie liebe Angehörige immer weiter abbauen, ich hab das schon mehrmals bei meinen eigenen Großeltern gesehen. Aber es ist der Lauf der Zeit, an dem wir nichts ändern. So weh es tut.
Du kannst sie so gut es geht begleiten auf ihrem letzten Lebensabschnitt, aber auch du hast ein eigenes Leben und Familie und Pflichten. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn du nicht so viel Zeit hast, wie du gerne hättest, du machst das ja nicht absichtlich.
 

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