Das war unsere Konversation vor Silvester:
Er:
Hey, ich hoffe, es geht dir gut. Ich wollte freundlich nachfragen, weil mir/uns ein bisschen Klarheit wirklich helfen würde. Wenn du dich damit wohlfühlst, würde ich es sehr schätzen, zu hören, wie du die Situation im Moment siehst.
-> Das fand ich eben sehr neutral das er nach 6 Tagen so schreibt. Werde aber für die Zukunft anders mit sowas umgehen und die Dinge nicht gleich ,bewerten'.
Ich:
Wenn du Klarheit willst – dann gib welche. Und hör auf, ‚wir‘ zu sagen, wenn du einfach zu faul bist, die Arbeit selbst zu machen. Ich bin nicht der Projektmanager, Retter oder die Nanny. Wenn ich sage, dass ich mich vom Organisieren von Weihnachten erholen muss, bedeutet das nicht, dass du mir nach einer Woche neue Aufgaben geben kannst. Damals hättest du vorschlagen können, dass du Weihnachten für uns übernimmst, statt in Gleichgültigkeit und Passivität zu verfallen.
Und übrigens: Dass du am Wochenende davor den Samstag verschieben wolltest und mich nicht treffen, weil du zu bequem warst, dir irgendetwas für den Abend zu überlegen, war super verletzend und sehr aufschlussreich. Am nächsten Tag hast du mir dann nur ein schlichtes Bild eines Rezepts geschickt und danach Spott hinterher – so sollte mich niemand behandeln.
Er:
Ich habe vollkommen verstanden, dass mein Humor und mein Sarkasmus zu viel waren, und ich habe mich dafür entschuldigt, weil ich gesehen habe, dass es für dich eine Grenze überschritten hat. Die Nachrichten, die ich dir am nächsten Tag geschickt habe, sollten dir zeigen, dass ich darüber nachgedacht habe und dass ich deinen Punkt verstanden habe.
Als du am 23. geschrieben hast, klang es für mich wirklich so, als wärst du überfordert und bräuchtest etwas Raum – und dass du dir in dem Moment nicht vorstellen konntest, Weihnachten gemeinsam zu verbringen.
Deshalb habe ich mich zurückgezogen – nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil ich dich nicht unter Druck setzen wollte, wenn du offensichtlich Zeit für dich brauchtest. Ich dachte, du würdest dich wieder melden, sobald sich die Situation für dich beruhigt hätte.
Es wäre ehrlich gesagt sehr schön, wenn du heute Abend vorbeikommen würdest. Es wäre sehr schön, ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen – und dann könnten wir auch morgen einen schönen Silvesterabend zusammen haben?
Ich:
Schön für wen? Denn für mich klingt es nach dem Gegenteil von schön, zu jemandem zu kommen, der wieder keinen Plan, keine Initiative und kein Verständnis dafür hat, wie sehr er mich enttäuscht hat. Es klingt wie eine Pflichtaufgabe. Du wartest immer noch darauf, dass ich die Arbeit mache. Du bietest mir weiterhin nichts an und erwartest, dass ich trotzdem erscheine.
Ich bin kein Gast in deinem Leben. Ich wollte einen Partner mit Initiative und Fantasie.
Dass du mich einfach bittest vorbeizukommen, ohne irgendetwas auszuarbeiten oder zu gestalten, zeigt genau das gleiche wie vor neun Tagen – dass du nichts von dem, was ich geschrieben habe, wirklich verstanden hast.
Und außerdem: Ich habe für heute und morgen bereits Pläne.
Ich sehe ja jetzt auch - in der Zwischenzeit - das ich mich hier total verrant habe aus emotionaler Überforderung und das ich womöglich viel mehr auf ihm zugehen hätte können..
Habe das gepostet um eben für die Zukunft daraus lernen zu können.