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Wann hört es auf???

  • Starter*in Starter*in Struwelliesche
  • Datum Start Datum Start
Hallo "Struwelliesche",

tu dir selbst einen ganz großen Gefallen und such einen Arzt /deinen Hausarzt auf. Das wird dir in vielerlei Hinsicht helfen.
1. Er wird dir helfen können (Beruhigungsmittel, Antidepressiva,...), damit du innerlich erstmal zur Ruhe kommst. Wenn es dir dann psychisch und auch physisch etwas besser geht, kannst du deine Erlebnisse besser verarbeiten.
2. So wird es außerdem aktenkundig, wie es dir psychisch geht. Dies wird in einem zivilrechtlichen oder auch strafrechtlichen Verfahren unglaublich wichtig sein.
3. Du kannst über deinen Arzt nicht nur beruhigende oder stimmungsaufhellende Medikamente bekommen, sondern auch den ersten therapeuthischen Ansatz (denn dein Arzt nimmt dein Leiden ernst und wird einer der wenigen sein, der sich für deine Heilung einsetzt) oder auch gleich eine Überweisung zum Psychater oder besser noch zum Psychologen erhalten.


Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, dass du dich mit diesem Thema immer und immer wieder auseinandersetzt. Dir zu raten, du sollst dir keine Gedanken machen, ist lieb gemeint, aber leider völlig utopisch - das haben wir alle schon durchgemacht. Das Thema beschäftigt dich, also beschäftige dich aktiv mit dem Thema: lies im Internet, besorg dir Bücher, sprich mit anderen Betroffenen,....
Irgendwann wirst du feststellen, dass nicht DU das Problem bist und du leider auch keine Möglichkeit hast, ihn zu ändern.....

Es dauert, aber es wird irgendwann leichter!

Lieben Gruß "Nora"
 
hallo Struwelliesche,

ich hab gerade einen bericht über Alkoholsucht gesehen. es gibt viele Parallelen in meinem und ich vermute auch in deinem verhalten. Die Gedanken und Gefühle für den Mann der nicht gut tut, sondern zerstört und krank macht wie der Alk, füllen einen leeren Raum in mir. ich bin süchtig nach dieser Beziehung, weil sie meine innere Leere füllt. Irgendwie besser als Alksucht, denn ich lieg nicht besoffen auf der Straße. Also, hat auch alles was positives. nur diese Sucht muß ich auch bekänpfen, sonst kanns übel werden.

Ich muß mich selber lieben und der wichtigste Mensch in meinem leben werden.

Alice
 
Hallo,

Alice hat Recht, ein bissel ähnelt diese Abhängigkeit der eines Süchtigen...es spielen hier halt ein zu geringer SElbstwert kombiniert mit großen Verlustängsten und zu kleinem Selbstbewusstsein ne Rolle.
Man fühlt sich irgendwo nicht GANZ ohne einen Partner oder so in der Art...aber es ist halt total wichtig sich selber zu mögen und auch sich selbst genug zu sein, zu erkennen: man braucht diesen Menschen, der nicht gut zu einem ist überhaupt nicht in seinem Leben..denn das was der einem gibt ist grundsätzlich nicht genug und zu oft auch nur Schlechtes, was mehr Leiden als Glück verursacht. Vielleicht liegt ja darin auch sone Art Trick Abhängigkeit zu schaffen...indem man zu wenig Liebe und Achtung bekommt hängt man fest und hofft auf noch mehr....Aber diese Hoffnung ist halt trügerisch, denn da kommt oft nix mehr, da der betreffende Partner halt ein Egomane ist. Daher sollte man diese Hoffnung ein für alle Male begraben und an neuen Orten nach dem suchen, was man braucht: Liebe und Zuwendung, eine Liebe mit Achtung, die niemals mit Gewalt arbeitet.

Gruß
Tyra
 
Ich glaube, dass das nicht nur unbedingt mit einem geringen Selbstbewusstsein oder Verlustängsten zu tun haben muss. Ich denke, dass wir Frauen eh dazu neigen, alles ausdiskutieren und lösen zu wollen. Wir steigen viel intensiver in solche Konflikte ein und sind deutlich stärker emotional involviert.

Außerdem kommt dazu, dass es sich in den meisten Fällen um Männer aus einer intimen Beziehung handelt. Für diese Männer haben wir einmal intensive Gefühle gehabt und wohl auch zeitweise eine erfüllte Partnerschaft geführt.

Deshalb fällt es uns schwer zu begreifen, dass diese "Konflikte" nicht auf eine vernünftige Art und Weise zu klären sind.

Wir müssen lernen, dass es im Leben dazu gehört, auch mal an Dingen zu scheitern, ohne die geringste Klärungsmöglichkeit...

Außerdem sitzen die meisten Frauen einem romatischen Irrglauben auf:
Vielfach glauben sie, dass ihr ehemaliger Partner aus Eifersucht heraus handelt und deuten dies als eindeutiges Zeichen seiner Liebe. Falsch!
Gewalt gegenüber einer Frau (einem Partner) oder Stalking hat nichts, aber auch rein gar nichts mit Liebe zu tun!

Und erst wenn sehr viel Zeit vergangen ist und man genügend Abstand bekommen hat, wird einem das letztendlich auch bewusst.
Und dann erkennt man, was Tyra so schön beschrieben hat:
zu Liebe gehört Achtung, Zuwendung, Aufrichtigkeit aber NIEMALS Gewalt!
 
@Alice
Ja irgendwie haste da recht.Man kann es irgendwie mit einer Co-Abhängigkeit vergleichen.Ich war schon immer sehr gut darin mir irgendwelche Probleme aufzuhalsen um nur von mir selbst abzulenken.Mich selbst zu lieben zu achten ist fast unmöglich für mich.Aber ich bin daran mit meiner Therapeutin das in den Griff zu bekommen.DANKE ALICE für die PN.Ich bin froh das es Dich gibt...
@Tyra
Diese Art der Abhängigkeit hat auch was mit dem mangelden Selbstbewußtsein zu tun.Da gebe ich Dir recht.Irgendwie ist einem als Opfer die Sicht vernebelt.All das böse wird kaum beachtet,bewertet.Aber nur eine kleine Liebkosung,ein liebes Wort oder nur eine kleine Art der Zuwendung dem wird soviel an Bewertung gegeben das es wie in meinem fall das negative überschattet.Irgendwie krank,dieses Verhalten.
@Nora Puppenheim
Ich habe mich gleich nach dem letzten Vorfall meiner ehmaligen Therpeutin anvertraut und bin auch dort wieder in Behandlung.

Zitat:Wir müssen lernen, dass es im Leben dazu gehört, auch mal an Dingen zu scheitern, ohne die geringste Klärungsmöglichkeit...

Genau das ist es was mich noch verzweifeln läßt.Das Gefühl als müßte ich was klären.Ich sollte nun besser auf mein Verhalten schauen und rechtzeitig zu erkennen wenn mich das Gefühl der Sehnsucht oder das Verlangen nach dem klärenden (unnötig,es gibt da nichts mehr zu klären.Er hat mich verprügelt.Punkt,Komma,aus.) Gespräch über kommt.

Jetzt nochmal an Euch allen!
@lueletta,Tyra,Alice,Vienne,Nora Puppenheim und die ich jetzt vergessen habe,sorry ;-(
ich denke der Trick in dem Ausbrechen dieser Gewaltsituation besteht darin das man erst einmal selbst erkennen muß,das man diesem Täter erlaubt Gewalt anzuwenden.Es ist bei mir jetzt so das ich mich besser beobachte was ihn betrifft.Natürlich hatte ich schon meine Rückschläge und habe mit ihm Telefoniert.Und hätte ich gestern nicht mit Viennen telefoniert und sie hätte mir (was übrigens jeder von Euch gesagt hätte) nicht genau das vorraus gesagt wie er sich nun verhalten wird,so hätte ich es echt nicht geglaubt.Durch mein Telefonat hatte ich ihm wieder Macht gegeben.Er ist wie ein Blutekel.Er saugt einem aus...Wahrscheinlich wird es nochmal zu einem Fehlverhalten von mir kommen.Aber Leute ich sag Euch was.Ich bin ausgezogen,ich habe mich getrennt und ich werde auch noch diesen kleinen Schritt packen mich mit ihm gar nicht mehr zu beschäftigen.Ich werde lernen ihn zuverabscheuen für all das Leid das er über meine Familie gebracht hat.Rückschläge gehören dazu.Ich beobachte mich aber jetzt viel besser damit ich erst gar keinen Fehler mehr mache.Und wißt ihr was?Soll er doch denken was er will.Ja ich habe mit ihm geredet und ja ich wünschte mir nichts sehnlicheres als diesen Mann (der brave) an meine Seite zurück.Leider ist er aber eine gespaltete Persöhnlichkeit.In ihm sitz das Monster.Das habe ich erkannt.Ich liebe,liebte? nur die eine Seite von ihm.Die andere die wollte ich nie wahrhaben.Aber ich sehe es ja anhand meiner Bilder.Heute ist ein guter Tag.Ich bin wieder dank Euerer Hilfe ein Stückchen weiter.Morgen hab ich wieder eine Sitzung.Ich halte Euch auf dem laufenden.Der Spruch die Zeit heilt alle Wunden stimmt irgendwie.Mit Abstand und Zeit verblassen manche Gefühle.Nicht alle,aber manche
LG Struwelliesche
 
Zuletzt bearbeitet:
stimmt Nora hat auch Recht und nennt weitere wichtige Aspekte.

Dem mit dem romantizierten weiblichen Liebesbegriff kann ich auch nur zustimmen...auch son Dings der patriarchalen Frauensozialisation...ätz...Frau opfert sich auf dem Altar der Liebe und son Zeugs..buäähh

Aber das mit dem zu sehr emotional involviert sein kann man sich auch ein wenig abgewöhnen..und sollte das auch manchmal in Situationen die halt Herz- und Verstandesleistung erfordern.
Klassische Zuordnung ist ja: Frau ist gefühlsbetont und Mann eher verstandesbetont. Aber Frau hat auch Verstand und kann BEIDES sein..sowohl gefühls- als auch verstandesmäßig fit bei der SAche..wenn man es sich zur Gewohnheit macht seine Emotionen in den Griff zu kriegen und den Verstand beizeiten mit einzuschalten. Wozu hat man das Dings Mädels? Wäre ne Verschwendung der evolutionären Grundausstattung JEDES Menschen darauf zu verzichten.
An sich kann man sehr gut hin und herzappen zwischen emotionaler Tiefe und auch Verstandestiefe...die Bahnen dafür müssen allerdings im Kopp ein wenig trainiert werden...ne Therapie ist ja ne gute Übung dazu....hier lernt man ja zu reflektieren, was ja nix anderes bedeutet als seine Emotionen in bewusste Gefühle zu artikulieren und SElbst-Bewusstsein zu entwickeln..die Selbstbeobachtung anzuschmeissen. Sich selber erkennen kann man eh immer mit anderen Leuten zusammen, mit einem Therapeuten zum Beispiel...

Liebes Struwellieschen du solltest dich im Leben wie in der Liebe nicht mit so wenig abspeisen lassen, sondern mehr von einem Partner erwarten als gelegentliche Liebkosungen oder wiedergutmachende Aufmerksamkeiten. Du hast dauerhafte Liebe und Achtung verdient!...drunter sollte bei dir gar nix laufen! Lieber mit nem Vibrator in die Kiste steigen als mit nem Typen, der einen nicht achtet, also eher pervers liebt. Mir wäre mein Hintern und der Rest der da noch dran hängt echt zu schade für einen Typen der mich mies behandelt und geschlagen hätte.
Ich habe einmal in meiner Kindheit einen gewalttätigen Mann erlebt..an sich auch ne Frau...meine Mutter hatte es auch gut drauf mit nem Kochlöffel zuzuschlagen...ziemlich schräge SAche war das..aber ich hab mir halt damals geschworen: sowas kommt mir NIE wieder in meine Nähe...An sich haben die damaligen Hiebe meine Beobachtungsgabe sehr gut geschärft sodass ich bei meiner späteren Freundes- und Partnerwahl nie fehlgegriffen habe..ich hab mich da von meiner quasi wachgerüttelten inneren Intuition leiten lassen und bin bis heute ganz gut damit gefahren.

Ich denke du kannst auch dahin kommen..ich trau dir das zu, du solltest es dir auch zutrauen und drauf hinarbeiten. Ich hab mich damals auch ziemlich intensiv mit dem Thema Gewalt auseinandergesetzt...sehr viel gelesen, auch mit Freunden diskutiert oder in der Uni..das ist son Faden, der in meinem Leben immer mit eingewebt gewesen ist und es wohl auch bleiben wird..denn an sich begegnet einem Gewalt immer wieder in allen möglichen Formen im Leben.
Vor Jahren habe ich psychische Gewalt seitens eines Amtes erlebt...ich war damals für 1 Jahr lang schwer krank und musste Sozialhilfe beziehen und in der Zeit richtig um meine Rechte kämpfen..hatte auch ERfolg dabei mit etlichen Widersprüchen, Klagen oder auch Dienstaufsichtsbeschwerden und habe darüber hin genau das kennengelernt, was Focault oder andere Soziologen als institutionalisierte Gewalt bezeichnen würden. An sich helfen hier auch dieselben Strategien wie bei Gewalt in der family..sachlich bleiben, hart durchgreifen und sich effektiv zur Wehr setzen..und dann zusehen, dass man da weg kommt...

Ein Mensch ist immer Vieles, kann viele verschiedene Eigenschaften in sich vereinen..und erst im Laufe der Zeit kommen einige der weniger schönen Eigenschaften zum Vorschein. Dann sollte man die Augen nicht davor verschließen, sondern sich selber zuliebe ganz genau hinschauen und urteilen ob einem das gefällt oder nicht und entsprechende Konsequenzen aus diesem Urteil fällen. Im Falle körperlicher Gewalt gibt es für mich an sich nur eine Konsequenz: direkte Gegenwehr..heute bin ich soweit, dass ich eine aggressive Handlung recht spontan und effektiv abblocken kann...und in einer Partnerschaft die Konsequenz, dass diese beendet wäre, wenn der Partner wiederholt gewaltbereit auftritt.

Weiterhin alles Gute! Kopf hoch, du packst es!
LG
Tyra
 
Ja,
ich habe nun alles durchgelesen!
Mir ist es auchshcon so gegangen!
Es ist furchtbar!

Wenn es von Dir aus wahre Liebe war oder ist, dann komst du nicht so schnell davon weg, das ist klar.
Die Seele hat sich zu sehr an ihn gewöhnt, schließlich 3 Jahre lang! Das will was heißen.

Nun einfach Abbruch? Ein Bruch!
Das tut weh!
Nun überlege Dir, ob er es überhaupt wert ist. Hat er Dich im selben Maße geliebt?

War es nur ein Irrtum von Dir?

Dann mache di eoben beschrieben Liste mit Neagiv- und Positivurteilen!
Das hilf bestimmt ungemein!

Und wie oben beschrieben, Du hast schon eine Menge von dieser seelischen Abhängigkeit abgearbeitet und mach Dir dieses nicht wieder zu nichte.
Sei stolz drauf!
 
Ein Mensch, der sich sehr schlecht benahm,
spürt zwar in tiefster Seele Scham.
Jedoch, sofern er kein Gerechter,
benimmt er fortan sich noch schlechter,
weil du für seine falsche List
ein wenn auch stummer Vorwurf bist.
Dies ist der Grundsatz dem er huldigt:
"Es klagt sich an, wer sich entschuldigt!"
Auch ist ihm dieser Wahlspruch lieb:
"Die beste Abwehr ist der Hieb!"
Und, da er sich einmal beleidigt,
bleibt ihm nur, dass er sich verteidigt,
indem er, sich in dir betrachtend,
in dir sein Spiegelbild verachtend,
dasselbe zielbewußt verrucht
endgültig zu zertrümmern sucht.

Eugen Roth, deutscher Lyriker (1895-1976)

Ich fand das klasse....
LG Struwelliesche
 
Ja, genauso ist es wohl...

Jedoch ist es trotz alledem nicht zu untershcätzen, dass die Gewalt erkannt wird.

Blutig schlagen ist eine Sache, aber es gibt ja nich die psychische Gewalt.

Ich denke, viele Frauen sind so in dem romantischen Liebesbegriff verhaftet, dass sie viel zu viel akzeptieren. Jetzt wo ich aufgewacht bin, sehe ich die Beziehung meiner Eltern, meiner Tanten sowie die einer Bekannten in ganz anderem Licht.

Leider habe ich diese Leute bis dato als Ratgeber und Wegweiser genutzt. BÄH, tollll.

Ich habe überhaupt keine Ich-Stärke, wie son Blättlein im Wind. Jedem Mensch mehr geglaubt wie mir selber. Das war der Untergang.

Ich habe seit meiner Zeit in der Hotelfachschule keine richtigen, echten Freunde mehr gehabt. Seit ich Mutter bin, habe ich nur Blutegel, psychos(s.o.), Ausnutzer, kennengelernt. Also, wieso hab ich mich so verändert
oder ist im Mami Umfeld nur der Schrott zu finden?

Alice
 
He Alice fall nicht zurück!Blick nach vorne,so wie Du es zu mir auch immer sagst.Psychische Gewalt ist auch Gewalt und man kann auch da in einen gefährlichen Strudel geraten.Du mußt mehr an Dich glauben:Schau doch was Du alles schon erreicht hast.Du hast zwei Kids,ich hoffe gesund,Du hast Dich getrennt,hast eine Ausbildung absolviert was nicht jeder hat.Ich glaube Du hast Dich eher positiv durch all den scheiß verändert.Heute erkennst Du diese Blender.Du hast so viel ÜBERLEBT und redest nun davon das Du keine Stärke in Dir hättest.Nee,nee Alice da werde ich Dir nicht zustimmen.Für mich zeigst Du sehr viel Stärke...
Es wird auch wieder die Sonne scheinen.Laß die Trauer ruhig zu weine mal.Du wirst sehen morgen sieht der Tag schon wieder ganz anders aus.Ich verspreche es Dir.
Laß Dich drücken,ich glaub an Dich
LG Struwell
 
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