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Wäre es unverantwortlich, als EU--Rentner Kinder in die Welt zu setzen?

  • Starter*in Starter*in combattant
  • Datum Start Datum Start
Ich würde Kindern das Gründeln am Existenzminimum nicht zumuten wollen.

Wenn beide nicht mehr arbeiten können, dann kann es schon mal schwierig werden sich den ganzen Tag, Tagein Tagaus, zu ertragen. + das Spardiktat. Damit fängt es doch schon.
Kann damit leicht passieren, dass man sich gegenseitig arg auf den Keks geht, einfach weil die Wohnung zu klein ist. Das alles dann auch noch mit Kindern? 😕

Selbst wenn es harmoniert, lebt man in gewisser weise wie in (s)einem sozialen Vakuum. Besonderst wenn man Kontaktschwierigkeiten hat. Wobei spart man denn als erstes? Man geht nicht mehr ins Kino. Kulturelles kostet nun mal. Du siehst doch an Dir, dass man wie isoliert lebt. Mehr Kohle, mehr Teilhabe.

Außerdem wird man nicht mal ebenso EU-Rentner. Wenn man nichts dazu verdienen kann, muss man den Gürtel noch enger schnallen, um den Kids wenigstes etwas mehr bieten zu können als das relative Minimum.

Du sagst selbst, Du würdest für Deine Partnerin alles tun. Dann aber auch für die Kinder. Das denke ich von Dir. Aber warum Du nicht jetzt schon alles tust, im Sinne einer Vorsorge, dass ist die Preisfrage. Überleg doch mal. Morgen läuft Dir das Glück über den Weg, und plötzlich geht alles? Auch ein Job?😕

Um sich den Kinderwunsch zu erfüllen, braucht es doch ein tragfähiges finanzielles Fundament, mit dem man möglichst langfristig planen kann. Mit nur halber Kraft (nur einer arbeitet) ist das schon schwierig genug. Alleine eine bezahlbare Wohnung mit passende Infrastruktur zu finden, ist heutzutage wie ein 6er im Lotto.
Ein Kind kostet Unmengen, ca. 130.000€ -> Was kostet ein Kind?

---

Aber es geht dennoch. Ich will hier nicht zu schwarz malen. Aber das ist eben von den Fähigkeiten der Eltern abhängig. Dieses Alles tun wolllen, dass ist dann für die Eltern wörtlich gemeint.
Und nun stell Dir vor, Du würdest dem Tipp folgen, und Dir eine blinde Frau suchen! Oder einer von beiden wird schwer krank!
Dann kann man sich nicht hinstellen und sagen... DASS kann ich nicht.

Davon abgesehen glaube ich nicht das man Dir das alles großartig erklären muss, was dann passiert. Bedenken sollte man das schon. Thema Verantwortung übernehmen.

Bist Du denn für immer verrentet worden? Oder zeitlich begrenzt?
 
Unverantwortlich - wem gegenüber ?

Ich kenne Kids mit psychisch kranken Eltern, die haben viel am Hut, weil die ja lernen müssen mit ihren Eltern so umzugehen, wie es die psychische Erkranlung erfordert.


Aber das die jetzt alle Grundsicherungsempfänger werden - das wage ich mal zu bezweifeln.

Wenn Du dem Kind was bieten willst, wer hält Dich ab ?

Wenn die 130.000 Tacken da sind , also fürs Kind, ist das noch lange kein Garant dafür, das es gut geht, dann ist nämlich nur einer von vielen Faktoren nahezu problemfrei.

Von daher - wem gegenüber unverantwortlich ???
 
Würde ich in einer solchen Situation stecken, würde ich mich ganz klar gegen Kinder entscheiden. Nicht nur, weil ich meinen Kindern etwas bieten möchte, sondern auch mir selbst. Und damit meine ich nicht unbedingt einen Urlaub im Luxushotel, sondern beispielsweise die Möglichkeit zu haben, mir direkt eine neue Waschmaschine zu kaufen, falls die alte mal kaputt geht. Sicher, durch Geld ist man nicht immer 100% abgesichert und es kann immer mal etwas Unvorhergesehenes passieren. Doch sofern ich bei meinem jetzigen Lebensstandard kein Kind unterhalten könnte und gewaltig zurückschrauben müsste, würde ich definitiv keines bekommen.

Was andere Leute betrifft: Darüber möchte ich mir kein direktes Urteil erlauben. Sofern man sein Kind "gut großziehen" kann und dieses nicht leiden muss, dann sehe ich kein Problem, aber mir ginge es in solchen Fällen eben auch um mich.
 
Jetzt nehmen wir mal an, das wohlmöglich beide Elternteile Grundsicherung oder ähnliches beziehen, wäre es dann falsch, Kinder in die Welt zu setzen?

Jetzt kehre ich zu Deinem Anfangspost zurück. Ich finde nicht! Ein Baby haben zu wollen liegt in uns wie stein in Meer. Jeder, ob behindert, arm oder reich hat recht ein Kind zu wollen und zu bekommen. Oder sollen das jetzt nur ganz gesunde (wer ist das denn schon heutzutage, außerdem, kann jedezeit jeden mal erwischen, was Gesundheit betrift- zack- Unteruchung- Krebs- Tot- 3 Kinder mit der Witwe...tja...) und wohlhabende das Recht haben auf einen Baby? Wo kämen wir hin wenn wir gingen...
 
Ich weiß, es ist für einige Menschen nicht so leicht vorstellbar, aber es gibt auch erwerbsfähige Menschen, die ziemlich arm sind (finanziell) und erwerbsunfähige Menschen, die eher viel Geld haben.

Irgendwo in einem anderen Thread hier im Forum schrieb jemand, der berufsunfähig ist und über 2000 Euro netto im Monat hat. Ich weiß nicht, was ihn, wenn er dazu in der Lage ist, daran hindern sollte, Kinder großzuziehen.

Darüber hinaus gibt es auch Erben, die erwerbsunfähig sind und beispielsweise von Mieteinnahmen leben. Oder es gibt Pensionäre, die noch mal Vater werden im hohen Alter und eher nicht normal erwerbsfähig sind. Inwieweit soll es für diese Menschen unverantwortlich sein , Kinder in die Welt zu setzen, wenn sie fit genug sind, sich um diese zu kümmern?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei alle Liebe! Es geht doch nicht immer um den rollenden Groschen... Meine Eltern haben mir auch immer gesagt: was willst Du? Hast Kelidung am Leib, Essen im Magen, Dach über den Kopf, gehst zu englisch-musik-sportschule, also?
Was sie mir aber nicht gaben war die Liebe und Zuneigung. Und das hat mit dicken oder dünnem Geldbörserl nicht zutun..
 
Unverantwortlich - wem gegenüber ?

Ich kenne Kids mit psychisch kranken Eltern, die haben viel am Hut, weil die ja lernen müssen mit ihren Eltern so umzugehen, wie es die psychische Erkranlung erfordert.


Aber das die jetzt alle Grundsicherungsempfänger werden - das wage ich mal zu bezweifeln.

Wenn Du dem Kind was bieten willst, wer hält Dich ab ?

Wenn die 130.000 Tacken da sind , also fürs Kind, ist das noch lange kein Garant dafür, das es gut geht, dann ist nämlich nur einer von vielen Faktoren nahezu problemfrei.

Von daher - wem gegenüber unverantwortlich ???

Naja, ich gehe einfach davon aus, dass Kinder halt finanziell was geboten haben möchten und dass halt darunter leiden würden, wenn sie mit den anderen nicht mithalten können und ausgegrenzt werden.

Um sie auf das Leben vorzubereiten, das kann ich sehr wohl und da stehe ich normalen Leuten in nix nach.
 
Warum nicht erstmal den/die Partner/in finden?

Davon hängt doch vieles ab.

1. Ist der Partner auch für Kinder?
2. Was verdient der Partner?
3. Welche sonstiges Voraussetzungen gibt es (Großeltern, sonst. familiäres Umfeld etc.)

Warum unterhalten wir uns über Armut wenn der künftige Partner u.U. fett verdient?

Der Partner wird auch eine Meinung zum Thema haben. Vielleicht will er Kinder aber eben nicht in seiner finanziellen Lage. Vielleicht will er 1 Kind, 2 Kinder oder sonstwie viele.

Die Entscheidung ein Kind zu kriegen und wie bzw. ob man sich darum kümmern kann, ist doch immer eine gemeinsame und deswegen einer einzelnen fragenden Person kaum zu beantworten.
 

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