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Von zu Hause weg....

Vxnxssx

Mitglied
Hallo,

Zu erst einmal danke an alle, die sich mit meinem Problem befassen und mir helfen!
Dann kurz zu mir: Ich bin Vanessa, 18 Jahre und wurde mit Borderline und Depressionen diagnostiziert.
Diese Diagnose ist auch wichtig, wenn es um meine Familie geht.

Mein Problem: Zu hause ist es nicht mehr auszuhalten. Wenn ich weiß, dass ich nach Hause muss, habe ich schlechte Laune. Ich wünschte das wäre anders. Ich fühle mich schon längere Zeit ziemlich unwohl. Meine Mama ist alleinverdienerin in unserem Haushalt. Mein Papa ist immer mal wieder krank, wahrscheinlich Osteoporose und jedes Jahr Polypen im Darm die entfernt werden müssen, dazu Bluthochdruck. Er ist arbeitslos. Allerdings ist er das nicht nur aufgrund seiner Einschränkung, er ist einfach nur ziemlich faul. Nach Abzug aller Kosten haben wir in etwa 800€ zum Leben, schon alleine das Essen jede Woche kostet um die 150€ für 4 Personen. Meine Eltern sind außerdem hoch verschuldet. Sie bezahlen jeden Monat 100€ ca auch noch an Schulden ab.

Aufgrund des Geldmangels leben wir mit 4 Personen auf ziemlich engen Raum, 3-Zimmer-Wohnung. Meine Eltern schlafen im Wohnzimmer. Bis jetzt nichts allzu weltbewegendes, da viele in so einer Situation leben, aber schon allein das ist belastend.

Meine Eltern, gerade mein Vater, können nicht mit Geld umgehen. Um zusätzlich etwas in der Kasse zu haben trödelt meine Mutter mit mir. Sie hat so ziemlich keinen freien Tag mehr und sorgt sich, wie wir etwas zu essen im Kühlschrank haben, da mein Vater von dem Geld lieber Marihuana konsumiert. Aber das tun sie alle 3. Meine Mutter, mein Vater und mein Bruder. Seit 4 Monaten haben wir am Ende des Monats nichts mehr zu essen im Kühlschrank. Ich kann teils nicht zur Schule, da wir kein Geld für den Bus in der Tasche haben.

Es ist ziemlich viel. Meine Eltern wissen auch nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. 2016 war ich im Krankenhaus nachdem ich versucht habe mich mit einer Überdosis Schlaftabletten zu erlösen, das ist (zum Glück) nach hinten losgegangen. 2017 habe ich mich in eine Klinik einweisen lassen. ich bin in therapeutische Behandlung und meine Eltern wissen dies auch. Aber gerade mit meiner Mutter kann ich nicht wirklich drüber reden, was meine Probleme betrifft. Sie tut vieles einfach ab und ich fühle mich nicht ernst genommen, manchmal spricht sie auch aus, dass sie mir gewisse sachen nicht glaubt oder verurteilt mein Verhalten, weil jemand mit einer Psychischen Krankheit oder einem traumatischen Ereignis würde sich nicht so verhalten, kleiden, etc, wie ich es tue.

Zu Hause sieht es auch fast immer aus wie sau, einmal die Woche ist es eventuell mal sauber. Auch wenn mein Vater zu Hause ist, tut er nichts außer kiffen und zocken und mir platzt langsam echt die Krawatte. Ich habe kein Geld, dass ich für mich ausgeben kann. Ich kann noch nicht einmal arbeiten, da aufgrund der Faulheit meines Vaters, das Arbeitsamt alles Geld dass noch zusätzlich reinflattert, abgezogen wird.

Zusammen mit meiner Psychologin sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ich am besten ausziehen sollte, aber wie? Ich habe kein einkommen. Mein Freund ist ebenso in der Ausbildung, wäre aber bereit mit mir zusammen zu ziehen, wenn er diese geschafft hat. Ich möchte wirklcih ausziehen, aber ohne das Jugendamt zu involvieren. Ich möchte auch in keine Wohngruppe oder Frauenheim, 2 meiner Freunde wohnen in einer Wohngruppe und finden es schrecklich. Ich möchte gerne in eine eigene Wohnung ziehen, aber geht das als Schülerin und ohne Job? Sobald ich eine Wohnung habe möchte ich zusätzlich einen 450€ Job annehmen.

Wenn ich ausziehe, wie erkläre ich das am besten meinen Eltern?

Meine Fragen nochmal zusammengefasst:
Wie kann ich von zu Hause weg, ohne einen Job zu haben?
Gibt es eine Möglichkeit, das ohne Jugendamt zu regeln?
Kann ich einfach in eine Wohnung ziehen, oder muss ich in eine Wohngruppe?
Welche Möglichkeiten der unterstützung hab ich?
Wie erkläre ich meinen Eltern, dass ich ausziehen möcht?

Vielen Lieben Dank für's Lesen uns helfen <3
 

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Catley

Gast
Du musst nicht zwangsläufig nach Hause zurück, aber so, wie du klingst, schaffst du es wohl auch noch nicht alleine (KEIN Werturteil!).

Es gibt betreutes Wohnen - läuft über den für dich zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst. So eine Art WG, die unter der Obhut eines Sozi-Arbeiters steht.

Könntest du dir so etwas vorstellen?
 

Andreas900

Namhaftes Mitglied
Die einfachste Art von zuhause weg zu kommen, ist ein Job. Wenn du finanziell auf festen Füßen stehst, kannst du natürlich dein Leben mitsamt eigener Wohnung gestalten.

Mit 18 kannst du aber auch zum Amt gehen und Antrag auf Hartz 4 stellen. Wenn du glaubhaft machst, dass du eine eigene Unterkunft brauchst und deine Eltern dich nicht unterstützen können, finanziert das Amt sogar einem erst 18 Jährigen seine Bleibe.

In deiner seelischen Verfassung würde ich aber auch eher in Richtung pencils Vorschlag gehen und betreutes Wohnen oder eine WG suchen. Alleine Wohnen kann auch depressiv machen, vor allem wenn man wirklich viel alleine ist und keinen Job oder viele soziale Kontakte hat.
 

Vxnxssx

Mitglied
Könntest du dir so etwas vorstellen?
Naja, eher weniger, also ich sag mal so, meine psychische Verfassung ist ziemlich gut und alleine wohnen würde ich ja auch nicht, weil wenn ich es schaffe auszuziehen, würde mein Freund mit mir ziehen (wir sind 2 jahre zusammen). Die Bedingung ist halt nur, dass ich den anfang mache und eine Wohnung finde. Er würde mich unterstützen
 

Ylana

Mitglied
Ich würde dir raten zum Anwalt zu gehen. Hole dir einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht in deiner Stadt (kostenlos). Wenn du damit zum Anwalt (am besten Fachanwalt Familienrecht) gehst kostet der Spaß 15€ (Anwalt kann auf das Geld verzichten - muss es aber nicht).

Oder du gehst zum Jobcenter (kann jedoch sein dass die dich auch zum Anwalt schicken).
 

hpweyer

Mitglied
Mein Freund ist 21, er ist jetzt gerade in seiner Abschlussprüfung zum Gesellen in einer Schreinerei. Er verdient auch Geld
Dann würde ich Dir wirklich raten abzuwarten bis Dein Freund die Ausbildung beendet und einen Anstellungsvertrag hat. Da Ihr beide unter 25 Jahren alt seid wird das Jobcenter einem Auszug in der Regel nicht zustimmen. Da wird auch der Fachanwalt nichts anderes sagen können.
Eure Chance besteht darin, dass Dein Freund nach der Ausbildung eine Wohnung anmietet und Du dann zu ihm ziehst. Dann kann auch das Jobcenter dem nicht widersprechen und muss Deinen Teil der Mietkosten übernehmen.
Würde Dein Freund denn nach der Ausbildung übernommen oder hat er schon eine neue Stelle in Aussicht?
 

Vxnxssx

Mitglied
Erstmal Danke Ylana! Ich werde es mal auf diesen Weg versuchen.

Desweiteren: Ja, mein Freund wird in seinem Betrieb übernommen, d.h er hat einen festen Job.
Und wieso genau würde dem Jobenter dem Auszug zustimmen, wenn er eine Wohnung hat und ich zu ihm ziehen würde; aber nicht, wenn ich eine eigene suche?
 

hpweyer

Mitglied
Kurze Antwort: weil auch das Jobcenter niemanden verweigern darf in eine Beziehung zu ziehen.
Andersrum darf jungen Hartz4-Empfängern unter 25 Jahren der Auszug aus dem Elternhaus versagt werden.
 

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