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Von Firma verarscht

K

koelner

Gast
Hallo
also ich habe eine Mail bekommen gestern( um ca. 16:00) wonach ich mich heute am 22.01.05 um eine Stelle als Call Center Agent bei der Fa. xy melden sollte, um einen Vorstellungstermin zu vereinbaren.
Nach meinem Anruf dort teilte man mir mit, dass die Stelle schon vergeben sei, für wie blöde halten die eigentlich die Leute, die sich voller Hoffnung morgens um 09:00 ans Tel setzen, und dann nur zu hören bekommen die Stelle sei besetzt worden. ( Habe ich dem Typ gesagt)
Das ist doch wirklich eine Verarschung des Bewerbers.
Die wissen anscheinend selber über ihren Laden nicht bescheid, wer dort die Leute einstellt oder nicht!
So langsam verliert man wirklich den Glauben an ernstgemeinte Stellenangebote von Zeitarbeitsfirmen.
 
Zeitarbeitsfirmen vermitteln dich, verdienen einen Haufen Geld an dir und speisen dich mit einem Hungerlohn ab. Sowas ist eben in dieser Gesellschaftsordnung, die zweifellos menschenfeindlich ist, erlaubt.

Also sollte man auch nichts besonderes erwarten.

Du wirst von denen verarscht, du wirst von "normalen" Firmen verarscht und ausgebeutet, falls du Arbeit hast, und du wirst vom Staat verarscht.

So einfach ist das. Leider.

Ich hab zu meinem Chef gesagt, er braucht nicht erwarten, daß ich an Tagen, die ich ohne Bezahlung für die Firma arbeite, auch noch pünktlich komme.
Er fiel aus allen Wolken.

Der Mensch ist nur noch Kostenfaktor. Von Verantwortung der Firma dem Mitarbeiter gegenüber, durch den sie ja nur existiert, kann schon lange keine Rede mehr sein.

Hurra Deutschland!!!
 
Tschuldige mal,

nur weil Du frustriert bist, heisst das doch noch lange nicht, dass alle Firmen ihre Mitarbeiter ausbeuten!

Und wer sagt, dass eine Firma eine "soziale Verantwortung" hat? Du verrichtest eine Arbeit und bekommst dafür Geld - mehr nicht!

Wenn Du eine Firma hättest, würdest DU es auch nicht anders machen

Ganz einfach!
 
Oh doch, das würde ich.

Wenn ich jemandem Arbeit gebe, ist er in gewisser Weise von mir abhängig. Das drängt mich in eine Verantwortung. Ihm und seiner Familie gegenüber.

Sich dieser entziehen zu wollen, und der eigenen Habgier und Herrschsucht genüge zu tun, ist zwar weit verbreitet, zeugt aber von wenig Menschlichkeit und eben wenig Verantwortungsbewußtsein.

Und wer dieses hat, wird mir zustimmen.
 
GZS meinte:
Tschuldige mal,

Und wer sagt, dass eine Firma eine "soziale Verantwortung" hat? Du verrichtest eine Arbeit und bekommst dafür Geld - mehr nicht!

Ganz einfach!

Genau diese Einstellung ist das, was heute hier alles kaputt macht.
 
Also mir macht diese Einstellung nichts kaputt. Im Gegenteil, sie hilft mir auf dem Boden zu bleiben.

Ich arbeite und bekomme Geld - nicht mehr und nicht weniger. Und wenn sich mein Chef ein fettes Auto leistet, anstatt mir mehr Geld zu bezahlen, dann soll er das tun. Dafür kann ich nachts ruhig schlafen - ER kann das nicht!

Allerdings arbeite ich auch in einer sehr guten Firma und bin nebenbei noch selbstständig, was meine Abhängigkeit vom Arbeitgeber doch etwas lockert.

Klar gibt´s auch Firmen, die ihre Angestellten richtig ausbeuten, aber die sind in der Unterzahl.

Die meisten Firmen müssen heutzutage hart kämpfen um zu überleben. Da rückt die "solziale Verantwortung" gegenüber Einzelnen recht schnell in den Hintergrund. Ob das gut ist oder schlecht, bleibe dahingestellt.

Gerhard
 
Da sollten sich die Firmen aber bitteschön auch mal fragen, warum sie denn um´s Überleben kämpfen. Weil sie ( in trauter Zusammenarbeit mit der Politik ) nun eben gerade ihren Kunden das Geld weggenommen haben. Seit bald 10 Jahren wird in diesem Land an allem gespart, Löhne gekürzt, Weihnachts-und Urlaubsgelder gestrichen und die Arbeitszeiten hochgesetzt. Und jetzt wundern sich die ( nein, nicht alle ) Unternehmen, daß niemand mehr bei ihnen was kauft.
 
mikenull meinte:
Da sollten sich die Firmen aber bitteschön auch mal fragen, warum sie denn um´s Überleben kämpfen. Weil sie ( in trauter Zusammenarbeit mit der Politik ) nun eben gerade ihren Kunden das Geld weggenommen haben. Seit bald 10 Jahren wird in diesem Land an allem gespart, Löhne gekürzt, Weihnachts-und Urlaubsgelder gestrichen und die Arbeitszeiten hochgesetzt. Und jetzt wundern sich die ( nein, nicht alle ) Unternehmen, daß niemand mehr bei ihnen was kauft.

Richtig, da immer mehr Kaufkraft entzogen wird.

Wie sagte der alte Henry Ford mal zu seinen Managern, als die die Löhne kürzen wollten: Autos kaufen keine Autos!

Das geht hier mittlerweile alles vergessen.
 
Da müsst Ihr aber auch die andere Seite sehen.

WER kauft denn die chinesische Billigware?

WER will denn alles immer billig haben? (Geiz ist doch geil, oder?)

WER beschäftigt denn lieber den polnischen Handwerker als den Deutschen?

Wir hier in Deutschland wollen alles billigst kaufen, dabei aber wie die Könige verdienen. Das geht aber nicht. Und daran ist weder "die Politik" schuld noch "die Unternehmen". Das Problem ist hausgemacht.

Und wenn dann keiner mehr die deutschen Produkte kauft und die Unternehmen deshalb Leute entlassen oder Löhne kürzen, dann wird geschrien.

Gerhard
 

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