Struwwelpeter
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Diese Menschen haben alle Eltern.
Man kann nicht zwingend davon ausgehen, dass das alles nur schlechte Eltern waren, bei denen man sagt, das war ja nun kein Wunder und der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.
Von dieser "Hinterhältigkeitsgeschichte" habe ich auch erst kürzlich erfahren.
Der Sohn hat einem anderen Menschen körperlichen und psychischen Schaden zugefüggt.
Die Eltern haben es weder mir, noch sonstwem erzählt, weil sie ihren Sohn schützen und verhindern wollten, dass ihm diese Tat ewig anhaftet.
Viele sind hier sicherlich der Meinung, der arme Junge kann nichts dafür. Die Eltern haben ihn durch ihre Erziehung zum Kriminellen gemacht.
Aber wenn grundsätzlich immer die Eltern für das Fehlverhalten ihrer Kinder verantwortlich sind, müsste sich die Schuldursache ja wie ein roter Faden durch die Stammbäume ziehen und von Generation zu Genaration weitergetragen werden.
Schließlich sind Eltern nicht nur Eltern. Sie sind gleichzeitig die Kinder ihrer eigenen Eltern.
Vielleicht ist dieser Sohn trotz aller Bemühungen einfach kein besonders anständiger Mensch geworden.
So wird es sein und deshalb halte ich dieses ständige Inschutznehmen des Sohnes für unangebracht.
Aus der Sicht einiger sind die Kinder grundsätzlich die Opfer und die Eltern immer die Bösen.
Ein Kind wird nicht nur von seinen Eltern geprägt und beeinflusst, sondern auch von anderen Menschen, mit denen es im Laufe seines Lebens zu tun hat.
Und es kommt nun mal eben auch vor, dass jemand "einfach so" kein ansgtändiger Mensch geworden ist.
Und, ja, grundsätzlich halte ich diese Option genauso für möglich wie die Variante, dass die Familienverhältnisse vielleicht doch nicht ganz so unkompliziert sind wie hier dargestellt und der Sohn Gründe hat sich so zu verhalten wie er es tut. Das betrügerische Verhalten, was zuletzt angedeutet wurde, kann ich allerdings so gar nicht einschätzen, dafür bleiben die Zusammenhänge zu sehr im Dunklen.
Letzendlich kann der beste Therapeut nur Vermutungen anstellen.
Zumindest erscheint es mir sehr logisch, dass der Sohn sich gerade in einem inneren Konflikt befinden könnte.
Indem er seine Eltern dafür verantwortlich macht, dass er so geworden ist, versucht er sich von dieser Verantwortung zu entlasten