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Verzweifelt

M

Müslifrau

Gast
Hallo,
momentan wächst mir einfach alles über den Kopf.Mit meiner Familie habe ich keinen Kontakt mehr. Schwere Kindheit. Später Mobbing in der Schule. Asbildung war ok, aushaltbar. Dann untreuer Partner.Einzige Freundin ausgewandert. Der Kontakt allmählich einseitig und dann schließlich eingeschlafen.Auf der Arbeitsstelle arbeite ich eher separat und habe kaum Kontakt zu den anderen.Dann neuer Partner der sich allmählich dahin entwickelte meinem Vater zu ähneln.Die Trennung war nicht einfach. Dann hatte ich kurzzeitig Kontakt zu meinem Vater,weil er Geld brauchte.^^ Als es nichts gab,gab er zurück dass ich undankbar sei und er besser einmal auf die heiße Herdplatte gew...t hätte.Das hat er mir schon als Kind oft gesagt.
Mittlerweile sind meine Eltern getrennt.Meine Mutter hat den Kontakt nie gesucht.
Neuer,letzter Partner hatte narzisstische Züge.
Hier muss ich sagen,dass ich von meiner Vorgängerin gewarnt wurde,aber ich war so verliebt und hab ihm alles geglaubt.
Auch da, dass sie noch an ihm hängen würde und mich damit aus dem Weg räumen wollte.
Ich hab es geglaubt. Er war im Gegensatz zu den anderen nett, witzig usw.
Jetzt weiß ich was für ein Typ er war und wie hohl ich war.
Bei ihm konnte ich immer nur alles falsch machen,bei ihm war ich genauso falsch wie ich es schon immer war.

Das tat weh und tut jetzt auch noch weh. Und dann kommen mir immer so Erinnerungen hoch oder das mit der Herdplatte.So unerwünscht und das zieht sich durch mein ganzes Leben.Ichfühle michklein und unbedeutend.
Mittlerweile ist alles aus mir raus.Ich hab kein Vertrauen mehr, hab keinen mUt mehr,hab immer das Gefühl nichts zu sagen zu haben, dabei möchte ich,aber das hab ich als Kind shcon früh gelernt. Klappe zu halten. Ist nicht wichtig, was ich zusagen habe.Auch in der Schule war ich immer ganz still.Lehrer sprachen das immer an und meine MUtter tat so,als verstünde sie mich oder auch nicht und sobald wir ausser hörweite waren, sagte sie mir wie recht sie hätten,dass ich dumm sei wenn es sogar die Lehrer sagen würden.

Dumm hat mich auch mein Exfreund genannt.Das hat gesessen. Ich weiß was abläuft, aber ich schaffe es nicht mehr hoch.
Ich bin so unbedeutend und ich denke mir, dass das hier vermutlich nicht mal Jemand liest.
Es hat ja auch keinen nutzen.
Mein Exfreund ist leider beruflich noch präsent bei mir und wir laufen uns ab und zu über den Weg.Innerhalb der Firma, mit den Leuten mit denen ich sporadisch zu tun habe,erzählt er Unwahrheiten über mich. Ich kann das nicht dementieren,nicht stoppen.Wieß auch nicht genau was er sagt. Er erzählt mir, dass es jetzt alle wissen.
Ich versuche stark zu sein,aber es missglückt mir und dann heule ich nur noch.
Wenn wir uns außerhalb begegnen ist er manchmal nett, fast liebevoll und dann plötzlich grob.

Am meisten macht mir aber das Gefühl zu schaffen,dass ich in mir habe. Ich fühle mich dumm und schwach. Manchmal fallen mir die richtigen Worte nicht ein und ich stammel irgendwas zusammen. Wenn er das mitbekommt, lacht er und wenn andere dabei sind,spricht er mit der Mimik. Mittlerweile rede ich kaum noch und ich möchte niemanden belästigen.

Ich bin jetzt schon34 und fühle mich nach wie vor wie ein Kleinkind, dem man alles erklären muss.
Danke fürs lesen.
 

Hallo Müslifrau,

schau mal hier: Verzweifelt. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Hallo,

es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht.

Ich bin so unbedeutend und ich denke mir, dass das hier vermutlich nicht mal Jemand liest.
Es hat ja auch keinen nutzen.

Nein, das ist völlig falsch, Du bist nicht unbedeutend. Das haben sehr dumme Menschen Dir eingeredet, vermutlich seit Deiner schlimmen Kindheit und Dein Exfreund.

Ich bin sicher, dass es Nutzen haben kann, wenn Du etwas in Deinem Leben änderst und Dir therapeutische Hilfe suchst. Alleine ist es schwer, aus so einer Situation rauszukommen zumal man oft nicht weiß, wo man ansetzen soll und was man ändern soll.

Viele Glaubenssätze, die wir über uns haben, wurden uns eingeimpft in unserer Kindheit von oft unfähigen oder grausamen Eltern, die nie hätten Kinder haben dürfen. Aber deshalb sind sie noch lange nicht wahr. Aber es dauert, unterscheiden zu lernen, was Andere einem eingeredet haben und was man wirklich ist. Das rauszufinden ist ein Prozess, der etwas länger dauern kann, den man aber aktiv unterstützen kann.

Ich würde mit Deinem Hausarzt reden, ob er Dir vielleicht was stimmungsaufhellendes verschreibt - vielleicht erstmal pflanzlich. Und ich würde nach einer Therapie suchen.

Du kannst auch Tagebuch schreiben, mal alles rausschreiben, was Dich belastet, was Dir angetan wurde, was Du möchtest und was nicht. Mit dem anfangen, was Du über Dich denkst, ob das wirklich stimmt, von wem die Gedanken kommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist nun einmal so, dass wir als Kinder von Eltern auf die Welt kommen, ohne dass irgendwer deren Eignung vorher überprüfen könnte. Die schlafen miteinander und auf einmal bist du da.

Und ab da bist du dann du. Oft, aber nicht so oft, wie man meinen sollte, bekommen Kinder einen guten Auftakt ins Leben von liebenden Eltern. Du hast da offenkundig die Niete in der Eltern-Lotterie gezogen. Das ist nicht schön. Aber es ist nicht dein Fehler.

Mal ehrlich: Der Satz deines Vaters ist, so verletzend er ist, so entlarvend ist er auch. Er zeigt, was er für ein Mensch ist - und sagt nichts, gar nichts über dich aus.

Ich filtere aus deinem Text mal was ganz anderes raus: Offenkundig hast du Schule und Ausbildung geschafft und arbeitest. Stark! Du magst dich vielleicht dumm fühlen, aber du bist es nicht. Das liest man aus deinem Text sehr klar heraus. Du hattest eine beste Freundin. Auch so eine muss man erstmal finden. Stark! Dass ein Kontakt abreißt, wenn jemand auswandert, das ist einerseits bitter, andererseits aber auch fast schon die Regel. Mir ist das auch passiert, und das obwohl ich vorher darauf geschworen hätte, dass die Freunschaft hält.

Lass dir bitte von niemandem einreden, du seiest wertlos. Halte dich von jedem fern, der das versucht. Therapeutische Hilfe ist eine gute Idee, ein wenig Selbstliebe ist aber niedrigschwelliger. Du solltest dagegen ankämpfen, dir selbst den Wert abzusprechen.

Sätze wie den, dass deinen Text eh keiner liest, solltest du versuchen, nicht zu denken. Und schon gar nicht zu sagen oder zu schreiben. Diese Sätze helfen dir nicht, und sie sind auch falsch.

Hier lesen etliche Leute deinen Text und manche nehmen sich Zeit, dir zu schreiben. Vermutlich wären hier auch welche, die mit dir sprechen würden, vermutlich manche auch sehr gerne, und das nicht, weil hier nur Wohltäter:innen unterwegs sind, sondern weil du ja vielleicht interessant bist, liebenswert, oder sonstwas. Oder alles.
 
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Hier lesen etliche Leute deinen Text und manche nehmen sich Zeit, dir zu schreiben. Vermutlich wären hier auch welche, die mit dir sprechen würden, vermutlich manche auch sehr gerne, und das nicht, weil hier nur Wohltäter:innen unterwegs sind, sondern weil du ja vielleicht interessant bist, liebenswert, oder sonstwas. Oder alles.

👍
 
Es ist schrecklich solche schlimmen und verrückten Eltern gehabt zu haben.
Und sie waren zu dir lieblos, verletzend und abwertend.....dadurch wurdest du in deinem Selbstwertgefühl stark verletzt.
Vermutlich hatten sie selber schreckliche Eltern und viele eigene Probleme gehabt.

Um solch eine Kindheit zu verkraften würde ich mir einen Therapeuten suchen.

Wenn du unter...Psychotherapeuten suchen oder finden und online Therapie ....googelst findest du Listen mit freien Therapie Plätzen.

Wenn du einen sympathischen und lieben Partner finden könntest...würde es dir vermutlich helfen.
 
So unerwünscht und das zieht sich durch mein ganzes Leben.Ichfühle michklein und unbedeutend.
Ich hab kein Vertrauen mehr, hab keinen mUt mehr,hab immer das Gefühl nichts zu sagen zu haben
Ist nicht wichtig, was ich zusagen habe.Auch in der Schule war ich immer ganz still
Ich bin so unbedeutend und ich denke mir, dass das hier vermutlich nicht mal Jemand liest.
Ich fühle mich dumm und schwach.
Ich bin jetzt schon34 und fühle mich nach wie vor wie ein Kleinkind, dem man alles erklären muss.
Liebe Müslifrau, das sind seine Glaubenssätze, die da aus dir sprechen.

Falls du es noch nicht kennst, würde ich dir das Buch von Stefanie Stahl "Das Kind in dir muss Heimat finden" sehr ans Herz legen. Da wird genau diesen Glaubenssätzen auf den Grund gegangen. Wünsche dir alles Gute!
 

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