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Verzweifelt

sweathoney87

Neues Mitglied
Ich habe ein großes Problem, wobei alle um mich herum das nicht verstehen können.
Ich bin verheiratet, habe 2 gesunde Kinder und einen Mann, der mich wirklich liebt.
Eigentlich müsste ich unglaublich glücklich sein, doch das ist leider nicht der Fall, leider.
Den Großteil meines Lebens wurde ich nur ausgegrenzt.
Meine Eltern sind mit mir als ich klein war immer wieder umgezogen, sodass ich keine Freunde hatte und warum auch immer wurde ich schon in der Grundschule mit einem kräftigen Schlag auf den Rücken begrüßt und auch sonst nur ausgegrenzt, sodass ich Angst hatte zur Schule zu gehen.
Ich habe mich die meiste Zeit in meinem Zimmer verkrochen und gefuttert bis ich mit 12 Jahren bereits 75kg auf die Waage brachte. Dies war natürlich für die Anderen nur ein weiterer Grund mich zu hänseln.
Ich vergesse nicht wie man mir einen netten Brief geschrieben hat worin mir mitgeteilt wurde ich solle mich in der Pause woanders hinstellen.
Irgendwann fing ich dann an abzunehmen bis ich kaum mehr als 32kg auf die Waage brachte.
Meine Lehrerin hat dann das Jugendamt informiert und ich wurde zur Zwangsernährung eingewiesen, genau an meinem 16. Geburtstag. Das brachte natürlich nichts. Als ich wieder Zuhause war nahm ich dann ganz schnell wieder ab. Also bin ich die nächsten Jahre noch 3 Mal "weggesperrt" worden.
Ich hatte zwar in dieser Zeit sogar mein Fachabitur und den Führerschein gemacht, doch durch meine Erfahrung aus der Vergangenheit habe ich nie den Mut gefunden mit jemandem näheren Kontakt zu knüpfen, also blieb ich allein. Irgendwann habe ich habe ich dann doch angefangen zuzunehmen. Habe auch angefangen Bewerbungen für eine Ausbildung zu schreiben, wurde auch öfters eingeladen, doch mein Auftreten hat dem ganzen immer einen Strich durch die Rechnung gemacht,bis mein Vater bei seinem Arbeitgeber nachgefragt hat.
Während dieser Zeit habe ich mich bei einer Online-Plattform für Singles angemeldet und so meinen Mann kennengelernt. Ich habe mich durch die Ausbildung gekämpft und diese auch erfolgreich abgeschlossen, trotz, dass ich im letzten Lehrjahr schwanger wurde. Ich habe meine mündliche Abschlussprüfung 2 Wochen nach der Entbindung absolviert.
Am Anfang war ja auch alles ganz schön bis mich die Angst eingeholt hat bald wieder arbeiten gehen zu müssen.
Ich muss dazu sagen, dass ich zwar schulisch meine Ausbildung ganz gut gemeistert habe, doch was das Praktische betraf sehr viel Kritik und sogar Beleidigungen ertragen musste.
Ich wurde 2 Mal so fertig gemacht, dass ich heulend raus gerannt bin.
Ich habe so extrem große Angst davor alles falsch zu machen und von meinen künftigen Kollegen so ausgegrenzt zu werden, dass ich manchmal heulend in der Ecke sitze, weil ich mich auch selbst für meine Schwäche hasse.
Dies führt natürlich auch zu Streit mit meinem Mann, der das nicht verstehen kann.
Was soll ich bloß machen?
 

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LunaLina

Mitglied
Bleib am bestern erstmal ruhig und versuche es locker anzugehen :)
Gehe im Kopf durch was denn das Schlimmste sein könnte was passieren könnte.

Du bist ganz allein und niemand redet mit dir - Gut das bedeutet du kannst in Ruhe arbeiten und Zuhause hast du dann deinen Mann und deine Kinder.
Sie würden dich beleidigen - Du ignorierst es und wenn es nicht aufhört sagst du Ihnen freundlich du gern in Ruhe deine Arbeit erledigen möchtest. Sollten sie dich weiter behindern musst du deinen Vorgesezten in Kenntnis davon setzen (ich weiß so macht man sich keine Freunde, aber ganz ehrlich WER braucht schon Freunde auf der Arbeit?! Und beleidigen geht mal garnicht!)

Abgesehen davon glaube ich nicht, dass einer der beiden Fälle eintreffen wird. Warum auch ?

Geh es locker an, vielleicht macht es ja wirklich Spaß dort.
Verkrampf dich nicht zu sehr und wenn du mal einen blöden Tag hast lass ihn einfach hinter dir.
Jeder macht mal Fehler auf der Arbeit, aber glaubst du ernsthaft deine Vorgesetzen denken da monateland drüber nach ? Am nächsten Tag ist doch ohnehin alles wieder vergessen.

Du hast deinen Mann und deine Kinder auf die du dich täglich freuen kannst :)
Denk immer daran.

Ich wünsche dir viel Erfolg du schaffst das !
 
P

Pierre-Adrian

Gast
[...]Eigentlich müsste ich unglaublich glücklich sein, doch das ist leider nicht der Fall, leider. Den Großteil meines Lebens wurde ich nur ausgegrenzt. [...]
Darin
sehe ich eine (Mit-)Ursache fuer Deine Probleme.
Gluecklich Sein als Sollvorgabe, das schliesst sich praktisch aus. Du bau(te)st Dir eine Umzaeunung fuer Dich selbst. Innerhalb der Du Dich bewegst. Von daher auch Ausgegrenztheitsempfinden. Klar, der Zaun trennt.
Der Zaun, mach ihn Dir greifbar:
Die, Deine eigene, Vorgabe, "unglaublich gluecklich" sein zu sollen.
Reisse sie ein, diese Umzaeunung,
gehe nach draussen, dorthin,
wo Dich die Pflicht zum "Gluecklichsein" nicht mehr festhaelt.
Schaue sie Dir an, die noch ungewohnte Weite. Wandle auf und in frischen Spuren.
 

Wandel

Aktives Mitglied
Probleme aus der Kindheit sind sehr hartnäckig. Ich würde mir einen guten Hypnotherapeuten suchen, der dein Unterbewusstsein wieder gerade biegen kann.
 

anonym*

Mitglied
Hallo,
Ich kann deine Angst sehr gut verstehen. Ich war auch immer sehr unbeliebt und alleine Aber glaube mir wenn du so tust als wärst du stark auch wenn du eigentlich nicht so tun musst. Ich weiß, dass du sehr stark bist und eigentlich keine Angst haben musst. Es ist föllig egal wie man aussieht. Selbst Models sind nicht perfekt. Sei einfach du so wie du bist. Denk nicht darüber nach was andere von dir denken. Ich weiß das ist nicht so leicht wie es klingt aber wenn du so bist wie du bist findest du garantiert Freunde auch auf der Arbeit. Wenn dir das nicht hilft, dann denk dran, deine famile steht immer hinter dir egal was passiert. Also alleine bist du nie und wirst du auch nie sein.
Ganz ganz viel Glück
du schafst das

lg
 

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