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Gast
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Es klingt seltsam, aber ich kann mich einfach nicht mit der Tatsache anfreunden, dass ich mein gesamtes restliches Leben (zumindest bis zur Rente) mit ganztägiger Arbeit verbringen soll. Nun denkt bitte nicht, ich wäre ein 15jähriger Schüler o.ä......habe studiert und bin seit wenigen Jahren berufstätig im Bereich Forschung und Entwicklung. Also auch nicht erst seit gestern, und natürlich musste ich mir auch davor schon hin und wieder etwas dazu verdienen. Es war mein Traumberuf, allerdings hatte ich vor dem Studium noch keine klare Vorstellung davon, wie es sich "in der Praxis" darstellt.
Noch nie hat mir Arbeit Spaß gemacht. Natürlich räumt kein Kind gerne sein Zimmer auf, darum geht es jetzt nicht. Daran gewöhnt man sich, wie ans Zähneputzen. Lernen und Hausarbeiten in Schule und Studium habe ich stets gehasst, obwohl ich trotzdem insgesamt mit dem Studium glücklich war, und dank echten Interesses auch die Leistung stimmte. Doch das Schöne, das ich im Nachhinein erinnere, sind mehr die Menschen, denen ich dort begegnet bin und trotz allem hat man doch viel Freizeit und feiert wahrscheinlich mehr Party als später jemals wieder. Jedwede Praktika leistete ich mit Blick auf den Lebenslauf ab, von Spaß konnte nie die Rede sein. Eigentlich hatte ich nur immer Angst, etwas Falsches zu machen, ein wichtiges Instrument zu zerstören oder mich einfach nur dumm anzustellen. Ich zählte jedesmal die Tage, bis es vorbei war, und fühlte mich nach einem harmlosen 8-Stunden-Tag komplett ausgelaugt. (Das ist auch heute noch nicht anders.)
Seit ich "richtig" arbeite, ist meine Lebensfreudekurve von recht weit oben (Studienabschlussfeier) hin nach ganz unten gewandert, mit einer kleinen Erholung zwischendrin. (Projektende und -wechel - ich arbeite stark in Projekten, die zw. 1/2-max. 5 Jahren angelegt sind, habe bereits einen Projektwechsel hinter mir, das momentane läuft noch ca. 1 Jahr). Meine Fröhlichkeit ist nur noch aufgesetzte Fassade, mein Selbstbewusstsein, das eh nie das größte war, kaum mehr vorhanden, habe merklich zugenommen und ich zähle schon immer halb die Tage bis zum nächsten Feiertag. Am einfachsten ausgedrückt: Ich habe kein Leben mehr.
Jetzt könnte man 1000 Sachen aufzählen, woran es liegen könnte, aber tatsächlich ist es einfach wahrscheinlich die Tatsache, dass ich mich jeden Tag um 6 aus dem Bett quälen muss und Dinge tun muss, von denen ich zwar überzeugt bin, aber mit denen ich nicht meinen ganzen Tag verbringen möchte. Am Abend bin ich zu fertig für alles, am Wochenende komme ich kaum dazu, mich zu erholen, weil ja auch noch Wäsche, Putzen, Einkaufen anfällt. Selbst wenn ich Freunde treffe, möchte ich mich am liebsten mit Koffein und Alkohol "dopen", damit ich einen fröhlichen und aktiven Eindruck erwecke und wenigstens ab und zu ein schönes Erlebnis da ist. Wirkliche Freunde habe ich jedoch seit dem Umzug nach Ende des Studiums nicht mehr gefunden, auch wenn ich mich sehr stark nach einer neuen Beziehung sehne.
Weil ich denke, dass Menschen nur ausgeglichene, fröhliche Menschen sympathisch finden, versuche ich nach außen hin (nicht immer konsequent) den Eindruck zu erwecken. Darum also dieses Forum. In Wirklichkeit geht es mir einfach nur dreckig. Ich weiß nicht, wie ich das noch bis zur Rente aushalten soll. Ich habe das Gefühl, zu ersticken, als ob ich das alles kaum mehr ertragen könnte.
Was wäre mein Traum? Am Liebsten würde ich Teilzeit arbeiten, etwa 20-30 Stunden pro Woche. In meinem Berufsfeld leider absolut unmöglich, für die Anfänger mit wenig Berufserfahrung sowieso! Für einen Wechsel ist es jetzt schon zu spät und mir fällt auch keine Branche ein, in der das ohne Weiteres möglich wäre und man davon leben kann (Lehrer ist nichts für mich). Ich möchte auch Kinder haben und mich aktiv an deren Erziehung beteiligen, aber momentan bin ich von diesem Lebenstraum so weit entfernt wie man nur sein kann!
Habt ihr irgenwelche Vorschläge, wie ich etwas ändern könnte? Wenn so wie jetzt mein künftiges Leben bis zur Rente aussehen soll, dann verzichte ich dankend. Aber die Alternative ist scheinbar nur als Obdachloser unter der Brücke schlafen?! Bin momentan einfach nur verzweifelt ob meines fremdbestimmten Lebens und hätte natürlich schon längst schlafen gehen sollen, da es morgen wieder weitergeht. Wer weiß, ob ich überhaupt noch die Energie besitze, die Woche nochmal ins Forum zu schauen....
Noch nie hat mir Arbeit Spaß gemacht. Natürlich räumt kein Kind gerne sein Zimmer auf, darum geht es jetzt nicht. Daran gewöhnt man sich, wie ans Zähneputzen. Lernen und Hausarbeiten in Schule und Studium habe ich stets gehasst, obwohl ich trotzdem insgesamt mit dem Studium glücklich war, und dank echten Interesses auch die Leistung stimmte. Doch das Schöne, das ich im Nachhinein erinnere, sind mehr die Menschen, denen ich dort begegnet bin und trotz allem hat man doch viel Freizeit und feiert wahrscheinlich mehr Party als später jemals wieder. Jedwede Praktika leistete ich mit Blick auf den Lebenslauf ab, von Spaß konnte nie die Rede sein. Eigentlich hatte ich nur immer Angst, etwas Falsches zu machen, ein wichtiges Instrument zu zerstören oder mich einfach nur dumm anzustellen. Ich zählte jedesmal die Tage, bis es vorbei war, und fühlte mich nach einem harmlosen 8-Stunden-Tag komplett ausgelaugt. (Das ist auch heute noch nicht anders.)
Seit ich "richtig" arbeite, ist meine Lebensfreudekurve von recht weit oben (Studienabschlussfeier) hin nach ganz unten gewandert, mit einer kleinen Erholung zwischendrin. (Projektende und -wechel - ich arbeite stark in Projekten, die zw. 1/2-max. 5 Jahren angelegt sind, habe bereits einen Projektwechsel hinter mir, das momentane läuft noch ca. 1 Jahr). Meine Fröhlichkeit ist nur noch aufgesetzte Fassade, mein Selbstbewusstsein, das eh nie das größte war, kaum mehr vorhanden, habe merklich zugenommen und ich zähle schon immer halb die Tage bis zum nächsten Feiertag. Am einfachsten ausgedrückt: Ich habe kein Leben mehr.
Jetzt könnte man 1000 Sachen aufzählen, woran es liegen könnte, aber tatsächlich ist es einfach wahrscheinlich die Tatsache, dass ich mich jeden Tag um 6 aus dem Bett quälen muss und Dinge tun muss, von denen ich zwar überzeugt bin, aber mit denen ich nicht meinen ganzen Tag verbringen möchte. Am Abend bin ich zu fertig für alles, am Wochenende komme ich kaum dazu, mich zu erholen, weil ja auch noch Wäsche, Putzen, Einkaufen anfällt. Selbst wenn ich Freunde treffe, möchte ich mich am liebsten mit Koffein und Alkohol "dopen", damit ich einen fröhlichen und aktiven Eindruck erwecke und wenigstens ab und zu ein schönes Erlebnis da ist. Wirkliche Freunde habe ich jedoch seit dem Umzug nach Ende des Studiums nicht mehr gefunden, auch wenn ich mich sehr stark nach einer neuen Beziehung sehne.
Weil ich denke, dass Menschen nur ausgeglichene, fröhliche Menschen sympathisch finden, versuche ich nach außen hin (nicht immer konsequent) den Eindruck zu erwecken. Darum also dieses Forum. In Wirklichkeit geht es mir einfach nur dreckig. Ich weiß nicht, wie ich das noch bis zur Rente aushalten soll. Ich habe das Gefühl, zu ersticken, als ob ich das alles kaum mehr ertragen könnte.
Was wäre mein Traum? Am Liebsten würde ich Teilzeit arbeiten, etwa 20-30 Stunden pro Woche. In meinem Berufsfeld leider absolut unmöglich, für die Anfänger mit wenig Berufserfahrung sowieso! Für einen Wechsel ist es jetzt schon zu spät und mir fällt auch keine Branche ein, in der das ohne Weiteres möglich wäre und man davon leben kann (Lehrer ist nichts für mich). Ich möchte auch Kinder haben und mich aktiv an deren Erziehung beteiligen, aber momentan bin ich von diesem Lebenstraum so weit entfernt wie man nur sein kann!
Habt ihr irgenwelche Vorschläge, wie ich etwas ändern könnte? Wenn so wie jetzt mein künftiges Leben bis zur Rente aussehen soll, dann verzichte ich dankend. Aber die Alternative ist scheinbar nur als Obdachloser unter der Brücke schlafen?! Bin momentan einfach nur verzweifelt ob meines fremdbestimmten Lebens und hätte natürlich schon längst schlafen gehen sollen, da es morgen wieder weitergeht. Wer weiß, ob ich überhaupt noch die Energie besitze, die Woche nochmal ins Forum zu schauen....