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Verzweifelt und Rat gesucht

  • Starter*in Starter*in Mangnolia
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M

Mangnolia

Gast
Hallo,

viele von euch haben ja mitbekommen, das ich meine Arbeitsstelle wegen einigen sehr "heftigen" Kollegen für mein Seeleheil gekündigt habe.
Bin jetzt vier Wochen bei meinem neuen Arbeitgeber.

Kollegen und Chef´s sind toll und endlich arbeite ich in einem Team Hand in Hand!:lach:

Aber................ich arbeite nun sechs Tage die Woche. Das wäre ja gar nicht so schlimm, es ist nur so, das ich acht, neun, oder zehn Stunden im wirklichen Dauerstress arbeite und unter körperlichen Hochsteinsatz. :betruebt:

Keine Pause, nicht möglich, da immer Gastpräsents gezeigt werden muss.

Mein Feierabend sieht jeden Tag so aus: ich komm nach Hause, dusche, zieh mich um, kurz ins Forum, vielleicht was essen und erst mal zwei bis drei Stunden schlafen. Ich bin so müde, es geht gar nicht anders.😛einlich:
Dann habe ich noch ungefähr drei Stunden etwas vom Abend.
Na....und dann geht es wieder ins Bettle.

Heute nachmittag hat mich in der Küche echt die Verzweiflung und wohl auch die Erschöpfung gepackt. Ich stand da und konnte nur noch weinen. Ich fahre die Arbeitszeit so hochtourig und bin sehr aufgedreht. Irgendwie war es dann heute vorbei.......😛einlich::betruebt::wein:

In der Hochsaison wird es noch heftiger werden.

Jetzt mache ich mir Sorgen, gut geht es mir nicht, muss auf mich aufpassen und verhindern, das meine Depression wieder stärker wird. Aber wie genau ???????

Ach, ich fühle mich hier wie in der Falle grade. Ich muss das durchstehen, irgendwie. Kann ja nicht schon wieder wechseln. Es muss doch zu schaffen sein.
Brauche vielleicht nur eine viel bessere Stressverarbeitungsstrategie?

Ich fühle mich so hilflos.

Verrückt.....ich hatte mir so gewünscht, endlich den richtigen Arbeitsplatz für mich gefunden zu haben........!
Warum kann es nicht einfach mal klappen? Zuviel verlangt?


Hmmm, jetzt ist es doch hier auch ein Auskotzen geworden!
Tat gut! Danke!
 
Sind diese Arbeitszeiten von bis zu 10 Stunden am Tag bei 6 Tagen die Woche die Regel? Oder ist das nur während der Probezeit so oder wegen besonderer Umstäne; ist gerade Hochkonjuktur bei euch oder...?

Schon nach 4 Wochen dem Chef sagen, dass man nicht mehr kann, halte ich für etwas gewagt...die Frage ist auch, ob du dich abhetzen musst wie eine Irre, oder ob du es nicht vielleicht schaffst, dein Pensum mit etwas weniger Stress / Hektik durchzuziehen und stattdessen etwas mehr Ruhe in dir walten lässt. Bei mir brennt auch sehr oft lichterloh der Baum, aber ich schalte da inzwischen auf stur und sage mir "Eins nach dem anderen!"

Was die Freizeit angeht, so würde ich Prioritäten setzen und die heisst bei dir "runterkommen und entspannen". Ich würde dann ins Forum gehen, wenn ich Lust und Kraft habe, und nicht automatisch. Und mich nach der Arbeit der Tätigkeit widmen, die mir am meisten nutzt und mich entspannt. Was ich gar nicht könte, wäre dieses "Etappenschlafen", also einige Stunden nach dem Feierabend und dann nachts nochmal...denn dann würde ich nachts kein Auge zukriegen.

Letztendlich wirst du dein Pensum irgendwie drosseln müssen, sonst rasselst du in den Burn-Out.
 
Ich tippe mal, dass ein Teil des Stresses und Schlafbedürfnis daher rührt, dass du viele neue Eindrücke aufnimmst, neue Verhaltensweisen einüben musst und dein Gehirn das alles verdauen muss (was im Schlaf geschieht).

Das dürfte sich in ein paar Wochen spätestens normalisieren, wenn sich mehr und mehr Gewohnheiten einstellen und du auch die Menschen und deren Eigenarten kennst und dich automatisch darauf einstellst.

Gruß, Werner
 
Ja, diese Arbeitszeiten sind im ersten Jahr für alle Mitarbeiter die Regel.

Würd ich mein Arbeitspensum drosseln müssten die Gäste länger auf ihren Kaffee, auf das Neueindecken, oder auf die Buffetauffüllung warten.
Das darf nicht passieren.
Wo ich früher einen Koch und einen Spüler und den Service hatte, stehe jetzt nur ich und ab und an eine Azubine. Ich mach alles und der Gast geht immer vor.

Die Chefetage weiss um den Stress.

Hmm, direkt nach der Arbeit kann ich nichts mehr "unternehmen" oder "machen", da ich wirklich körperlich und seelisch so müde bin. Ich muss schlafen, sonst geht gar nichts mehr. Und ein paar Stündchen Feierabend muss ich haben, daher das Etappenschlafen!
 
Ich tippe mal, dass ein Teil des Stresses und Schlafbedürfnis daher rührt, dass du viele neue Eindrücke aufnimmst, neue Verhaltensweisen einüben musst und dein Gehirn das alles verdauen muss (was im Schlaf geschieht).

Das dürfte sich in ein paar Wochen spätestens normalisieren, wenn sich mehr und mehr Gewohnheiten einstellen und du auch die Menschen und deren Eigenarten kennst und dich automatisch darauf einstellst.

Gruß, Werner


Ich hoffe so sehr, das dies so sein wird, Werner.

Der Stresspegel wird aber in der Hochsaison um ein ganzes Mass steigen und ich glaube nicht wirklich daran, das sich das dann für mich normalisieren wird.


Ich muss etwas finden, das es für mich besser macht. Arbeitsabläufe habe ich teils schon optimiert.

Ein Stressschutzschild wäre da so hilfreich.
 
Mhmmm, Werner´s Beitrag gefällt mir...finde ich auch ziemlich plausibel, dass du ohnehin etwas überreizt bist.

Wenn die Chefetage um den Stress weiss, was unternimmt sie dagegen bzw. was tut sie, um es dir ein wenig zu erleichtern? "Nur" eine Azubine als Hilfe oder ist mal "echte", ausgelernte Hilfe zu erwarten?
 
Ja, diese Arbeitszeiten sind im ersten Jahr für alle Mitarbeiter die Regel.
Steht im Arbeitsvertrag das du eine 6 Tage-Woche hast bzw. wieviele Arbeitsstunden in der Woche sind vereinbart? Und du kannst die Überstunden im ersten Arbeitsjahr nicht abfeiern?

Ich kann dich insofern gut verstehen, da ich mal einen Job im landwirtschaftlichen Bereich hatte, wo ich in der Erntezeit 3 Monate lang im Schnitt 60 Arbeitsstunden in der Woche hatte.
Da waren dann auch mal 3,5 Wochen darunter, wo wir jeden Tag 10-14 Stunden gearbeitet haben.

Das einzige was man da macht, ist Arbeiten, Essen und Schlafen. Aber das war zeitlich absehbar und für die Überstunden hat man dann einen entsprechenden Freizeitausgleich bekommen.

Grüße
 
Hallo mangnolia,

dass die ersten Wochen auf der neuen Arbeitsstelle sehr anstrengend sind, habe ich immer so erlebt. Man muss ja erst die ganzen Kollegen, Arbeitsabläufe, Gepflogenheiten kennenlernen.

Ich laufe in den ersten Wochen an einer neuen Schule auch immer "hochtourig".

Vielleicht hilft es, wenn du die jetzige Situation erst mal so nimmst, wie sie ist, und wenn du optimistisch an die Zukunft herangehst und nicht jetzt schon das Schlimmste befürchtest. Zwar kommt die Hochsaison, aber bis dahin hast du doch auch wieder viel mehr Erfahrung und bist gut drin.

(Falls es dann nicht klappen sollte, kannst du dir später immer noch überlegen, wie du drauf reagierst)

Kannst du in deiner Freizeit nicht möglichst viel machen, was dich wieder aufbaut? Auch, wenn die Zeit begrenzt ist, vielleicht lieber Laufen gehen als ins Forum - oder was auch immer dich aufbaut.
 
Danke euch allen für eure Antworten.

Mir ist schon klar, das Vieles durch die Gewohnheit leichter wird.

Was für mich so heftig ist, ist halt dieser permanente Druck und Stress. Ich brauche Kraft und Energie. Muss herausfinden, wie ich sie für mich bekommen kann.

Und ich muss aufhören so perfektionistisch sein zu wollen.

Das hab ich jetzt für mich da so die zwei Tage heraus überlegt.
Gestern kam noch ein Buch an, das ich mir zu diesem Thema bestellt habe. Ich werde mir ein NachderArbeitAntistressprogramm zusammen stellen.

Na, und so hoffe ich den Sommer ohne Burn-Out zu überstehen.
 
Wie wärs, wenn du einen Kurs zu autogenem Training oder progressiver Muskelentspannung machst. Z.T. zahlen das sogar die Krankenkassen. Soll wirklich helfen, Stress besser zu ertragen. Wollte ich selbst auch schon mal machen. Oder vielleicht auch Yoga oder Qi Gong?

Ich finde das toll, dass du aufgegeben hast, was dir nicht gut tat und gleich eine neue Stelle gefunden hast! Hut ab!
 

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