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Verzweifelt - 8 Semester studiert und will abbrechen, weiß nicht mehr weiter

Mein Umfeld rät mir, dass ich es einfach nochmal probieren soll, mit einem dualen Studium, aber ich habe höllische Angst nochmal zu versagen, hinzufliegen, dass das duale Studium mich überfordern wird. Ich wollte eigentlich immer studieren, aber ich glaube, dass das klassische Studium nichts für mich ist.
Bei einem neuen Studium, in dem du dich weitgehend selbst organisieren musst, wäre ich nach deiner Schilderung auch eher skeptisch. Ich glaube, du schätzt dich in dieser Hinsicht ziemlich gut ein. Und es würde wahrscheinlich im zweiten Anlauf eher schwerer als leichter werden, nachdem der erste Versuch bereits nicht gut gelaufen ist. Dieses Risiko (und den ganzen Stress, der damit einhergeht) würde ich an deiner Stelle nicht in Kauf nehmen.

Und bei einem dualen Studium kommt es aus meiner Sicht sehr darauf an, wie die Arbeitsmarktlage ist und mit welcher Wahrscheinlichkeit du in dem Praxis-Unternehmen nach deinem Abschluss weiterhin beschäftigt wirst... ggf. auch ohne Höchstleistungen und Bestnoten. Zu viel Unsicherheit und Druck tut dir nicht gut, denke ich.

Ansonsten - hast du schon mal über eine berufliche Zukunft in der öffentlichen Verwaltung nachgedacht? Dort wird ziemlich dringend Nachwuchs benötigt, und du scheinst mir ein ganz passender Kandidat dafür zu sein. Das Gute ist, dass du dort alle Möglichkeiten hast und dich noch nicht gleich für "Studium - ja oder nein" entscheiden musst. Wenn du es erstmal gemütlich angehen willst, kannst du dich auf eine Ausbildung im mittleren Dienst bewerben... ein späterer Aufstieg ist trotzdem problemlos möglich, wenn du merkst, dass dir die Ausbildung leicht fällt und du auch noch mehr schaffen könntest. Nur ist der Weg insgesamt dann ein bisschen länger - das ist klar. Bei größeren Ambitionen und wenn du es dir jetzt schon zutraust, käme aber auch gleich der gehobene Dienst in Frage, der ja ein FH-Studium beinhaltet.

Solche Ausbildungen/Studiengänge sind weniger anonym und unpersönlich als ein universitäres Studium, bieten viel Anleitung, sind klar strukturiert, man hat danach einen Arbeitsplatz sicher (wenn man sich nicht ganz dumm anstellt), es gibt häufig die Option, verbeamtet zu werden, und die Bezahlung ist auch nicht schlecht.

Informiere dich doch mal und schau, ob du dort was Geeignetes für dich findest!

 
Bei einem neuen Studium, in dem du dich weitgehend selbst organisieren musst, wäre ich nach deiner Schilderung auch eher skeptisch. Ich glaube, du schätzt dich in dieser Hinsicht ziemlich gut ein. Und es würde wahrscheinlich im zweiten Anlauf eher schwerer als leichter werden, nachdem der erste Versuch bereits nicht gut gelaufen ist. Dieses Risiko (und den ganzen Stress, der damit einhergeht) würde ich an deiner Stelle nicht in Kauf nehmen.

Und bei einem dualen Studium kommt es aus meiner Sicht sehr darauf an, wie die Arbeitsmarktlage ist und mit welcher Wahrscheinlichkeit du in dem Praxis-Unternehmen nach deinem Abschluss weiterhin beschäftigt wirst... ggf. auch ohne Höchstleistungen und Bestnoten. Zu viel Unsicherheit und Druck tut dir nicht gut, denke ich.

Ansonsten - hast du schon mal über eine berufliche Zukunft in der öffentlichen Verwaltung nachgedacht? Dort wird ziemlich dringend Nachwuchs benötigt, und du scheinst mir ein ganz passender Kandidat dafür zu sein. Das Gute ist, dass du dort alle Möglichkeiten hast und dich noch nicht gleich für "Studium - ja oder nein" entscheiden musst. Wenn du es erstmal gemütlich angehen willst, kannst du dich auf eine Ausbildung im mittleren Dienst bewerben... ein späterer Aufstieg ist trotzdem problemlos möglich, wenn du merkst, dass dir die Ausbildung leicht fällt und du auch noch mehr schaffen könntest. Nur ist der Weg insgesamt dann ein bisschen länger - das ist klar. Bei größeren Ambitionen und wenn du es dir jetzt schon zutraust, käme aber auch gleich der gehobene Dienst in Frage, der ja ein FH-Studium beinhaltet.

Solche Ausbildungen/Studiengänge sind weniger anonym und unpersönlich als ein universitäres Studium, bieten viel Anleitung, sind klar strukturiert, man hat danach einen Arbeitsplatz sicher (wenn man sich nicht ganz dumm anstellt), es gibt häufig die Option, verbeamtet zu werden, und die Bezahlung ist auch nicht schlecht.

Informiere dich doch mal und schau, ob du dort was Geeignetes für dich findest!

Warum lernst man nicht im Lehrberuf Steuerfachangestellter oder beim Finanzamt in der Steuerbehörde.
Da brauch man nicht viel Mathe, hast mit BWL zu tun und verdient hinterher auch nicht schlecht.
 
Wenn dich eine kaufmännische Ausbildung so sehr interessiert, dann bewirb dich oder mach vielleicht vorher lieber ein Praktikum in dem Beruf, nicht dass du dir dann doch was anderes vorgestellt hast.
Eine Ausbildung ist nicht schlecht oder minderwertig und nicht jeder muss was studiert haben! Und wenn du danach noch weiter möchtest, gibt es die Weiterbildung zum Handelsfachwirt usw.

Alles Gute!!!
 
Wenn dich eine kaufmännische Ausbildung so sehr interessiert, dann bewirb dich oder mach vielleicht vorher lieber ein Praktikum in dem Beruf, nicht dass du dir dann doch was anderes vorgestellt hast.
Eine Ausbildung ist nicht schlecht oder minderwertig und nicht jeder muss was studiert haben! Und wenn du danach noch weiter möchtest, gibt es die Weiterbildung zum Handelsfachwirt usw.

Alles Gute!!!
In meinem Beruf kann man, ganz ohne Studium 3800 Euro verdienen.
Und ist nicht mal an eine bestimmte Branche gebunden.
 
Ich hatte mich auch für ein sehr schwieriges Studium entschlossen. Schon für die erste Klausur musste ich viel mehr lernen als fürs ganze Abi. Als ich dann im 5. Semester einen Schein zweimal in den Sand gesetzt hatte, nahm ich mir vor, das Studium zu beenden, wenn ich auch beim dritten Mal scheitern würde. Leider bestand ihn beim dritten Mal. Letztendlich habe ich die akademische Ausbildung durchgezogen, mit "ausreichend" bestanden, aber nie in meinem Beruf gearbeitet, sondern als Ungelernte im kaufmännischen Bereich. Ich hätte nach dem Abi auf meinen Bauch hören und nicht so ein Studium beginnen bzw. abbrechen sollen. Nur, weil man Abi hat, braucht man nicht zu studieren.
 
Liebe(r) TE,

es ist vollkommen in Ordnung auch mal zu scheitern und festzustellen, dass eine Sache nichts für einen ist. Du bist erst bald 23 Jahre alt und wirst noch sehr viel Zeit fürs Arbeiten haben. Hast du mal über eine Auszeit gedacht, wo du einfach den Kopf bisschen abschalten kannst und dann in Ruhe die nächsten Schritte überlegen? Es muss nicht eine Weltreise sein, aber vielleicht 2 Wochen Klosterurlaub? Also irgendwas wo du Auszeit vom Alltag nimmst, innere Ruhe hast und in Ruhe überlegen kannst, was die nächsten Schritten sind?

Übrigens ist es nicht ungewöhnlich nicht genau zu wissen, wie die aussehen müssen. Ein ungefährer Plan reicht aus. Und das musst nicht Studium involvieren. Es gibt Ausbildungsberufe, die durchaus mit dem Studium mithalten können und dir sogar mehr Geld einbringen, wovon einige Akamdiker*innen nur träumen können. Und heute musst kein Mensch bis zum Lebensende dasselbe machen. Ich wünsche dir viel Glück und Kraft bei der Suche! Du bist nicht allein.
 
Industriekaufmann ist doch ein guter Beruf.

Auch Verwaltung, gehobener Dienst, speziell vielleicht auch Finanzverwaltung kann passen. Da hat man ziemlich viel Struktur. Ist ein duales Fachhochschulstudium. In NRW z.B. wohnt man während der theoretischen Studienzeiten für den Dipl.-Finanzwirt vor Ort in Nordkirchen. Da kannst du nicht einfach im Bett liegen bleiben. Da ist die Struktur von außen vorgegeben. Ist eher wie Schule/Internat.
 
Oder du machst etwas, das nicht soviel mit Zahlen und Schreibtischarbeit zu tun hat. Wäre das eine Option für dich?
Denn du hast ja geschrieben, daß dir gerade dieses abstrakte Mathematikzeug nicht gut liegt!

Davon abgesehen solltest du hier auch mal antworten, wenn du hier wirklich Hilfe und realistische Tipps haben möchtest.
Wer sich kaum äußert, dem kann man auch nicht helfen....
 

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