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Verwirrt über den Therapeuten

Fensterblick

Neues Mitglied
Seit 5 Monaten gehe ich zur Analyse.
Normalerweise oder im gewünschten Falle legt man sich hin.
Dies kann ich nicht. Ich sitze und der Gedanke mich hinlegen zu müssen erfüllt mich mit Panik.

Mein T. Ist bemüht es mir so angenehm wie möglich zu gestalten. Hört sich doch gut an, warum also nicht genießen?
Weil es mir unangenehm ist...

.Ich darf sitzen bleiben
.dürfte mich auf dem Boden setzten
.gestaltet den Raum nach mir, sprich mich störte eine Bild, beim nächsten mal war es weg.
.Ich darf mein Haustier mitbringen
.Haare trägt er jetzt immer gleich, weil ich Probleme damit hatte wenn er sie anders trägt
.Händedruck angepasst, nicht mehr so fest.
....

Irgendwie finde ich es ja schön, das er möchte das ich mich wohlfühle. Aber irgendwie verunsichert mich das sehr.
Als ich ihn darauf ansprach, kam keine klare Antwort.
Ist das ein normales Verhalten für einen Psychoanalytiker?
Bin da gerade sehr unsicher, weiß Jemand Rat?

Vielen Dank
 
Hi Fensterblick ;


Dein Name sagt es ein bisschen.DU schaust raus und nicht rein.

Ich sollte auch mal eine Analyse machen,und sind letztendlich so verblieben,das ich eine klassische Analyse mache.

Weil ich jemand mir Gegenüber brauche,ich rücke auch gerne mit den Stuhl etwas näher ran.
Ich brauche es ,den Menschen in die Augen zu schauen,um auch seine Gesten zu sehen oder zu spüren.
Das nennt man die klassische Analyse.Wie wohl bei dir jetzt auch.

Oft ist ja so das der Klient auf der Chouch liegt und der Analytiker daneben sitzt.Das ginge bei mir gar nicht,deswegen gibt es da verschieden Möglichkeiten und es wird darauf geachtet das Du Dich wohl fühlst.
Wenn Du lieber auf die Couch liegen möchtest,könntest du das auch.


Immerhin geht es hier um Dich, große Gefühle ,und das man das erlebte wieder/weiter gibt.Es wird nochmal betrachtet und das was dir verloren ging,oder du erst gar nicht gelernt hast,wird dir nun nach und nach mit gegeben.
Das geht aber nur,wenn du dich öffnest und Vertrauen hast.

Achte nicht mehr auf die äußeren Kleinigkeiten.Du siehst, er versucht es dir wohl zu machen.
Konzentriere dich darauf warum du da bist.
Eine Analyse heißt,das Du die Gabe hast ,etwas von dein eigenes Leid wieder zu geben und du das nächste mal genau an diesen Punkt weiter machen kannst.In der Zeit da zwischen bist du in der Lage,fragen oder eigenes Verhalten wieder zu spiegeln,zu Reflektieren und auch ein zu sehen.Mit diesem neuen Betrachten und den neune Erkenntnissen der Geschehnisse,gehst du dann wieder zum Analytiker erzählst Ihn das und ihr arbeitet weiter damit.

Das kann nicht jeder und deswegen bist du Analyse fähig.

Nutze es und öffne Dich,du bist diesmal nicht alleine damit und er kann dir Dinge dazu sagen/Fragen,die du vorher dazu nicht sehen könntest und lernst etwas dazu.Darum geht es.

Diese Chance haben nicht alle und erhälst du wohl auch nur einmal in dieser Intensität.
Vertraue darauf das du geführt wirst. Gebe was du zu sagen hast und das was dir auf dem Herzen liegt.
Es ist bedeutend,wenn du es schaffst mit Ihn zu arbeiten.

Ps, Du bist der ,der den Analytiker Futter/Stoff/arbeit gibt um mit dir zu arbeiten.Er hat das lange studiert..Nutze es.Schau nicht nach außen,sondern nach innen,zu DIR..dem was dir wieder fahren ist und lass dich einfach mal tragen vom Analytiker. Komm auf den Punkt^^.
Es ist für Dich.

ich wünsche dir viel Erfolg dabei.

Lieben Gruß
Schokoschnutte*
 
Zuletzt bearbeitet:
Fensterblick,

Dein Therapeut geht sehr auf Dich ein, versucht ganz offensichtlich, es Dir so leicht wie möglich zu machen, dass Du Dich öffnen kannst.

Zudem scheint er sehr geduldig zu sein. An Deiner Stelle würde ich im (ver-)trauen und mich ihm öffnen.

LG

Burbacher
 
Danke für eure Antworten. Für den Blickwechsel 🙂.
Wahrscheinlich liegt es wohl daran, daß es für mich sehr wichtig war mein Umfeld immer im Blick zu haben. Es ist schwer dies in der Analyse abzulegen.
Vertrauen ist gut Kontrolle ist besser :-(.
Mir macht seine Geduld und seine Versuche es mir recht zu machen sehr zu schaffen. Ich kann nicht nachvollziehen warum, fühle mich nicht so wichtig.

Auch fühle ich mich in der Therapie teils wirklich alleine. Er fragt dann auch, wie er mir da helfen kann, aber darauf weiß ich keine Antwort. Er wirkt dann genau so ratlos wie ich, das ist unangenehm.

Psychoanalyse ist wirklich was ganz eigenes, seltsam und manchmal fühle ich mich richtig aufgeschmissen.

Wie ist eure Erfahrung bezüglich der Psychoanalyse?
 

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