Ich würde als letzten Rettungsanker sie gern fragen bezüglich Eheberatung/Therapie, jedoch habe ich die Befürchtung das selbst wenn sie ja sagt sie zu allem Ja und Amen sagen wird und es über sich ergehen lassen wird…
Wenn sie sich darauf einlässt würde ich es auch machen, denn das ist das Maximum, das sie dir derzeit noch anbieten kann. Wenn du sie erst einmal in der Therapie hast würde ich nicht ganz so schwarz für eure Zukunft sehen, auch wenn es ganz sicher dauern wird.
Ich glaube tatsächlich, dass es etwas völlig anderes ist, ob du ihr aufzeigst, dass es da ein großes Problem gibt, an das sie ran musst oder ob das ein Therapeut tut. Er wird ihr auch glaubhaft vermitteln können, dass dir daran gelegen ist, mit ihr zusammenzubleiben. Nur dass sich dann eben auch wirklich etwas ändern muss, sie wieder lernt, zu vertrauen und sich auf dich einzulassen.
Wichtig ist, dass du dann wirklich einen guten Therapeuten findest und auf diese Suche würde ich auch einige Zeit verwenden. Ich kenne eure Infrastruktur nicht in Australien über welchen Weg man da idealerweise vorgeht. Vielleicht lässt du dich dazu von deiner Firmentherapeutin mal beraten. Im Unternehmen, bei dem ich beschäftigt bin, kann man auch als Angehöriger die Beratungsleistung in Anspruch nehmen. Das würde ich allerdings nicht tun, um ihr das Gefühl zu geben, dass hier wirklich die Anonymität gewährleistet wird. Sie sollte dann auch verinnerlichen können, dass die Therapeuten der Schweigepflicht unterliegen, nichts vom Erzählten nach außen dringt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das auch für die australischen Therapeuten gilt. So etwas ist ihr sicherlich wichtig, wenn sie sich überhaupt darauf einlässt.